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Man(n) folgt dem weiblichen Vorbild

Petrus war am ersten der Tollen Tage gnädig mit den Jecken und Möhnen. Abgesehen von einigen Regentropfen am Mittag blieb es trocken und zwischendurch schien sogar die Sonne. Auf dem Rathausmarkt und auf dem Saarner Pastor-Luhr-Platz nutzten jeweils gut 200 närrische Frauen und Männer die Gunst der Stunde, um sich vom musikalischen und tänzerischen Bühnenprogramm in Karnevalslaune zu bringen. Auf beiden Plätzen beließen es die jecken Frauen und ihre männlichen Gesinnungsgenosssen nicht beim Zuhören, Klatschen und Mitschunkeln. Auf beiden Partymeilen starteten sie zwischenzeitlich zu einer Polonaise. Eine davon wurde in Saarn vom blau-weißen Schlagersänger Thomas Straßmann ("Ich bin kein Mann für eine Nacht!") angeführt. Er pendelte wie die Tollitäten zwischen der Stadtmitte und dem Saarner Dorf. "Die Gesangsshow der Tollitäten ist wirklich erfrischend und macht Lust auf den Sommer", fand die Saarnerin Tanja Brammer. Sie war mit ihren Freundinnen und Nachbarinnen Ni…
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Fröhliche Frontfrau

Drei Fragen an die Mülheimer Stadtprinzessin Josephine Stchelhaus
Frage 1: Warum sollte man den Möhnensturm aufs Rathaus und die Altweiberparty auf dem Pastor-Luhr-Platz in Saarn auf keinen Fall verpassen?
!!! Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Mit diesen Veranstaltungen beginnt der Straßenkarneval – also der Höhepunkt in unserer Amtszeit. Ganz nach unserem Motto „Mülheim mit Jeck & Herz“ feiern die Mülheimer Karnevalisten gemeinsam die wohl schönste Zeit im Jahr. Diese Chance sollte sich kein Karnevalist entgehen lassen.
Frage 2: Was würden Sie als Regentin in unserer Stadt und in unserem Land gerne durchsetzen, wenn Sie die Macht dazu hätten?
!!! Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist die Liste ganz schön lang. Das wichtigste Thema für mich ist allerdings die Gleichstellung aller Menschen. Jeder hat das Recht auf Gleichbehandlung und respektvollem Umgang. Natürlich würde ich als närrische Regentin dafür sorgen, dass der Karneval einen höheren Stellenwert bekommt. Ka…

Frohes Schaffen

Karneval macht Freude, aber auch viel Arbeit. Das sieht und begreift man sofort, wenn man die etwa 30 Frauen und Männer aus der Karnevalsgesellschaft Blau Weiß dabei beobachtet wie sie den Saal des Altenhofes in einen karnevalistischen Veranstaltungsort verwandeln. Manche arbeiten stundenweise mit. Andere sind ganztägig im Einsatz. Manche kommen vor oder nach der Arbeit vorbei. Andere nehmen sich Urlaub. 


Da wird die Bühne und der Elferratstisch aufgebaut. Da werden 19 Kilometer Kabel verlegt, die Mischpulte für die Ton- und Lichttechnik installiert und die Traverse-Gerüste aufgestellt und mit Bühnenscheinwerfern und Lautsprechern bestückt. Lampions und blau-weiße Fahnentücher müssen unter die Saaldecke gezogen werden.


Wenn hoch hinaus geht, kommt ein etwa fünf Meter hohes Rollgerüst zum Einsatz, das die 250 Mitglieder starke Karnevalsgesellschaft, die 1947 aus der Kolpingfamilie Broich-Speldorf hervorgegangen ist, eigens für diesen Zweck angeschafft hat. Und auch so scheinbar simple Di…

Als Bismarck zum Mülheimer ehrenhalber wurde

Den Bismarckturm auf der gleichnamigen Straße kennt in Mülheim jedes Kind. Doch dass der erste Reichskanzler Otto von Bismarck vor 125 Jahren zum Mülheimer Ehrenbürger ernannt wurde, wissen sicher nur wenige Mülheimer.
Abgesehen davon, dass Mülheim Teil des 1871 von Bismarck geeinten Deutschen Reiches war, hatte der sogenannte Eiserne Kanzler mit der Ruhrstadt nichts zu tun. Dass er dennoch am 19. Februar 1895 auf Vorschlag des damaligen Oberbürgermeisters Karl von Bock von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig zum Ehrenbürger Mülheims ernannt wurde, war eine politische Demonstration. Die bürgerlich-konservative Elite der Stadt wollte den Reichsgründer ehren, unter dem Deutschland einen wirtschaftlichen Aufstieg und die Einführung der Sozial- und Krankenversicherung erlebt hatte.

Viele, aber nicht alle Mülheimer feierten Bismarck, zum Beispiel mit Festbanketten. Denn Bismarck hatte als Kanzler zunächst die katholische Kirche und ihre Partei, das Zentrum und ab 1878 die 1863 aus der…

Lach mal wieder

In einer Seniorenresidenz kann man richtig Spaß bekommen. Die Schauspieler des Komödchen Sorglos treten mit ihrem neuen Stück "Resturlaub im Ladyhort" den Beweis dafür an. Am 29. Februar hat ihr 120-minütiger Dreiakter aus der Feder von Bernd Spehling um 15 Uhr im Theater der Alloheim-Seniorenresidenz im Wohnpark Dimbeck  an der Dimbeck 6 bis 12 Premiere.  "Das liegt uns und die Leute wollen mal lachen und abschalten", erklären die beiden Sprecher des Ensembles, Jürgen Loss und Dagmar Schauerte, warum das 1998 aus der Kolpingfamilie Broich-Speldorf hervorgegangene "Komödchen Sorglos" alle Jahre wieder seinem Namen Ehre und seinem Publikum Freude macht. Nach "Stress im Champus-Express" und: "Die Stepphühner" bringen die immer wieder mittwochs (von 20 bis 22 Uhr) im professionell ausgestatteten Theater an der Dimbeck probenden Komödianten bereits zum dritten Mal ein Stück des 1969 in Verden geborenen und heute bei Hannover lebenden Bernd…

Wenn es funkt

Am Samstagabend funkte es im Altenhof. 300 Jecken hatten bei der Funkensitzung ihren Spaß. „Ihr wart einfach ein geiles Publikum“, lobte Präsident Heino Passmann die farbenfroh kostümierten Jecken am Ende eines viereinhalbstündigen Marathons der guten Laune.
Waldgeist Andrea Jatzkowski, Micky-Maus Thomas Straßmann und Chiristian Becker, alias Lucky Luke, verdienten sich ein kleines mölmsches Flachgebinde, weil ihre Kostüme in den Augen der Elferräte die Originellsten waren. „Heute können wir hier noch mal ganz entspannt feiern, bevor wir in der kommenden Woche mit unserer eigenen Prunksitzung ranmüssen“, sagte Jörg Heise von der KG Blau Weiß. Er hatte mit einigen seiner Vereinskameraden als Krümmelmonster-Gruppe den Weg zur befreundeten Prinzengarde gefunden. Und Ex-Prinz Marc Waldschmidt, der sich mit seinen Freunde als clownesker Baskenmützenträger al a francaise unter den amüsierwilligen Narren war, meinte: „Die Stimmung und die Atmosphäre sind hier einfach toll. Deshalb kommen wir …

25 Jahre für die Städtepartnerschaften

Obwohl Mülheim 1993 für seine internationalen Kontakte und Städtepartnerschaften von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates mit dem Europapreis zur Europastadt gekürt wurde, tat man sich schon damals schwer, die Städtepartnerschaften finanziell ausreichend zu fördern. Deshalb gründete sich am 21. Februar 1995 der Förderverein Mülheimer Städtepartnerschaften. Mit gut 400 Mitgliedern hat der Verein heute viermal so viele Mitglieder wie vor 25 Jahren. Dennoch ist seine Arbeit seitdem nicht leichter, aber auch nicht weniger wichtig geworden.


Seit 2015 ist der Verein finanziell auf sich allein gestellt. Denn vor fünf Jahren stellte die Stadt ihre Förderung der bürgerschaftlichen Begegnungen mit den Partnerstädten von zuletzt 7400 Euro jährlich ein. „Dadurch ist uns der Jugendbereich weitegehend weggebrochen, weil wir keinen Austausch mit Schulen und Vereinen mehr fördern können“, bedauert der heutige Vereinsvorsitzende Gerhard Ribbrock. Mit Hans-Dieter Flohr, Joachim Schiwy und M…