Montag, 20. November 2017

Vor dem ersten Glühwein

Glühwein schreibt die junge Frau in der kurzärmeligen Bluse auf das Werbeschild des City-Cafés. „Ist es schon wieder so weit“, frage ich. „Ja, es ist so weit“, sagt sie und lächelt. Wenige Schritte weiter überzeugt mich der Anblick der MST-Mitarbeiter, die am Volkstrauertag an der Schloßstraße kleine Holzhütten aufbauen. Der Weihnachtstreff steht vor der Tür. O, du fröhliche. Und das schon im  tiefsten November. Komisch. Als der Weihnachtstreff noch ein Weihnachtsmarkt war, der seinem Namen alle Ehre machte, wurden erheblich mehr Holzhüten erheblich später aufgestellt. Ich weiß. Das ist Nostalgie.

Das Hier und Heute besteht im November und Dezember aus einem Weihnachtstreff an der oberen und einem Wochenmarkt an der unteren Schloßstraße. Und die ersten Sterne der Weihnachtsbeleuchtung prangen schon.

Wenn es denn der Belebung der Innenstadt und ihren Einzelhändlern hilft, können wir alle und vor allem der Stadtkämmerer am Ende wirklich: „O, du fröhliche anstimmen“ und mit seinem Glühwein darauf anstoßen, dass hoffentlich nicht nur die Kassen der Stadt mal wieder kräftig klingeln. Da kommt mir vor dem ersten Glühwein eine Schnapsidee: Sollten wir nicht aus dem Wochenmarkt- und dem Weihnachtstreff eine ganzjährige Veranstaltung machen. Das könnte die City vielleicht dauerhaft beleben und den Einzelhändlern ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern verschaffen. Zu Risiken und  Nebenwirkungen fragen sie die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft und das Ordnungsamt.

Dieser Text erschien am 20. November 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

Sonntag, 19. November 2017

In der Kürze liegt die Würze

Ein Soziologe, so las ich es jetzt in unserer Zeitung, empfiehlt den christlichen Kirchen kürzere und einladendere Gottesdienste, um die Kirchenbänke samstags und sonntags wieder besser zu besetzen.

Mir sind noch zweistündige Hochämter mit Weihrauchberieselung in fragwürdiger Erinnerung, bei denen auch der best konditionierte Christenmensch an die Grenzen der  Besinnungslosigkeit gelangen kann.  Warum soll also auch bei der Predigt in der Kirche nicht gelten, was uns Journalisten von Ausbildern und Vorgesetzten immer wieder gepredigt wird: In der Kürze liegt die Würze. Von einem Pfarrer erfuhr ich jüngst, dass die Aufmerksamkeitsspanne seiner alltagsgeplagten Schäfchen beim Hören der Predigt zwischen sieben bis acht Minuten liege.

Immerhin. Lieber tolle fünf Minuten auf der Kanzel in einer hoffentlich gut geheizten Kirche mit orthopädisch unbedenklichem Kirchengestühl als 140-Zeichen-Tweitterbotschaften von Donald Trump, bei denen es einem kalt über den Rücken läuft. Eines macht uns der amtierende US-Präsident allerdings deutlich. Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er nicht immer auch Verstand. Und allein diese Tatsache sollte uns das Beten lehren. 

Dieser Text erschien am 18. November 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

Freitag, 17. November 2017

Ein Fußgänger sieht rot

Mein Gesprächspartner erwartete mich um 8 Uhr. Der Tag fing gut an. Ich kam leicht aus den Federn, frühstückte gut und meine Bahn war pünktlich.  Ich hatte zu viel Glück auf einmal. Denn auf der letzten Etappe meines Weges wurde ich von einer roten Ampel brutal ausgebremst. Ich habe nichts gegen rote Ampeln. Sie müssen ja den fließenden Verkehr in die richtigen Bahnen lenken und für Sicherheit sorgen. 

Doch wenn man als termingesteuerter Fußgänger gefühlte 15 Minuten an einer roten Ampel steht und nur der Autoverkehr fließt, kann man als Fußgänger schon mal rot sehen, wenn die Zeit gnadenlos verrinnt und aus der Pünktlichkeit mal wieder Unpünktlichkeit wird, was nicht gerade imagebildend wirkt. Vielleicht hätte ich noch gerade pünktlich sein  können, wenn ich die rote Ampel ignoriert und todesmutig die stark befahrene Straße überquert hätte. Gut, dass ich es nicht tat und für mein Image mein Leben aufs Spiel setzte, denn als ich im Büro meines Gesprächspartners eintraf, ließ der sich von seiner Sekretärin entschuldigen. Er stehe im Stau und brauche mindestens noch 15 Minuten bis zu seiner Ankunft.

Dieser Text erschien am 17. November 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

Donnerstag, 16. November 2017

Der Mann mit der Spitzen Feder: Auch wenn der Karikaturist Thomas Plaßmann kein Jeck ist, freut er sich über die Spitze Feder der Mülheimer Karnevalisten

Thomas Plaßmann bei der Arbeit.
Thomas Plaßmann bekommt nicht nur die Spitze Feder. Der Karikaturist der Neuen Ruhr Zeitung arbeitet auch mit ihr. Mit einer klassischen Feder und Tusche zeichnet er auf Papier und sorgt mit seinen Karikaturen für Aha-Effekte am Frühstückstisch. „Als Karikaturist muss man zuspitzen, Dinge auf den Punkt bringen, frei nach dem wahren Wort: ‘Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte’“, unterstreicht der 57-Jährige.

Manchmal hat er, der sich schon immer dafür interessiert hat, „wie wir unser gesellschaftliches Leben positiv gestalten können“, ein schlechtes Gewissen. „Denn ich profitiere als Karikaturist von den Missständen dieser Welt und von fragwürdigen politischen Charakteren“, weiß Plaßmann. So ist ein Donald Trump, den er politisch gar nicht mag, für ihn als Karikaturisten ein Glücksfall. „Der US-Präsident bietet mit seinen plakativen Gesten und mit seinen oft haarsträubenden Äußerungen viele Angriffsflächen.“ Das gilt auch für Trumps weltpolitischen Gegenspieler, Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. „Manchmal weiß man als Karikaturist nicht mehr, wie man die Realität noch toppen soll“, gibt Plaßmann zu. 

Doch er arbeitet sich nicht nur an Politikern ab, sondern nimmt mit seiner Feder auch soziale Themen wie Rente, Armut oder Pflege unter die Lupe. „Politik ist kein Schauspiel von und für die da oben, sondern bestimmt ganz konkret unsere Lebensverhältnisse“, beschreibt Plaßmann, was ihn beim Zeichnen antreibt.  Täglich entstehen so im Zimmer unter dem Dach seines Hauses die aktuellen Karikaturen zum Geschehen in der Welt und vor der Haustür. Der studierte Historiker und gelernte Schreiner, der schon als Schüler gerne seine Lehrer zeichnete, entschied sich vor 30 Jahren dazu, als freiberuflicher Karikaturist zu leben und zu arbeiten. Nun schon seit vielen Jahren für die NRZ und andere Tageszeitungen und Publikationen. „Nicht nur Zeitungsredaktionen haben erkannt, dass man mit der Bildsprache der Karikatur viele Themen besser kommunizieren kann, als wenn man dies nur mit dem geschriebenen Wort täte“, erklärt Plaßmann. Er selbst versteht sich als Journalist und Künstler.

Bevor er zur Tuschefeder greift, informiert er sich via Zeitung, Radio und Internet über die aktuelle Nachrichtenlage. „Das Zeichnen ist der geringste Teil meiner Arbeit. Entscheidend ist für mich, erst mal herauszufinden, was das Thema des Tages sein könnte und wie ich es kommentierend ins Bild setzten könnte“, beschreibt Plaßmann seine kreative, oft aber auch geistig mühevolle und anstrengende Arbeit. Im digitalen Zeitalter könnte er seine Karikaturen auch mit Hilfe eines Computerprogramms erstellen. Doch das will er nicht. „Ich will mir den künstlerisch handwerkliche Teil meiner Arbeit bewahren und zeichne lieber nach alter Väter Sitte“, sagt er.  Auch wenn er heute von seiner künstlerischen und journalistischen Arbeit “gut leben kann“, erinnert er sich auch noch an die Zeit des großen Klinkenputzens. 

„Das muss man tun, wenn der Vater kein Verleger und der Schwiegervater kein Chefredakteur ist“, scherzt Plaßmann. Mit Sorge sieht er, dass immer mehr Kollegen nur noch schlecht oder gar nicht mehr von ihrer Arbeit leben können. „Dabei zeigen die aktuellen Erfahrungen mit den sogenannten Fake-News in den sozialen Medien, dass wir heute mehr denn je einen guten und kritischen Journalismus brauchen, zu dem auch die Karikatur gehört. Aber dieser gute Journalismus kann nur dann existieren, wenn er auch bezahlt wird und Journalisten und Karikaturisten von ihrer Arbeit leben können“, sagt Plaßmann. 

Obwohl der in der Nachbarstadt Essen lebende Plaßmann „kein geborener Jeck ist“, freut er sich sehr darüber, „dass die Mülheimer Karnevalisten mit der Verleihung der Spitzen Feder nicht nur meiner Arbeit, sondern auch der für unsere Demokratie so wichtigen Arbeit meiner zeichnenden Kolleginnen und Kollegen Respekt und Anerkennung zollen.“  

Bleibt die Frage, ob man als Karikaturist, der mit dem künstlerischen Stilmittel der Satire arbeitet, frei nach Kurt Tucholsky, alles darf. „Es war für uns Zeichner wohl das einschneidendste Erlebnis ,als unsere Kollegen von Charlie Hebdo im Januar 2015 von islamistischen Terroristen ermordet wurden, weil sie den Propheten Mohammed karikiert hatten. Für einen Moment erstarb uns allen die Feder in der Hand“, erinnert sich Plaßmann. Doch sie wurde schnell wieder ergriffen und geführt. „Es wäre der falsche Weg, sich wegzuducken und darauf hin nur noch Blumenwiesen und röhrende Hirsche zu zeichnen. Karikaturen müssen die Probleme benennen und auf den Punkt bringen. Das erregt natürlich Anstoß, Widerspruch und ärgert mitunter natürlich auch. Aber das ist ja auch Ihre Aufgabe, um aufzurütteln, und zum Nachdenken anzuregen.“, sagt Plaßmann. Und so karikiert der praktizierende Christ auch seine eigene Kirche, wenn er das für notwendig hält. Dieser öffentlichen Kritik, so meint er, müssten sich, bei allem Respekt vor religiösen Gefühlen, nicht nur die christlichen Kirchen, sondern alle Religionsgemeinschaften stellen.  “Die spitze Feder”, so unterstreicht Plaßmann,”ist nicht nur Symbol, sondern unverzichtbares Werkzeug unserer Demokratie und unserer geistigen und kulturellen Freiheit.“

Dieser Text erschien am 14. November 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

Mittwoch, 15. November 2017

Die Saarner Dorfkirche: Ein Zeitsprung im Mülheimer Süden

Foto: Stardtarchiv Mülheim an der Ruhr
www.stadtarchiv-mh.de
Die Dorfkirche an der Holunderstraße, die wir auf eine historischen Aufnahme aus dem Stadtarchiv in den 1950er Jahren sehen, erscheint uns heute, wie der Prototyp einer Kirche aus der guten alten Zeit. Diese gute alte Zeit, die bei genauerer Betrachtung natürlich nie so gut war, wie sie im Rückblick manchmal erscheint, war in diesem Fall die Mitte des 19. Jahrhunderts, als das im bergischen Barockstil errichtete Gotteshaus der Evangelischen Gemeinde eingeweiht werden konnte.

Die evangelische Dorfkirche in dem vom katholischen Kloster geprägten Saarn hatte zwei schlichtere Vorgängerrinnen, die ab 1685 und ab 1775 für evangelische Sonntags- und Trauergottesdienste genutzt wurde. Doch bis zur Gemeindegründung im Jahr 1844 gehörten die evangelischen Christen in Saarn zur Evangelischen Kirchengemeinde rund um die Petrikirche. Aber wenn die Ruhr Hochwasser führte, war es den evangelischen Saarnern (bis zum Bau der Kettenbrücke 1844) unmöglich mit der Schollschen Fähre überzusetzen und in der Petrikirche Gottesdienst zu feiern.

Als die Dorfkirche in den 1960er Jahren umgebaut und restauriert wurde, stellte sich heraus, dass das kleine, aber feine Gotteshaus auf Teilen eines alten Kirchhofes erbaut worden war.

1991 wurde die Dorfkirche durch ein Gemeindehaus komplettiert, das heute einen wichtigen Treffpunkt für kirchliche, soziale und kulturelle Aktivitäten im Dorf Saarn darstellt. Seit der Gemeindefusion im Jahr 2009 ist die Dorfkirche an der Holunderstraße neben der Kirche an der Wilhelminenstraße Gottedienststandort für die Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn.

Dieser Text erschien am 13. November 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

Dienstag, 14. November 2017

Gute Argumente gegen Stammtisch-Parolen; Sach watt: Abend mit Improvisationstheater macht den Alltagsrassismus im Pfarrsaal von St. Barbara zum Thema

Jürgen Albrecht und Karin Kettling bei
ihrem Auftritt im Pfarrsaal von
St. Barbara
Zu einem Abend mit Improvisationstheater gegen den Alltagsrassismus mit einem Schauspieler-Duo hatte der Stadtkatholikenrat in den Pfarrsaal von St. Barbara am Schildberg eingeladen. Mal schwadroniert Karin Kettling über den notwendigen Schutz der deutschen Kultur, damit deutsche Schauspieler ihre Arbeit nicht verlieren. Dann verwandelt sich ihr Kollege Jürgen Albrecht in einen Hausmeister, der über „die Ausländer“ schimpft, „die erst ihre Kippen und ihren Müll in den Hof werfen und dann unsere Wohnungen anzünden!“ Seine Forderung: „Die müssen alle wieder weg!“ Diesmal hält Kettling als Nachbarin mit antirassistischen Argumenten dagegen: „Das ist doch ein normaler Nachbarschaftsstreit. Haben Sie schon mal mit den ausländischen Nachbarn gesprochen?“ „Das kommt gar nicht in Frage“, so Albrecht. „Das sind doch nette junge Leute, mit denen man sprechen kann. Wir haben uns in unserer Siedlung doch immer mehr junge Leute gewünscht“, kontert Kettling.

Dann sind beim Mitmachtheater die Zuschauer gefragt, die sich bei einem Getränk die Szene angeschaut haben. Bei „Sach watt“ geht es darum, selbst etwas gegen fremdenfeindliche Stammtisch-Parolen zu sagen. „Man ist zu gut erzogen und möchte nicht unangenehm auffallen“, beschreibt ein Zuschauer seine Hemmschwelle, sich einzumischen. Doch das Coaching in Sachen Zivilcourage zeigt in den nächsten Theaterakten Wirkung. Die Zuschauer im Saal verbünden sich gegen die Phrasendrescherei: „Nicht nur die Würde der deutschen Menschen ist unantastbar“, ruft eine Zuschauerin. „Woher haben Sie eigentlich Ihre Erkenntnisse über ihre zugewanderten Nachbarn?“ will eine andere wissen. Und als der Hausmeister sich beklagt, „dass die Flüchtlinge ja alles hinten und vorne hereingesteckt bekommen“, fragt eine Frau: „Wollen Sie mit den Flüchtlingen tauschen? Wissen Sie, wie hoch die Asylbewerberleistungen sind?“ Und schon kommt die Parolen-Maschine ins Stocken.

Für Rolf Völker vom gastgebenden Stadtkatholikenrat steht am Ende des Abends fest: „Wer zu fremdenfeindlichen Stammtischparolen schweigt, überlässt Populisten und Rechtsextremisten das Feld.“ 

Dieser Text erschien am 14. November 2017 in NRZ und WAZ

Montag, 13. November 2017

Närrische Regenten legten los: 400 Jecken ließen die Tollitäten bei der Prinzenproklamation im Festsaal der Stadthalle hochleben: Buntes Showprogramm sorgte für Stimmung

Die neuen Tollitäten bei der Prinzenproklamation in der Stadthalle:
v.l. Karina Pütz, Janine Müller, Jürgen Wisniewski, Jennifer Kolkmann und
Ulrich Pütz.
400 Jecken feierten am Samstagabend im Festsaal der Stadthalle die Proklamation des neuen Stadtprinzenpaares. Jürgen II. (Wisniewski) und Janine I. (Müller) starteten mit dem ökumenischen Segen des Stadtdechanten Michael Janßen und des Styrumer Pfarrers Michael Manz in die Fünfte Jahreszeit, die mit dem Rosenmontag am 12. Februar 2018 ihren Höhepunkt erreichen wird. „So viel Lachen zu hast, so viel Glauben hast du“, gab Ehrensenator Manz den Jecken und Tollitäten mit auf den Weg.

Um 21 Uhr war es so weit: Flankiert von ihren Paginnen Jennifer Kolkmann und Karina Pütz und ihrem Hofmarschall Ulrich Pütz verkündeten Prinz und Prinzessin ihr närrisches Regierungsprogramm, ehe sie ihre Tanzshow präsentierten. 
Närrisches Regierungsprogramm

Geht es nach ihren Willen, leisten alle Mülheimer bis zum Aschermittwoch dem Sessionsmotto Folge: „Rund um die (R)uhr regiert die mölmsche Freude nur.“

Wer die ihm verliehenen Prinzenorden bei Karnevalsveranstaltungen nicht trägt, muss 11.11 Euro in die Kasse des Kinderprinzenpaares spenden. Jeder Mülheimer muss während der Session mindestens einmal die Hofburg des Prinzenpaares, die Prinzeß-Luise-Stuben besucht haben.
Alle Jecken werden dazu verpflichtet, dort, wo Karnevalsmusik gespielt wird, mitzusingen, zu klatschen und zu schunkeln. Der Oberbürgermister und Vertreter der Stadtverwaltung müssen einen Mariechentanz einüben, der nach der Schlüsselübergabe beim Rathaussturm am Weiberfastnachtsdonnerstag, 8. Februar 2018, vorzuführen ist. Alle Karnevalsmuffel und Miesepeter werden dazu verpflichtet, den Jecken den Spaß an der Freude nicht zu verderben. Deshalb bekommen sie für alle Karnevalsveranstaltungen Hausverbot.

Das Prinzenmobil darf während der Session überall in der Stadt frei parken. Knöllchen werden vom Oberbürgermeister zu Konfetti für den Rosenmontagszug verarbeitet.

Darüber hinaus muss der OB bei den Seniorensitzung des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval am  29. Januar 2018 als Sänger für Stimmung im Theatersaal der Stadthalle sorgen. Alle närrischen Bürger sind dazu aufgerufen beim Rosenmontagszug am 12. Februar mit wenig Alkohol und viel guter Laune an der Zugstrecke zu feiern und die Tollitäten hochleben zu lassen. Wenn das Lied „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ bis zum 13. Februar 2018 auch nur gesummt, gesungen oder gespielt wird, wird der Aschermittwoch und damit das Ende der Fünften Jahreszeit auf unbestimmte Zeit verschoben. Und schließlich dürfen Jecken während der Karnevalsveranstaltungen kein Handy benutzen, um ihre ganze Konzentration auf die Bühnenshow und die Tollitäten richten zu können.

Dieser Text erschien am 13. November 2017 in NRZ und WAZ