Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Dezember, 2013 angezeigt.

Eine frohe Botschaft von der Basis: Was dürfen wir heute noch glauben und hoffen? Warum der Seelsorger Michael Clemens die Zukunft seiner Kirche überhaupt nicht pessimistisch sieht und seinen Mitchristen an der Ruhr deshalb Mut machen will

Die Kirche ändert sich und das nicht unbedingt zum Schlechteren. Das meint zumindest Pastor Michael Clemens. Der 64-Jährige Theologe, der 1981 zum Priester geweiht wurde, leitet als Seelsorger mit St. Engelbert in Mülheim-Eppinghofen seit 20 Jahren eine im besten Sinne multikulturelle Gemeinde, in der 5600 Menschen aus fast 100 Nationen zu Hause sind. Er blickt trotz Säkularisierung und Kirchenaustritten keineswegs pessimistisch in die Zukunft der Kirche an der Ruhr. Denn er glaubt an die erneuernde Kraft der Gemeindebasis und sagt deshalb selbstbewusst: Wir haben keinen Grund uns als Christen bange zu machen und ängstlich zu sein

??? Viele Menschen empfinden die Advents- und Weihnachtszeit als stressig, obwohl sie doch besinnlich sein sollte. Können Sie das nachvollziehen?

!!! Ja, natürlich. Wir haben jede Woche spezielle Adventsgottesdienste und treffen uns donnerstags zur Komplet. Auch die Sonntagsgottesdienste müssen auf den Advent abgestimmt werden. Und jede Gruppe in der Gemeind…

Ein handfestes Geschenk: Warum Bücher auch im digitalen Zeitalter gefragt bleiben

Was schenken Sie Ihren Lieben zu Weihnachten? Ein Buch? Wenn ja, dann liegen Sie voll im Trend. Denn das gute alte Buch in seiner klassisch gedruckten Form, ist immer noch ein Bestseller, wenn es um Weihnachtsgeschenke geht. Das bestätigen örtliche Buchhändler.

„Das ist schon enorm, was in diesen Tagen an Bücherstapeln über den Tisch geht“, sagt Michael Fehst  von Buchhandlung am Löhberg. Seine Kollegin Gabriele Laucke von der Buchhandlung Röder an der Leineweberstraße schätzt, dass die Zahl der verkauften Bücher vor Weihnachten um bis zu 50 Prozent ansteigt. Und ihre Kollegin Birgitta Lange von der Saarner Buchhandlung Hiberath und Lange formuliert es so: „Obwohl der November und Dezember nur ein Sechstel des Jahres bildet, machen wir in diesen Monaten ein Viertel unseres Jahresumsatzes. Wo sonst vielleicht nur 100 Kunden am Tag kommen, sind es kurz vor Weihnachten auch schon mal 500 oder 600.“
Was fasziniert Menschen im digitalen Zeitalters am gedruckten Buch? „Es ist einfach schön …

Rückblick: Er war Amerikas unerfüllte Hoffung: Vor 50 Jahren wurde mit John F. Kennedy der erste katholische Präsident der USA ermordet

Er ist der erste und bisher einzige Katholik, der zum Präsidenten der USA gewählt worden ist. "Ich glaube an ein Amerika mit einer absoluten Trennung von Kirche und Staat. Ich glaube an ein Amerika, das offiziell weder katholisch, protestantisch noch jüdisch ist Schließlich glaube ich an ein Amerika, in der religiöse Intoleranz eines Tages beendet wird," sagt er vor seiner Wahl im Jahr 1960 bei einer Pastorenkonferenz im texanischen Houston. Drei Jahre später endet seine Präsidentschaft nach nur 1036 Tagen am 22. November 1963 mit den Schüssen des mutmaßlichen Attentäters Lee Harvey Oswald im texanischen Dallas.

Ob der 1939 in New Orleans geborene Marxist und Castro-Unterstützer Oswald, der zwischenzeitlich in der Sowjetunion gelebt hat, ein Einzeltäter war, wie es die von Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson eingesetzte Untersuchungskommission in ihrem 1964 veröffentlichten Bericht festgestellt hat, ist bis heute umstritten. Auch spätere Untersuchungen des Staatsanwaltes J…

John F. Kennedy als Parlametarier auf dem Capitol Hill: Ein Beitrag zum 50. Jahrestag der Ermordung des 35. US-Präsidenten

Als Präsident, dessen 1036 Tage im Weißen Haus, mit seiner Ermordung am 22. November 1963 auf tragische Weise endeten, so ist John F. Kennedy in die Geschichte eingegangen. Der Streit darüber, ob sein mutmaßlicher Mörder Lee Harvey Oswald ein Einzeltäter oder Teil einer Verschwörung war, scheidet bis heute die Geister der Gelehrten und historischen Spekulanten. Seine Amtszeit, die am 20. Januar 1961 auf den Stufen des Capitols mit der ambitionierten Aufforderung begann: „Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, frag, was du für dein Land tun kannst“, bildete mit den Krisen in Berlin und Kuba den Höhepunkt des Kalten Krieges und setzte mit dem erst nach Kennedys Tod vom Kongress verabschiedeten Bürgerrechtsgesetz einen Meilenstein der amerikanischen Geschichte.
Doch bevor der damals 43-jährige John F. Kennedy nach einem der knappsten Wahlsiege der amerikanischen Geschichte auf den Stufen des Capitols seinen Amtseid als 35. Präsident der USA ablegte, hatte er bereits 14 Jahre als Par…

Menschlichkeit schenken: Warum wir nicht nur zur Adventszeit private Hilfsbereitschaft brauchen, obwohl wir doch in einem vermeintlich reichen Sozialstaat leben: Ein Gespräch mit der Sozialmanagerin Monika Schick-Jöres von den Caritas Sozialdiensten

Im Vorfeld der jetzt abgeschlossenen Wunschbaumaktion von NRZ und Caritas sprach ich im Auftrag der NRZ-Redaktion mit der zuständigen Projektleiterin der Caritas, Monika Schick-Jöres warum wir auch in einem vermeintlich reichen Sozialstaat private Mildtätigkeit brauchen.

Frage: Warum sollte man einen Wunschzettel vom Wunschbaum pflücken und Päckchen packen?

Antwort: Weil das zu einer menschlicheren Stadt beiträgt. Und wenn man sich mit seiner Stadt verbunden fühlt, dann hat man hier die Möglichkeit, selbst für etwas mehr Mitmenschlichkeit zu sorgen, zumal, wenn man weiß, dass es im Leben nicht immer gerecht zugeht und viele Menschen auch unverschuldet in Not geraten.

Frage: Warum hat das auch in einem Sozialstaat Sinn, in dem es Sozialleistungen für Hilfsbedürftige gibt?

Antwort: Natürlich gibt es Sozialleistungen, die das Überleben der Bedürftigen sichern. Und wir spüren bei den Menschen und Familien, die wir als Caritas mit unserer Hilfe und Beratung begleiten, auch eine große Dankb…

Auch auf dem Mülheimer Arbeitsmarkt geht die Konjunktur an den Langzeitarbeitslosen vorbei: Nicht jeder, der sucht, findet auch einen Arbeitsplatz

Ein Land, zwei Welten. Das Statistische Bundesamt meldet einen Rekordstand von über 42 Millionen Beschäftigten (+ 0,6 Prozent) und Rekordsteuereinnahmen von 39 Milliarden Euro (+ 3,7 Prozent). Gleichzeitig weisen die Wohlfahrtsverbände in ihrem ersten Arbeitslosenreport für NRW darauf hin, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen an Rhein und Ruhr seit 2009 um 25 Prozent auf jetzt 323?000 angestiegen ist.

Auch in Mülheim (siehe Kasten) ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen angestiegen. Doch den Vorwurf der Wohlfahrtsverbände, die Agenturen und Jobcenter hätten die Langzeitarbeitslosen nicht ausreichend im Blick und kümmerten sich vor allem um leichter zu vermittelnde Arbeitssuchende, lässt die stellvertretende Leiterin der Sozialagentur, Jennifer Neubauer, für Mülheim nicht gelten und verweist in diesem Zusammenhang auf aktuelle Vermittlungsquoten von über 20 Prozent.

Mit Hilfe der allerdings in den vergangenen Jahren reduzierten Fördermittel des Bundes und der Europäischen Union finanz…

Kalenderblatt. Vor 50 Jahren erhält der Direktor des Mülheimer Max-Planck-Institutes für Kohlenforschung, Karl Ziegler, den Nobelpreis für Chemie

„In Professor Zieglers Arbeiten liegt etwas Revolutionäres", titelt die Mülheimer NRZ in ihrer Ausgabe vom 11. Dezember 1963. Am Tag zuvor hat der schwedische König Gustaf VI. Adolf dem Leiter des Mülheimer Max-Planck-Institutes für Kohlenforschung, Karl Ziegler, im Stockholmer Konzerthaus den Chemie-Nobelpreis überreicht, den sich Zielgler mit seinem italienischen Kollegen Giulio Natta teilt.

Tatsächlich hat die Forschungsarbeit des Chemie-Professors, der das heutige Max-Planck-Institut für Kohlenforschung von 1943 bis 1969 leitete, unsere moderne Welt revolutioniert. Der nach Ziegler und Natta benannte Katalysator ermöglicht die Massenproduktion von Polyethylenen und Polypropylenen. Er schafft damit die Grundlage für eine industrielle Kunststoffproduktion, die bis zur scheinbar banalen Plastiktüte unseren gesamten Alltag durchzieht. Bis heute leisten die finanziellen Erträge der Zieglerschen Forschungsarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Max-Planck-Institutes …