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Es werden Posts vom August, 2012 angezeigt.

Die Hauptschule an der Bruchstraße wird zur Handwerker- und Praxisschule: Ein Beispiel, das Schule machen könnte

Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben. Der Spruch ist alt. Das Konzept an der Hauptschule Bruchstraße ist neu. „Ihr seid jetzt hier an einer Praxisschule“, begrüßt Schulleiterin Gabriele Klar 26 neue Fünftklässler und ihren Familienanhang, der zur Feier des Tages mitgekommen ist.


Bevor Klar und ihre Kollegen mit den neuen und alten Schülern in die Zukunft der Praxisschule schauen, in der die Berufsförderung mit einem wöchentlichen Werktag jetzt schon in der fünften Klasse beginnt, gönnt sich die Rektorin einen motivierenden Rückblick. „Ihr habt sicher davon gehört, dass diese Schule geschlossen werden sollte und dass wir gemeinsam einen Bürgerentscheid gewonnen haben, durch den die Schule jetzt erhalten bleibt. Das zeigt, dass man viel erreichen kann, wenn man wirklich etwas will und gemeinsam an einem Strang zieht. Und das wollen wir hier auch in Zukunft so machen“, betont Klar.

Da betritt Clownsfrau Friederike, alias Theaterpädagogin Claudia Butta, die Szene. Sie sp…

Der ehemalige Behindertensportler Lars Lürig über die Bedeutung, die die Paralympics nicht nur für ihn persönlich haben

Die olympischen Spiele in London sind vorbei. Doch morgen beginnen dort die Paralympics der Spitzensportler mit Behinderung. Über ihre Bedeutung sprach die NRZ mit dem Mülheimer Behindertensportler Lars Lürig, der als Schwimmer bei den Paralympics 1996 eine Goldmedaille gewonnen hat.


Was bedeutet Ihnen Ihr Paralympicsieg in Atlanta heute?

Er bedeutet mir auch heute noch sehr viel, weil es mein größter sportlicher Erfolg war. Ich war zwar auch Weltmeister. Aber Paralympic-Sieger bleibt man sein Leben lang. Der Paralympic-Sieg hat aber mein Leben nicht nachhaltig verändert, weil ich ja immer Amateursportler geblieben bin. Aber er war ein wichtiges Kapitel in meinem Leben, auf das ich auch heute noch oft angesprochen werde.

Was haben Sie durch den Schwimmsport fürs Leben gelernt?

Ich habe durch den Schwimmsport viele Freundschaften geschlossen, die bis heute andauern. Und ich habe gelernt, dass man sich im Leben Dinge hart erarbeiten und Ziele langfristig verfolgen muss. Ich hatte nach mei…

Eine Caritas-Studie zeigt, dass sich Investitionen in die offene Ganztagsgrundschule auszahlen

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, sagt ein afrikanisches Sprichwort. In Mülheim funktioniert dieses Dorf. Diesen Eindruck haben Caritas-Geschäftsführerin Regine Arntz und ihr für Schule und Jugend zuständiger Abteilungsleiter Georg Jöres zumindest, wenn sie die Vergleichszahlen einer Studie über Bildungschancen lesen, die der Caritasverband Deutschlands zusammen mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung erstellt hat. Danach verlassen im Bundesdurchschnitt rund 7,2 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss. In Mülheim sind es dagegen nur 5,2 Prozent.


„Bei uns gibt es den politischen Willen, in Bildung und vorbeugende Hilfen zu investieren und von Seiten der Stadt auch mit den Sozialverbänden zu kooperieren und dabei stadtteilorientiert zu denken“, zitiert Jöres die wichtigsten Erfolgsfaktoren, die in der Studie dafür genannt werden. „Wir sind besonders nah dran und kennen die Probleme vor Ort“, erklärt Arntz, warum die Kooperation v…

Bund und Länder nehmen mehr Steuern ein? Und wie steht es um die Mülheimer Steuereinnahmen

Laut Bundesfinanzministerium konnten Bund und Länder allein im Juli 43 Milliarden Euro Steuern einnehmen, 8,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein unerwarteter Segen, von dem wieviel auch nach Mülheim fließt, Herr Bonan? An der Stelle muss der Stadtkämmerer enttäuscht mit den Achseln zucken. Auf Euro und Cent kennt er die Lage noch nicht, das wird erst mit dem aktuellen Quartalsbericht am 10. September im Finanzausschuss der Fall sein. Nur so viel kann er schon sagen: Von Geldsegen ist weit und breit keine Spur. Im Gegenteil.




„Wir können unsere Gewerbesteuereinnahmen gegen den Bundestrend derzeit nicht steigern, während wir aufgrund der erfreulich stabilen Arbeitsmarktlage derzeit mit Einkommensteuereinnahmen von 67,8 Millionen Euro rechnen. In unserer ursprünglichen Haushaltsplanung waren wir nur von 63 Millionen Euro ausgegangen“, sagt Bonan im NRZ-Gespräch.“ Zum Vergleich: Zwischen 2010 und 2011 waren die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt von 112 Millionen Euro auf 89,6 Millionen Eur…

Wohin geht die finanzpolitische Reise? Ein Gespräch mit Stadtkämmerer Uwe Bonan

Nicht nur in Europa machen die Staatsschulden Schlagzeilen und werfen die Frage auf: Was können wir uns künftig noch leisten?Auch Mülheim, das, wie berichtet keine Mittel aus dem Stärkungspakt II des Landes bekommt, hat seinen Schuldenberg und damit Strukturfragen vor der Brust, die nach Antworten verlangen. Vor diesem Hintergrund fragte ich im Auftrag der NRZ Stadtkämmerer Uwe Bonan, wohin die finanzpolitische Reise geht.




Die Landtagsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP will den Kreditspielraum der Städte erweitern, indem die Städte künftig für jeweils zwei Jahre zehn statt bisher nur fünf Prozent ihrer Rücklagen als Kreditsicherheit nutzen und so verbrauchen können. Was halten sie davon?



Bonan: Ich muss mich mit diesem Vorschlag noch eingehender beschäftigen. Aber meine erste Einschätzung, ist die, dass eine solche Regelung für die Stadt nicht relevant ist. Das ist hilfreich für die Kommunen, die jetzt noch kein Haushaltssicherungskonzept erstellen müssen. Wenn ich den Vorschlag richtig …