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Der kreative Kopf: Kiki Paffendorf


„Alleine Erfolg zu haben, macht nicht so viel Spaß, wie gemeinsam ein Ziel zu erreichen und die Freude darüber mit anderen zu teilen,“ sagt Kiki Paffendorf. Eigentlich heißt die 46-jährige Bürokauffrau, die für ein Tochterunternehmen der Sparkasse arbeitet, Christiane. Doch den Spitznamen Kiki hat sie aus ihrer Kindheit mit ins Erwachsenenleben genommen. So viel Narrenfreiheit gönnt sie sich auch im Alltag nach Aschermittwoch. Als Kind schrieb sie Phantasiegeschichten. Heute bringt sie als Trainerin, Choreographin und Kostümschneiderin der Ruhrgarde phantasievolle Tanzshows auf die Bühne. „Ich mache das nicht allein“, betont Paffendorf und weist auf ihre Kolleginnen Silvia Heibel, Gisela Claus und Yvonne Wustlich hin.

Mit ihnen investiert sie nach Feierabend und am Wochenende hunderte Stunden Arbeit, damit die 25 Tänzerinnen der Ruhrgarde gut aussehen. Wie man als Gardetänzerin oder Karnevalsprinzessin auf der Bühne gut aussehen kann, weiß Paffendorf aus eigner Erfahrung. Jetzt arbeitet sie als Trainerin und Kostümschneiderin hinter den Kulissen. „Alles hat seine Zeit“, sagt sie. Auch wenn ihr Hobby viel Zeit kostet, möchte sie es als kreativen Ausgleich zum Beruf nicht missen. „Es fasziniert mich zu sehen, wie aus Stoffbahnen Kostüme werden“, erzählt Paffendorf von der gemeinsamen Arbeit mit Elastanstoffen, Pailletten, Strasssteinen, Federboas und Lackstoff.

Nach der Musikauswahl und der Inspiration durch Fernsehen, Zeitschriften und andere Shows kommt der gemeinsame Stoffeinkauf und die anschließende Arbeit mit Nadel, Nähmaschine und elektrischer Schere. „Dabei nähen wir immer erst einen Prototyp und stellen das Kostüm den Mädchen vor, denn sie müssen es ja auch auf der Bühne anziehen“, berichtet Paffendorf. Und da sich die Damen der Ruhrgarde in einer Show viermal umziehen, müssen für jede Show 100 Kostüme geschneidert werden. Kein Wunder, dass die Ruhrgarde nur alle zwei Jahre eine neue Show auf die Bühne bringt. „Wenn die Leute im Saal dann aber mitgehen, weiß man, dass sich die gemeinsame Arbeit gelohnt hat“, freut sich Paffendorf. Sie ahnt: „Frauen schauen bei einer Show aufs Detail, Männer auf das Gesamtkunstwerk.“

Dieser Text erschien am 21. Januar 2015 in der Neuen Ruhr Zeitung

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