Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Juli, 2011 angezeigt.

Vorbeugen ist besser als verurteilen: Deshalb erleben Schüler an der Hauptschule Bruchstraße, wie es sich anfühlt, wenn man vor Gericht steht

Vom Schüler zum Staatsanwalt. Diese ungewöhnliche Karriere macht Nikolaj aus der sechsten Klasse der Hauptschule an der Bruchstraße an diesem Morgen. Und er merkt gleich, dass es gar nicht so leicht ist, die im besten Juristendeutsch verfasste Anklageschrift unfallfrei vorzutragen. Aller Anfang ist schwer. Doch dann klappt es immer besser.









„Das war nicht so leicht, viele neue Wörter vorzulesen, die ich gerade erst kennen gelernt hatte“, gibt Nikolaj später zu. Wörter, wie Strafzumessung, Beweismittel oder Angeschuldigter benutzt ein Sechstklässler ja auch nicht jeden Tag.Doch Nikolaj ist an diesem Schultag Teil einer Gerichtsverhandlung, die er mit seinen Klassenkameraden nachspielt. Und so wird aus seiner Mitschülerin Melissa im juristischen Rollenspiel der Schüler Steffen, der vor Gericht steht, weil er seinem Mitschüler Daniel bei einem Streit buchstäblich zwischen Tür und Angel den Arm gebrochen hat. Auch Davina, die trotz vorgeschriebenem Manuskript, frei spricht, spielt als Zeugi…

Bei der Weltmeisterschaft sind die deutschen Fußball-Frauen auf der Erfolgsspur: Aber wie ist es um den Mülheimer Frauenfußball bestellt?

Kaum zu glauben, dass Frauenfußball bis 1970 beim Deutschen Fußballbund Tabu war. Inzwischen ist die Frauennationalmannschaft als mehrfache Welt- und Europameisterin ein Aushängeschild des deutschen Fußballs. Am Samstag steht sie bei der Frauen-WM im eigenen Land gegen Japan im Viertelfinale. Viele schauen auf die Nationalkickerinnen und drücken die Daumen, damit es mit dem dritten Titel in Folge klappt.

Doch wie sieht es mit dem Frauen- und Mädchenfußball in Mülheim aus?Gisela Schmitz kennt sich aus. Über ihren Sohn zum Fußball gekommen, engagiert sie sich seit 20 Jahren als Vorstandsfrau im Verband Mülheimer Fußballvereine sowie im Fußballverband Niederrhein und im Westdeutschen Fußballverband, dessen Vize-Vorsitzende sie ist.„Der Mülheimer Mädchen- und Frauenfußball stagniert. Wir hatten mal über 20 Prozent Zuwachs pro Jahr. Das gibt es nicht mehr“, sagt Schmitz.

Sie kann sich zwar vorstellen, dass die Frauenfußballweltmeisterschaft zu einem gewissen Schub für den lokalen Frauenfußba…

Gut 200 Katholiken, denen ihre Kirche am Herzen liegt, diekutierten in St. Barbara über deren Weg aus der Krise und in die Zukunft

Wenn Katholiken sich in einer Kirche versammeln, wird in der Regel gebetet. Als sich am Dienstagabend gut 200 Katholiken in der Dümptener Barbarakirche versammeln, wird auch gebetet. Doch der Zweck der Zusammenkunft, zu der Katholiken- und Diözesanrat eingeladen haben, ist, mit der Kirche ins Gebet zu gehen. Zwei Stunden diskutieren Menschen, die sich in der Kirche engagieren und beheimatet fühlen darüber, wie ihre Kirche wieder anziehender, lebendiger und glaubwürdiger werden kann. Dass trotz hochsommerlicher Temperaturen so viele Menschen zum Kirchendialog gekommen sind, werten der Katholikenratsvorsitzende Wolfgang Feldmann und Stadtdechant Michael Janßen als ein gutes Zeichen dafür, dass "Kirche und Glauben den Menschen noch am Herzen liegen".





Was aber auffällt, ist das Fehlen ganz junger Gesichter. "Ich fühle mich hier schon als jung", sagt eine Frau in den Vierzigern. Für einen katholischen Vater aus Selbeck lautet die entscheidende Zukunftsfrage seiner Kirche…