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Es werden Posts vom November, 2009 angezeigt.

Starker Laudator stahl dem Preisträger bei der Verleihung der Spitzen Feder die Show

Eigentlich wollte der Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval am Samstagabend zwei Spitze Federn für Wortakrobaten aus TV-Journalismus und Show-Business verleihen. Doch der eine Preisträger, Jörg Pilawa, ließ nur per Video-Botschaft und mit Pappnase grüßen, weil er ausgerechnet am Abend des Prinzenballs unaufschiebbare Sendeverpflichtungen hatte. Man vermisste ihn nicht wirklich. Denn Sportreporter-Legende Manfred Breuckmann hielt eine so flotte Laudatio auf den anderen Preisträger, den ZDF-Mann Michael Steinbrecher (Foto: ZDF) , dass man nicht Steinbrecher, sondern lieber Breuckmann die Spitze Feder für Verdienste um das freie und offene Wort verliehen hätte.

Als „ultimative Lobhudelei" hatte Sitzungspräsident Heino Passmann die Laudatio auf den Moderator des Aktuellen Sportstudios angekündigt. Doch es kam anders. Erst schockte Breuckmann den bekennenden BVB-Fan Steinbrecher und sein Publikum im ausverkauften Festsaal der Stadthalle mit der Ankündigung: „Ich werde jetzt etwa 90 Mi…

Rückblick: Vor 25 Jahren erhielt der damalige Chefredakteur der NRZ, Jens Feddersen, die erste Spitze Feder der mölmschen Karnevalisten

Zugegeben. Als besonders lustig ist uns Ernst Dieter Lueg (1930-2000) nicht in Erinnerung geblieben. Eher sachlich und nüchtern moderierte er über viele Jahre den ARD-Bericht aus Bonn. Doch am 24. November 1984 zeigt sich Lueg von seiner humorvollen Seite.

Denn da hält der ehemalige NRZ-Redakteur in der Stadthalle eine Laudatio auf den damaligen Chefredakteur der NRZ, Jens Feddersen. Aus den Händen von Prinz Stephan I. (Fink) erhält Feddersen damals die erste Spitze Feder, die der Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval für Verdienste um das freie Wort verleiht. "Neben der Sozialen Marktwirtschaft gibt es auch eine Zettelwirtschaft. Die soziale Marktwirtschaft hat Ludwig Erhard erfunden und die Zettelwirtschaft Jens Feddersen", charakterisiert Lueg den Preisträger, den er als einen Vollblutjournalisten bezeichnet, der sich bei Bedarf auch schon mal wichtige Notizen auf einem Bierdeckel oder einer Serviette mache, wenn zum Beispiel bei einem offiziellen Abendessen gerade kein N…

Ihre 25. Spitze Feder für Verdienste um das freie Wort verleihen die Mülheimer Karnevalisten dem Fernsehjournalisten Michael Steinbrecher

Heute hat Michael Steinbrecher (Foto: ZDF) seinen großen Auftritt nicht beim Aktuellen Sportstudio im ZDF, sondern beim Prinzenball in der Stadthalle. Denn dort werden ihm Prinz Markus und der Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval die Spitze Feder verleihen. Nach einer Reihe von Comedians setzt Steinbrecher die Reihe der journalistischen Preisträger fort, die vor 25 Jahren mit der ersten Verleihung der Spitzen Feder an den damaligen NRZ-Chefredakteur Jens Feddersen begann. Ich fragte Steinbrecher im Vorfeld der Preisverleihung danach, was ihn mit Karneval, Spitzen Federn, Mülheim und der Narrenfreiheit verbindet.

Sie erhalten heute die Spitze Feder für Verdienste um das freie Wort. Warum haben Sie diese Auszeichnung Ihrer Meinung nach verdient?
Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich mich sehr über die Auszeichnung freue. Wofür ich sie verdient habe, werde ich wohl am Samstag erfahren.

Die Spitze Feder wird seit 25 Jahren vom Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval vergeben. Welche Be…

Eine neue Komödie "Pyjamaparty" hat morgen im ARTelier Rudziok Premiere

Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Das kann man am Samstag, 28. November, und am 5. Dezember tun, wenn im Winkhauser ARTelier Rudziok am Heelweg 10 mit einer "Pyjamaparty" der besonderen Art Martina Rudzioks neue Theaterkomödie ihre Premieren feiert.

Das mit Situationskomik und witzigen Dialogen gespickte Stück beginnt jeweils um 20 Uhr. Im Mittelpunkt der Handlung stehen mit Sylvie (Dana Brüning), Anne (Susanne Prangen) und Rüdiger (Armin Rudziok) drei Freundinnen, die Sylvies Hochzeit mit einem schwerreichen, aber eben auch ästhetisch sehr anspruchsvollen Mann planen.

Ob sich die Mühe lohnt? Man wird sehen. Drei Freun-dinnen? Ja. Sie haben richtig gelesen. Denn der schwule Rüdiger, Anne und Sylvie verstehen sich wirklich als beste Freundinnen, die sich alles ungeschminkt sagen können. "Warum können nicht alle Männer so einfühlsam sein, wie du?" will Sylvie einmal von Rüdiger wissen. Dessen Antwort kommt prompt: "Weil sie dann keine Männer mehr wär…

Die Gutsav-Heinemann-Schule hat ihr Förderprogramm Lernen individuell erweitert und lädt in der kommenden Woche zu Informationsabenden ein

LEIV – das steht an der Gustav-Heinemann-Schule für Lernen individuell. Dahinter verbergen sich Förderkurse für die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10, die seit ihrer Einführung 2006 kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut worden sind.

"Wir haben als Gesamtschule eine sehr heterogene Schülerschaft und wollen alle mitnehmen", erklärt der für die Jahrgangsstufen 9 und 10 zuständige Abteilungsleiter Manfred Linden das Ziel des Förderprogramms, das inzwischen rund 80 verschiedene Kursangebote umfasst und je nach Jahrgang und Bedarf mit ein bis drei Wochenstunden in den Stundenplan integriert wird. Das funktioniert natürlich nur mit einer entsprechenden Lehrerausstattung. Deshalb ist Schulleiterin Christa van Berend froh darüber, dass sie jetzt zwölf neue Lehrer einstellen kann.
LEIV will die Lernmotivation der Schüler stärken, individuelle Stärken und Schwächen entdecken und sowohl die Übergänge von der Grund- auf die Gesamtschule sowie den Übergang vom Schul- ins Berufsle…

Warum das Seniorentheater Mülheimer Spätlese das Thema Jugendgewalt auf die Bühne bringt

Nach dem Mammutprojekt Reichtum des Alters wollte das Theater Mülheimer Spätlese mal etwas auf die Bühne bringen, das nichts mit Alter zu tun hat. Bei der Themenfindung mit Regisseur und Theaterleiter Eckhard Friedl kamen die Senior-Schauspieler auf das Thema Jugendgewalt.

Das war noch vor dem Amoklauf von Winnenden und bevor der 50-jährige Dominik Brunner an einer Münchener S-Bahnstation von jugendlichen Gewalttätern tot geprügelt wurde, weil er Kinder vor deren gewalttätigen Übegriffen schützen wollte.

Die aktuellen Ereignisse waren zwar nicht Auslöser für das Spätlese-Stück Tage danach, haben aber den kollektiven Schreibprozess nachhaltig beeinflusst, wie Friedl und seine Schauspieler einräumen. Ausgangspunkt der Diskussion im Ensemble waren die Fragen: Warum werden Jugendliche gewalttätig? Und: Was macht Jugendgewalt mit uns und unserer Gesellschaft?
Bis Mai wurde an Tage danach geschrieben. (Probenfoto: Walter Schernstein) Seit August wird es im Theaterstudio II an der Von-Bock-Stra…

Öffentlichkeit für ein Tabuthema: Am St. Marien-Hospital diskutierte man jetzt über Gewalt in der Psychiatrie

Psychiatrie? Um Gottes Willen! Das ist doch ein Randthema. Meint man und irrt. Denn die Europäische Kommission hat festgestellt, dass 27 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union mindestens einmal in ihrem Leben psychisch erkranken. Schon heute sind psychische Störungen die Hauptursache für Frühverrentungen und Minderung der Erwerbsfähigkeit.
Trotzdem. Psychiatrie bleibt ein Tabuthema, zumal wenn es um Gewalterfahrungen in der Psychiatrie geht. Dennoch fasste man jetzt am St. Marien-Hospital im Rahmen einer Aktuellen Medizinischen Stunde genau dieses heiße Eisen an. Den Anstoß dazu hatte die Redaktion der Patientenzeitschrift "Datt is irre" geliefert, die der Gewalt in der Psychiatrie eine ganze Ausgabe gewidmet hatte. Die Patientenzeitschrift besteht seit 16 Jahren und wird von den Caritas Sozialdiensten betreut. Ihre Redaktion trifft sich montags um 15 Uhr im Katholischen Stadthaus an der Althofstraße 8.

Neben Redaktionsmitgliedern gehörten auch Patienten und Angehör…

Vom Besuch in einer anderen Arbeitswelt, von der man auf dem Ersten Arbeitsmarkt viel lernen könnte

Ein Wohngebiet mit vielen neuen Häusern. Eine Gärtnerei erwartet man hier eigentlich nicht. Doch an der Boverstraße 21 steht sie. Vor dem Eingang fallen zwei dekorative Adventsgestecke auf, die liebevoll auf Tischen drapiert sind. Und am Wegesrand warten Tannenzweige in einer Schubkarre auf ihre weitere Verwendung. Es weihnachtet sehr an der Boverstraße, in der Gärtnerei der Fliedner-Stiftung.

Kein Wunder. Denn bis zum gestrigen Fliedner-Wintermarkt am Selbecker Mühlenhof mussten auch die letzten der gut 150 Adventskränze und Gestecke fertig sein, die die 15 Mitarbeiter der Gärtnerei in den letzten vier Wochen gebunden, gesteckt und mit viel Liebe zum Detail geschmückt haben. Neben Tannengrün und Kerzen sieht man überall schmuckes Holzgeäst, Sterne, Glaskugeln oder auch kleine, getrocknete Orangenstücke, die jedem Adventskranz zur Zierde gereichen. Im kleinen Kassen- und Ausstellungsraum steht Stammkundin Petra Grün. Der Name passt und ist nicht erfunden. „Es ist einfach nett und nicht…

Katholische Frauen aus Dümpten packen an und ein für bedürftige Kinder in Rumänien

Im Pfarrsaal von St. Barbara sieht es am Montag dieser Woche nach einer Mischung aus Umzug und Weihnachtsbescherung aus. Dort häufen sich Säcke mit Bettwäsche, Kinderspielzeug und Kleidung. Sogar ein Fahrrad ist zu sehen, das 40 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft von St. Barbara (KFD) und ihre männlichen Helfer reisefertig machen. Was in Dümpten nicht mehr gebraucht wird, wird in Peciu Nou, in der westrumänischen Diözese Temesvar, dringend erwartet.
Dort betreut die Caritas mit finanzieller Hilfe aus Deutschland und Östereich etwa 70 Kinder in einer Tagessstätte und in Pflegefamilien, die entweder gar keine Eltern mehr haben oder aus sozial schwachen Elternhäusern kommen. „Vielen Familien fehlt das Geld für das Nötigste", weiß Christel Wentzel, die die Packaktion koordiniert. 1300 gut gefüllte Kartons werden am Sonntag per Lastwagen die 1700 Kilometer weite Fahrt nach Peciu Nou antreten. Die Sachspenden der Dümptener und die Kooperation mit der Rumänienhilfe des Oberhausen…

Vor 40 Jahre wurde Heinz Hager zum Oberbürgermeister gewählt: Generationswechsel und Aufbruch in die Moderne

Von so einem Ergebnis kann ein Oberbürgermeister nur träumen. Erst bekommt seine Partei bei den Kommunalwahlen 54 Prozent und dann wird er im Rat der Stadt mit 50 von 51 Stimmen ins Amt gewählt. Genau dieses Erfolgserlebnis wird Heinz Hager am 20. November 1969 zuteil.Es sind schöne Zeiten für Sozialdemokraten, wie Hager, vor 40 Jahren. In Mülheim ist die Mehrheit seiner Partei unangefochten. Und im Bund ist mit Willy Brandt erstmals ein Sozialdemokrat zum Kanzler gewählt worden. Sein Motto: Wir wollen mehr Demokratie wagen. und: Wir schaffen das moderne Deutschland.

Hager selbst wird erst als Oberbürgermeister und später (ab 1974) als Oberstadtdirektor zur Personifizierung des modernen Mülheim. Bis 1992 wird er die Geschicke der Stadt maßgeblich lenken und beeinflussen. Viel von dem, was in seiner Ära auf den Weg gebracht wird, prägt das Bild Mülheims bis heute. Der Stadtbahnbau, die Errichtung des Rhein-Ruhr-Zentrums, die Fußgängerzone auf der Schloßstraße, der Hans-Böckler-Platz mit…

Knut Binnewerg: Vom Bezirksbürgermeister zum Schiedsmann

Blumen für die Nachfolgerin: Knut Binnewerg gratulierte seiner Amtsnachfolgerin Heike Rechlin-Wrede zu ihrer Wahl in der Bezirksvertretung 2. Fotos und Text: Thomas EmonsNein, im Ruhestand ist der 60-jährige Hauptschullehrer Knut Binnewerg noch nicht. Doch ein bisschen dürfte er sich jetzt so fühlen. Denn der Styrumer Sozialdemokrat hat nach 25 Jahren sein Mandat in der Bezirksvertretung 2 aufgegeben.
In den letzten zehn Jahren war er als Bezirksbürgermeister für die nördlichen Rechtsruhr-Stadtteile Styrum, Dümpten und Winkhausen zuständig. Da war sein Terminkalender gut gefüllt mit BV- und Fraktionssitzungen, Ortsterminen, Bürgersprechstunden, Stadtviertelkonferenzen oder Planungswerkstätten. „Es hat trotzdem Spaß gemacht und auch etwas gebracht", sagt Binnewerg in der Rückschau auf seine Zeit als Stadtteilpolitiker. Mit Genugtuung sieht er, dass die Bezirksvertretungen sich im Laufe der Jahre immer mehr Rechte erkämpft haben und in manchen stadtteilpolitisch relevanten Fragen – …

Quo vadis CDU? Ein Handwerksmeister spricht über das politische Handwerk seiner Partei

Nach einer verheerenden Wahlniederlage versucht sich die CDU neu aufzustellen. Gestern Abend erst führte der Parteivorstand dazu eine Stategiedebatte. Die Frage ist; Was sollte die CDU als Volkspartei ausmachen und was erwarten die Bürger von ihr? Darüber sprach ich mit Franz Püll. Der 82-jährige Handwerksmeister und Vater von Bürgermeister Markus Püll trat vor 40 Jahren der CDU bei. Von 1975 bis '90 gehörte er dem Stadtrat und von 1980 bis '95 dem Landtag an.

Warum sind Sie 1969 in die CDU eingetreten?
Ich habe mich damals für die Volkspartei CDU entschieden, weil sie die Heimat des Mittelstandes war. Außerdem hat mich Ludwig Erhard als Garant der Sozialen Marktwirtschaft beeindruckt. Die Vertretung von Mittelstandsinteressen in Verbindung mit der katholischen Soziallehre waren letztlich für mich das entscheidende Kriterium, der CDU beizutreten.
Warum waren Sie damals für die CDU interessant?
Ich war damals Landesinnungsmeister meines Berufsverbandes. Und wir haben die Mittelstan…

Vom Wandel eines Wahrzeichens: Das Rathaus und seine Baugeschichte

Für stattliche 40 Millionen Euro sanieren und modernisieren Stadt und SWB seit Oktober das Rathaus. 2011 soll alles in neuem/altem Glanz erstrahlen. Da passte es gut in die Zeit, dass die Historikerin Monika von Alemann-Schwartz, der Einladung des Stadtarchivs folgend, im Rahmen der Vortragsreihe zur Mülheimer Geschichte die Baugeschichte des Rathauses beleuchtete. Bedenken und Eingaben gegen ein großes Bauprojekt, das machte Alemann-Schwartz deutlich, gab es auch vor fast 100 Jahren, als sich die frischgebackene Großstadt Mülheim, die soeben die 100 000-Einwohner-Grenze überschritten hatte, ein repräsentatives Rathaus im neoklassizistischen Stil bauen wollte.

Dass es seinerzeit auch Bedenken gegen den Rathaus-Bau gab, war verständlich, wenn man sich die von Alemann-Schwartz präsentierten Ansichten der heutigen Friedrich-Ebert-Straße vor Augen führt. Die zentrale Straße, die vor dem Ersten Weltkrieg noch Notweg hieß und später in Hindenburgstraße umbenannt wurde, machte mit vielen klei…

Wie aktuell ist der Volkstrauertag?

Heute ist Volkstrauertag. Auch in Mülheim wurde mit Gedenkreden und Kranzniederlegungen der Kriegstoten gedacht. Was mir am Mahnmal für die NS-Opfer im Luisental und bei der Kundgebung am Mahnmal des unbekannten Soldaten am alten Friedhof auffiel, war die Tatsache, dass die Mehrheit der Bürger, die sich Zeit für die Erinnerung an die dunklen Kapitel unserer Geschichte nahmen, der Generation 50 und 60 Plus angehörten.

Hinzu kam, dass die Kundgebung am alten Friedhof von vermummten Jugendlichen gestört wurde, die mit einem Transparent und lauten Zwischenrufen: "Gegen die Verherrlichung von Vernichtungskrieg und die Leugnung des Holocausts. Nieder mit Deutschland. Nie wieder Deutschland. Nie wieder Antisemitismus." und "Für Kommunismus" forderten. In ihren Gedenkreden fanden Stadtdechant Michael Janßen und Bürgermeister Markus Püll allerdings Worte, die deutlich machten, dass die Jugendlichen den Volkstrauertag, der 1919 vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge ins…

Mit gutem Ton für gute Taten: Vor 50 Jahren hatte die Schildberger Sing und Spielschar ihren ersten Auftritt: Über 10.000 weitere sollten folgen

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt.” Auch dieses Volkslied dürfte die Schildberger Sing- und Spielschar bei einem ihrer über 10 000 Auftritte intoniert haben.

Dass dem Chor, den er vor 50 Jahren ins Leben rief und dann fast 40 Jahre leiten sollte, Gottes Gunst erfuhr, steht für den ehemaligen Lehrer und Rektor der Schildbergschule, Hans-Georg Pappe, außer Frage. Dankbar erinnert sich der heute 74-jährige an die zahlreichen Auslandskonzerte, die seinen Chor zum Beispiel nach Japan und Brasilien, aber auch nach Italien oder in die USA, Kanada und nach Australien führte und immer wieder auch heil zurück nach Mülheim. Auch dafür wollen die ehemaligen Schildberger heute in St. Barbara am Schildberg Danke sagen oder besser singen. Denn sicher wird in dem Gottesdienst in der Dümptener Pfarrkirche beginnt auch noch einmal der Schildberger Sound zu hören sein.

Was als Schulchor mit Volks- und Wanderliedern begann, wurde später mit modernen geistlichen Liedern …

Wer suchet, der findet die Kultur in Mülheim

Wer Mülheim kennt, weiß: Hier gibt es viele kulturelle Angebote. Doch wie sich zurechtfinden im Dickicht der lokalen Kultur. Wo und wann kann man Ausstellungen, Theateraufführungen oder Konzerte besuchen? Wo findet man einen guten und preiswerten Gitarren- oder Ballettunterricht für den Nachwuchs? Welche Künstler öffnen wann und wo ihre Ateliers für Kunstinteressierte?
Solche und ähnliche Fragen beantwortet jetzt die städtische Suchmaschine http://www.kulturfinden.de/, die von der für kulturelle Bildung zuständigen VHS-Mitarbeiterin Nicole Linau betreut wird. Schon jetzt haben 140 Kulturanbieter und Kunstschaffende ihre Internetseite in diese Suchmaschine eingestellt. Kultur suchen und finden kann man hier sowohl mit gezielten Suchbegriffen als auch über einen Terminkalender.
Augenomen werden nicht nur städtische, sondern auch private Kulturanbieter. Das versteht Kulturdezernent Peter Vermeulen als Förderung der Kulturwirtschaft und als zusätzlichen Bürgerservice. Denn nach einer Erhebu…

Energie sparen und Arbeitsplätze schaffen: Die neuen Energiesparhelfer der Caritas

Umwelt- und Klimaschutz können Arbeitsplätze schaffen. Die Caritas und die Mülheimer Initiative für Klimaschutz machen die Probe aufs Exempel.

Die Caritas hat jetzt fünf ehemalige Arbeitslose zu Energiesparhelfern ausgebildet, die in dieser Woche ihren Dienst antreten. Ihre Aufgabe: Sie helfen Arbeitslosengeld-II-Empfängern und Menschen, die im Alter auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, ihr knappes Budget durch Energiesparen zu schonen. "Es ist schön, wenn man Menschen helfen kann, die das gleiche Los haben, Geld zu sparen", sagt der gelernte Installateur, ehemalige Arbeitslose und jetzt zertifizierte Energiesparhelfer Harald Fell (59) über seine neue Aufgabe.
Zusammen mit seinen Kollegen wird Fell Ratsuchenden zeigen, wie man zum Beispiel durch den Verzicht auf Standby-Schaltungen, den Einsatz von Energiesparlampen und abschaltbaren Steckdosenleisten oder auch durch eine sinnvolle Begrenzung des Badespaßes spürbar Geld einsparen kann. Dieser Beratungsservice wird fü…

Seit gestern ist Mülheim närrisch und wird von Prinz Markus I. (Uferkamp) regiert

Gestern abend wurde aus dem 39-jährigen Geschäftsführer der Firma Top-Team Gerüstbau, Markus Uferkamp, Prinz Markus I. Denn Gegen 20.30 Uhr wurde er in der Stadthalle zum närrischen Regenten proklamiert und zeigte mit einem Prinzen-Orden aus Marzipan, dass auch die Narretei durch den Magen geht. In einem Gespräch mit mirbeantwortete der vom Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval nominierte und in der KG Blau Weiß aktive Prinz einige Fragen wider den tierischen Ernst.

Wie haben Sie sich auf Ihre Prinzenrolle vorbereitet?
Darauf muss man sich nicht großartig vorbereiten. Man muss nur Humor mitbringen. Und der muss aus dem Herzen kommen. Alles andere wäre schließlich gekünstelt.

Was können Politiker von närrischen Regenten lernen?
Vor allem den Humor und das positive Denken und die damit verbundene Fähigkeit, Menschen zu erfreuen, so dass diese zumindest für einige Stunden ihre Sorgen getrost vergessen können.

Worüber kann sich ein Karnevalsprinz närrisch ärgern?
Wer, wie ich, den entsprechend…

Wenn der Hoppeditz die Kommunalpolitik aufs Korn nimmt

Karneval braucht starke Kerle. Das zeigt sich am Freitagabend im Broicher Pfarrsaal an der Ulmenallee. Vier blau-weiße Vorstandsmänner mit Muskeln hiefen eine Tonne auf die Bühne, die es in sich hatte und sich bei genauerem Hinsehen als Mölmsch-Fass entpuppt.
Dem Fass entsteigt der offensichtlich noch schläfrige Hoppeditz der Karnevalsgesellschaft Blau Weiß. Im richtigen Leben heißt er Thomas Straßmann, ist Industriemeister bei einem großen Autokonzern und in seinem Ehrenamt Vorsitzender und Präsident der Gesellschaft.

„Hallo ihr durchgeknallten Jecken. Wie könnt ihr mich denn jetzt schon wecken”, giftet der Hoppeditz sein närrisches Publikum an. Kein Wunder. Wir sind ja noch vor dem 11.11. Doch der Hoppeditz tut trotzdem seine Pflicht und enttäuscht seine Fans niicht. Mit Charme und Witz nimmt er alles aufs Korn, was sich in Mülheim politisch bewegt.

„Ruhrbania ist immer noch ein Streitthema”, stellt Hoppeditz Straßmann fest: „Sagen die einen: Wir machen das so. Sagen die anderen: Die I…

Von der Kunst der Büttenrede und warum der Karneval gerade in Krisenzeiten Spaß machen kann

In Mülheim ist der Hoppeditz Frühaufsteher. Der erste erwachte jetzt in Person von Blau-Weiß-Präsident Thomas Straßmann bei der KG Blau Weiß im Herz-Jesu-Pfarrsaal an der Ulmenallee in Broich. Ich fragte ihn nach Karneval in Krisenzeiten und nach der Kunst der Büttenrede.

Sind Krisenzeiten gute Zeiten für den Karneval, weil man viel aufs Korn nehmen kann und die Leute dringend lachen wollen?
Straßmann: Ich denke schon, dass das so ist. Wir haben auch früher schwierige Zeiten gehabt, aber vielleicht nicht so krass, wie jetzt. Man merkt, dass die Leute gerne kommen, weil sie andere Gedanken in den Kopf bekommen und abschalten wollen.

An welchen Themen kommen Sie als Hoppeditz diesmal auf keinen Fall vorbei?
Straßmann: In Mülheim komme ich natürlich an der Fachhochschule nicht vorbei. Den Bahnhof habe ich auch dabei. Ruhrbania werde ich noch mal kurz streifen, ebenso wie die Kommunal- und Bundestagswahlen sowie die Krise an sich.
Was lässt sich leichter aufs Korn nehmen, lokale oder überregio…

Als ganz Deutschland swingte oder: Wie der Mülheimer Jazzmusiker Manfred Mons den Tag des Mauerfalls und der Deutschen Einheit erlebte

9. November 1989. Manfred Mons und seine Freunde von der Ruhr-River-Jazzband spielen im Grünen Gewölbe von Dresden. Ihr Auftritt wurde bereits ein Jahr zuvor vereinbart, als die Band aus Mülheim beim Dresdner Dixieland-Festival zu Gast war.

Die Anreise war, wie damals üblich, nervenaufreibend. „An der deutsch-deutschen Grenze mussten wir zweieinhalb Stunden warten. Da haben wir das ganze Programm erlebt. Die DDR-Grenzer schauten in jedes Instrument”, erinnert sich Mons an die Anreise.
Doch die Jazzmusik überwindet alle Grenzen und Schickanen. Das Konzert der Ruhr-River-Jazzer in Dresden kommt gut an. Doch dann kommt plötzlich jemand in den Saal und sagt, dass die Mauer offen sei und die Reisfreiheit unverzüglich in Kraft trete. „Da konnten wir unser Konzert vergessen. Die Leute sind sich spontan um den Hals gefallen und sind raus auf die Straße. Alle wollten zur Grenze”, erinnert sich Mons.

Am Tag darauf folgen die Mülheimer Jazzer einer Einladung der Papa-Binnes-Jazz-Band und spielen im…

Alte Schule: Wiedersehen in Stadtmitte machte Freude

Ein Jahrzehnt nach den Styrumer Volksschülern (siehe unten) wurden die gut 40 Realschülerinnen aus ihrer Schule an der Oberstraße entlassen, an der sie sich jetzt wiedertrafen. "Der Geräuschpegel ist genauso wie heute", scherzte Rekor Gebhard Lürig, der die Damen, die sich viel zu erzählen hatten, durch ihre alte Schule führte.
Da wurden bei den Klassenkameradinnen Erinnerungen wach, zum Beispiel an die strenge Schulleiterin Frau Dr. Sinemus, die ihre Schülerinnen damals weder im modischen Petticoat noch auf der Schloßstraße beim Eis schlecken sehen wollte, an den Näh- und Hauswirtschaftsunterricht, an die Geschichtsstunden, in denen das Dritte Reich nicht vorkam oder an den Deutschlehrer Dr. Schröder, der im I. Weltkrieg ein Bein verloren hatte und die Schülerinnen immer wieder mit seinem profunden Allgemeinwissen beeindruckte.
In den 50er Jahren wurden Mädchen und Jungen an der heutigen Realschule Stadtmitte noch strikt getrennt unterrichtet. Nur in der Tanzstunde oder mit h…

Alte Schule: Wiedersehen in Styrum machte Freude

Das hat man selten. Wenn sich ehemalige Mitschüler 60 Jahre nach ihrer Entlassung in den Ernst des Lebens treffen, ist ihr alter Lehrer meistens nicht mehr mit dabei. Bei den 25 ehemaligen Volksschülern von der Augustastraße, die sich jetzt in der Styrumer Bahnhofsgaststätte trafen, war genau das aber der Fall. Und wer dem 83-jährigen Alt-Lehrer Heinz Steeger und seinen ehemaligen Schülern bei ihrem Wiedersehen zuhörte, merkte sofort: Da stimmt die Chemie auch 60 Jahre nach der gemeinsamen Schulzeit. Für Steeger war es damals die erste Klasse, die er nach seiner Ausbildung an der Pädagogischen Akademie Kettwig übernahm.
"Die Schüler wurden damals strenger erzogen und sie waren bescheidener", erinnert sich Steeger und weiß, dass es seine heute aktiven Kollegen wesentlich schwerer haben. "Geblieben", so der pensionierte Pädagoge, "ist aber die Herausforderung, den Unterricht so interessant zu gestalten, dass einem die Schüler zuhören." Vor 60 Jahren gehörten…

Kunst und Kafee in Styrum: Malbar und Friedns zu Gast in der Feldmancafeteria

Noch heute und morgen gibt es eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, nämlich in der Styrumer Feldmanncafeteria an der Augustastraße die Kunstwerke von Malbar und Friends zu entdecken. Malbar und Friends: Das sind Gabriele Lahno, Klaus Hesselmann und ihre Malkursteilnehmer Sabine Hilbich, Monika Schmid-Rittmann, Monika Kulvietis, Michaela Knümann, Jutta Sander und Beate Schmid. Ob mit einem Kaffee-Ensemble, einer fotorealistisch gemalten Momentaufnahme aus dem nächtlichen Nahverkehr, einem Seeblick-Strandpanorama oder einem Gruppenbild mit rauchenden Damen, die den Tag totschlagen: Passend zum Ausstellungsraum inspieren die Bilder und Collagen, made by Malbar und Friends zum wohltuenden Müßiggang. Ihr Betrachter darf die Seele baumeln lassen. Gearbeitet wurde mit satter Acryl- oder Ölfarbe, die mit trockenem Pinsel auf die Leinwand oder auch auf Holz aufgebracht wurde. Die Collagen überraschen mit erstaunlichen Materialkombinationen von Spachtelmasse über Lappen un…

Mülheims Katholiken haben an diesem Wochenende die Wahl

An diesem Wochenende haben Mülheims Katholiken die Wahl. Gemeinderäte und Kirchenvorstände sind neu zu besetzen. Gewählt wird jeweils vor und nach den Gottesdiensten. Von rund 60 000 Katholiken sind 43 641 wahlberechtigt. 16 Mitglieder für den Kirchenvorstand Die Kirchenvorstände werden auf der Pfarreiebene, also für St. Mariae Geburt, St. Mariae Himmelfahrt und St. Barbara gewählt. Sie bestehen aus jeweils 16 Mitgliedern, wobei die Pfarrer als „geborener" Vorsitzender des Kirchenvorstandes amtieren. Die Kirchenvorstände werden für die Dauer von sechs Jahren gewählt, wobei jeweils nach drei Jahren die Hälfte der Mandate ausläuft und neugewählt werden muss, um Kontinuität und Wandel sicherzustellen. Der Kirchenvorstand ist für alle Personal,- Finanz- und Liegenschaftsfragen der Pfarrgemeinde zuständig. Die Mandatszahl in den Gemeinderäten schwankt, je nach Anzahl der Gemeindemitglieder zwischen acht und zwölf. Die Gemeinderäte werden, wie das Wort sagt, auf Gemeindeebene, also für …

Zwischen Beruf und Berufung: Ein Porträt der Künstlerin Barbara Schöttle zu den Tagen der offenen Ateliers

Für die Malerin Barbara Schöttle ist die Kunst nicht nur schön. Sie ist lebensnotwendig. Für die 49-Jährige ist ihre Kunst Beruf und Berufung. Sie ist eine von 24 Mülheimer Künstlern, die ihre Ateliers am 7. und 8. November für kunstinteressierte Besucher öffnen werden.
Das harte Brot der Kunst hält die Malerin Barbara Schöttle und ihre Künstlerkollegen nicht davon ab, ihre Berufung zu leben, um sich auszudrücken und Anstöße zu geben. Für Schöttle ist die Kunst nicht nur schön. Sie ist lebensnotwendig. Für die 49-Jährige ist ihre Kunst Beruf und Berufung. Sie ist eine von 24 Künstlern, die ihre Ateliers am 7. und 8. November für kunstinteressierte Besucher öffnen werden.

Es ist für Schöttle und ihre Kollegen aus der aktuell 67 Mitglieder zählenden Arbeitsgemeinschaft eine besonders gute Gelegenheit, das zu bekommen, was des Künstlers Brot ist: der Kontakt zu Menschen, die sich für ihre Kunst interessieren und unter Umständen sogar bereit sind, diese zu kaufen.

Letzteres ist, das gibt Sch…

Die Frau hinter den Herbstblättern: Ein Gespräch mit Claudia vom Felde

Herbstblätter – das ist in Mülheim nicht nur ein Naturphänomen, sondern auch ein Literaturereignis, das noch bis zum 20. November Lesepublikum und Autoren zusammenbringt. Ist die Literaturreihe der Stadtbücherei eine Erfolgsgeschichte und wie funktioniert sie? Ich sprach mit ihrer Macherin Claudia vom Felde.

Warum muss die Stadtbücherei eine Literaturreihe auf die Beine stellen? Es gibt doch auch Buchhandlungen, die Autoren zur Lesung einladen. Wir haben als Stadtbücherei jeden Tag mit Literaturvermittlung zu tun. Da sind wir der erste Anlaufpunkt in der Stadt. Und deshalb sind wir auch für eine literarische Veranstaltungsreihe sicher die geeignetste Adresse.
Was ist der Mehrwert der Herbstblätter?Was kann diese Literaturreihe bewirken?
Wenn Autoren persönlich ihre eigenen Bücher vorstellen, bekommt Literatur eine ganz andere Wirkung. Den Autor eines Buches leibhaftig vor sich zu sehen, ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Es eröffnet einen ganz anderen Blickwinkel auf die Literatur,…

Alle guten Dinge sind drei. Bezirksvertretung 3 wählt Gerhard Allzeit wieder zum Bezirksbürgermeister für Mülheim links der Ruhr

Kurz und schmerzlos wurde am Freitagnachmittag der amtierende Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Linksruhr, Gerhard Allzeit, (Foto) für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Eine Listenverbindung von CDU, SPD und FDP machte nicht nur die Wahl des Christdemokraten, sondern auch die seiner beiden Stellvertreter Heinz-Dieter Zeitnitz (SPD) und Wolf Rüdiger Deichsel-Otterbeck (FDP) möglich.

Der gemeinsame Wahlvorschlag von Sozial,- Christ- und Freidemokraten erhielt in der gehemein Verhältniswahl 17 von 19 Stimmen. Der nach 1994, 1999 und 2004 wiedergewählte Bezirksbürgermeister Allzeit (75) eröffnete die konstituierende Sitzung der für Saarn, Broich, Speldorf, Mintard und Selbeck zuständigen Bezirksvertretung 3 auch als Altersvorsitzender. Da er sich in dieser Funktion nicht in sein Amt als Bezirksbürgermeister selbst einführen konnte, delegierte er diese Aufgabe kurzerhand an den Bezirksvertreter Rudolf Klüppel von der CDU. Allzeit, der der BV 3 bereits seit 1984 angehört, appel…

Was ist heute noch heilig: Eine zeitlos aktuelle Allerheiligen-Umfrage unter bekannten Bürgern unserer Stadt

Heilig!? "Um Gottes Willen", mag mancher bei diesem Begriff denken und sich fragen: "Was ist (uns) heute überhaupt noch heilig?" Deshalb fragte ich am Vorabend von Allerheiligen bekannte Mülheimer danach, was ihnen heilig ist und wo ihnen Menschen begegnen, die mit ihrem Handeln zumindest einen Hauch von Heiligkeit ausstrahlen.

Dem Pfarrer von St. Barbara Manfred von Schwartzenberg sind "keine Sachen, sondern Menschen heilig". Ihnen zu zeigen, "wer sie sind", nämlich "von Gott geliebt und ausgestattet mit Wert und Würde"ist für ihn die wichtigste Aufgabe der Kirche. "Menschen, die es verstehen, in komplizierten Situationen, etwa bei einem Todesfall, einfühlsam mit anderen Menschen umzugehen oder auch Streit zu schlichten", empfindet er, wenn nicht als heilig, so doch als "begnadet".

Heilig ist dem evangelischen Superintendet Helmut Hitzbleck , "alles, was Gott geschaffen hat". Und so sieht er überall dort he…