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Als Schwarz-Grün noch eine Sensation war

Dass CDU und Grüne mit der NRW-Gleichstellungsbeauftragten Diane Jägers als OB-Kandidatin 2020 in die Kommunalwahl ziehen, sehen der Christdemokrat Hans Georg Specht (79) und der Grüne Wilhelm Knabe (96) "wie ein Geschenk zum Silbernen Jubiläum der schwarz-grünen Ratsmehrheit, die Mülheim von 1994 bis 1999 regierte. Vor 25 Jahren wurden Specht und Knabe von dieser Mehrheit zum Oberbürgermeister und zum Bürgermeister gewählt.

"Damit machte Mülheim als erste deutsche Großstadt mit einer schwarz-grünen Ratsmehrheit Schlagzeilen und wir mussten Interviewanfragen der nationalen und internationalen Presse beantworten", erinnert sich Specht. "Ich war damals das größte Hindernis beim Zustandekommen der ungewöhnlichen Koalition, da ich vor allem bei den Frauen in der grünen Ratsfraktion als konservativer Law-and-order-Politiker galt", berichtet Specht. Deshalb enthielten sie sich auch bei seiner OB-Wahl im November 1994. In der Rückschau auf seine fünfjährige Amtszeit f…
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Starker Start in die Session

Stadtprinz Dennis I. (Weiler) und Stadtprinzessin Josephine I. (Stachelhaus) hatten am Montagabend einen starken Start in ihre Session, in der sie bis zum Aschermittwoch am 26. Februar 2020 zusammen mit Hofmarschall Martin Fischer und ihren beiden Paginnen Michele und Janina Hebisch 150 Auftritte auf die Bühne zaubern werden. Worauf sich die mölmschen Jecken freuen können, erlebten 500 närrische Gäste am Montagabend bei der 61. Prinzenproklamation im Festsaal der Stadthalle. Mit ihrer live gesungenen und glamourös in Szene gesetzten Gesangshow "Für die Jeckenzeit", lösten die Tollitäten einen Begeisterungssturm aus. "Ihr habt den Saal gerockt. Jetzt weiß ich, was uns in den nächsten vier Monaten erwartet und ich freue mich darauf", lobte Sitzungspräsident Hans Klingels. Ex-Prinz Johannes Terkatz, der selbst mit Ex-Tollitäten, den Ladykrachern der Roten Funken und der New Generation aus den Reihen der Stadtwache eine flotte Tanzshow auf die Stadthallenbühne gezauber…

Der Elfte im Elften

„Morgen ist Sankt Martin“, ließ mich meine Schwester gestern wissen. Den Elften im Elften verbinde ich als rheinische Frohnatur mit dem Beginn der Fünften Jahreszeit. Karneval und Sankt Martin!? Geht das zusammen? Als Sohn einer rheinisch-katholischen Mutter, der als Mülheimer im rheinischen Teil des Ruhrgebietes geboren ist, das in Teilen, siehe Mintard, bis heute zum Erzbistum Köln gehört, weiß ich: Fromm und fröhlich sind zwei Seiten derselben Medaille. Zugegeben: Der heilige Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte und deshalb heute würdiger Namenspatron einer Mülheimer Grundschule ist, war kein Karnevalsprinz, sondern erst Soldat und später Bischof unserer französischen Partnerstadt Tours.

Doch wer sich die, Gott sei Dank, auch durch unsere Stadt ziehenden Martinzüge ansieht, der bekommt schon eine Vorahnung vom Rosenmontagszug, der am 24. Februar 2020 wieder durch die Innenstadt zieht und damit für ihre Belebung sorgt.

Ob Martinsbrezel oder Kamelle, ob: „“Sankt Martin…

Närrische Frühaufsteher

Broich. Eigentlich erwacht der Hoppeditz erst heute am 11.11., wenn mit der Prinzenproklamation in der Stadthalle die Fünfte Jahreszeit des Karnevals beginnt. Doch der Hoppeditz der KG Blau Weiss erwachte bereits am Samstagabend aus seinem Schlaf und stimmte im Herz-Jesu-Gemeindesaal an der Ulmenallee 140 Gäste in die neue Session ein, die bis zum Aschermittwoch am 26. Februar 2019 für Frohsinn sorgen will und soll.

Zum dritten Mal stieg der Vorsitzende der Blau-Weissen, Christian Hövelmann, als Hoppeditz in die Bütt. Der 30-Jährige hat damit die Nachfolge von Thomas Straßmann (56) angetreten, der als Präsident der Gesellschaft durch das Programm führte.


Ganz aktuell begann Hövelmann seine Rede im blau-weissen Nachthemd mit dem Thema Klimaschutz. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die in getrennten Flugzeugen zur gleichen Konferenz flogen, bekamen ebenso ihr Fett weg wie die Fridays-For-Future-Kids, die sich in Muttis Diesel zur S…

Eine Erinnerung an der Mauerfall

„Ich habe damals im Keller meines Elternhauses an meinem Motorrad herumgeschraubt und im Radio die von Thomas Gottschalk moderierte Hitparade von Bayern 3 gehört“, erinnert sich der im thüringischen Gera geborene und aufgewachsene Jörg Thon, an den Abend des 9. November 1989. Als die Musik plötzlich mit der Nachricht unterbrochen wurde, dass der Regierungssprecher der DDR, Günter Schabowski, soeben mitgeteilt habe: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Paß- und Meldewesen der Volkspolizeikreisämter in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu West-Berlin erfolgen.“ Thon: „Ich habe das erst gar nicht richtig…

Eine Ironie der Geschichte

Gestern überraschte mich eine Terminabsage. „Aufgrund zu geringe m Interesse wird die geplante, geschlossene Gedenkveranstaltung „30 Jahre Mauerbau“ abgesagt“, hieß es da in einer Mitteilung der Stadt. Mit  einer Feierstunde im Theater an der Ruhr wollte die Stadt eines epochalen Ereignisses gedenken, das, anders, als viele andere epochale Ereignisse der deutschen Geschichte allen Grund zum Feiern gibt. Jeder, der als dieses epochale Ereignis als Zeitgenosse, live vor Ort oder daheim am Fernseher miterleben durfte, wird nicht anders, als mit einem Gänsehautgefühl an diesen glücklichen Moment der deutschen Geschichte zurückdenken können. Und jetzt haben die von der Stadt geladenen Gäste der geschlossenen Gedenkveranstaltung zur Maueröffnung am 9. November 1989 30 Jahre später zu viel Theater, um den Weg zur Feierstunde ins Theater an der Ruhr zu finden. Vielleicht hat die Veranstaltungsabsage der Stadt aber auch mit der Ironie der Geschichte zu tun, die Maueröffnung in Berlin 30 Jahre …

Ein Blick auf die extreme Rechte

Am Tag, nachdem das neuformierte Bündnis "Mülheim stellt sich quer" zur Demonstration gegen den Bürgerdialog der AFD aufgerufen hatte, sprach Max Adelmann vom Bündnis "Essen stellt sich quer" vor 60 interessierten Zuhörern im Medienhaus über die rechtsextreme Szene im Ruhrgebiet. Er folgte einer Einladung des Centrums für bürgerschaftliches Engagement (CBE).  Adelmann machte deutlich, dass nicht die AFD als Gesamtpartei, aber Teilgliederungen wie der rechtsnationale Flügel und die AFD-Jugendorganisation Junge Alternative auch in Nordrhein-Westfalen vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes stellt fest: "Ein anderer Teil des Rechtsextremismus, insbesondere die Neue Rechte, versucht die Stigmatisierung des Rechtsextremismus aufzubrechen, den politischen Diskurs nach „Rechts“ zu verschieben und somit anschlussfähig für die Mitte der Gesellschaft zu werden. Man möchte den Rechtsextremismus entgrenzen. In der AfD ver…