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Es werden Posts vom Januar, 2011 angezeigt.

Kirche im Umbruch: Evangelische Gemeinden fusionieren: Zum Beispiel links der Ruhr

Gemeindefusionen können auch problemlos über die Bühne gehen. "Das ist so harmonisch abgelaufen, dass es schon unheimlich ist", sagt der Saarner Pfarrer David Rudat. Und sein Broicher Kollege Gerald Hillebrand bilanziert die Gemeindeversammlungen am Lindenhof und an der Wilhelminenstraße, bei denen am Sonntag die Fusionspläne diskutiert wurden, mit den Worten: "Es gab einige kritische Nachfragen, aber keinen Widerspruch."Vor diesem Hintergrund schritten die beiden Presbyterien noch am Sonntagabend zur Tat und beschlossen die Fusion. Die Gemeindefusion links der Ruhr kommt nicht von ungefähr. Die ersten Gespräche wurden vor zehn Jahren geführt. Seit dem existiert auch die gemeinsame Kirchenmusik Links der Ruhr, an der auch die Gemeinde Speldorf beteiligt ist. Intensiviert wurden diese Gespräche, als 2006 zwei Pfarrer in den Ruhestand gingen.

"Wir haben natürlich auch die Speldorfer gefragt und hätten sie gerne dabei gehabt. Doch dort sieht man zurzeit noch keine…

Kirche im Umbruch: Evangelischen Gemeinden fusionieren: Zum Beispiel im Norden

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"Wir haben erkannt, dass eine Fusion die beste Möglichkeit ist, um langfristig leistungs- und funktionsfähig zu bleiben", betont die Dümptener Pfarrerin Gundula Zühlke (Foto), die den Bevollmächtigtenausschuss der neuen Gemeinde leitet. "Wir haben einen größeren Spielraum," glaubt ihr Ausschusskollege und Finanzkirchmeister Hans-Joachim Behr und verweist darauf, dass die neue Lukasgemeinde mit ihrem 2,5-Millionen-Euro-Haushalt in Person von Simon Sandmann jetzt einen neuen hauptamtlichen Jugendleiter einstellen konnte und fast 40 Mitarbeiter aus den alten in die neue Gemeinde mitgenommen wurden. Nur eine Büro- und eine Reinigungskraft sowie ein Hausmeister haben ihren Arbeitsplatz verloren.

Außerdem hat sich die neue Gemeinde im Zuge des Fusionsprozesses von den Gemeindezentren an der Neustadtstraße in Styrum, an der Helenenstraße in Dümpten und am Goetheplatz im Dichterviertel getrennt. Für 2013 ist auch die Aufgabe des Jugendhauses Oase an der Aktienstraße geplant…

Weil die Helfer Hilfe brauchen oder wie nicht nur ein Benefizkonzert der Caritas-Stiftung helfen kann

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Weil mit der Zahl der Kirchenmitglieder auch die Zahl der Kirchensteuerzahler zurückgeht, bekommen auch die Sozialdienste der Caritas erheblich weniger Geld vom Bistum als noch vor Jahren. "Wir wollten nicht an die Klagemauer treten und uns statt dessen auf unsere Kreativität besinnen", erinnert sich Caritas-Vorstand Hans-Theo Horn an die Gründung der Caritas-Stiftung.
Nach einem Vorlauf von drei Jahren ging sie 2007 an den Start und hat inzwischen ein Stammkapital von 60.000 Euro angesammelt. Neben privaten Spenden und Zustiftungen flossen dem Stiftungskapital auch Erlöse aus bisher sechs Benefizkonzerten zu, die jeweils unter dem Motto: "Noten gegen die Not" Geld für die gute Sache einspielten. Das siebte Benefizkonzert geht am 30. Januar, um 17 Uhr in St. Mariae Geburt an der Althofstraße unter der musikalischen Leitung von Werner Schepp (Foto) über die Bühne.

Musikfreunde, die mit ihren 15 Euro für die Konzertkarte nicht nur Gutes hören, sondern auch Gutes tun k…

Ein Gespräch über die Lust und die Last des Neuanfangs mit dem arbeitssuchenden Wojciech Brzeska

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"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben." So hat es der Dichter Hermann Hesse in seinem "Stufen"-Gedicht geschrieben. Doch wie steht es um den Zauber des Neuanfangs, wenn man sich, wie Wojciech Breszka wenn man sich eine neue Arbeitsstelle suchen muss, weil man seinen Arbeitsplatz verloren hat. Für die NRZ sprach ich mit Brzeska über die Lust und Last des Neuanfangens in schwerer Zeit.

Wie haben Sie den Wechsel ins neue Jahr erlebt?
Der Verlust des Arbeitsplatzes ist schon ein einschneidendes Erlebnis, vor allem wenn man diese Erfahrung gleich zweimal in kurzer Zeit machen muss und das unverschuldet und aus rein betriebsbedingten Gründen. Was mir den Abschied von meiner Arbeitsstelle etwas erträglicher gemacht hat, waren die sehr herzlichen Solidaritätsbekundungen meiner Arbeitskollegen, die mir gezeigt haben, das es nicht an mir lag und das meine Arbeit sehr geschätzt wurde. Es tut gut, wenn man in so einer schwierigen Umbru…

Das ARTelier Rudziok bietet mit einer neuen Kriminalkomödie wieder großen Spaß auf kleiner Bühne

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Der Mann lässt einen Kollegen umbringen, zumindest auf dem Papier oder besser gesagt auf der Bühne. Und das ist mit Verlaub gesagt: zum Totlachen. Die Rede ist vom Autor und Maler Armin Rudziok, der nicht von, sondern für seine Kunst lebt. Der Mann verdient seinen Lebensunterhalt als Finanzbeamter und lässt in seiner ersten Kriminalkomödie "Tod eines Finanzbeamten" ausgerechnet einen Kollegen das Zeitliche segnen."Das nehme ich mir heraus. Denn ich bin ja selbst einer", scherzt Rudziok. Er fügt aber milde hinzu: "Das Mordopfer hätte auch aus jeder anderen Berufsgruppe stammen können."Kurzweilige KomödieRudziok, der aus seinem Brotberuf weiß, "dass in jeder Steuererklärung eine Lebensgeschichte steckt", hat eine kurzweilige Komödie mit vielen schrägen Charakteren und noch mehr Wortwitz geschrieben, die im ARTelier Rudziok am Heelweg 10 in Winkhausen über die Bühne gehen wird.

Unweit der Nordstraße betreibt Rudziok zusammen mit seiner Frau Martina …

Seit zehn Jahren bietet Donum Vitae auch in Mülheim nicht nur im Schwangerschaftskonflikt Rat und Hilfe: Ein Gespräch mit Beraterin Ulla Höhne

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Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere." Diese Weisheit des französischen Dichters Moliere bewahrheitete sich am 2. Januar 2001. Denn damals öffnete sich die Türe der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle des Vereins Donum Vitae (Geschenk des Lebens), nachdem sich die Türen der katholischen Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen durch den von Papst Johannes Paul II. angeordneten Ausstieg aus der gesetzlichen Schwangerschaftskonfliktberatung geschlossen hatten. Für die NRZ sprach ich mit Donum-Vitae-Beraterin Ulla Höhne über die Arbeit, die sie mit ihrer Kollegin Bettina Bubat van Hasseln und Verwaltungsfachkraft Ilse Roberts leistet.



Angesichts der Vorgeschichte war die Gründung von Donum Vitae und die Eröffnung einer eigenen Beratungsstelle durchaus heikel. Wer hat Sie in der Anfangszeit unterstützt?

Wir sind von ganz vielen engagierten Christen unterstützt worden, die der Meinung waren, dass die katholische Kirche die Frauen im Schwangerschaftskonflikt nicht alle…

Den richtigen Ton getroffen: Die Musik im Kloster Saarn geht in ihr 25. Jahr

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Was macht man mit einem Kloster, in dem längst keine Nonnen mehr beten und arbeiten? Vor dieser Frage standen die Freunde des 1214 gegründeten und 1808 aufgelösten Zisterzienserinnenklosters in Saarn, als die alte Klosteranlage vor 25 Jahren mit Geld von Stadt, Land und Bistum restauriert wurde. "Wir wollten die Klosteranlage und ihre Kirche auch außerhalb der gottesdienstlichen Liturgie für möglichst viele Bürger öffnen", erinnert sich der ehemalige Kulturdezernent Hans-Theo Horn, Bis heute engagiert er sich im Vereinsvorstand der Saarner Klosterfreunde.

Zusammen mit seinem inzwischen verstorbenen Freund Leo Werry kam er 1986 auf die Idee, Musik ins Kloster zu holen. "Das erste Konzert mit einem Kölner Ensemble, das mittelalterliche Musik spielte, war nicht gerade gut besucht", erzählt Horn von den schwierigen Anfängen. Doch der Klosterfreund und seine Mitstreiter blieben ihrem Motto treu: "Nicht das Anfangen, sondern das Durchhalten wird belohnt." Und si…

Wenn "Schreibtischtäter" zu "Blaumännern" werden oder: Warum RWE-Mitarbeiter freiwillig ins Altenheim gingen

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In dem von der Mülheimer Sozialholding betriebenen Altenheim Auf dem Bruch konnte man sich schon vor Weihnachten über eine schöne Bescherung freuen.Dafür sorgten sieben Damen und zwei Herren aus der Markenkommunikation des Energieversorgers RWE. Die Mitarbeiter aus dem Unternehmen, das uns Stromkunden tendenziell immer mehr Geld für unseren täglichen Strom abnimmt, gaben an einem Tag vor Weihnachten wieder etwas zurück, indem sie einem alten Lagerraum im Dümptener Altenheim einen neuen Anstrich verpassten.

Mit gut 50 Litern Farbe sorgten die Büromenschen im Blaumann für eine helle und freundliche Atmosphäre im ehemals tristen Lagerraum, der künftig von den Bewohnern als Gruppenraum für gemeinsame Bastel- und andere Freizeitaktivitäten genutzt werden soll.Die RWE-Mitarbeiter brachten nicht nur ihre Arbeitskraft, Farben und Pinsel, sondern auch Geld für Bastelutensilien mit. "Wir wollten etwas Nachhaltiges machen, was bleibt und nicht mit dem Tag vorübergeht", erklärte Abteilu…

Wie die Seniorentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt und das Jugendzentrum eine Brücke zwischen den Generationen schlagen

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Normalerweise geht in einer Seniorentagesstätte eher geruhsam zu. Doch an diesem Montag sorgen Jugendliche aus dem Jugendzentrum an der Georgstraße dafür, dass es in der Altentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt an der Bahnstraße eher turbulent zugeht.
Die generationsübergreifende Adventsfeier, bei der sich der Nikolaus Mike Vojar vom Jugendzentrum immer wieder an seinem Bart zupfen lassen muss, dafür aber auch einen bunten Mix aus Musik, Tanz und Gesang zu sehen und zu hören bekommt, ist Teil des Projektes "Alt trifft Jung", das die Sozialpädagogin Vahide Tig vom Jugendzentrum Georgstraße und die Leiterin der Altentagesstätte an der Bahnstraße, Elke Dohmann-Jurkewiecz bereits 2009 auf den Weg gebracht haben.
"Es geht darum, dass Jugendliche und Senioren, die sonst im Alltag keine Berührungspunkte miteinander haben, sich gegenseitig kennen- und respektieren lernen", sagt Tig über das Projekt, bei dem Senioren und Jugendliche aus Stadtmitte und Eppinghofen regelmäßig mi…