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Als die Spanische Grippe Mülheim lähmte

Was für uns heute das Corona-Virus, war für die Mülheimer im Herbst 1918 die Spanische Grippe, die bis 1920 weltweit 50 Millionen und in Deutschland etwa 500.000 Menschen zum Opfer fielen. Schaut man, wie jetzt Stadtarchivar Jens Roepstorff, in die Mülheimer Lokalpresse der letzten Tage des Ersten Weltkrieges, so stößt man auf den Hinweis, „dass sich das Gespenst Spanischen Grippe auch in Mülheim breit macht.“ Nicht nur mit Blick auf das Ruhrgebiet attestiert der Generalanzeiger, dass sich die Menschen „in einer schwer zu beschreibenden Seelenverfassung sind.“ Das Ausmaß, das die Spanische Grippe auch in unserer Stadt im Herbst 1918 angenommen hatte, machte der Generalanzeiger unter anderem an den überfüllten Wartezimmern der örtlichen Ärzte fest.

Wie heute das Corona-Virus führte damals die Spanische Grippe auch in Mülheim zu Schulschließungen, aber auch zur Ausdünnung von Zugfahrplänen, weil immer mehr Schüler, Lehrer und Eisenbahnbedienstete an der Spanischen Grippe erkrankt waren. …