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Es werden Posts vom Juli, 2013 angezeigt.

Ein zukunftsträchtiges Schulbeispiel aus der Hauptschule an der FRühlingstraße, die ihren letzten Schultag hinter sich hat, zeigt, wie Schule erfolgreicher und menschlicher werden könnte

Der letzte Schultag. An der Frühlingstraße in Speldorf gilt das im doppelten Sinn des Wortes. Denn dort hatte die Hauptschule nach 40 Jahren gestern ihren definitiv letzten Schultag. Nach den Sommerferien wird sie zur Grundschule.


Auch wenn Volkan Gücer (16), Resul Duran und Tolga Inam (beide 17) froh sind, dass sie ihre Hauptschule mit guten Noten verlassen und jetzt an Berufskollegs auf die Fachoberschulreife zusteuern können, beschleicht sie doch etwas Wehmut, wenn sie daran denken, dass es ihre alte Schule bald nicht mehr gibt. Ihre Wehmut verbindet sie nicht so sehr mit dem schmucken Schulgebäude als vielmehr mit ihrem Klassenlehrer Theodor Riecken (64) und seinem ehrenamtlichen Unterrichtsassistenten Norbert Röger (60), der die Klasse Rieckens in den letzten beiden Schuljahren begleitet hat, Tag für Tag. Und das unterscheidet ihn schon von den insgesamt 40 ehrenamtlichen Schulpaten, die im Rahmen eines Projektes des Centrums für bürgerschaftliches Engagement mit ihrer Berufs- un…

Auch wenn es am Ende nicht dazu kam, wollte die Stadt Rudolf Steuer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch materiell für seinen Einsatz zum Erhalt der Schloßbrücke danken

Vor wenigen Wochen hat die Bezirksvertretung 1 den Bürgerantrag von Jochen Hartmann abgelehnt, den Retter der alten Schloßbrücke, Rudolf Steuer, mit einer Plakette an ihrer 1960 errichteten Nachfolgerin zu ehren. Die Begründung, basierend auf einem Vortrag von Stadtarchivar Dr. Kai Rawe: Steuer sei ein reiner Befehlsempfänger gewesen. Von einer Bezirksvertreterin wurde Steuer gar ohne weitere Angaben als Nazi herabgewürdigt. Obwohl Steuer tatsächlich, was die Bezirksvertreterin nicht wissen konnte, Mitglied der NSDAP war, gibt es ernsthafte Zweifel an der abwertenden chen Darstellung Dokumente belegen nun, dass der ehemalige Unteroffizier unmittelbar nach dem Krieg in einem ganz anderen Licht gesehen wurde.


1947 wollte die Stadt Mülheim Steuer mit Zinszahlungen für ein Darlehn über 3000 Mark beim Wiederaufbau seines kriegszerstörten Hauses in Merzig helfen, um sich damit für seinen Einsatz zu bedanken, der verhinderte, dass die Schloßbrücke als letzte intakte Ruhrbrücke und mit ihr di…

30 Jahre Wohnstift Raadt: Ein Altenheim im demografischen Wandel

30 Jahre Wohnstift Raadt. Das wurde am 6. Juli mit einem informativen, unterhaltsamen und geselligen Tag der offenen Tür an der Parsevalstraße gefeiert. Doch eigentlich begann die Geschichte des Altenheimes am Rande der Stadt schon vor fast 70 Jahren und das mit einer Hausbesetzung.


„Verantwortlich dafür war die sehr resolute Oberin, Auguste Schriever, des im Krieg zerstörten Evangelischen Versorgungshauses. Denn sie suchte für dessen betagte Bewohner eine neue Bleibe und fand diese in der alten Fliegerschule an der Parsevalstraße“, berichtet der ehemalige Stiftungsdirektor des Evangelischen Krankenhauses, Volkmar Spira.

Er war es, der vor 30 Jahren zusammen mit dem Architekten Aribert Riege den rund 8,5 Millionen Euro teuren Bau des heutigen Wohnstiftes managte, in dem heute 104 Bewohner von 40 Pflegekräften betreut werden. Damals genügte die alte Fliegerschule mit ihren Mehrbettzimmern und einem gemeinsamen Speisesaal nicht mehr den modernen Ansprüchen an ein Altenheim. „Wir haben d…

Wer war eigentlich Rudolf Steuer? - Der Mann aus Merzig soll in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges die Schloßbrücke vor der Sprengung gerettent haben: Eine Spurensuche

Geschichte ist nicht nur vergangen. Sie ist immer auch gegenwärtig und wirkt bis heute nach, egal ob es sich um die selbst erlebte oder um durch Eltern und Großeltern überlieferte Geschichte handelt. Das zeigen die Leserreaktionen auf die NRZ-Berichterstattung über die Diskussion in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung 1 Soll oder muss man der Luftkriegsopfer und eines Unteroffiziers gedenken, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges die Sprengung der Schloßbrücke verhindert haben soll. Der Bürgerantrag von Jochen Hartmann hat die Diskussion angestoßen, die offensichtlich nicht nur in der Bezirkvertretung geführt wird und die NRZ in ihrem Kommentar am vergangenen Samstag mit Blick auf den Unteroffizier Rudolf Steuer fragen ließ, was die Bezirkvertreter offensichtlich nicht gefragt hatten.


Woher stammt das Wissen über Rudolf Steuer?

Wer sich im Stadtarchiv auf die Spurensuche begibt, kann die Geschichte des Unteroffiziers Rudolf Steuer in einer Serie nachlesen, in der das M…

Warum Anwohner des Saarner Aubergs um das dortige Naturschutzgebiet fürchten

„Hände weg vom Auberg.“ Mit diesem Slogan kämpften Bürger in den 70er Jahren gegen die Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen im Saarner Naturschutzgebiet. Jetzt ist dieser Slogan wieder plakatiert worden. Denn die Bauvoranfrage für einen Reiterhof mit neuem Wohnhaus, Reithalle und Stallungen auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes an der Voßbeckstraße, versetzt Anwohner rund um die Voßbeckstraße, den Aubergweg und den Buteweg in Unruhe.


Ein Reiterhof auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes, das der Thyssen-Stiftung gehört? Das hört sich eigentlich nicht schlecht an. Doch rund 40 Anwohner, die sich als Bürgerinitiative auch schon mit ihren Anfragen an die Ratsfraktionen und die zuständige Bezirksvertretung 3 gewandt haben, fürchten vor allem zwei Dinge:

Der Reiterhof mit seinen bis zu 48 Pferden könnte zu einem Gewerbebetrieb werden, der mit seinem Zulieferverkehr die sehr enge Voßbeckstraße und einen kleinen Feldweg, der von der Solinger Straße zur Voßbeckstraße führt, übe…

Nur ein Reisezeil für Mutige? Wie Reisebüros und Globetrotter die Folgen der politischen Krise in Ägypten erleben

„Reisen nach Ägypten sollten in der aktuellen Situation auf die Urlaubsgebiete am Roten Meer und die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nil-Kreuzfahrten) beschränkt werden,“ heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes. Reisen Mülheimer angesichts der politischen Krise in Ägypten überhaupt noch an den Nil?


„Wir haben zurzeit keine Umbuchungen. Gerade erst hat sich ein Kunde seine Tickets für Ägypten abgeholt“, berichtet der Inhaber des L’tur-Reisebüros im Forum, Thilo Tewes. Wie die meisten seiner befragten Kollegen, räumt er aber ein, dass seit der Revolution von 2011 viel weniger Reisen nach Ägypten gebucht werden. Seine Dümptener Kollegin Marion Spree schätzt den Rückgang der Buchungen auf bis zu 50 Prozent.

„Die meisten Touristen, die es nach Ägypten zieht, fliegen aber in den Süden des Landes. Dort fliegen die Touristenhochburgen Marsa Alam und Hurghada am Roten Meer an. Sie sind, anders, als die großen Städte Kairo und Alexandria von den Un…

Wie der seit 1960 in Mülheim lebende Ägypter Sayed Siam die politische Entwicklung in seiner alten Heimat sieht

Als Ägypter in Mülheim verfolgt Sayed Siam die politische Krise in seiner alten Heimat mit besonderer Anteilnahme. „Ich telefoniere täglich mit meinen Verwandten in Kairo und Alexandria. Dabei stelle ich fest, dass der Riss zwischen den Anhängern und den Gegnern des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi auch durch meine eigene Familie geht“, berichtet Siam, der vor 70 Jahren in Kairo geboren wurde und 1960 nach Mülheim kam, wo er später als Maschinenbauer bei Siemens arbeitete. „Ich habe bei der Stichwahl vor einem Jahr auch Mohammed Mursi gewählt, weil er mir im Vergleich zu seinem Gegenkandidaten, General Ahmad Muhammad Schafiq, als das kleinere Übel erschien. Aber jetzt fühle ich mich betrogen und will meine Stimme wieder haben“, sagt Siam, der sich unter anderem in der Islamischen Gemeinde, im Friedensforum bei der Mülheimer Initiative für Toleranz, in der SPD und im Bündnis der Religionen engagiert.


Mursi hat aus Siams Sicht seinen Wahlsieg vom Juni 2012 verspielt, weil er sich …

Das Theater Mülheimer Spätlese verabschiedetete seinen Gründer und langjährigen Leiter Eckhard Friedl mit einem Stück über die Freiheit: Und es geht weiter

Frei, freier und? Besser! Zum Abschied ihres Theaterleiters Eckhard Friedl brachte das Ensemble Spätlese ein kleines aber starkes Stück zu einem großen Thema auf die Bühne des Theaterstudios an der Von-Bock-Straße. Es ging um die Freiheit. Wenig textlastig, mit prägnanten Dialogen und einprägsamen Bildern machten die reifen Schauspieler das große Wort von der Freiheit begreifbar und übersetzten es in unsere kleine Alltagswelt.

Da stritten Angela Pott und Jürgen Leschner als altes Ehepaar, wer sich am Abend die Freiheit nehmen kann, in die Stammkneipe zu gehen, obwohl es zu Hause noch wie bei Hempels unter dem Sofa aussieht. Da stritten Mutter (Marlis Lönne) und Tochter (Adelheid Borgmann) darüber, ob das Mädchen die Freiheit habe, nicht mehr zum Training zu gehen und damit eine möglich Sportlerkarriere aufzugeben. Da überlegte die alte Mutter (Hannelore Peters), die von ihrer Tochter (Elli Gumny) gedrängt wurde, ins Altenheim zu gehen, ob sie am Ende ihres Lebens nur noch die Freiheit…

Ein Stadtteil will seinen Anschluss nicht verlieren: Mintard kämpft darum, dass die Buslinie 132 erhalten bleibt

„Unsere Chancen sind nicht sehr groß, denn die Vorgabe der Politik für den Nahverkehr heißt Sparen“, sagt Wolfgang Budde vom Bürgerverein Wir in Mintard (WIM). Dennoch wollen seine Mitstreiter und er nichts unversucht lassen, um die Buslinie 132, die Mintard mit Mülheims Mitte verbindet, doch noch zu retten.


„Wir haben die Ratsfraktionen und die Ministerpräsidentin angeschrieben und werden am 2. Juli 2013 in der für die Linksruhr-Stadtteile zuständigen Bezirksvertretung 3 einen Antrag zum Erhalt der Linie stellen“, erklärt Budde das weitere Vorgehen. Immerhin haben 784 Bürger diese Forderung mit ihrer Unterschrift unterstützt, obwohl nur 675 Menschen in Mintard leben.

Aber die Buslinie 132 wird auch von vielen Ausflüglern benutzt, die mit ihr in Mülheims schönen Süden fahren. „Auch die sind sauer und vor allem die alten Menschen, die hier leben, wären bei einer Streichung der Linie aufgeschmissen“, schildert Budde die Situation vor Ort und erinnert daran, dass Mintard vor drei Jahren …

So gesehen: Ein kleiner Mann will nach oben oder: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein

Der große Hubschrauber vor dem Fotogeschäft auf der Schloßstraße zieht den kleinen Jungen magisch an. Er stellt sich auf die Zehenspitzen, um die Rotorblätter am Heck des roten Flieger anzuwerfen.


Dass sein Vater gerne den Abflug nach Hause machen und kein Geld für die Höhenflüge seines Sohnemannes übrig hat, stört den Nachwuchspiloten kein bisschen. Unverdrossen steigt er ins Cockpit und ergreift entschlossen den Steuerknüppel.

Die Motorengeräusche macht er, mangels Kleingeld im Tank, gleich selbst. Man sieht, wie er vor seinem geistigen Auge abhebt und über die Stadt fliegt. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, auch die von nervenden Eltern. Und wenn die mal wieder in ihrer erwachsenen Banalität ihr Geld lieber für den nächsten Einkauf als für einen tollen Ausflug ins Land der Phantasie ausgeben, dann muss man eben auf eigene Faust und ohne Münzen im Tank durchstarten, um in der eigenen Phantasie einen Höhenflug zu erleben. Denn die größten Abenteuer spielen sich …

Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Thema Förderschulen und Inklusion in Mülheim

In Mülheim gibt es vier Förderschulen. Von 2005 bis 2013 ist die Zahl der Schüler mit Förderbedarf von 733 auf 823 angestiegen. Während die Zahl der Förderschüler om gleichen Zeitraum von 651 auf 580 sank, stieg die Zahl der im Gemeinsamen Unterricht an Regelschulen geförderten Schüler von 82 auf 243.



Lehrer und Schüler


An der Rembergschule unterrichten 45 Lehrer 166 geistig und mehrfach behinderte Schüler.

An der Peter-Härtling-Schule unterrichten 14 Lehrer 73 Schüler mit besonderem emotionalem und sozialem Entwicklungsbedarf.

An der Tersteegenschule unterrichten 16 Lehrer 158 lernbehinderte Schüler.

An der Wilhelm-Busch-Schule unterrichten 31 Lehrer 183 lern- und sprachbehinderte sowie erziehungsschwierige Schüler.

An Förderschulen für Geistig- und Mehrfachbehinderte kommen sechs Schüler auf einen Lehrer. Die Klassengröße liegt im Durchschnitt bei 12 Schülern.

An Förderschulen für Lernbehinderte kommen im Durchschnitt zehn bis elf Schüler auf einen Lehrer. Die Klassengröße liegt im…

Welche Chancen haben Förderschüler auf dem Arbeitsmarkt? Die gute Nachricht lautet: Zeugnisse und Noten sind eben nicht alles, wenn es um den Einstieg in den Beruf geht

„Alles wird gut.“ So steht es auf einer Holzskulptur, die der Geschäftsführer der Berufsbildungswerkstatt (BBWe), Thomas Aring, von Lehrgangsteilnehmern aus dem Berufsfeld Farbe und Raumgestaltung zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Gilt das auch für Förderschüler, wenn sie ihren geschützten Lernraum verlassen und auf dem Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz suchen? Aring schätzt, dass aktuell rund 20 Prozent seiner insgesamt 500 Lehrgangsteilnehmer von der Förderschule kommen. Sie alle konnten nach der Schule keinen Ausbildungsplatz bekommen und trainieren jetzt im Rahmen eines Berufsvorbereitsungsjahres oder eines Werkstattjahres für den ersten Ausbildungsmarkt.


„Viele, die zu uns kommen, erleben im ersten halben Jahr einen richtigen Entwicklungsschub und sind dann auch besonders motiviert“, berichtet Aring. Wie es im optimalen Fall laufen kann, zeigen die 17-jährige Katharina Schaefer und der 19-jährige Patrick Hoppe. Beide haben eine Mülheimer Förderschule für Lernbehinderte bes…

Die Inklusion wird die Förderschulstandorte reduzieren, aber auch nicht völlig überflüssig machen

Effizient oder nicht? Das ist für Schuldezernent Ulrich Ernst mit Blick auf die Förderschulen eigentlich nicht die Frage. „Wie wollen Sie Ineffizienz nachweisen?“ fragt er und fordert „Da muss man differenziert hinschauen.“

Das Thema der Zukunft, glaubt Ernst, „wird nicht die Effektivität von Förderschulen sein, sondern wie wir die Inklusion pädagogisch sinnvoll ausgestalten.“ Er möchte bei diesem Thema „nicht vorrangig über Finanzen, sondern über pädagogische Inhalte diskutieren.“ Dabei verschließt der Schuldezernent nicht die Augen vor der finanziellen Dimension. Er sieht Stadt und Land gleichermaßen in der Pflicht.

Denn auch der Landrechnungshof, der Schulgrößen, Fördereinstufungen, Übergangsquoten und Lehrerausstattung der Förderschulen kritisch hinterfragt, prognostiziert in seinem Bericht einen Lehrermehrbedarf und geht davon aus, dass nicht alle Schüler mit Förderbedarf künftig an Regelschulen unterrichtet werden können.

Stadtkämmerer Uwe Bonan empfindet die Kritik a…

Schwierig, aber nicht erfolglos: Wie Förderschulrektoren die Arbeit an ihren Schulen in Zeiten der Inklusion bewerten

Die auch vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe, geteilte Kritik, Förderschulen förderten ihre Schüler nicht effizient genug, weisen die Förderschulleiter Peter Kalde und Elke Storch-Fritz als ungerecht und undifferenziert zurück.


„Da werden Dinge miteinander verglichen, die nicht vergleichbar sind“, klagt Kalde, der die Schule für Geistigbehinderte an der Rembergstraße leitet. „90 Prozent der Eltern wollen heute den gemeinsamen Unterricht. Zu uns kommen ohnehin nur noch die Kinder, für die die Rahmenbedingungen im Gemeinsamen Unterricht noch nicht geeignet sind und bei denen Eltern und Lehrer gemeinsam zu dem Ergebnis kommen, dass sie am besten in der Förderschule gefördert werden können.“

Kalde räumt ein, dass es „extrem schwierig ist“, seinen Schülern eine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen und dass sie „auf das Rückhaltebecken der beschützenden Werkstätten für Behinderte angewiesen sind.“ Immerhin schaffen einzelne der geistig und mehrfach b…

Haben Förderschulen in Zeiten der Inklusion, also des Gemeinsamen Unterrichtes an Regelschulen, noch eine Zukunft? Oder sind sie ein Auslaufmodell? Eine Umfrage unter Mülheimer Bildungspolitikern

Sind Förderschulen ineffizient? Ein Bericht des Landesrechnungshofes legt das nahe. Er weist darauf hin, dass der Anteil der Schüler mit Förderbedarf in den letzten zehn Jahren gestiegen sei, obwohl die Schülerzahl insgesamt sinke. Gleichzeitig schafften nur wenige Schüler den Wechsel von der Förder- zur Regelschule. Mit Blick auf das Schuländerungsgesetz, das in NRW mit der Inklusion den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Handicap zum Regelfall machen will, mahnt der Rechnungshof eine Optimierung bei der Feststellung des sonderpädagogischen Förder- und Lehrerbedarfes an, um die Mehrkosten für Förderschullehrer, die künftig an Regelschulen eingesetzt werden sollen, innerhalb des Fördersystems aufzufangen.


Ob Mülheims Förderschulen effektiv arbeiten oder nicht, kann und will Matthias Kocks nicht beurteilen. Der bildungspolitische Sprecher der SPD, der auch stellvertretender Leiter der Willy-Brandt-Schule ist, stellt aber in seiner pädagogischen Praxis fest, dass nur sehr …