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Es werden Posts vom Oktober, 2016 angezeigt.

Ein Freund und Helfer: Unterwegs mit dem Bezirkspolizeibeamten Hans Schäfer

Hans Schäfer hätte auch das Einzelhandelsgeschäft seines Vaters übernehmen können. Doch dann nahm sein Vater ihn zur Nikolausfeier des Polizeichores mit. Nicht nur dort, sondern auch in der Nachbarschaft lernte er Polizisten kennen, die ihm von ihrem Arbeitsalltag berichteten. „Das hat mich fasziniert. Ich entdeckte einen sehr abwechslungsreichen Beruf, in dem die Kollegen eine große Kameradschaft untereinander pflegen und in dem man Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen ganz konkret helfen kann“, erinnert sich der heute 58-Jährige Vater von zwei erwachsenen Töchtern. 

Der Hauptkommissar begann seine Laufbahn Mitte der 70er Jahre, als Westdeutschland durch den Terror der Roten Armee Fraktion erschüttert wurde. Damals gehörten Straßensperren und Fahrzeugkontrollen zum Polizeialltag. Auch beim Bielefelder Parteitag der Grünen, bei dem der damalige Außenminister Joschka Fischer 1999 wegen der deutschen Beteiligung am Kosovokrieg mit Farbbeuteln attackiert wurde, war Schäfer als P…

Eine der ältesten Apotheken Mülheims: Ein Zeitsprung zwischen Delle und Leineweberstraße

Das historische Foto hängt bis heute in der Hirsch-Apotheke an der Leineweberstraße 55. Es zeigt die Hirsch-Apotheke der Familie Liekfeld im Jahr 1890. Da stand sie noch an der damaligen Delle 6. Das war dort, wo sich später Fahrrad Zenz ansiedelte und heute ein Anbieter von Haushaltsgeräten sein Geschäft hat.

Die alte Hirsch-Apotheke wurde  1767 mit einer Lizenz der Broicher Landgräfin Marie-Luise Albertine von Hessen-Darmstadt vom Apotheker Koch eröffnet. Ihm folgten die Apotheker  Justus Beadeker, Leopold Kloenne (ab 1832) und Justus Kloenne (ab 1855) nach. 1867 übernahm dann Hermann Liekfeld, der aus Schildische (bei Bielefeld) zugewandert war, die Apotheke, die  seit 1972 von seinem namengleichen Urenkel geführt wird.

Das alte Geschäftshaus der Apothekerfamilie, die mit Hermann Liekfelds Tochter Janka bereits in ihre fünfte Mülheimer Generation geht, fiel beim großen Luftangriff auf Mülheim in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 1943  den Bomben der Royal Air Force zum Opfer. 1946 w…

Vor 50 Jahren starb der Mülheimer Maler, Bildhauer und Grafiker Otto Pankok

Den Namen Otto Pankok kennt heute in Mülheim jedes Kind. Seit 1974 hält die Otto Pankok-Schule die Erinnerung an den Maler, Grafiker und Bildhauer wach, der vor 50 Jahren in Wesel starb. Sein Geburtshaus in Saarn, wo er 1893 als Sohn von Eduard und Maria Pankok das Licht der Welt erblickte, steht heute an der Otto-Pankok-Straße. Und nicht weit entfernt, steht an der Düsseldorfer Straße seine 1953 geschaffene Skulptur Mädchen mit Ball.
Otto Pankok besuchte als Jugendlicher die Schule, die heute seinen Namen trägt. Dort legte er 1912 sein Abitur ab. Seine Mutter förderte schon früh das künstlerische Talent ihres Sohnes. Sie ließ ihm im Garten des Elternhauses ein Blockhaus errichten, das Otto als Atelier nutzen konnte. Später finanzierte sie ihm seine ersten Malreisen nach Holland und Norddeutschland. Seine ersten Zeichnungen soll der kleine Otto auf Tapetenresten einer damals im Kloster Saarn ansässigen Tapetenfabrik angefertigt haben.
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde der 21-J…

Integration am Ball: Fußball macht aus Fremden Freunde - Ein Turnier des TBD Speldorf zeigt es

„Houssam indirekt!“ ruft Leopold Nienhaus seinem Spieler zu, der zum Freistoß gegen TUS Union 09 antritt. Der Ball geht am Tor vorbei. Auch wenn sich Housam ärgert, weil das Spiel gegen den späteren Turniersieger TUS Union mit 0:1 verloren geht, ist sein Trainer zufrieden. Denn drei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage bescheren seinem Team am Ende Platz 3. „Beim Frühjahrsturnier konnten die Jungs als Letzte nur einen Fairness-Pokal gewinnen. Heute spielen sie schon wirklich gut und schießen endlich auch Tore,“ lobt Nienhaus. Der 19-jährige Abdal Houssam aus dem Irak ist einer der Flüchtlinge, die als Mannschaft des Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt beim Sommerturnier des TBD Speldorf angetreten ist.
Die jungen Männer aus Syrien, dem Irak, Ghana, Nigeria und Marokko spielen nicht nur an diesem Turniertag auf der Sportanlage des TBDs an der Langensiepenstraße. Seit April trainieren sie hier auch dienstags und freitags zusammen mit den Spielern des Speldorfer Clubs. Als die Be…

So gesehen: Süße Verführungen

Ich habe noch den Satz meiner seligen und viel zu früh verstorbenen Großmutter im Ohr: „In der Innenstadt zu leben, ist ganz schön teuer“, pflegte sie immer zu sagen, wenn sie uns besuchte und aus dem Fenster auf die vielen Geschäfte auf der Schloßstraße schaute. Zugegeben: Ladenleerstände waren zu ihrer Zeit noch kein Thema.

Doch auch trotz mehrerer aktueller Leerstände haben die gute alte Schloßstraße und die Stadtmitte auch heute noch so einige Reize zu bieten. Wenn ich heute aus dem Fenster meines Arbeitszimmers auf die Schloßstraße schaue, blicke ich automatisch auf die verführerischen Schaufensterauslagen eines süddeutschen Lebkuchenanbieters. Er ist vor einigen Wochen mit seinen Lebkuchen, Oblaten und Baumkuchen ausgerechnet in die Geschäftsräume einer Eisdiele eingezogen, die zurzeit eine Herbst- und Winterpause eingelegt hat.

Man sieht: Die Schloßstraße ist irgendwie ein Sinnbild für unseren menschlichen Lebensweg. Unabhängig von jahreszeitlichen und konjunkturellen…

Närrische Genießer:Ein fröhlicher Katholik und eine Powerfrau für jede Tonart wollen zusammen mit einem starken Team den Mölmschen zeigen, wie schön der Karneval sein kann

"Der Mölmsche feiert mit Genuss. So ist es in der Stadt am Fluss.“ Unter diesem Motto wollen Klaus Groth (60) und Kerstin Schadtke (48) als Stadtprinzenpaar ab dem 11.11. zeigen, wie schön Karneval sein kann. Närrischen Flankenschutz bekommen sie dabei von ihrem Hofmarschall Norbert Hütte (63) und den beiden Paginnen Joyce Meißner (19) und Melissa Müller (21).

Das närrische Quintett ist durch die Mölmschen Houltköpp miteinander verbunden. Die Houltköpp feiern 2017 ihren 60. Geburtstag und dürfen deshalb das Prinzenteam stellen. In dieser Gesellschaft, die 1957 aus dem Bund der Hirnverletzten hervorging und damals mit ihrem Kappenfest für Furore sorgte, sind Prinz Klaus und Hofmarschall Nobert Hütte Ehrensenatoren. Prinzessin Kerstin führt als Vorsitzende den Musikzug der Gesellschaft. Dort spielt Trompeterin Melissa Müller zusammen mit ihren Eltern Silvia und Ralf. Ihre Mit-Pagin Joyce, die von Prinz Klaus beim MCC angeheuert wurde, dem er einige Zeit als Präsident vor…

Ein Mann packt an: Unterwegs mit dem Möbeltransproteur Jan Sensky

Wenn Sie ein altes Möbel- oder Kleidungstück oder auch Geschirr zu Hause stehen haben, die noch gut zu gebrauchen sind, aber die Sie nicht mehr brauchen, weil sie nicht mehr zu Ihnen und zu Ihrem Leben passen, dann sollten sie das Diakoniewerk Arbeit und Kultur (Trlefon 0208/45 95 30) anrufen. Dann könnte es sein, dass sie schon bald Bekanntschaft mit Jan Sensky und Nikolai Bock machen, die Ihre alten Schätzchen abholen, damit sie im Diakoniewerk für einen guten Zweck aufgemöbelt und an die Frau oder den Mann gebracht werden können. Der gute Zweck heißt: Arbeit, Arbeit für langzeitarbeitslose Menschen, die keine oder noch keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben.

„Die Arbeit ist gut“, sagt Nikolai, der bereits seit sieben Jahren beim Diakoniewerk arbeitet. Der Russlanddeutsche, der seit 14 Jahren in Deutschland lebt, arbeitet seit sieben Jahren für das Diakoniewerk. Er wüsste auch gar nicht, was er sonst tun sollte. Denn seine deutschen Sprachkenntnisse sind sehr bescheiden. In s…

Bilder einer Freundschaft, die ein Wunder ist Bis 30. Oktober beleuchtet eine Ausstellung im Landgericht die deutsch-israelischen Beziehungen

Zufall der Geschichte. Noch während im Landgericht an der Zweigertstraße die Ausstellung über die Justiz im Nazi-Deutschland gezeigt wird, wurde dort jetzt eine Wanderausstellung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) eröffnet.

Mit starken Bildern und interessanten Texten beleuchtet die Ausstellung noch bis zum 31. Oktober die deutsch-israelischen Beziehungen seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahre 1965.

Dass der Anfang, 20 Jahre nach dem Holocaust, nicht einfach war, sieht man schon an dem Foto, das den ersten deutschen Botschafter, Rolf Friedemann Pauls, einen ehemaligen Wehrmachtsoffizier bei seinem Antrittsbesuch zeigt. Während sich der deutsche Diplomat mit einem Handkuss bei der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir vorstellt, schaut sie versteinert auf ihn, als frage sie sich: „Was will der Mann hier?“ Dass die Geschichte seitdem weitergegangen ist, machen die Geschichten deutlich, die die Ausstellung über Israelis, die heute in Deutschland l…

Die Pallotiner verlassen Mülheim: Ein verlust und eine neue Herausforderung für St. Barbara und Christ König

Mit dem Jahr 2017 wird in Mülheim-Winkhausen eine Ära zu Ende gehen.Die in Deutschland rund 400 Mitbrüder zählende Ordensgemeinschaft der Pallotiner wird dann ihre seelsorgerische Arbeit in der zur Pfarrei St. Barbara gehörenden Gemeinde Christ König aufgeben.
Das teilte Gemeindepastor Bernhard Küpper, der vor fünf Jahren nach Winkhausen kam, jetzt auf der Internetseite der Pfarrgemeinde mit. Nachwuchsmangel und Überalterung (das Durchschnittsalter der Pallotiner liegt aktuell bei 71 Jahren) sind die Hauptgründe, die zu der für Gemeinde und Ordensgemeinschaft schmerzlichen Entscheidung
geführt haben.

Pater Bernhard ist der siebte Pallotiner, der die 3000-Seelen-Gemeinde im Norden Mülheims seelsorgerisch betreut und leitet. Der erste Pallottiner-Pater, der 1955 nach Winkhausen kam, war Pater Franz-Josef Bezler. Zuletzt (das Neue Ruhrwort berichtete) initiierte Pater Bernhard zusammen mit seinem evangelischen Amtsbruder Hans-Joachim Norden und Dr. Sonja Clausen vom Mülheimer Centrum für
bür…

So gesehen: Der Stoff, aus dem die Träume sind

1984 heißt George Orwells Roman, in dem ein großer Bruder alle Menschen in seinem Reich beobachtet und auch ihre Gedanken erkennt. So kommt man sich auch anno 2016 vor, wenn man plötzlich Werbemails zu Produkten bekommt, die man sich im Internet irgendwann mal unverbindlich  angeschaut hat. Da soll ich aus heiterem Himmel den Bonus-Gutschein einer Online-Buchhandlung nutzen oder bei einem Bürobedarfshändler ein Diktiergerät erstehen. In Zeiten der allumfassenden digitalen Vernetzung darf einen das wohl nicht mehr verwundern. Überrascht war ich jetzt aber doch, als mir ein Bonus-Gutschein mit der Frage: „Interessieren Sie sich für Dessous?“ per Post ins Haus flatterte. Die Frage, ob ich mich für Dessous interessiere, hatte ich mir als reifer Junggeselle eigentlich nie gestellt, wenn dann nicht für meine eigene Person, sondern nur für den Inhalt und als Geschenk für meine bessere Hälfte. Doch auch damit kann ich derzeit nicht aufwarten. Aber die Dame im Fachgeschäft wusste Rat und rechn…

Eine Frau macht Mut: Serap Tanis geht ihren Weg und ebnet andere Lebenswege

Serap Tanis liebt die Wege im Witthausbusch. Gerade jetzt im Herbst ist ein Spaziergang hier für sie die reinste Erholung.
Ihr eigener Lebensweg, der 1964 in Istanbul begann und sie 1969 nach Deutschland führte, war nicht immer ein Spaziergang. „Ich habe einige Jahre mit meiner Oma in Istanbul gelebt, während meine Eltern bereits in Deutschland lebten. Als ich Fünf war, bin ich dann mit einer für mich völlig fremden Stewardess ihnen nach geflogen. Die Frau war sehr freundlich zu mir und hat mir zwei Schwarzwald-Püppchen geschenkt, mit denen ich während des Fluges gespielt habe“, erzählt Tanis eine Geschichte vom Beginn ihres Lebensweges.

Auch als sie später mit ihren Eltern, die Mutter arbeitete als Reinigungskraft, der Vater als Kranführer bei Mannesmann, und ihren beiden Schwestern in Eppinghofen aufwuchs, lernte sie schnell: „Du kommst nur weiter im Leben, wenn du auf andere Menschen zugehst und ihnen Vertrauen entgegenbringst.“ So traf Tanis, heute Mutter einer 18-jährigen Tochter, …

Kreatives Kaufhaus zog Kunden an: Art Square ließ so manchen Besucher nicht nur etwas aus dem Regalshop der Mülheimer Machart mitnehmen: Einige entdeckten auch ihre kreative Ader

Ein grauer Samstagvormittag in der City. Doch im leer stehenden Kaufhaus an der Schloßstraße 35 bringen nicht nur Jens Müller und seine Mitarbeiterin Uta Scholz mit ihrem Malworkshop Farbe ins Spiel. Gemalt wird mit naturbelassenen Pastellpasten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. „Das entspannt und beruhigt ungemein,“ schwärmen Gerd Frank und seine Frau Christiane Creutzburg. Nicht nur sie kommen an diesem Vormittag eher zufällig beim Art Square vorbei und entdecken so ihre künstlerische Ader. Und nicht nur sie finden. „So etwas wie hier müsste man eigentlich als dauerhafte Einrichtung realisieren.“

„Je mehr drin sind, desto mehr kommen auch herein“, beschreibt Uta Siemer die Dynamik des zufälligen, aber interessierten Kundenstroms. Sie bringt im Regal-Shop die sehr individualistischen, dekorative und inspirierenden Klein-und Alltags-Kunst-Werke Mülheimer Machart an die Frau und den Mann.

„Art Square sorgt dafür, dass in der Innenstadt mal was los ist. Man kommt mit …

Art Square sorgt für volles Haus im City-Leerstand Starker Auftakt mit Qualm 4 und Matthias Reuter

Gert Rudolph und Heike Mottikat vom Mitveranstalter Art Obscura waren angenehm überrascht. Zum Auftakt des Kulturfestivals Art Square konnten sie sich über ein volles Haus im leer stehenden Woolworth-Kaufhaus freuen. Rund 180 Kulturinteressierte ließen sich zum Beispiel vom integrativen Ensemble Qualm 4, alias Martin Heidrich, Ronny Mürring, Michael Hütten und Stefan Bevermeier begeistern. Die tollen Vier, die immer wieder die unterschiedlichen Schlaginstrumente wechselten, zauberten einen Rhythmus auf die Bühne, bei dem man mit muss. Beat und Jazz lassen grüßen. Das groovte. Eintritt frei und Spaß dabei. Das galt auch beim Auftritt des Kabarettisten Matthias Reuter. Der spitzfindige Mann am Klavier ließ seine Zuschauer und Zuhörer unter anderem in die demografisch gewandelte Zukunft schauen: „Horst ist 85 und ist noch immer Streifen-Polizist. Denn das Rentenalter ist jetzt 95, wenn du bis dahin noch nicht gestorben bist. Und auch mit 90 der Herbert noch Metzger ist, weil …

Die Frau vom Land - Als Landwirtin hat man nicht nur auf dem Acker alle Hände voll zu tun: Ein Arbeits-Tages-Besuch bei Christiane in der Beeck-Bolten im ländlichen Dümpten zeigt es

Der Tag fängt früh an für Christiane in der Beeck-Bolten. Um vier Uhr steht die Landwirtin zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen bereits in der Betriebsküche und backt in vier Öfen. Das sieht gut aus und riecht herrlich. Nicht nur Kuchen, auch Brot kommt aus dem Ofen. Erst in der letzten Woche hat die 36-jährige Landfrau ein Brotbackseminar absolviert. Sie will ja auf dem Laufenden bleiben und den Geschmack ihrer Kunden treffen, die freitags und samstags ihren Hofladen besuchen.

Um sieben Uhr bringt in der Beeck-Bolten ihre Kinder Marlene und Clemens in den Kindergarten. Anschließend befüllt sie den an der Oberheidstraße aufgestellten Automaten des Dümptener Bauernhofes. Hier kann man mit dem nötigen Kleingeld Eier und Kartoffeln im Vorbeifahren oder Vorbeigehen mitnehmen.

Zurück am Hof und seinem Laden, der genauso alt ist wie die junge Landwirtin und Mutter, macht sich in der Beeck-Bolten daran, dass Herbstlaub vor dem Hofladen wegzukehren, Äpfel und Kartoffeln im Laden einzuräumen und a…

Den Konsumwahn überdenken: Auf Einladung des Rates für Land- und Forstwirtschaft dieskutierten Ex-Umweltminister Klaus Töpfer, Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und die RVR-Chefin Karola Geiß-Netthöfel , wie die Zukunft unseres Planeten sozial und ökologisch gerecht gestaltet werden kann

Mit nicht weniger, als mit der Zukunft des Planten beschäftigte sich jetzt der Rat für Land- und Forstwirtschaft im Bistum Essen bei einer Akademieveranstaltung, zu der der Gastgeber 170 Gäste in die Wolfsburg eingeladen hatte. Der prominenteste Teilnehmer war der ehemalige Bundesumweltminister und Ex-Chef des UN-Umweltprogrammes, Klaus Töpfer.
Bevor sie dem inzwischen 78-Jährigen Unruheständler das Wort für ein Impulsreferat übergab, machte die Sprecherin des Rates, Marlies Schmitz, den klassischen Zielkonflikt zwischen Ökonomie und Ökologie deutlich. An das Auditorium gewandt sagte sie: „Wenn ich sie fragte, ob sie für den Erhalt von Feldern, Wiesen und Wäldern seien, würden Sie sicher ebenso mit Ja antworten, wie wenn ich sie fragen würde, ob sie für mehr Arbeitsplätze, mehr Wohnraum und eine bessere Verkehrsinfrastruktur seien.“
Nicht nur seine Sprecherin stellte klar, dass der Rat für Land und Forstwirtschaft den Freiflächenverbrauch im dicht besiedelten Ruhrgebiet gestoppt sehen u…