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Erinnerung an Else Lasker-Schüler

Mit einem literarisch-musikalischen Abend zum 150. Geburtstag der deutschen Lyrikerin Else Lasker-Schüler machte das Kulturgasthaus Fünte an der Gracht seinem Namen alle Ehre. Wolfgang Hausmann und Christa Böhner ließen Leben und Werk einer Dichterin Revue passieren, die über sich geschrieben und gesagt hat: "Ich habe Liebe in die Welt gebracht!" und: "Ich bin Jude, Gott sei Dank!" Und damit wurde auch schon der Spannungsbogen eines leidenschaftlichen Lebens aufgezeigt, das kurz vor der Gründung des Deutschen Kaiserreiches begann, in der Zeit der Weimarer Republik mit der Verleihung des Kleist-Preises, einer Werk-Ausgabe und der Inszenierung Ihres Theaterstücks "Die Wupper" seine größte öffentliche Anerkennung fand und in der menschlich dunkelsten Zeit der NS-Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs im Januar 1945 endete. Musikalisch wunderbar untermalt von sechs Veh-Harfenistinnen aus Mülheim und Essen, wurde den Zuhörern in der Heißener Fünfte eine starke…
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Hilfe für die Helfer in der Notfallseelsorge

Menschen beizustehen, die plötzlich einen geliebten Menschen verloren haben, ist wohl eine der menschlich größten Herausforderungen. Dieser Herausforderung stellen sich in Mülheim und Essen nicht nur 20 hauptamtliche, sondern auch 30 ehrenamtliche Notfallseelsorger. Warum werden diese ehrenamtlichen Notfallseelsorger gebraucht und was treibt die Frauen und Männer an, die sich entsprechend ausbilden und einsetzen lassen? "2018 sind wir zu 110 Notfällen gerufen worden. Aber Notfallseelsorge bedeutet eine 24-stündige Rufbereitschaft an sieben Tagen der Woche. Das könnten wir als hauptamtliche Pfarrer des evangelischen Kirchenkreises an der Ruhr gar nicht leisten. Wir sind also personell auf ehrenamtliche Notfallseelsorger angewiesen, die uns mit ihrer menschlichen und beruflichen Lebenserfahrung unterstützen", sagt Pfarrer Guido Möller, der die auch in der Krankenhausseelsorge aktive Notfallseelsorge leitet. Die beiden Mülheimer Karin Neumann und Jürgen Deutschbein gehören zu d…

Kleine und große Brötchen

Wirklich spannend womit sich Juristen höchstrichterlich beschäftigen. Jetzt waren die Sonntagsbrötchen dran. Ich dachte immer das sei eine Sache der Bäcker und nicht des Bundesgerichtshofes. Aber wir sind in Deutschland. Hier muss alles ganz genau geregelt und höchstrichterlich entschieden sein. Es geht doch nicht an, dass wir sonntags einfach zu der Zeit uns ein Brötchen gönnen, zu der wir Lust darauf haben. Das muss uns schon höchstrichterlich beschieden werden. Dass wir jetzt auch sonntags zu jeder Stunde das Recht auf knackige Brötchen haben und nicht auf trockenes Brot oder Stuten zurückgreifen müssen, ist aus Sicht der Bäcker und ihrer Kunden erfreulich. Doch entscheidend bleibt, wer wo und wie in unserem Land kleine Brötchen backen muss oder sich verdient oder unverdient das dickste Stück vom Kuchen abschneidet. Denn wenn die einen hierzulande immer reicher und die anderen, die in prekären Erwerbsverhältnissen stecken, immer ärmer werden, dann hilft auch das knackigste und best…

Keine falsche Hast

Jetzt musste ich an Hermann van Veen und sein Lied: „Schnell weg da, weg da, weg. Mach' Platz, sonst gibt's noch Streit. Wir sind spät dran und haben keine Zeit“ denken. Am ampelfreien Fußgängerüberweg auf der Leineweberstraße wäre ich jetzt beinahe von einem eiligen Motorradfahrer über den Haufen gefahren worden. Der Motorradraser mit weißem Helm und weißer Maschine, ließ mich in Sachen Rücksichtnahme schwarzsehen. Gott sei dank konnte ich ihm noch rechtzeitig ausweichen, ehe er davonbrauste und mir dabei fast über die Zehenspitzen fuhr. Die rasante Eile brachte dem rasenden Motorradrowdy, der offensichtlich mehr PS als Einsicht unter der Haube hatte, keinen Zeitvorteil. Denn als ich ihm nachschaute, sah ich seine Bremsleuchten. Immerhin: Die nur einige 100 Meter entfernte rote Ampel der Kaiserplatz-Kreuzung stoppte seine Raserei. Das der Mann am Motorradlenker noch rote Ampeln wahrnimmt, lässt hoffen, dass er sich einen Hauch von Herz und Verstand bewahrt hat, was man bei ma…

Von der Lederfabrik zum Wohnquartier

Der Zeitzeuge Kurt Ludwig Lindgens erinnert sich
„Es hieße keine Gefühle zu haben, wenn ich das Ende dieser Geschichte der letzten Mülheimer Gerberei emotional nicht berühren würde, wenn ich mit einem traurigen Auge auf den Schornstein und die alten Werksgebäude schaue, in denen Generationen von Mülheimern in unserer Firma und für unsere Familie gelernt, gearbeitet, und ihren Lebensunterhalt verdient haben. Aber ich sehe es auch mit einem lachenden Auge, dass Das jetzt veröffentlichte Ergebnis des Mülheimer Architektenwettbewerbs, dass mich vor stimmt Es ist wirklich schön zu sehen das mithilfe der Mülheimer Sparkasse und der Mülheimer Wohnungsbaugenossenschaft auf einer alten Industriebrache eines Tages Menschen wohnen Kinder spielen und die unmittelbare Nähe des Flusses genießen werden.“, sagt Kurt Ludwig Lindgens, während er auf das alte Gerberei-Gebäude der Lederfabrik seiner Familie schaut. Ein Teil der Fabrikgebäude, das Kesselhaus und der alte Schornstein stehen unter Denkmalsch…

Was bringt das Bundesteilhabegesetz?

Weil am 1. Januar 2020 die dritte Stufe des Bundesteilhabegesetzes in Kraft tritt, haben Cordula Driessen und ihre Mitarbeitenden im Sozialamt derzeit viel zu tun. Denn sie müssen rund 500 personenbezogene Datensätze in die Datenbank des Sozialamtes einpflegen. Weitere Datensätze könnten noch dazu kommen. Es sind Daten von Menschen, die aufgrund einer Behinderung in einer beschützenden Einrichtung wie der Theodor-Fliedner-Stiftung, im Haus der Lebenshilfe, im Josefshaus der Caritas, im Haus Regenbogen am Worringer Reitweg, im Seppl-Kuschka-Haus und im Fritz-Driskes-Haus der Arbeiterwohlfahrt leben. , laut Sozialamt, derzeit insgesamt rund 440 Menschen. Die Daten kommen vom Landschaftsverband Rheinland, der mithilfe der Umlage seiner Mitgliedsstädte unter anderem die stationäre Pflege von Menschen mit Behinderung finanziert. Es sind zum größten Teil Menschen, die ihre Rechtsgeschäfte nicht selbstständig ausführen können und deshalb durch gesetzliche Betreuer erledigen lassen müssen. …

Theater wie zu Hause

Viele haben zu Hause Theater. Doch bei den wenigsten ist das so amüsant wie bei Martina und Armin Rudziok. Die Marketingfachfrau und der Finanzbeamte haben sich als kreative Kulturschaffende in ihrem Haus am Heelweg in Winkhausen einen Traum erfüllt. Seit 2005 ist das Erdgeschoss ihres Hauses , unweit der Aktien- und der Nordstraße, ein Zimmertheater und ein Ausstellungsraum.
Jetzt bringen die Rudzioks zusammen mit Martin Fiß und Marah Palami das ihr neues Stück „Ruhe im Hotel“ auf die kleine Bühne in ihrem Wohnzimmer-Theater, in dem 25 Zuschauer auf jetzt neuen besser gepolsterten Stühlen einen gemütlichen Sitzplatz finden.
Auch das neue Stück, es ist die 11. Produktion, des Art-Telier Rudziok, ist eine Komödie, mit der Martina Rudziok Geschichten rund um das Thema Urlaub aufgeschrieben hat. Abgesehen von der Komödie „Tod eines Finanzbeamten“, das aus der Feder von Armin Rudziok stammt, hat Martina Rudziok in allen bisherigen Produktionen als Autorin und Regisseurindie Federführung. …