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Es werden Posts vom Mai, 2011 angezeigt.

Das Benefizkonzert der Marinekameradschaft hat wieder Geld für gute Werke eingespielt, könnte aber aus finanziellen Gründen 2012 vor dem Aus stehen

Das Benefizkonzert der Marinekameradschaft hatte gestern ein schönes Nachspiel. Der Vorsitzende der Marinekameradschaft konnte den Konzerterlös von insgesamt 6000 Euro für einen guten Zweck übergeben. Das Geld teilen sich in diesem Jahr die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung und die Jenny-Böken-Stiftung, die sich um verletzte Soldaten und die Hinterbliebenen von gefallenen Soldaten der Bundeswehr kümmert, die in Not geraten sind.Die Lebenshilfe wird ihren Spendenanteil in die Finanzierung eines Jubiläumsfestes investieren, mit dem ihre Sportgruppe am 2. Juli ihren 25. Geburtstag feiert. Die Jenny-Böken-Stiftung finanziert mit der Geldspritze der Marinekameradschaft Rüstwochenenden der Evangelischen Militärseelsorge, bei denen Hinterbliebene gefallener Bundeswehrsoldaten seelsorgerisch und psychologisch betreut und stabilisiert werden.





Ob die Marinekameradschaft auch im kommenden Jahr mit einem Benefizkonzert Geld für einen guten Zweck einspielen kann, ist für Gerbener u…

Wenn Liebe durch den Magen geht oder: Warum der schottische Koch Peter Bannister seit zwölf Jahren in Mülheim auftischt

Mal ehrlich. Beim Thema Lecker essen denken wir Deutschen an Frankreich und Italien oder an unsere eigene gutbürgerliche Küche. Die Britischen Inseln verbinden wir mit Fish und Chips. Zu Unrecht, wie ein Tischgespräch mit dem schottischen Koch Peter Bannister zeigt, der seine Gäste seit zwölf Jahren kulinarisch verwöhnt.





Warum Sind Sie eigentlich Koch geworden?


Mein Vater spielte Wasserpolo. Und der beste Spieler in seinem Team war ein Koch. Der Mann und sein Beruf haben mich begeistert. Da war ich vier Jahre alt.





Was war das erste Gericht, das Sie gekocht haben?


Das war Porridge, ein warmer Haferbrei, den man in Großbritannien schon zum Frühstück isst. Ich habe damals für meine Eltern ein Frühstück zubereitet und zwar schon um vier Uhr morgens. Meine Eltern haben es sich trotzdem schmecken lassen.





Was fasziniert am Kochen?


Kochen ist für mich eine künstlerische Herausforderung. Egal ob Rind, Schwein oder Fisch. Mich fasziniert, wie man aus einem ganzen Tier verschiedene Gerichte zaubern ka…

Warum die Saarner Klosterfreunde im Klosterhof einen Kräutergarten angelegt haben: Ein Gespräch mit der Projektleiterin Stefanie Horn

Mit einem großen Fest haben die Freunde und Förderer von Kloster Saarn heute den von ihnen angelegten Kräutergarten im Saarner Klosterhof. Für die NRZ sprach ich mit der Biologielehrerin, Stefanie Horn, die das Projekt ehrenamtlich betreut.








Warum braucht das Kloster einen Kräutergarten?


Damit man draußen und im Vorbeigehen Kloster- und Kräutergeschichten kennen lernen kann.



Knüpfen Sie mit dem Garten an eine Tradition an?

Kräutergärten sind immer Bestandteil eines Klosters gewesen. Auch im Kloster Saarn hat es einen solchen gegeben, wenn auch an anderer Stelle. Er lag damals am Hang zum Mühlenteich hin. Wir greifen aber eine Tradition auf, indem wir das auch aus dem Kloster Saarn überlieferte Heilkräuterwissen der Zisterzienserinnen in angepflanzter Form präsentieren.



Wachsen im heutigen Kräutergarten dieselben Kräuter wie zu Zeiten der Zisterzienserinnen?


Es gibt keine ganz detaillierten Kenntnisse darüber, wie der Kräutergarten früher aufgebaut war und welche Kräuter in ihm wuchsen. Desha…

Einkaufen mit gutem Gewissen? Der Blinden- und Sehbehindertenverein warnt vor "Blindenware", die keine ist

Etwas Gutes kaufen und damit etwas Gutes tun – das hört sich gut an. Das kann man zum Beispiel tun, wenn man mit dem Erwerb so genannter Blindenware, blinde Handwerker unterstützen möchte, die in anerkannten Blindenwerkstätten etwa Bürsten, Korbflecht-, Häkel- und Knüpfwaren, Putztücher, Wäscheklammern, Pinsel, Matten Schürzen oder Segeltücher herstellen und über diese Werkstätten auch vermarkten. Das tun sie zum Beispiel auf Märkten, über ihre Online-Shops oder auch an der Haustür. Skeptisch sollte man als Kunde aber werden, wenn einem zum Beispiel Seife oder Papierwaren angeboten werden, die nicht zur Produktpalette von Blindenwerkstätten gehören.

Doch leider gibt es auch geschäftstüchtige Gauner, die den Wunsch, mit gutem Gewissen einzukaufen, für ihre Zwecke missbrauchen, indem sie ihre Produkte einfach als Blindenware anbieten.Angebote am TelefonSo ist der Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins (BSV), Christa Ufermann, der Fall einer Frau zu Ohren gekommen ist, der am…

Warum der Hausarzt Markus Becker seinen Beruf als Traumjob ansieht und seine Praxis mit viel Familiensinn führt

Steuern wir vor allem in sozial schwächeren Stadtteilen, in denen fast ausschließlich Kassenpatienten leben, auf einen Hausärztemangel zu, weil sich der Betrieb einer Hausarztpraxis dort für Mediziner nicht mehr rechnet? Die örtliche Ärztekammer und die Fraktion WIR/Linke zeigen sich speziell mit Blick auf Styrum, wo in diesem Jahr zwei von fünf Hausarztpraxen geschlossen werden sollen, besorgt. (Die NRZ berichtete) Schon heute muss ein Hausarzt im Ruhrgebiet, statistisch gesehen, rund 2200 Patienten versorgen, während im Rheinland und in Westfalen maximal 1700 Patienten auf einen Hausarzt kommen. Die FDP-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin Ulrike Flach weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Versorgungsgesetz zu einer flexibleren Niederlassungsregelung führen wird, die auf den demografischen Wandel reagiert und auch dazu beiträgt, "dass auch in Mülheim durchaus mehr Allgemeinmediziner zugelassen werden könnten.&q…

Je früher desto besser: Wenn Jugendhilfe ins Rollen kommt: Eindrücke von einer Stadtrundfahrt mit dem Jugendamt

Bustouren mit Journalisten kennt man aus Wahlkämpfen. Das Jugendamt macht am gestrigen Montag Wahlkampf in eigener Sache. Im Rahmen der bundesweiten Imagekampagne "Das Jugendamt - Unterstützung, die ankommt", lud es Pressevertreter zur Bustour. Auf dem Fahrplan stehen wichtige Stationen der Jugendhilfe, die dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche in Fahrt kommen und im Leben ihre Richtung finden.






Schon beim ersten Halt in der städtischen Kindertagesstätte Pusteblume an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Styrum wird deutlich: Auf die Starthilfe kommt es an. Hier betreuen elf Erzieherinnen 73 Kinder, die zu 60 Prozent aus Zuwanderefamilien kommen. "Die Lebensverhältnisse der Familien haben sich sehr verändert. Die Eltern brauchen mehr Beratung und Unterstützung", sagt Kita-Leiterin Marina in der Heiden. Während die Jugendhilfetouristen eintreffen, verlassen gerade einige Eltern das Haus, die am sogenannten Rucksackkurs teilgenommen haben, der ihnen pädagogisches Rüstzeug m…

Ein Rückblick in die Stadtgeschichte: Vor 110 Jahren holten sich die Broicher Bürger die Kirche ins Dorf

Sie ist ein Wahrzeichen Broichs, nicht nur für die im Durchschnitt 80 Gemeindemitglieder, die hier sonntags um 11.15 Uhr den Gottesdienst besuchen. Vor 110 Jahren wurde die Evangelische Kirche an der Wilhelminenstraße eingeweiht. „Unsere Kirche ist auch bei Hochzeitspaaren beliebt, die sich im Schloss Broich standesamtlich und anschließend bei uns kirchlich trauen lassen“, erzählt Pfarrer Gerald Hillebrand.

Massiv und anmutigIhre massive und zugleich anmutig-elegante neugotische Architektur stammt aus einer Zeit als man noch repräsentative Kirchen baute und nicht gezwungen war, mangels Gemeindemasse, wie zuletzt 2005 an der Calvinstraße, Gotteshäuser aufzugeben und abzureißen.„Das war damals eine Wachstumszeit. Heute gehen wir in die entgegengesetzte Richtung“, schildert Hillebrand die Hintergründe des Broicher Kirchbaus zu Kaisers Zeiten. Dass man sich damals für den neugotischen Entwurf des Architekten Heinrich Heidsiek entschied, sieht der Pfarrer der heute 4600 Mitglieder zählenden…