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Es werden Posts vom Juli, 2009 angezeigt.

Lokal kolorierte Betrachtungen zum Ende einer Dienstfahrt

Haben Sie einen Dienstwagen? Nein? Nun, dann geht es wohl auch für Sie phasenweise nur langsam und beschwerlich voran. An einem Tag voller Termine wünscht man sich als notorischer Bus- und Bahnfahrer oder erst recht als Fußgänger schon mal einen Dienstwagen, um schneller und bequemer an sein Ziel zu kommen. Doch würde jedermann bei seinem Arbeitgeber mit Blick auf dienstlichen Termine einen Dienstwagen beantragen, müsste der eine oder andere Angestellte krisengeschüttelter Branchen wohl reichlich Fersengeld geben.

Damit könnte es einem aber immer noch besser gehen als Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der jetzt die Sackgasse droht. Dabei hat sie es als Spitzenpolitikerin ohnehin nicht leicht. Immer dienstlich unterwegs, auch im Urlaub, wenn sie zum Beispiel im sonnigen Spanien einen Vortrag zum Thema Rente und Pflegeversicherung halten muss.

Was ist da schon eine Straßenbahn- oder Busfahrt nach Speldorf, Dümpten oder Broich? Als Ministerin mit dem Heimatort Aachen, dem Dienstsit…

Wie hält es die Stadt mit ihren Dienstwagen?

Wir wissen nicht, wo Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und ihre Beigeordneten Helga Sander und Peter Vermeulen Urlaub machen oder gemacht haben? Wir wissen nur eines. Sie haben, wie alle Mitglieder des Verwaltungsvorstandes, von Amts wegen einen Dienstwagen. Die OB hat sogar einen eigenen Fahrer. Beigeordnete oder Bürgermeister können bei Bedarf auf einen weiteren Fahrer zurückgreifen, der sie zu wichtigen Dienstgeschäften chaufiert und damit dafür sorgt, dass sie während ihrer Dienstfahrt die Hände frei haben, um sich zum Beispiel durch Aktenstudium auf einen wichtigen Termin vorzubereiten.

Vier Audi- und zwei BMW-Limousinen sorgen dafür, dass die leitenden Angestellten der Stadt dienstlich schnell und bequem an ihr Ziel gelangen.

Angesichts der aktuellen Dienstwagen-Affäre um Bundesgesundheitsministerin Ursula Schmidt, sind sich Mühlenfeld, Sander und Vermeulen einig: Mit Dienstwagen und Fahrer in den Urlaub? Das käme für sie nicht in Frage. Bei allen privaten Fahrten greifen sie …

Vor der Bundestagswahl: Was Bürger von der Politik erwarten?

Noch zwei Monate bis zur Bundestagswahl. Die IG Metall hat von April bis Juni 451 000 Bürger, die zum größten Teil in der Metallbranche beschäftigt sind, dazu befragt, was sie sozial- und wirtschaftspolitisch vom nächsten Bundestag erwarten. An der bisher größten Umfrage einer deutschen Gewerkschaft, die Anfang Juli vorgestellt wurde, beteiligten sich allein in Mülheim 3122 Menschen. Mit einer Zustimmungsquote von jeweils deutlich über 70 und 80 Prozent wurden dabei folgende Forderungen an die Politik formuliert:
Rücknahme der Rente mit 67 Jahren, Einführung von Mindestlöhnen, Faire Regeln für Leiharbeit, Eine neue Rentenversicherung, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen, Verbesserung der Kinderbetreuung, Mehr Personal und bessere Ausstattung für Kindergärten, Schulen und Hochschulen, Unternehmen sollen für die qualifizierte Ausbildung in die Pflicht genommen werden, Stärkung der Betriebsräte und der ArbeitnehmerrechteDie IG-Metall wird ihre durch die Befragung untermauerten…

Tierische Randbetrachtungen des Kulinarischen Treffs an der Ruhr

An der Ruhr ist es schön grün. Das wissen Spaziergänger auf zwei und auf vier Beinen zu schätzen. Die einen genießen die frische Luft und die Aussicht ins Grüne. Die anderen genießen den Auslauf 8und die Gelegenheit, ihr Bein zu heben, um damit ihr Revier zu markieren. Doch die Gassigeher und Ruhrläufer erleben in diesen Tagen einer Überraschung in ihrem Spazierrevier. Denn dort schießen jetzt die weißen Zelte des Kulinarischen Treffs, wie Pilze aus dem Boden.

An der frischen Luft und mit Ausblick ins Grüne schmeckt es ja bekanntlich am besten. Damit das auch so bleibt, haben die Veranstalter auf den grünen Gourmetinseln an der Ruhr Verbotsschilder mit roter Umrandung und diagonalem Verbotsbalken angebracht. So etwas kennt man eigentlich nur als Autofahrer im Straßenverkehr. "Keine Durchfahrt" oder: "Halteverbot" signalisieren solche Schilder. Doch hinter dem diagonalen Balken dieser roten Verbotsschilder erkennen Frauchen, Herrchen, Pfiffi, Waldi und Co einen Vierb…

Ein Tischgespräch beim Kulinarischen Treff an der Ruhr

Zum Auftakt des Kulinarischen Treffs an der Ruhr sprach ich mit dem Koch und Gastronomen Jörg Thon (Foto) über sein ganz persönliches Küchenlatein.

Warum sind Sie Koch geworden?
Ich habe eigentlich immer schon gerne gekocht und meiner Mutter in der Küche geholfen, weil ich es einfach interessant fand, mit Lebensmitteln umzugehen. Auch ein technischer Beruf hätte mich durchaus gereizt. In der Werkstatt des elterlichen Betriebs habe ich oft an Autos herum gebastelt. Aber in der Küche war es dann doch wärmer und gemütlicher, so dass mit 16 bei mir die Idee reifte, das Kochen zum Beruf zu machen.

Gab es in der damaligen DDR für einen Koch Engpässe in der Lebensmittelversorgung?
Ja, sicherlich. Die Banane ist ja legendär. Auch ein Rinderfilet war schon ganz schwierig zu bekommen. Wir hatten alles, was die Saison an Obst und Gemüse hergab. Aber exotische Früchte, waren sehr schwierig zu besorgen. Als ich dann nach der Wende hierhin kam und als Koch im Tannenhof arbeitete, lernte ich plötzlich S…

Als die Innenstadt wieder aufgebaut wurde und ein neues Gesicht bekam

"Mülheim wird nie eine Einkaufsstadt, wie seine Nachbarstädte werden können. Deshalb ist die Planung viel zu großzügig angelegt." Dieser Satz könnte gestern gesagt worden sein, etwa in der Diskussion über Ruhrbania und die Ruhrpromenade oder mit Blick auf die Verkehrsführung in der Innenstadt. Tatsächlich ist er aber schon 60 Jahre alt. Mit diesen Worten lehnte der FDP-Stadtverordnete Wilhelm Dörnhaus am 22. Juli 1949 die von der Verwaltung vorgelegte Bauplanung zur Neuordnung der Innenstadt als zu kostspielig ab.

Um seine Ablehnung zu untermauern wies Dörnhaus auf die Stagnation des Handels hin. Viele Geschäftsleute, so Dörnhaus damals, wüssten nicht, wie sie von einem zum nächsten Tag kämen. Das klingt irgendwie vertraut, ebenso wie der Streit über die Höhe der Kosten. Dörnhaus sprach mit Blick auf die großen "Durchbruchstraßen" von acht Millionen Mark. Der damalige Baudezernent Paul Essers (1901-1959), nach dem heute eine Straße in der Innenstadt benannt ist, hie…

Fehlanzeige oder: Die Philosophie der MVG

Wer derzeit mit der U-Bahn unterwegs ist oder an der zentralen Haltestelle vor dem Kaufhof Station macht, sieht schwarz oder ist relativ ratlos. Dies ist man zumindest dann, wenn man die neuen, elektronischen Anzeigetafeln zu Rate ziehen will. Dort sieht man auf der Suche nach aktuellen Fahrplanhinweisen entweder gar nichts oder muss sich mit der Standardauskunft begnügen, doch bitte auf Lautsprecherdurchsagen und die Wagenbeschilderung der einfahrenden Busse und Bahnen zu achten.
An der zentralen Haltestelle hängen die elektronischen Anzeigetafeln bereits seit über einem Jahr. In den U-Bahnstationen hatte man im Dezember 2008 damit begonnen, die alten Tafeln und Uhren abzumontieren und schrittweise durch neue, elektronische Uhren und Anzeigetafeln zu ersetzen.
Die gesamte Umrüstungsaktion hat nach Auskunft der Mülheimer Verkehrsgesellschaft rund eine Million Euro gekostet. Doch die neuen, elektronischen Anzeigetafeln müssen derzeit noch an ein Rechnernetzwerk angeschlossen werden, das …

Zeitreise durch das Gedächtnis einer Schule

Seine alte Schule lässt ihn nicht los. Obwohl Hartmut aus dem Siepen (Foto) seit vier Jahren den Vorruhestand genießt, verbringt der 64-Jährige fast jeden Tag an der Otto-Pankok-Schule. Hier hat er bis zu seiner Pensionierung Sport und Erdkunde unterrichtet. Doch das ist Vergangenheit. Seine Gegenwart ist die Arbeit mit der Vergangenheit seiner Schule, die er von 1955 bis 1965 auch aus der Perspektive des Schülers und später, 1968, auch als Lehramtsanwärter kennen gelernt hat.

Aus dem Siepen kümmert sich zusammen mit seinem Kollegen Bernd Simmerok nicht nur um die Geschichte seiner Schule. Er ist selbst ein Stück ihrer Geschichte. Gerade erst hat er in ungezählten Stunden die handschriftlichen Jahresberichte der 1852 gegründeten Schule abgetippt und so in einer gedruckten und leicht lesbaren Form für die Nachwelt erhalten. "Ich möchte nicht, dass das alles verloren geht", erklärt er sein ehrenamtliches Engagement. Dabei hat er vor allem den alten Lehrer Kurt Unbehau vor Augen…

Mülheimer, die Hitler widerstanden

65 Jahre ist es jetzt her, dass die Attentäter um den Grafen von Stauffenberg vergeblich versuchten, Adolf Hitler zu töten und damit der Nazi-Diktatur ein Ende zu bereiten. Mit einer Kranzniederlegung und einer Rede der Oberbürgermeisterin wurde diesem Ereignis auch am 20. Julli 2009 am Mahmal (Foto) für die NS-Opfer im Luisenthal gedacht. Die ritualisierten Formen unseres öffentlichen Gedenkens, so löblich und notwendig sie auch sind, erscheinen Nachgeborenen zuweilen entrückt.

Lebendiger und anschaulicher wird die Erinnerung an Menschen, die als Bürger in unserer Stadt gelebt haben und durch ihre Gewissensentscheidung für den Widerstand gegen Hitler nach dem 20. Juli 1944 im Rahmen der Aktion "Gewitter" dem NS-Terror zum Opfer fielen. Dem Hitler-Attentäter Stauffenberg am nächsten stand der Generalstabsoffizier Günther Smend. 1912 in Trier geboren, kam er mit seinen Eltern 1924 nach Mülheim, wo die Familie unweit des heutigen Mahnmals im Luisenthal wohnte. Nach dem Abitur a…

Trainieren für den multikulturellen Beratungsalltag: Die Caritas geht voran

Unsere Stadtgesellschaft wird bunter und multikultureller. Schon heute hat jedes fünfte Kind in Mülheim einen sogenannten Migrationshintergrund, kommt also aus einer Zuwandererfamilie. Das hat auch Auswirkungen auf die Sozialarbeit. Ob Familienhilfe, Flüchtlingsberatung, Schwangerschaftskonflikt,- Erziehungs- oder Schuldner und Sozialberatung. Die Caritas leistet sie mit ihrem Sozialbüro in Styrum und Eppinghofen. Das sind Stadtteile, in denen der Anteil der Migranten besonders hoch ist. Margret Zerres, stellvertretende Gewschäftsführerin der Caritas (Foto links) geht von 17 bis 18 Prozent in Styrum und von knapp 50 Prozent in Eppinghofen aus. "Wie gehen wir damit um? Wie aufgeschlossen sind wir für Menschen aus anderen Kulturen? Womit haben wir Schwierigkeiten? Was macht uns Spaß? und Wo können wir voneinander lernen?" formuliert Zerres, die Ausgangsfragen an die Sozialarbeiter, die vor Ort Menschen aus aller Herren Länder helfen wollen und die dabei oft auch an ihre eigenen…

Im Mülheimer Sprachcamp werden Kinder zu Schatzsuchern

Brian ist ganz ehrlich. Wenn er jetzt zu Hause wäre, würde er bestimmt kein Buch lesen, sondern lieber mit seiner Playstation spielen. Doch der Drittklässler ist nicht zu Hause, sondern in der Volkshochschule. Dort nehmen er und 15 seiner Jahrgangskollegen von der Erich-Kästner-Grundschule in den ersten beiden Ferienwochen an einem Sprachcamp teil, das vom städtischen Kulturbetrieb organisiert und von der Leonhard-Stinnes-Stiftung finanziert wird.

Sprachcamp. Das ist das, wonach es sich anhört: Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Spaß und ein bisschen Abenteuer. Morgens wird gelernt und nachmittags Theater gespielt. "Wir lesen gemeinsam und mit verteilten Rollen den Roman Die Schatzinsel. Und damit lässt sich ganz nebenbei auch etwas über Nomen, Verben und Rechtschreibung lernen", berichtet die Sprachlehrerin SibylleWellfonder. Was ist der Unterschied zwischen dem Lernen in der Schule und im Sprachcamp?

"Die Gruppe wird vormittags von zwei bis drei Pädagogen betreut", …

Die „Heinzelwerker” erledigen kleine Reparaturen für Menschen, die sich einen Handwerker nicht leisten können

Köln hatte, zumindest der Sage nach, seine Heinzelmännchen. Mülheim hat seit April seine Heinzelwerker. Und die sind nicht nur sagenhaft, sondern auch ganz konkret zur Stelle, wenn es im Haushalt irgendwo klemmt.
Nur mal angenommen: Sie haben zwei linke Hände und kein Geld, um Handwerker zu bestellen, die Ihnen zum Beispiel ein Bild aufhängen oder eine Waschmaschine anschließen? Sie brauchen jemanden, der Ihnen den Wasserhahn repariert, eine Schublade richtet, ein Stuhlbein anleimt, eine Lampe anschließt oder ein Regal aufhängt?
Dann sind Sie bei den ehrenamtlich arbeitenden Heinzelwerkern an der richtigen Adresse. „Unser Lohn ist das gute Gefühl, helfen zu können, und die Dankbarkeit der Menschen”, sagt Erich Reichertz, der das Netzwerk der inzwischen 14 Heinzelwerker ins Leben gerufen hat. Der 60-jährige Elektrotechniker hat bis zu seiner Pensionierung in leitender Position beim Energieversorger RWE gearbeitet. Dann fragte sich Reichertz, der sich selbst als „100-Prozent-Typen, der ke…

Mülheims Mister Euro - Als Ratgeber immer noch gefragt

Dass wir heute mit dem Euro bezahlen und uns innerhalb der Europäischen Union über Geldumtausch und Wechselkursrisiken keine Gedanken mehr machen müssen, ist unter anderem auch einem Mülheimer zu verdanken. Der Christdemokrat Otmar Franz gehörte von 1981 bis 1989 dem Europäischen Parlament an, nachdem er bei der ersten Direktwahl 1979 den Einzug ins EP knapp verpasst hatte und dem Sozialdemokraten Heinz-Oskar Vetter den Vortritt lassen musste. Unter seinem Vorsitz wurde damals im Währungsausschuss des Europäischen Parlaments der sogenannte Franz-Bericht erarbeitet, der den Fahrplan zur gemeinsamen Währung beschrieb. Obwohl das Europäische Parlament zu seiner Zeit als Abgeordneter bei weitem noch nicht die Rechte besaß, die es heute hat, glaubt Franz in der Rückschau, "dass wir damals sehr wohl gehört wurden und die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft beeinflussen konnten, weil es uns immer wieder gelang, viele Fachleute an einen Tisch zu holen und über Parteigrenzen hinweg …

Rückblick auf den Besuch eines Europäers

Vor wenigen Tagen endete die Amtszeit von Hans-Gert Pöttering. Aus diesem Anlass veröffentliche hier noch einmal ein Interview, dass ich mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments bei seinem Mülheim-Besuch am 2. März 2009 führen konnte. Damals war der in der Sparkasse am Berliner Platz Gastredner einer euuuuupapolitschen Veranstaltung des Mülheimer Kolpingwerkes. Vorab enige Informionen Zur Person vn Hans-Gert Pöttering:
Er war seit 2007 Präsident des Europäischen Parlaments. Zuvor führte der 63-jährige Christdemokrat aus Niedersachsen von 1999 bis 2007 die christdemokratische Fraktion der Europäischen Volkspartei. Dem Europäischen Parlament gehört der studierte Jurist, Politikwissenschaftler und Historiker bereits seit dessen erster Direktwahl 1979 an. Pöttering ist Vater von zwei Söhnen. Sein politisches Engagement wurde nicht zuletzt vor dem persönlichen Hintergrund geprägt, dass sein eigener Vater in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges als Soldat fiel.


Was haben wir als B…

Selbeck schießt den Vogel ab

Am kommenden Wochenende feiert Selbeck sein Schützenfest. Ich sprach aus diesem Grunde mit Brudermeister (Vorsitzende) der gastgebenden St. Sebastianus Schützenbruderschaft, Wolfgang Thieme, warum diese Tradition in seinen Augen auch 108 Jahre nach der Gründung noch zeitgemäß ist und wie seine Schützenbrüder und er die kontroverse Diskussion über Waffenbesitz und Schießsport nach den Amokläufen von Erfurt und Winnenden reflektiert haben.

Was war Ihre Motivation, der Schützenbruderschaft beizutreten?

Ich bin seit 1990 dabei. Ursprünglich wollte ich gar nicht beitreten, weil ich mir gesagt habe: Diese Vereinsmeierei macht mir keinen Spaß. Nachdem ich mich dann aber doch dazu überreden ließ, habe ich mich nachträglich darüber geärgert, dass ich nicht schon viel früher eingetreten war. Was mir am Vereinsleben gefällt, ist nicht nur die Geselligkeit, sondern auch der Umstand, dass bei uns jeder für den anderen einsteht, wenn mal was ist. Anfangs stand für mich aber auch der sportliche Gedank…

Schön, wenn man es hat, das Abitur - Drei Generationen sprechen über den Wert der Reifeprüfung

Der Mensch fängt nicht beim Abiturienten an. Doch wer es geschaffft hat, wie Christin Porte (18), ihre Mutter Dagmar (45) und deren Vater Klaus Möllmathe (74) freut sich. Wie fühlt es sich an, wenn man das Abitur in der Tasche hat und was ist das Abiturzeugnis wert? Ich sprach mit drei Abi-Generationen einer Mülheimer Familie.
Was für ein Gefühl hatten Sie, als Sie Ihr Abiturzeugnis un Händen hielten? Auf diese Frage antworten Dagmar Porte (Abitur-Jahrgang 1983) und ihre Tochter, frischgebackene Abiturienten des Karl-Ziegler-Schuljahrgangs 2009 spontan und wortgleich: "Endlich frei, nie wieder Schule." Klaus Möllmathe, der 1955 sein "Zeugnis der Reife" erhielt, erinnert sich anders. Der pensionierte Studiendirektor lässt keinen Zwifel daran, dass er gerne zur Schule ging. Das tat er 13 Jahre bis zu seinem Abitur an der Otto-Pankok-Schule, die damals noch Staatliches Gymnasium hieß, und später noch einmal 47 Jahre lang als Lehrer am Oberhausener Heinrich-Heine-Gymna…

Passprobleme sind kein Einzelfall

Weil es auf dem Weg nach Florida nicht passte, klagt die Familie Wolters jetzt auf Schadendersatz. Stadt lehnt Haftung ab
Passprobleme auf dem Weg nach USA scheinen in Mülheim kein Einzelfall zu sein. NRZ-Leserin Nicole Wolters reagierte gestern auf unseren Bericht "Nicht passgenau nach Amerika" und berichtete der Redaktion, dass es ihr beim Bürgeramt ähnlich ergangen sei, wie der Familie Wiegand-Ahles.
Wolters und ihr Mann Michael wollten im Februar 2008 zusammen mit ihren Töchtern Marlene (damals eineinhalb Jahre) und Annelie (damals dreieinhalb Jahre) zu einem einwöchigen USA-Urlaub nach Orlando/Florida fliegen. Um auf Nummer sicher zu gehen, legten sie die Reisepässe ihrer Kinder zur Überprüfung beim Bürgeramt vor. Dort erhielten sie die Auskunft, Annelies Pass sei "in Ordnung" und Marlenes Pass brauche nur ein neues Foto.
Während Michael Wolters vor dem Abflug in die Ferien das Auto der Familie auf dem Langzeitparlplatz des Düsseldorfer Flughafens abstellte, erle…

Falscher Kinder-Pass verhinderte Reise in die USA

Die USA gelten als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch ihre Einreise und Passbestimmungen haben es in sich und zwar so sehr, dass auch das für Passangelegenheiten zuständige Bürgeramt in diesem Punkt keine verbindliche Auskunft geben kann und stattdessen auf die Botschaft und Konsulate verweist.
Claudia Wiegand mit ihrer Tochter Paula.
Als Claudia Wiegand und ihr Mann Magnus Ahles im Februar beim Bürgeramt für ihre heute neun Monate alte Tochter Paula einen Kinderreisepass beantragten, um zusammen mit ihr Ende Mai in die USA einreisen zu können, kreuzten sie auf dem Antragsformular „Kinderreisepass” an.
Das war ein Fehler. Richtig wäre ihr Kreuzchen bei „Reisepass für Kinder unter 18 Jahren” gewesen. Denn nur unter dieser etwas abstrus klingenden Rubrik (schließlich sind alle Kinder naturgemäß unter 18 und damit noch nicht volljährig) verbirgt sich der von den USA geforderte biometrische und maschinenlesbare Reisepass mit Sicherheitschip und Fingerabdruck.
Ohne den dürfen auch K…