Montag, 19. Februar 2018

Kleine Bühne machte großen Spaß: So unterhaltsam und lebensklug kann das literarische Kabarett sein. Das Ensemble um Volkmar Spira glänzte am Wochenende bei gleich drei Premieren

Gustav an Huef und Justus Cohen auf der Kleinen Bühne
Foto: Walter Schernstein
Intelligente Unterhaltung, die Spaß macht. Das gibt es, zum Beispiel bei der Premiere der Kleinen Bühne, die am Wochenende im Petrikirchenhaus und im Studio 1 über die Bühne ging. Der Titel des 18. Programms „Alles Theater – Spaß und Spötter“, mit dem das Ensemble um Volkmar Spira sein zehnjähriges Bestehen feierte, war Programm. Schon das Ambiente der Aufführungsorte sorgte für Kabarett- und Salon-Atmosphäre. Die überspringende Spiel- und Sprachfreunde der reifen Wortkünstler und der sie begleitenden Musikerinnen Petra Stahringer (Klavier), Bärbel Bucke (Akkordeon) und Ulrike Dommer (Bratsche und Percussion) machten den Abend rund.

Es wäre unmöglich und unangemessen auch nur einen der Darsteller und Rezitatoren hervorzuheben. Christa Böhler, Ursula Bönte, Justus Cohen, Monika Gruber, Günter Johann, Gustav an Huef, Linda Oerter und der hinter den Kulissen wirkende Bühnentechniker und Geräusche-Macher Joachim Oberpeilsteiner lieferten eine überzeugende Mannschaftsleistung ab.
100 Programmminuten vergingen wie im Flug und ohne Durststrecken, weil man den Ensemblemitgliedern die Freude an den gut akzentuiert und schwungvoll vorgetragenen Texten anmerkte. Das ließ den Funken auf das ebenfalls reife Publikum überspringen, so dass sich die Kleine Bühne der großen Lacher und des großen Beifalls ihrer Zuschauer und Zuhörer sicher sein durfte.

Und wie schon bei den vorangegangenen literarisch-kabarettistischen Abenden entließen die Damen und Herrn der Kleine Bühne ihr Publikum lebensklüger, als es gekommen war. 
Denn wer könnte und wollte etwa Rolf Rolfs Einsicht in die Gerüchteküche: „Die Leute glauben die Hälfte und erzählen das Doppelte weiter“, Wener Fincks Bekenntnis: „Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen“ oder Mark Twains Erkenntnis widersprechen: „Die Liebe auf den ersten Blick ist eine weit verbreitete Augenkrankheit. Und die Ehe ist oft, wie eine Burg. Die, die in ihr sind, wollen raus. Und die, die draußen sind, wollen rein.“

Und wer hätte nicht auch schon den Spontispruch; „Paulus schrieb an die Irokesen: Euch schreib ich nicht, lernt erst mal lesen“ bei irgendeiner Gelegenheit im Munde geführt, ohne zu wissen, dass er aus Robert Gernhardt Feder stammt.

Dieser Text erschien am 19. Februar 2018 in NRZ & WAZ

Sonntag, 18. Februar 2018

Überzeugende Premiere am Raffelberg: Authentisch und emotional inszenierte das Junge Theater an der Ruhr Kleists „Die Marquise von O“

Rupert Seidl und Thomas Schweibeeer
in Kleists  "Die Marquise von O"
Foto: Theater an der Ruhr
Was hat uns Heinrich von Kleist mit seiner „Marquise von O“ heute noch zu sagen? Eine Menge. Das  zeigte jetzt die Premiere im Jungen Theater an der Ruhr. Esther Hattenbach (Regie) und Sven Schlötcke (Dramaturgie) machten die Bühne zum Laufsteg. Die Schauspieler traten zum Teil aus dem Publikum heraus auf die Bühne.

Trotz eines minimalistischen Bühnenbildes, das letztlich nur aus einigen Stühlen bestand, sorgten Joanna Kitzi, Gabriella Weber, Nico Ehrenteit, Oliver Kerstan, Thomas Schweiberer und Rupert Seidl mit ihrer überzeugenden Schauspielkunst für eine Emotionalität und eine packende Atmosphäre, der man sich als Zuschauer nicht entziehen konnte und wollte. Der Applaus und die Bravo-Rufe zum guten Schluss waren der konsequente Lohn für den leidenschaftlichen Einsatz auf der Bühne.

Dass die Schauspieler mit ihren Charakteren so authentisch rüberkamen und deren Zerrissenheit zu spüren war, hatte auch mit der gut eingestellten Ton- und Lichttechnik zu tun. Scheinwerfer und Standmikrofone entlang des Bühnenstegs sorgten dafür, dass alle Zuschauer alles und jeden zu jedem Zeitpunkt sehen und hören konnten. Dem Ton- und Lichtteam aus Franz-Josef Dumcius, Gerd Posny, Frederik Loef, Jochen Jahnke und Fritz Dumcius sei Dank.
 Auch die musikalische Begleitung durch Oliver Kerstan zeigte sich als dramaturgischer Gewinn, der die emotionalen Wellenbewegungen der Inszenierung untermalte.

Was das Stück und seine Inszenierung zeitlos aktuell und sehenswert machen, ist die gelungene Darstellung der menschlichen und moralischen Zerrissenheit zwischen dem, was Menschen tatsächlich sind und brauchen und dem, was sie nach außen als Teil der Gesellschaft sein wollen.
Diesem Dilemma zwischen dem sozialen Anspruch und der daraus resultierenden Rolle und den urmenschlichen Sehnsüchten und Bedürfnissen sind wir heute genauso ausgesetzt, wie zu Kleists Zeiten.

Dieser Text erschien am 17. Februar 2018 in NRZ & WAZ

Samstag, 17. Februar 2018

Das nennt man wohl Kapitalismus

Das gestern Aschermittwoch war wusste ich. Das der Aschermittwoch und der Valentinstag 2018 auf einen Tag fallen, war mir aber entfallen- So staunte ich in einem Blumengeschäft über das Meer von roten und teuren Rosen. Der Preisgestaltung schien mir wie die Verkehrung eines Werbespruchs: „Kaufen Sie ein Rose und zahlen Sie einen ganzen Strauß.“  Meines Wissens mussten die Brautpaare, die der Bischof Valentin von Terni im  dritten Jahrhundert gegen das ausdrückliche Verbot des römischen Kaisers nach christlichem Ritus vermählte, für die Blumen, die er ihnen nach der Trauung in seinem Garten pflückte, nichts bezahlen. Sie waren sein Hochzeitsgeschenk an die Liebenden. Der heilige Blumenfreund war eben Priester und kein Geschäftsmann. Auch der Klingelbeutel und die Kirchensteuer waren ihm unbekannt. Statt dessen musste er seinen Ungehorsam gegen das kaiserliche Hochzeitsverbot mit dem Leben bezahlen.

Und aus dieser Tragödie macht die Blumen-Branche im Namen der unbezahlbaren Liebe heute ein gutes Geschäft. Heiliger Valentin, vergib ihnen. Aber es ist eben nicht jeder zum Märtyrer geboren und wir können alle nicht von Luft und Liebe leben. Leider.

Dieser Text erschien am 18. Februar 2018 in der Neuen Ruhr Zeitung

Freitag, 16. Februar 2018

Gegen den Muff von 1000 Jahren: 1968 rebellierte auch die Mülheimer Jugend gegen die erstarrten gesellschaftlichen Strukturen - Zeitzeuge Hans Georg Hötger erinnert sich

Hans Georg Hötger bei einer seiner Stadtführungen
50 Jahre ist es her, dass auch an der Ruhr die Jugend „gegen den Muff von 1000 Jahren“ rebellierte. Stadtrat Hans-Georg Hötger, heute beim Bürgerlichen Aufbruch aktiv, erinnert sich noch gut an die Zeit des gesellschaftspolitischen Umbruchs- und Aufbruchs.
„Ich habe damals 27-jährig an der noch neuen Ruhr-Universität in Bochum Geschichte, Germanistik und Soziologie studiert und neben dem Studium als Jungsozialist den SPD-Ortsverein Holthausen aufgemischt“, erinnert sich Hötger an seine Sturm- und Drang-Zeit.

„Mit Ihren langen Haaren kommen Sie nie in den Stadtrat“, sagte ihm damals sein Parteigenosse Hans Meinolf und irrte. Hötger sollte für die SPD in den Stadtrat einziehen und später mit seinen ratsinternen Informationen auch das alternative Stadtmagazin Freie Presse füttern.
Heute unvorstellbar, besetzten damals Jugendliche die zentrale  Innenstadt-Kreuzung, um gegen geplante Fahrpreiserhöhungen für Bus und Bahn zu protestieren. Und wenige Jahre später besetzten sie die zum Abriss freigegebene Paulikirche an der Delle, um ihren Abriss zu verhindern und stattdessen dort ein autonomes Jugendzentrum einzurichten.

Auch wenn die Kirche von der Polizei geräumt und im Oktober 1971 doch abgerissen wurde, zeigte die Aktion, dass die damals junge Generation nicht mehr alles unhinterfragt schlucken wollte, was ihr von der staatlichen, kirchlichen oder politischen Obrigkeit vorgesetzt wurde.

„Der damalige SPD-Vorsitzende und Bundeskanzler Willy Brandt war für mich ein Hoffnungsträger, weil er als ehemaliger Widerstandskämpfer für das bessere Deutschland stand und mehr Demokratie wagen wollte“, erinnert sich Hötger, der bis zu seiner Pensionierung an einer Oberhausener Schule Geschichte und Deutsch unterrichtet hat. Die Gründung von neuen Hoch- und Gesamtschulen sowie die Reform der Ausbildungsförderung, die vielen Arbeiterkindern Abitur und Studium ermöglichten, bleiben für Hötger ebenso Folgen des politischen Aufbruchs von 1968, wie die selbstverständliche Gleichberechtigung der Geschlechter in allen Lebensbereichen und die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe und Lebensstile. „Die 68er haben unsere Gesellschaft farbiger und freier gemacht“, sagt Hötger. Auch die Gründung von Bürgerinitiativen, die sich basisdemokratisch für Bürgerbelange stark machen, sieht Hötger als eine positive Folge „des Demokratisierungsschubes, den die 68er unserer Gesellschaft gebracht haben.“ Dass er Ende der 70er Jahre zum Mitgründer der Grünen und Ende der 90er Jahre zum Mitbegründer der Mülheimer Bürgerinitiativen MBI wurde und sich heute im Bürgerlichen Aufbruch engagiert, sieht Hötger als seinen konsequenten Marsch durch die Institutionen.

„Ich finde es schade, dass sich heute viele Jugendliche mehr für ihr Smartphone als für unsere Demokratie interessieren, die auch heute wieder einen Reformschub, wie 1968 gut gebrauchen könnte“ , sagt der Alt-68er. Die Direktwahl des Bundespräsidenten, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide auf allen staatlichen Ebenen oder ein breiter gesellschaftspolitischer Diskurs über die kulturelle Identität unseres inzwischen multikulturell gewordenen Landes und die inhaltliche und demokratische Gestaltung unserer Massenmedien wären aus Hötgers Sicht Grund genug politisch aktiv zu werden und die Wahlbeteiligungn wieder steigen zu lassen. 

Dieser Text erschien am 16. Februar 2018 in der Neuen Ruhr Zeitung

Donnerstag, 15. Februar 2018

Bloß nicht in Sack und Asche gehen

Nein. Es ist nicht alles vorbei am Aschermittwoch, auch wenn uns das ein Karnevalsschlager weismachen will. Gut der Hoppeditz ist beerdigt und die Tollitäten mussten abdanken. Aber machen wir uns nichts vor. Nach dem Aschermittwoch ist ja im Grunde schon wieder vor dem Elften im Elften. Eines ist gewiss. Die Narretei geht weiter, auch wenn der Karneval vorbei ist. Also feiern wir weiter das Leben und gehen nicht in Sack und Asche, auch wenn uns der Aschermittwoch zurecht daran erinnert, dass unser Leib dereinst zur Asche wird. Das sollte unsere unsterbliche Seele aber nicht betrüben und uns auch zwischen Aschermittwoch und dem 11.11. nicht daran hindern, uns des Lebens zu freuen.

Denn es gibt immer wieder Lichtblicke. Einer davon begegnete mir gestern an der Schloßstraße, wo ein italienische Eiscafé nach seiner Winterpause wieder eröffnet hat. Wenn dieser Hauch von Bella Italia kein Grund ist, um schon mal in ersten Frühlingsgefühlen zu schwelgen. Jetzt kommen Sie mir bloß nicht damit, dass heute die Fastenzeit beginnt. Als rheinisch-römisch-katholischer Christ weiß ich: Der nächste Sonntag kommt schon bald und mit ihm die Auszeit von der Fastenzeit. Also haben wir keinen Grund, uns zu grämen, ob mit oder ohne Eis mit Sahne.

Dieser Text erschien am 14. Februar 2018 in der Neuen Rihr Zeitung

Mittwoch, 14. Februar 2018

Ein Zeitsprung an der Ruhr: Ein Rückblick auf die Friedrich-Wilhelms-Hütte


Ein Blick auf die Friedrich Wilhelms Hütte im Januar 1940.
Ein Foto aus dem Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr
www.stadtarchiv-mh.de
Mit einer Aufnahme aus dem Stadtarchiv springen wir heute zurück in den Kriegswinter 1940 Man sieht die 1811 von Johann Dinnendahl gegründete und seit 2001 zum Unternehmensverbund der Georgsmarienhütte Holding gehörende Friedrich-Wilhelms-Hütte (FWH). Die FWH war ab 1933 Teil der Deutschen Eisenwerke AG. In der zuletzt kriselnden Hütte werden Stahl- und Eisenguss-Produkte hergestellt.

Ab 1939 ist sie ein kiegsrelevanter Rüstungsbetrieb und beschäftigt während des Zweiten Weltkrieges unter anderem verschleppte Zwangsarbeiter aus der damals zur Sowjetunion Stalins gehörenden Ukraine. 60 Jahre danach besuchen einige der ehemaligen Zwangsarbeiter den Ort ihrer Ausbeutung und ihrer Pein. Beim Wiedersehen in der Friedrich-Wilhelms-Hütte sind die ehemaligen Zwangsarbeiter ohne Groll und lassen sich von der Mülheimer Historikerin Barbara Kaufhold bereitwillig als Zeitzeugen interviewen. Dabei sprechen sie unter anderem über die 1903 geborene Mülheimer Dolmetscherin Eleonore Helbach, die ihnen zwischen 1942 und 1945 in ihrer Not menschlichen Beistand geleistet hat und ihnen deshalb als „Russenengel“ in bester Erinnerung geblieben ist. Zusammen mit den Tagebuchaufzeichnungen der Eleonore Helbach und erläuternden Erklärungen zum Zwangsarbeitersystem der Nationalsozialisten, gibt der Mülheimer Verlag an der Ruhr die Zeitzeugen-Interviews, die Barbara Kaufhold in der Friedrich-Wilhelms-Hütte geführt hat, 2003 als Buch heraus. Insgesamt haben während des Zweiten Weltkrieges 24 000 Zwangsarbeiter in Mülheimer Unternehmen gearbeitet. Sie waren in stadtweit 55 Lagern interniert.  

Dieser Text erschien am 12. Februar 2018 in der Neuen Ruhr Zeitung

Dienstag, 13. Februar 2018

„Das macht ja richtig Spaß!“ Bewohner und Mitarbeiter aus dem Dorf der Theodor-Fliedner-Stiftung fuhren und gingen gestern bei der Röhrengarde Silber-Blau mit

Um kurz nach 14 Uhr ging es an der Kaiserstraße los.
Foto: Claudia Krszuka
Für Katzenfrau Eva, Cowboy Gunar, Ritter Norbert, Clown Christian, Prinzessin Anna, die Löwenfrau Christina und die beiden Musketiere Justin und Dieter ist es ein besonderer Rosenmontagszug. Zum ersten Mal fahren sie auf einem Wagen mit und werfen Kamelle, statt nur am Straßenrand zu stehen und Kamelle zu fordern. Die Röhrengarde Silber-Blau und ihre Wagenbau Lothar Schott und Rüdiger Rute haben es möglich gemacht.

Begleitet werden die Bewohner aus dem Fliednerdorf vom Heilerziehungspfleger Timo Wäller, der als Hase mit an Bord ist und der Sozialarbeiter Andreas Hesse, der als Power-Flower-Mann mit Sonnenbrille den Jecken am Straßenrand in die Augen schaut und ihr Verlangen nach Süßem stillt.

Mit von der silber-blauen Zugpartie sind auch die Wohnbereichsleiter des Fliednerdorfes Friedhelm Tissen und Angela Eisch-Müller. Sie haben zusammen mit den Röhrerngardisten vom Ordnerteam den härtesten Job. Denn sie müssen die Augen während des knapp 100-minütgen Zugfahrt überall haben, damit keiner der kleinen und manchmal allzu risikofreudigen Kamellejäger unter die Räder kommt.

„Unser Streben ist Freude geben. Und wo kann man das besser, als beim Rosenmontagszug“, sagt Lothar Schwarze, während er den Turbo-Werfer Justin in seinem Eifer  bremst. „Es kommen noch ganz viele Jecken, die auch noch etwas fangen wollen“, rät er dem übermotivierten Musketier, der am liebsten schönen Frauen Kamelle zuwirft, zu einer behutsamen Wurfstrategie.
Seine Mitbewohner werfen da schon eher zurückhaltend. Manchmal stehen sie einen Moment an der Wagenbande und werfen gar nichts, sondern schauen nur staunend in die jubelnde und „Helau“ oder „Kamelle“ rufenden Massen.

„Das macht ja richtig Spaß“, findet Clown Christian. Und Katzenfrau Eva, die nicht nur gerne Kamelle wirft, sondern sich auch gerne bei ihrem Nebenmann einhakt, ist ganz begeistert, als sie in der Menschenmenge einige Familienangehörigen und eine Betreuer aus dem Fliednerdorf entdeckt. Prinzessin Anna kann ihr Rosenmontagsglück gar nicht fassen. Immer wieder klatscht sie in die Hände und lacht, ehe sie die nächsten Kamelle wirft.

„Ich hatte schon befürchtet, dass uns auf dem Wagen kalt werden könnte. Aber mir ist jetzt richtig warm“, meint Andreas Hesse nach einer Stunde Kamelle-Werfen. Er und sein im Hasenoverall bestens gewärmter Kollege Timo Wäller haben bereits am Samstag kräftig mit angepackt, um das von der Theodor-Fliedner-Stiftung eingekaufte Wurfgut zusammen mit den Röhrengardisten Lothar Schott und Rüdiger Rute in der Wagenbauhalle an der Hafenstraße aufzuladen.

Die närrische Viererbande ist sich einig: „Das müssen wir nächstes Jahr unbedingt wieder machen!“ Und die Bewohner an Bord sehen das genauso. Für die Rohrengarde, die seit 1992 die Karnevalsparty im Fliednerdorf ausrichtet, ist das jetzt kein Problem, weil sie nicht nur zwei Gesellschaftswagen, sondern auch einen neuen Musikzug hat. Der sorgt als Fußgruppe zwischen den beiden Wagen der Röhrengarde beim Rosenmontagszug für die karnevalistische Musikbegleitung.

Dieser Text erschien am 13. Februar 2018 in NRZ & WAZ