Direkt zum Hauptbereich

Benefizkonzert der Marinekameradschaft hat ein finanzielles Nachspiel für den Nachwuchs


Musik verbindet, im Zweifel auch die Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen. So war das auch mit dem Benefizkonzert, das die Mülheimer Marinekameradschaft und Musiker der Bundeswehr am 12. März in der Stadthalle gaben.Die 850 Musikfreunde, die sich vom Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr mit einem bunten Potpourri unterhalten ließen, taten sich nicht nur selbst etwas Gutes, sondern auch Kindern in Mülheim und Afghanistan. Mit dem Kauf ihrer Konzertkarte leisteten sie einen Beitrag zum Konzerterlös von 6000 Euro.


Diesen Betrag, den der Vorsitzende der Marinekameradschaft, Werner Gerbener, gestern übergab, dürfen sich jetzt der Mülheimer Elternverein Stöpsel und der Sozialverein Lachen helfen teilen. Der Elternverein Stöpsel betreibt an der Tilsiter Straße in Holthausen und an der Howadtstraße in Styrum Kindertagesstätten und betreut Ganztagsgruppen an der Hölterschule. "Wir sind extrem froh über diese Unterstützung", bekennt Vereinsvorstand Natalie Fiebig. Durch einen wetterbedingten Wasserschaden waren 2009 in der Kindertagsstätte an der Tilsiter Straße Möbel zerstört worden, die jetzt ersetzt werden können.Der Verein Lachen helfen, der ebenfalls 3000 Euro in Empfang nehmen durfte, wird von Soldaten der Bundeswehr und Bundespolizisten getragen, die sich in Afghanistan für den Bau von Kindergärten und Schulen engagieren.


Nachdem die bisher elf Benefizkonzerte der Marinekameradschaft mehr als 70?000 Euro für verschiedene soziale Projekte zugunsten von Kindern und Jugendlichen eingespielt haben, wird es am 26. März 2011 im Theatersaal der Stadthalle ein Wiederhören mit dem Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr geben.


Dieser Text erschien am 12. Mai in der NRZ

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Am liebsten hört sie Radio: Margarete Sonnenschein feierte jetzt ihren 100. Geburtstag

"Wie alt bin ich jetzt? 100?!“ fragt Margarete Sonnenschein, während sie mit ihren Mitbewohnerinnen in der Villa Nestor bei Kaffee und Kuchen ihren dreistelligen Geburtstag feiert. 

Seit zehn Jahren lebt sie  in einer Wohngemeinschaft, die von den Pflegepartnern betreut wird. Weil sie aufgrund einer Makuladegeneration nicht mehr sehen kann, hört sie am liebsten Radio. Besonders bedauert sie es, dass ihr Lieblingsmoderator Jürgen Domian nicht mehr auf Sendung ist. Seine seelsorgerischen Gespräche mit Menschen in unterschiedlichsten und schwierigsten Lebenslagen hat die ehemalige Bibliothekarin und Buchhändlern immer besonders gerne gehört. Deshalb freut sich Sonnenschein darüber, dass ihr Pflegedienstleiterin Karin Eberlein und ihre Mitbewohnerinnen eine CD-Sammlung mit Domians besten Gesprächen geschenkt haben.

Schwere Zeiten kennt die Dame, die zweimal verheiratet war und vor 35 Jahren ihren einzigen Sohn begraben musste, nur zu gut.

Noch im Ersten Weltkrieg geboren, musste sie die…

Suchtfaktor Karneval

Sie ist die jüngste der 13 Mülheimer Karnevalsgesellschaften, die KG Aunes Ees. Zwölf Karnevalsfreunde aus der damals aufgelösten KG Düse formierten sich im Juli 2017 zur neuen KG Aunes Ees. „Aunes Ees ist mölmsch Platt und bedeutet anders als, weil wir anders sind als viele andere Karnevalsgesellschaften“, erklärt der Vorsitzende der neuen Gesellschaft Jörg Schwebig die Namenswahl.
Anders als die anderen mölmschen Gesellschaften, gibt es bei Aunes Ees neben einer Aktivengarde auch eine integrative Garde, in der Menschen mit und ohne Handicap ihren Spaß am Tanz gemeinsam auf die Bühne bringen. Dass es dazu kam, hat mit Schwebigs Bruder Frank und seiner Schwägerin Vivian zu tun, Sie sind Eltern einer behinderten Tochter, die in einer integrativen Tanzgarde einer Duisburger Gesellschaft aktiv war. Doch das Mädchen und seine Gardekolleginnen fühlten sich ihrer bisherigen Gesellschaft nicht mehr gut aufgehoben und wechselten deshalb 2017 geschlossen in die neue Mülheimer Karnevalsgesellsch…

Welche Chancen haben Förderschüler auf dem Arbeitsmarkt? Die gute Nachricht lautet: Zeugnisse und Noten sind eben nicht alles, wenn es um den Einstieg in den Beruf geht

„Alles wird gut.“ So steht es auf einer Holzskulptur, die der Geschäftsführer der Berufsbildungswerkstatt (BBWe), Thomas Aring, von Lehrgangsteilnehmern aus dem Berufsfeld Farbe und Raumgestaltung zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Gilt das auch für Förderschüler, wenn sie ihren geschützten Lernraum verlassen und auf dem Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz suchen? Aring schätzt, dass aktuell rund 20 Prozent seiner insgesamt 500 Lehrgangsteilnehmer von der Förderschule kommen. Sie alle konnten nach der Schule keinen Ausbildungsplatz bekommen und trainieren jetzt im Rahmen eines Berufsvorbereitsungsjahres oder eines Werkstattjahres für den ersten Ausbildungsmarkt.


„Viele, die zu uns kommen, erleben im ersten halben Jahr einen richtigen Entwicklungsschub und sind dann auch besonders motiviert“, berichtet Aring. Wie es im optimalen Fall laufen kann, zeigen die 17-jährige Katharina Schaefer und der 19-jährige Patrick Hoppe. Beide haben eine Mülheimer Förderschule für Lernbehinderte bes…