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Es werden Posts vom März, 2015 angezeigt.

So gesehen: Machen wir kein Drama daraus

Als Knirps fragte ich meine Mutter: „Mutti, warum bist du eigentlich so alt?“ Damals war sie Mitte 40 und ich 8 und alle anderen Muttis, die ich kannte, wesentlich jünger, als meine Mutter! Heute bin ich selbst Mitte 40 und fühle mich eigentlich gar nicht alt, auch wenn ich in bestimmten Lebenslagen schon mal alt aussehe. „Mein Gott, so alt sind Sie schon“, sagte mir jüngst eine erheblich ältere Dame, als sie mich nach meinem Alter fragte. Nach dem ersten Schrecken nahm ich ihre Feststellung als Kompliment für mein jugendliches Aussehen. Und in Zeiten des demografischen Wandels wird der Begriff „jung“ ja ohnehin zunehmend relativ. Wie tröstlich auch die Einsicht, die mir das Backstein-Theater jetzt mit seinem jüngsten Stück „Ewig jung“ vermittelte. Auch im Alter kann man noch jede Menge Spaß haben, wenn man kein Drama daraus macht, sondern das Leben als das sieht, was es ist, eine Komödie mit tragischen Einschlägen, in der jeder auftritt, seine Rolle spielt, und irgendwann wieder abtr…

Alt werden ist nichts für Feiglinge: Das Backsteintheater begeisterte mit der musikalischen Tragikkomödie "For ever young"

„26 Inszenierungen mit 364 Aufführungen in 25 Jahren. In Zeiten knapper Kassen ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sich das Evangelische Krankenhaus ein Theater leistet“, sagt Backstein-Theaterleiter Michael Bohn. Damit bekommt er zurecht den ersten Applaus des Abends, an dem der Theatergründer Vokmar Spira ebenfalls zurecht in der ersten Reihe sitzt.
Und dann wird es ernst oder heiter oder beides zugleich.

Denn die Backstein-Schauspieler Robert Külpmann, Nadine Kellerberg, Klaus Wehling, Martin Iwanow, Wolfgang Bäcker und Marie Elisabeth Zipp sehen an diesem Abend, an dem Erik Gedeons Komödie „Ewig jung“ Premiere hat, verdammt alt aus. Kein Wunder. Denn sie spielen sich selbst, allerdings im Jahre 2040 als Insassen ihres ehemaligen Theaters, das den Schauspielern jetzt als Altenheim dient. Sabine Dams und Karmen Laco haben in der Maske ganze Arbeit geleistet.
Es ist für die Schauspieler, zu denen auch Schwester Ursula, alias Ursula Bönte, gehört, kein leichter Abend. Denn sie m…

Wahlen in den Mülheimer Partnerstädten Kfar Saba und Tours

Gleich zwei Partnerstädte hatten jetzt die Wahl. Die Bürger gaben ihre Stimme für die neue Knesset, das Parlament Israels, ab. Wie Mülheims Mann für Kfar Saba von seinen dortigen Freunden erfuhr, haben sich rund 56 500 von 95 000 Bürgern an der Wahl beteiligten. „Die hatten damit dort eine sehr hohe Wahlbeteiligung“, berichtet Gerhard Bennertz.

Die meisten Wähler, nämlich 34,9 Prozent, stimmten für das von Jitzchak Herzog und Tzipi Livni geführte Mitte-Links-Bündnis der Zionistische Union. Bei der letzten Kommunalwahl 2013 hatten die Mitte-Links-Parteien in Kfar Saba nur 26 Prozent der Stimmen erreicht und lagen damit nur knapp vor der konservativen Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die damals rund 22,9- und jetzt nur 21,9 Prozent der Stimmen erreichte. Damit konnte die Zionistische Union in Kfar Saba den landesweit größten Stimmenzuwachs verzeichnen. Auf Platz 3 landeten bei der Parlamentswahl in Kfar Saba die liberale Zukunftspartei Jesh Atid, die 14,3 Prozent…

Reden und Zuhören hilft, um Vertrauen zu gewinnen und sozialen Zusammenhalt zu schaffen:Was dem Bundestagsabgeordneten Arno Klare zur Fragestellung der Essener Gespräche einfällt

Auch Mülheims SPD-Bundestagsabgeordneter Arno Klare gehörte zu den eingeladenen Gästen der Gespräche des Ruhrbistums („Essener Gespräche“), die unter anderem mit einer Fachtagung in der katholischen Akademie Die Wolfsburg ihr 50-jähriges Bestehen feierten.

„Solche Gespräche sind unverzichtbar, weil sie Menschen mit ihren unterschiedlichen Meinungen zusammenbringen und einander zuhören lassen.“

Die Fähigkeit „die Meinung des anderen zu akzeptieren und nicht unbedingt Recht behalten zu wollen“, sieht Klare in unserer stark individualisierten Gesellschaft als zunehmend vernachlässigt und unterentwickelt an.

Die Antwort auf die beim Festakt gestellte Frage, wie Politik, Kirchen und andere gesellschaftliche Institutionen neues Vertrauen gewinnen können, sieht der Abgeordnete in einem permanenten Dialog, in dem Regierte und Regierende aufeinander zugehen und sich zuhören. „Wir müssen nah bei den Menschen sein, ohne ihnen dabei nach dem Mund zu reden“, findet Klare mit Blick auf die Entscheidun…

Zum 50. Geburtstag der Essener Gespräche fragten sich deren Teilnehmer: Wie können Kirche und Staat neues Vertrauen gewinnen?

Wie können Kirche und Staat neues Vertrauen gewinnen? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Festakt, mit dem im Hotel Franz der 50. Geburtstag der Essener Gespräche gefeiert wurde.“Freiheit braucht immer das Vertrauen zwischen den Regierten und den Regierenden“, betonte der Tagungsleiter der Essener Gespräche, Paul Kirchhof und zitierte Nicolaus Cusanus: „Denke einfach, zusammenführend und beherzt. Der Gläubige kennt keine Angst und drängt zur Tat.“

Zur Tat aufgefordert sieht Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck die Kirche und ihre Mitglieder auch in einer Zeit, „in der wir nicht mehr Volkskirche, sondern nur noch Kirche im Volk sind.“ In einem ökumenischen Festgottesdienst, den er zusammen mit dem Präses der Rheinischen Landeskirche, Manfred Rekowski, leitete, forderte Overbeck mit Blick auf die Bergpredigt Jesu dazu auf, „auch heute Salz der Erde und Licht der Welt zu sein.“

Auch nach 50 Jahren sieht er die Essener Gespräche als ein wichtiges Forum, um an der Schnittstelle von Kirc…

Eine Frau mit Durchblick: Dobrila Petrovic

„Heute ist der Bus ja gar nicht so voll!“ oder: „Mensch, die Bahn XY war gestern wieder nicht pünktlich.“ So wird Dobrila Petrovic immer mal wieder angesprochen, wenn sie mit Bus oder Bahn unterwegs ist. Das ist nicht verwunderlich. Denn viele Fahrgäste kennen die 47-jährige Saarnerin aus dem Kundencenter der Mülheimer Verkehrsgesellschaft am Löhberg. Denn wer wissen will, mit welchem Bus oder mit welcher Bahn man wohin kommt und wieviel das kostet, für den ist Petrovic die richtige Frau. Zusammen mit ihren Kolleginnen Regina Terre und Hannelore Wiegel sorgt sie dafür, dass die Fahrgäste der MVG ans Ziel kommen. Schon nach den ersten Gesprächstakten merkt man: Dobril Petrovic strahlt Ruhe und Freundlichkeit aus. Und das ist auch ihr wichtigstes Kapital.

„Früher habe ich als Verkäuferin in einem Modehaus gearbeitet. Da waren die Kunden, die zu uns kamen oft schon in einer positiven Grundstimmung und freuten sich auf ein tolles ShoppingErlebnis“, erinnert sich Petrovic an ihr erstes Ber…

Erich Oesterwind: Der Mann, der sich kümmert

Wenn Erich Oesterwind auf dem Rathausturm seinen Blick über Mülheim schweifen lässt, entdeckt er wohl keinen Flecken, an dem er nicht schon einmal seine Füße stehen hatte. „Er ist schon seit Menschengedenken bei uns“, sagt eine seiner Mitarbeiterinnen beim Ordnungsamt über den Leiter des Zentralen Außendienstes.

„Sie kenne ich doch. Sie sind doch beim Ordnungsamt. Können Sie da nicht mal was machen?“ So wird Oesterwind auch am Wochenende angesprochen, wenn er mit seiner Frau Anja einkaufen oder joggen geht und seine Dienstweste mit der großformatigen Rückenaufschrift „Ordnungsamt“ zu Hause gelassen hat.

Ob in der Dienst- oder in der Freizeit, es sind immer wieder die selben Probleme, die Leute auf die Palme und danach zu Oesterwind bringen. Zugeparkte Einfahrten und Bürgersteige, überquellende Müllcontainer, Grünflächen voller Hundekot, notorische Falschparker und Raser. „Können Sie da nicht mal eine Geschwindigkeitsmessung durchführen lassen.“
Dann notiert sich Oesterwind meist schn…

Knut Binnewerg: Der Mann am Steuer

„Wenn man bekannt und beliebt werden will, muss man eine Bürgerbuslinie ins Leben rufen“, sagt Knut Binnewerg und lacht. Der Mann muss es wissen, hat er doch im Oktober 2012 mit 30 anderen ehrenamtlichen Fahrerkollegen den Styrumer Bürgerbus ins Rollen gebracht. Ein bis zweimal pro Woche sitzt er für jeweils drei Stunden hinter dem Steuer und fährt vor allem ältere und behinderte Bürger durch den Stadtteil. Meistens geht es zum Arzt oder zum Einkaufen. „Obwohl es in Styrum zwei Bus- und zwei Straßenbahnlinien gibt, haben wir hier viele Wohnquartiere, die nicht optimal an den öffentlichen Personennahverkehr der Mülheimer Verkehrsgesellschaft angebunden sind, weil der Fußweg zur nächsten Haltestelle für viele Leute zu weit wäre“, erklärt Binnewerg, warum sich seine Mitstreiter und er 2012 in das Abenteuer Bürgerbus stürzten. Fahrgäste, wie Ursula Reich (62) und ihr gehbehinderter Mann Willi (68) sind für Binnewerg der beste Beweis, dass der Bürgerbus in Styrum gebraucht wird. „Seit es d…

Helge Rademacher: Der Mann mit Fisch und Familiensinn

Gar nicht so leicht, sich mit Helge Rademacher an seinem Fischwagen auf der Schloßstraße zu unterhalten. Der 44-jährige Markthändler hat alle Hände voll zu tun. Eigentlich wollte er gerade den Krabben-Cocktail fertig machen. Aber die Kunden, die sich mit Backfisch, Lachs, Rollmops, Scholle, Hering und Co eindecken wollen, kommen Schlag auf Schlag. Die meisten kennt er mit Namen. Und die Gespräche an der Fischtheke zeigen, dass er von vielen auch mehr weiß, als den Namen. Hier geht es nicht nur um Heringssalat oder Forelle, sondern auch um die eine oder andere Familien- und Krankengeschichte. „Einige Familien kaufen seit Generationen ihren Fisch bei uns“, erzählt Rademacher.

Er selbst stellt die vierte Generation einer Mülheimer Fischhändlerfamilie dar. „Schon mein Urgroßvater hat Fisch verkauft, aber nach mir ist Schluss“, sagt er. Denn Umsätze und Rahmenbedingungen sind in den letzten Jahren eher schlechter als besser geworden. Und das hat nicht nur mit dem bröckelnden Branchenmix in…

Stefan Karbach: Der Mann, der verbindet

Wenn man sich mit Stefan Karbach unterhält, hat man das Gefühl einem Menschen gegenüberzusitzen, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann. Auch das Zuhören und geduldige Beantworten von Fragen fällt ihm nicht schwer. Damit ist der 37-jährige Diplom-Verwaltungswirt wohl eine Idealbesetzung für die Bürgeragentur. Denn hier hat er es täglich mit Menschen zu tun, die sich über etwas geärgert haben und deshalb in die Bürgeragentur an der Schollenstraße kommen, dort anrufen oder sich per E-Mail melden.
Warum ist der Bauantrag immer noch nicht genehmigt? Warum tut die Stadt nichts gegen Hundehaufen und wilde Müllkippen? Warum machen öffentliche Grünflächen einen so ungepflegten Eindruck? Können Stadt und Polizei an dieser oder jener Ecke nicht etwas gegen Raser tun oder eine Tempo-30-Zone einrichten? Warum ist die defekte Straßenbeleuchtung oder das angefahrene Straßenschild noch nicht repariert? Und könnte man an dieser oder jener Kreuzung mit einer neuen Ampel nicht für mehr Verkehrs…

Ein Stück charmantes Mülheim: Dorothea Schaaf

„Kommen Sie zwischen 13 und 14 Uhr. Dann habe ich am meisten Zeit“, sagt Dorothea Schaaf. Doch Zeit ist für die Zeitungshändlerin relativ. Denn in ihrem Kiosk an der unteren Schloßstraße verkauft sie nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern unterhält sich mit ihren Stammkunden auch über Gott und die Welt. Mal dreht sich das Gespräch um Krankheiten. Mal geht es um den letzten Urlaub oder um den Arbeitsalltag. Und dann wieder, das bleibt beim Ausblick auf den leerstehenden Kaufhof nicht aus, redet man auch darüber, dass sich die Innenstadt in den letzten 40 Jahren zu ihrem Nachteil entwickelt hat.

Dorothea Schaaf hat diese 40 Jahre miterlebt. Oft war ihr Kiosk, den sie 1975 von ihren Eltern Gerhard und Agnes Scholl übernahm, Teil einer Baustelle. Mal wurde an der Tiefgarage, mal am U-Bahn-Tunnel, mal an der zentralen Haltestelle gebaut. Letztere will die heute 58-Jährige nicht missen, weil sie ihr, allen Leerständen in der Innenstadt zum Trotz, viele Kunden bringt. „Hier muss jede…

Der kreative Kopf: Kiki Paffendorf

„Alleine Erfolg zu haben, macht nicht so viel Spaß, wie gemeinsam ein Ziel zu erreichen und die Freude darüber mit anderen zu teilen,“ sagt Kiki Paffendorf. Eigentlich heißt die 46-jährige Bürokauffrau, die für ein Tochterunternehmen der Sparkasse arbeitet, Christiane. Doch den Spitznamen Kiki hat sie aus ihrer Kindheit mit ins Erwachsenenleben genommen. So viel Narrenfreiheit gönnt sie sich auch im Alltag nach Aschermittwoch. Als Kind schrieb sie Phantasiegeschichten. Heute bringt sie als Trainerin, Choreographin und Kostümschneiderin der Ruhrgarde phantasievolle Tanzshows auf die Bühne. „Ich mache das nicht allein“, betont Paffendorf und weist auf ihre Kolleginnen Silvia Heibel, Gisela Claus und Yvonne Wustlich hin.

Mit ihnen investiert sie nach Feierabend und am Wochenende hunderte Stunden Arbeit, damit die 25 Tänzerinnen der Ruhrgarde gut aussehen. Wie man als Gardetänzerin oder Karnevalsprinzessin auf der Bühne gut aussehen kann, weiß Paffendorf aus eigner Erfahrung. Jetzt arbeit…

Martina Ising - Die Mutter aller Garden

Das Bild sollte nicht täuschen. Wenn Martina Ising am Stock geht, dann nur zur Show, etwa zuletzt bei der Herrensitzung, als Silver-Girl in den Reihen der Ladykracher. Denn auch wenn die 47-Jährige heute als Trainerin so etwas, wie die Mutter aller Tanzgarden der Roten Funken ist, zieht es sie mit den Ladykrachern auch heute noch auf die Bühne.

„Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man damit nicht mehr aufhören“, sagt Martina Ising über das Tanzen im Karneval. Und sie lässt keinen Zweifel daran, dass der Applaus und die Anerkennung, die man mit einer Tanzshow vom geneigten Publikum bekommen kann, „gut für das eigene Selbstbewusstsein sind.“ Die Frau muss es wissen, fing sie doch schon in den 70er Jahren mit dem Karnevalstanz an. Damals ließ sie sich von der Mutter einer Freundin zum Tanztraining des Mülheimer Karnevalsvereins mitnehmen. Später wechselte sie zu den Roten Funken, blieb dem Tanzen aber treu. „Ich habe zwischendurch mal eine Pause eingelegt, als Jungs, Disco und and…

Erneut deutlich mehr Kirchenaustritte

Die Zahl der Kirchenaustritte ist auch im Jahr 2014 deutlich angestiegen. Das geht aus den Zahlen des Amtsgerichtes und der Stadtkirchen in Mülheim hervor. Danach verließen im vergangenen Jahr 601 Katholiken und 675 Protestanten ihre Kirche. Zum Vergleich: 2013 verzeichnete die katholische Stadtkirche nur 413 und die evangelische Stadtkirche 362 Austritte.

Die Ursachen für den deutlichen Anstieg der Kirchenaustritte seien, so der evangelische Superintendent Helmut Hitzbleck und der katholische Stadtdechant Michael Janßen vor allem finanziell begründet. Die beiden Pfarrer und ihre Dümptener Kollegin Gundula Zühlke aus dem evangelischen Kreissynodalvorstand weisen in diesem Zusammenhang auf die 2013 vom Gesetzgeber novellierte Besteuerung von Kapitalerträgen hin.

Seit Anfang 2014 müssen Banken ihre Kunden darüber informieren, dass der neunprozentige Kirchensteueranteil an ihren Zinseinkünften automatisch an das Finanzamt und von dort an die Kirchen abgeführt wird, wenn sie dieser Praxis…

Thomas Straßmann: Das närrische Multitalent

„Es ist, wie es ist. Einmal Prinz zu sein, ist das größte als Vollblutkarnevalist.“ So sang Thomas Straßmann, als er in der Session 2001/2002 der Prinz von Mülheim war. Die Charakterisierung als Vollblutkarnevalist sieht er als „liebevolles Kompliment“ und nimmt es gerne an.

Egal, ob man im Karneval einen Stimmungssänger, einen Hoppediz, der in die Bütt steigt, einen Clown für den Kinderkarneval oder einen Sitzungspräsidenten braucht. Thomas Straßmann ist zur Stelle. Nicht nur in seiner eigenen Gesellschaft Blau Weiß, deren Präsident er ist, weiß man das karnevalistische Multitalent zu schätzen. „Im richtigen Leben bin ich ein ruhiger und zurückhaltender Mensch, aber wenn ich auf der Bühne stehe, lege ich den Schalter um und werde zur Rampensau“, beschreibt der 52-Jährige, der bei Daimler in der Karnevalshochburg Düsseldorf arbeitet, die zwei Seiten seines Wesens.

Mit dem Bazillus Carnevalensis ist Straßmann schon als Knirps infiziert worden. Auch Vater Franz zog schon als Sänger und …

Alle Schäfchen im Trockenen? Die Kirche zwischen Steuereinnahmen und Sparzwang: Eine Bestandsaufnahme

Immer weniger Kirchenmitglieder, immer weniger Kirchensteuereinnahmen? Die Antwort scheint logisch ganz klar „Ja“ zu sein. Doch so einfach ist es nicht auf eine Formel zu bringen. Denn: Mit der Zahl der Kirchenmitglieder sinken nicht automatisch auch die Kirchensteuereinnahmen. Die seien nämlich immer auch von der konjunkturellen Entwicklung und den steuerrechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Darauf weisen sowohl die evangelische als auch katholische Kirche hin. Zudem sei auch nicht jedes Kirchenmitglied zugleich ein Kirchensteuerzahler.

Und während man beim Bistum im statistischen Durchschnitt mit 211 Euro Kirchensteuereinnahmen pro Kirchenmitglied rechnet und für das laufende Jahr einen Kirchensteuerrückgang von neun Prozent prognostiziert, verbucht man beim evangelischen Kirchenkreis an der Ruhr dagegen ein Plus – nämlich 2013 (aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor) mit 15,55 Millionen Euro ein Kirchensteueraufkommen, das gut eine Million Euro über dem von 2003 lag.

Doch auch w…