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Donnerstag, 3. Juli 2014

Nach dem Sturm kommt die Kostenflut: Wer zahlt was?


Der Sturm ist vorüber. Die Schäden bleiben und müssen beseitigt werden. Wer zahlt eigentlich dafür? Ich fragte für die NRZ aus gegebenem Anlass bei Stadt, Feuerwehr, Mülheimer Verkehrsgesellschaft, Haus und Grund sowie beim Mülheimer Versicherungsfachmann Volker Bretz nach.

Frage: Wer zahlt für Feuerwehreinsätze?

Antwort: Sturmbedingte Einsätze, bei denen es darum geht, Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuwehren, in dem zum Beispiel ein umgestürzter oder ein gegen eine Hauswand gestürzter Baum beseitigt werden muss, stellt die Feuerwehr betroffenen Hauseigentümern nicht in Rechnung. Die Kosten trägt die Stadtkasse. Die Stadt ermittelt derzeit im Auftrag des Landes die anfallenden Schadenskosten. Deren Höhe ist derzeit noch nicht absehbar. Das Land will aber Hilfsmittel der Europäischen Union beantragen und den Kommunen damit unter die Arme greifen, so dass die Stadt und ihre steuerzahlenden Bürger hoffen können, die Folgekosten nicht alleine tragen zu müssen. Ist ein Baum allerdings auf einem Privatgrundstück sturmbedingt umgestürzt, ohne das öffentliches Gelände in Mitleidenschaft gezogen worden ist, wird die Feuerwehr nicht aktiv. Dann muss der private Grundstückseigentümer den umgestürzten Baum in eigener Regie und auf eigene Kosten beseitigen lassen.

Frage: Wer zahlt für Sturmschäden an Gebäuden?

Antwort: Sturmschäden gelten grundsätzlich als höhere Gewalt. Deshalb können Hauseigentümer auch nicht die Stadt verantwortlich machen, wenn zum Beispiel ein Baum, der auf öffentlichem Grund und Boden stand, auf ihr Haus gestürzt ist und dort Schaden angerichtet hat. Das gilt auch für Bäume, die zum Beispiel auf dem Grundstück eines privaten Nachbarn standen. Die Schadenskosten muss jeder Hauseigentümer über seine Gebäudesachversicherung abdecken. Der Eigentümerverband Haus und Grund, der in den letzten Tagen über 100 Anfragen beantworten musste, geht davon aus, dass alle seine 4000 Mitglieder über eine Gebäudesachversicherung verfügen, die Sturmschäden abdeckt.

Antwort: Beim städtischen Immobilienservice schätzt man die Sturmschäden, die etwa an einigen Schulen entstanden sind, als „überschaubar“ ein, weist aber auch darauf hin, dass die Stadt diese Gebäudeschäden auf eigene Kosten reparieren lassen muss, da sie die öffentlichen Gebäude nur gegen Feuer und Einbruch, nicht aber gegen Sturmschäden versichert hat.

Frage: Wer zahlt für Sturmschäden an Kraftfahrzeugen?

Antwort: Auch hier gilt das Prinzip der höheren Gewalt und des privaten Versicherungsschutzes. Wenn das eigene Auto beschädigt oder schrottreif ist, weil es im Sturm von einem umstürzenden Baum getroffen wurde, muss der Fahrzeugeigentümer die Schadenskosten über seine Teil- oder Vollkaskoversicherung abdecken. Eine mögliche Haftpflichtversicherung greift in diesem Fall nicht.

Frage: Wer zahlt für Oberleitungsschäden?

Antwort: Der Sturm hat auf breiter Front Oberleitungen der Mülheimer Straßen- und Stadtbahnlinien beschädigt. Gegen diese höhere Gewalt hat die Mülheimer Verkehrsgesellschaft keinen Versicherungsschutz. Die Kosten, deren Höhe noch nicht feststeht, muss die MVG beziehungsweise die aus den Verkehrsgesellschaften Mülheim, Essen und Duisburg bestehende Verkehrsgesellschaft Via tragen.

Frage: Wer zahlt für sturmbedingte Schäden an Bussen und Bahnen?

Antwort: Für ihre Busse hat die MVG eine entsprechende Versicherung abgeschlossen, die im Schadensfall greift. Für ihre Straßenbahnen gibt es einen solchen Versicherungsschutz nicht. In diesem Fall hatte die MVG aber Glück im Unglück, weil der Sturm zumindest in Mülheim weder Busse noch Bahnen beschädigt hat.

 
Dieser Text erschien am 14. Juni 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

Mittwoch, 2. Juli 2014

"Dieser Sturm hat den Charakter des Hauptfriedhofes verändert", sagt dessen Leiter Wolfgang Rosenberger


„Der Friedhof ist wegen Sturmschaden bis auf Weiteres geschlossen“ steht auf einem Aushang am Seiteneingang des Hauptfriedhofes. Auch die Torbögen des Haupteingangs, durch die sonst Trauernde, Hinterbliebene und Erholungssuchende kommen und gehen, sind versperrt. Wenn der Leiter des Hauptfriedhofes, Wolfgang Rosenberger , das Rolltor am Seiteneingang für den Besucher von der Presse öffnet, sieht man sofort, warum die Sperrung Sinn macht. Nur wenige Meter hinter dem Eingangsbereich und vor dem Beginn der Eichenallee liegt ein mächtiger Silberahornbaum, dessen Wurzelwerk den Asphalt aufgebrochen hat.

Je weiter man sich vom Haupteingang entfernt und vom oberen in den unteren, stärker bewaldeten Teil des 42 Hektar großen Hauptfriedhofes kommt, desto mehr umgestürzte Bäume, herunterhängende Äste und Sträucher, die wie ein Buschbarrikade Wege versperren, sieht man.

An der einen oder anderen Stelle muss man auch schon mal einen Ast anheben, um sich den Weg zu bahnen. Und dabei merkt man sofort, wie schwer und auch spitz so ein vom Pfingststurmtief heruntergerissener Ast sein kann.

„Vor einigen Tagen hätten Sie hier noch gar nicht langlaufen können“, sagt Rosenberger, während man weiter entfernt Motorsägen rattern hört. Zehn Mitarbeiter des Grünflächenamtes und sechs Mitarbeiter eines privaten Gartenbaubetriebes sind dabei, zunächst die Haupt- und dann die Seitenwege von umgestürzten Bäumen und heruntergefallenen Ästen zu befreien. Einige Seitenwege müssen ganz neu angelegt werden, weil sie vom Starkregen unterspült worden sind.

Auch das Sternenfeld, auf dem Kinder beigesetzt sind, ist von der Krone eines umgestürzten Baumes bedeckt. An den Wegesrändern sieht man zersägte Baumstümpfe umgestürzter Bäume, die am Ringweg zwischengelagert werden und auf ihren späteren Abtransport warten. „Wie wir die Massen von Grün- und Holzabfall entsorgen“, müssen wir noch entscheiden, sagt Gartenmeister Rosenberger und weist den Besucher von der Presse auf die Gefahr hin, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Vom Sturm abgerissene Äste, die lose in Baumkronen hängen und jederzeit aus mehreren Metern Höhe zu Boden stürzen können, könnten für Friedhofsbesucher im Ernstfall zur extremen Gefahr werden.

Um Unglücksfällen vorzubeugen bleibt die Öffentlichkeit derzeit am Hauptfriedhof ausgesperrt. „Wir werden den Hauptfriedhof in der nächsten Woche noch nicht öffnen können“, glaubt Rosenberger. In dieser Woche haben auf dem 1916 eröffneten Hauptfriedhof gar keine Beisetzungen stattgefunden.

In der nächsten Woche sollen allerdings einige Wege und Grabfelder im oberen Bereich des Hauptfriedhofes schon wieder so gefahrlos passier- und erreichbar sein, dass die dort geplanten sechs Beerdigungen ohne Risiko für die Trauergesellschaften durchgeführt werden können.

Wolfgang Rosenberger (57) arbeitet bereits seit 26 Jahren auf dem Hauptfriedhof und hat auch den Wirbelsturm Kyrill im Januar 2007 miterlebt. „Doch der war nicht so schlimm, wie dieser Sturm, weil der die Bäume diesmal im belaubten Zustand erwischt hat“, sagt der Gartenmeister, der in seinem ersten Berufsleben Kaufmann war. „Durch das Laub entstand eine Segelwirkung, durch die die Bäume dem Sturm eine größere Angriffsfläche geboten und seine Zerstörungskraft verstärkt haben“, erklärt Rosenberger. Vor allem alte Bäume mit einer besonders großen Baumkrone hielten dem Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von über 120 Stundenkilometern weniger Stand als die jüngeren und biegsameren Bäume.Rosenberger geht davon aus dass rund 160 Bäume, 40 mehr als bei Kyrill, ein Opfer des Sturms geworden sind. Die Beseitigung der Sturmschäden werde noch Monate dauern. Art und Umfang der Grabschäden kann die Friedhofsverwaltung derzeit noch nicht abschätzen. „Der Sturm und seine Folgen haben den Charakter des Hauptfriedhofes verändert. Das ist eine echte Prüfung für uns“, lautet Rosenbergs vorläufige Zwischenbilanz.

Dieser Text erschien am 13. Juni 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

Sonntag, 29. Juni 2014

So gesehen: Von Worten und Taten


Wenn die Lokalredaktion Briefe oder Anrufe von Lesern bekommt, geht es meistens darum, dass sich jemand über etwas ärgert, was nicht so ist, wie es sein sollte. Und seien wir ehrlich: Es gibt vieles, worüber man sich zurecht ärgern kann.

Doch auch wenn Journalisten nachgesagt wird, dass für sie nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten seien, ist dem Gott sei Dank doch nicht immer so. Und deshalb hat sich die Redaktion auch über die Geschichte von Frank Laenen aus Winkhausen gefreut, die zurecht den Weg auf die Lokalseite 1 fand, weil sie zeigt, dass auch aus schlechten Nachrichten (wie die über Sturmschäden) auch gute Nachrichten (wie die über tatkräftige Nachbarn, die sich in der Not helfen und dabei nicht nach Zeit, Geld und Zuständigkeit fragen) erwachsen können.

Menschen, wie Frank Laenen, zeigen, was es bedeutet aus der Not eine Tugend zu machen. Wenn sie, wie er, sagen: „Geld ist doch nicht alles, was im Leben zählt“, erkennt man, dass sie für die Gesellschaft im Gegensatz zu manchem zweifelhaften Großverdiener Gold wert sind, weil sie nicht nur davon reden, was zu tun wäre, sondern selbst handeln, ohne nach ihrem persönlichen Profit zu fragen.

Leute, wie Laenen geben nicht nur in stürmischen Zeiten Halt, weil sie beweisen, dass man auch heute nicht im Wald steht, wenn man nach Beispielen für unbezahlbare Menschlichkeit Ausschau hält, die sich im Sturm bewähren und so manchen Alltagssturm im Wasserglas als heiße Luft entlarven.

Dieser Text erschien am 23. Juni 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

Samstag, 28. Juni 2014

Ein Mann wie ein Baum: Frank Laenen gehört zu den stillen Helden des Sturms

„Ich bin Frank Laenen sehr dankbar. Das ist wirklich eine außerordentliche Leistung, die über die normale Nachbarschaftshilfe hinaus geht, zumal in einer Zeit, in der viele Menschen noch nicht mal einen Besen in die Hand nehmen, um das Laub vor der Haustür wegzukehren“, sagt Wolfgang Bellenberg. Der 79-Jährige wohnt am Kaldenhofkamp in Winkhausen und schaut mit seiner Frau vom Balkon gerne auf die Grünfläche zwischen dem Kaldenhofkamp und der Freiherr-vom-Stein-Straße.

Doch nach dem Pfingststurm bot sich nicht nur ihm auf dieser Grünfläche kein schöner Anblick. Umgestürzte Bäumen und wild herumliegende Ästen erinnerten eher an ein Schlachtfeld, denn an eine Grünanlage. Bellenberg staunte nicht schlecht, als er schon einen Tag nach dem Sturm einen jungen Mann mit einer Motorsäge Baumstämme und Äste zersägen sah. Als er ihn ansprach, staunte er noch mehr. Es war kein Mitarbeiter einer vom Hauseigentümer Viva West beauftragten Firma, sondern ein tatkräftiger Nachbar, der sich aus freien Stücken für 150 Euro eine Motorsäge gekauft hatte und auf eigene Faust damit begann, die Grünfläche vom Bruchholz zu befreien, ohne dafür auch nur einen Cent zu bekommen.„Ich habe meinem Vater früher im Garten geholfen. Und als ich von der Hausverwaltung hörte, dass es bis Weihnachten dauern könnte, bis die Grünfläche geräumt sei, habe ich lieber gleich selbst losgelegt. Denn ich kann schlecht warten“, beschreibt der 40-jährige Monteur eines Mülheimer Büroeinrichters seine Motivation zur Selbsthilfe.Außerdem wollte er vermeiden, dass das Bruchholz massenhaft Insekten anzieht, auf deren Stiche seine Frau Daniela allergisch reagiert. Schon auf den ersten Blick sieht man, dass Frank Laenen ein Mann ist, der anpacken kann. Auch gestern packte er mit seiner Frau an und half Nachbarn beim Abtransport von Bruchholz. Dabei hat er schon eine harte Arbeitswoche hinter sich, in der er zum Teil zwölf Stunden täglich sägte.Dafür investierte er seinen Feierabend und nahm sich auch einige Tage Urlaub. Auch sein Vermieter lobt seinen Einsatz, will mit ihm Kontakt aufnehmen und denkt über eine Anerkennung nach.


Dieser Text erschien am 21. Juni 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

               

Freitag, 27. Juni 2014

Die Ruhe nach dem Sturm: Obwohl das Pfingstunwetter im öffentlichen Personennahverkehr auch am Tag danach zu chaotischen Verhältnissen geführt hatte, blieben die meisten Fahrgäste gelassen

Mal eben mit Bus und Bahn in die Nachbarstadt oder von einem Stadtteil in den nächsten fahren. Nicht an diesem Tag nach einem Unwetter, das bei vielen Fahrgästen am Hauptbahnhof Erinnerungen an den Orkan Kyrill weckt, der im Januar 2007 durchs Land wirbelte.

„Hier stand das Wasser bis zur zweiten Stufe der Rolltreppe. Erst ab acht Uhr konnte der erste Bus wieder fahren“, erinnert sich der Leiter des sechsköpfigen Serviceteams der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG), Frederik Wohlgehaben, an den Beginn seiner Dienstschicht am frühen Morgen. Feuerwehrleute mussten ab 21.45 Uhr anrücken, um die Abläufe des Busbahnhofes von Schlamm und Geäst zu befreien, um den Tunnel unter dem Kurt-Schumacher-Platz wieder passierbar zu machen. „Doch das war einer unserer kleineren von bisher über 1000 Einsätzen“, sagt Feuerwehrsprecher Thorsten Drewes am Mittag.

Da pendeln Servicemann Wohlgehaben und seine fünf Kollegen schon wieder zwischen U-Bahnhof und Busbahnhof. Sie beantworten nach eigener Einschätzung an diesem Tag fünf bis sechs Mal so viele Fragen wie an normalen Tagen. Die meist gestellte Frage lautet: „Wie komme ich nach Essen?“

In der Regel verweisen Wohlgehaben, Michel Reichinger und ihre Kollegen vom MVG-Serviceteam auf die Buslinie 132, die immerhin schon mal auf halber Strecke bis Heißen-Mitte fährt oder auf den Schienenersatzverkehr für die Straßenbahnlinie 104. So viel steht fest: Mit der Deutschen Bahn oder mit der U 18 geht an diesem chaotischen Tag in Richtung Essen nichts mehr. Wohlgehaben berichtet von einem ICE, der zwischen Montag 22 Uhr und Dienstag 11 Uhr im Hauptbahnhof eine Zwangspause einlegen musste, weil es einfach nicht mehr weiterging. „Wir sind gut gelaunt und Gott ergeben. Das ist höhere Gewalt. Dafür kann ja keiner was“, versichern Musikstudent Max Wehner und Rentner Karl Walgenbach, die an der bahnhofsnahen Kaiserplatzkreuzung auf die Ersatzbusse für die 104 nach Essen und für die 112 nach Oberhausen warten.

Informatikstudent Farzad AzizKhani, der eigentlich auch nach Essen wollte, hat inzwischen seine Vorlesung an der dortigen Uni verpasst. „Ich habe nach einem Taxi gefragt, aber keines bekommen. Deshalb habe ich die Zeit genutzt, um etwas einzukaufen. Und wenn gleich die 901 kommt, fahre ich wieder zu meinem Studentenwohnheim an der Duisburger Straße“, berichtet er. „Wir wollen nur noch ins Hotel“, erzählen die Stuttgarter Radtouristen Heidi und Wilhelm Burger, die ebenfalls auf die 901 warten und ihre Radtour abgebrochen haben, „weil einfach zu viele Bäume umgestürzt und zu viele Straßen gesperrt sind.“

Maren Schäfer, die es mit dem 124er von Broich zum Hauptbahnhof geschafft hat und jetzt mit ihrem kleinen Sohn Alex zum Kinderarzt nach Dümpten muss, ist schon kurz davor, den Termin per Handy abzusagen, als gegen 14.30 Uhr doch noch eine 102 unter dem Hauptbahnhof einfährt. „Die Informationen am laufenden Band reichen mir nicht aus. Es könnten ruhig mehr Lautsprecherdurchsagen kommen“, findet Helga Kohl mit Blick auf die elektronische Anzeigetafel. Sie weist darauf hin, dass die 102 heute nur bis Aktienstraße fährt und Reisende in Richtung Dümpten wegen der sturmbedingten Oberleitungsschäden dort in einen Ersatzbus umsteigen müssen. „Wenn man die Wirbelstürme in Amerika kennt, weiß man, dass das hier noch glimpflich abgegangen ist und man froh sein kann, wenn man noch alle Ziegel auf dem Dach hat“, findet Brigitte Walder, die nach einem Arzttermin in der Innenstadt auf die 102 wartet.

„Das war ein Gefühl, als ob die Welt unterginge. Ich habe riesige Wassermulden und ganz normale Bürger gesehen, die sich eine Warnweste anzogen, um Kreuzungen mit einem Warndreieck zu sperren und mit eine Motorsäge hantierten, um umgestürzte Bäume von der Straße zu bekommen“, erinnert sich SPD-Ratsherr Sascha Jurczyk an seine nächtliche Unwetterfahrt durch Saarn und Menden, während er im Busbahnhof auf den 752er nach Saarn wartet. Und während eine MVG-Kollegin am Lautsprecher verkündet, welche Buslinien aktuell nicht fahren und wo Busse Bahnen ersetzen, resümiert Servicemann Wohlgehaben: „Die meisten Fahrgäste sind verständnisvoll und gelassen. Nur eine junge Frau war aufgelöst, weil sie nicht rechtzeitig zur Arbeit kam und ihr Chef ihr den Lohn abziehen will. Doch das ist wohl ein Fall für den Betriebsrat.“

Dieser Text erschien am 11. Juni 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

Ein Platz für den Kaiser

Als Parkplatz bleibt der Kaiserplatz in der Mitte Mülheim unter seinen Möglichkeiten, entspricht aber in seiner Funktion einer Stadt mit 174...