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Es werden Posts vom Februar, 2017 angezeigt.

Für die mölmschen Jecken ließ Petrus beim Rosenmontagszug die Sonne scheinen

Das nennt man Narrenglück. Während des Rosenmontagszuges schien die Sonne. Allerdings mussten sich die rund 35.000 Jecken am und im Zug warm anziehen. Denn es wehte ein strenger Wind, der das Werfen der Kamelle nicht gerade leichter machte. Doch der Regen setzte erst nach dem Zug ein, als der Präsident des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval, Heiner Jansen und Zugleiter Ulrich Pütz mit Vertretern der 13 Karnevalsgesellschaften und Einsatzkräften von Polizei, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Vollmer-Gruppe im Stadthallen-Restaurant eine Bilanz des närrischen Treibens zog. Sowohl für Jansen, als auch für Pütz war es nach 17 Jahren als Präsident und Zugleiter der letzte Rosenmontagszug in ihrer Regie. Die beste Nachricht des Tages lautete von allen Seiten: „Keine besonderen Vorkommnisse. Es ist friedlich geblieben. Nur der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Martin Meier, musste von zwei verletzten Personen berichten, die wegen eines umgeknickten Fußes und einer Nasen-Verletzu…

Geburtstagsfeier mit Schlumpfine: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und 370 Jecken zelebrieren im Altenhofdie Prunksitzung der vor 70 Jahren gegründeten Karnevalsgesellschaft Blau Weiß

Bei der KG Blau Weiß kommt die Stimmung im Saal so sicher wie das Amen in der Kirche. Das zeigte sich auch bei der 70. Prunksitzung, die die Blau Weißen um ihren auch diesmal singenden Präsidenten Thomas Straßmann am Samstagabend mit 370 kostümierten Jecken im ausverkauften Altenhof an der Kaiserstraße feierten.

Für die Stimmung im Saal, der bei jedem Karnevalsschlager als Publikumschor mit einstieg, sorgten nicht nur die tanzenden und singenden Eigengewächse der Jubiläumsgesellschaft. Auch karnevalistische Exportschlager, die aus dem Rheinland und aus Bayern in den Altenhof gekommen waren, hatten die Lacher und den Beifall der Narren auf ihrer Seite. Das galt für Bauchredner Perry Paul und seine Plüschkollegen ebenso wie für den Knallkopf Markus Krebs und die männlichen Tanzbienen aus Neunkirchen-Seelscheid. Für die Tanzbienen, die eindrucksvoll das Vorurteil der männlichen Tanzmuffelei widerlegten, zündete das Publikum kurz vor Mitternacht sogar eine Saalrakete.



Im Dickic…

So gesehen; Närrische Farbenlehre

Horst Seehofer hätte seinen Spaß gehabt. Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, ganz in Blau und Weiß. Man hätte sie eher bei den Roten Funken vermutet. Doch der Karneval hat eigenen Gesetze. Deshalb fühlt sich der Chef der FDP-Fraktion, Peter Beitz, bei eben jenen Roten Funken wohl, obwohl er parteipolitisch eher blau und gelb oder Magenta bevorzugt. So macht es der Karneval möglich, dass der „schwarze“ Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Hüßelbeck von der CDU und die „rote“ Ministerpräsidentin blau-weiße Geschwister im närrischen Geiste sind, während der Liberale Beitz und sein sozialdemokratischer Ratskollege Johannes Terkatz bei den Roten Funken gemeinsame Sache machen. Ein Schlumpf, der Böses dabei denkt. Doch wie sagte jetzt Stadtprinz Klaus I. am Freitagabend in der Stadthalle: „Im Karneval und vor Gott sind alle gleich!“ Recht hat er: Denn im Karneval wie in der Politik geht es manchmal wie auf einem Narrenschiff zu, eben wie im richtigen Leben…

Kirche trifft Karneval in St. Engelber und im Gemeindesaal von Herz Jesu:: Eine fromme und fröhliche Sonntagspartie

Dass Frohsinn und Frohe Botschaft zwei Seiten der gleichen Medaille sind, zeigte sich am vergangenen Sonntag, als die Karnevalisten in St. Engelbert ihre närrische Festmesse feierten. Anschließend lud die aus der Kolpingfamilie Broich-Speldorf hervorgegangene Karnevalsgesellschaft Blau Weiß im Gemeindesaal von Herz Jesu an der Ulmenallee zu ihrem Jubiläumsempfang. „1947 hatten die Menschen nicht viel zu lachen angesichts der Not und der harten Wiederaufbauarbeit, die geleistet werden musste. Dennoch nahmen sich die Kolpingbrüder damals ein Herz und gründeten eine Karnevalsabteilung, damit die Menschen wenigstens für einige Stunden im Karneval die Sorgen des Alltags vergessen konnten“, blickte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf das Gründungsjahr der zweitältesten und derzeit 250 Mitglieder zählenden Gesellschaft Mülheims. Kraft selbst, ist, ebenso wie der Bezirksbürgermeister Hans-Josef Hüßelbeck, Mitglied und Ehrensenator der Blau Weissen. „Haben wir auch in …

Gelungener Start in die Tollen Tage: Gut 200 Närrinnen und Narren kamen gestern zum Rathaussturm der Möhnen. Oberbürgermeister Ulrich Scholten hatte beim Wettkampf um die Stadtschlüssel keine Chance

Wer hätte das gedacht? Oberbürgermeister Ulrich Scholten kann sehr gut tanzen. Stimmungsschlager wie „Komm, hol das Lasso raus“ oder „Schenk mir heute nacht dein ganzes Herz“ lieferten den Rhythmus, bei dem auch ein OB mit muss. „Der Hüftschwung unseres Oberbürgermeisters war schon beeindruckend“, lobte Obermöhne Elli Schott. Dennoch gaben die Möhnen Scholten beim Tanzwettkampf keine Chance. Wenn es um die Eroberung der Stadtschlüssel geht, verstehen die Tollitäten und ihr Narrenvolk keinen Spaß.

Um 11.41 Uhr war der OB seine Stadtschlüssel los. Seine Entmachtung und anschließende Dienstverpflichtung als Straßenbahnschaffner nahm Scholten gelassen. „Ich dachte, ihr Möhnen wolltet mich verwöhnen. Stattdessen seid ihr ganz keck und meine Stadtschlüssel sind weg. Jetzt muss ich arbeiten in einem neuen Revier. Ob ich das kann? Aber wenn ihr es mir zutraut, dann nix, wie ran!“ Damit er als Straßenbahnschaffner auch aufnehmen kann, wo die Fahrgäste der Schuh drückt, hängten die …

So gesehen: Närrischer Nahverkehr

Eigentlich sind wir ja schon mitten drin. Aber gestern wurde ich ausgerechnet bei einer Straßenbahnfahrt nach Styrum daran erinnert, dass es jetzt ernst wird mit dem Frohsinn.

Denn ausgerechnet das Stempelgerät zur Entwertung der Fahrkarten war mit einer farbenfrohen Luftschlange geschmückt. Meine damit verbundene Hoffnung, dass die Straßenbahnen während der tollen Tage nicht im üblichen 15,- sondern im 11-Minuten-Takt (pünktlich) kommen könnten und gleichzeitig auf alle Fahrkarten des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr 11 Prozent Rabatt gegeben würde, wurde vom Straßenbahnfahrer als Karnevalsscherz abgetan.

Vielleicht können Stadtprinzessin Kerstin und Stadtprinz Klaus, die ja heute das Rathaus stürmen und die Stadtschlüssel erobern werden, etwas nachhelfen, wenn sie ab 11.11 Uhr oder etwas später (Wir sind im Nahverkehr an größere Verspätungen gewöhnt) an der Macht sein werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass die stürmischen Wetterprognosen dem lustigsten und schönsten Nahverkehr der…

Drei Fragen an Stadtprinzssin Kerstin Schatke: Spaß ja, aber nicht auf Kosten anderer

Frage:  Heute führen Sie um 11.11 Uhr den Rathaussturm der Möhnen an. Was würden Sie tun, wenn Sie die Macht in Stadt und Land hätten?

Antwort: Mehr interessante Räume und Plätze schaffen, an denen sich Jugendliche treffen und ihre Freizeit gestalten können, ohne dafür Geld mitbringen zu müssen. Außerdem würde ich den Rosenmontag zum staatlichen Feiertag erklären.

Frage:  Was können Männer nicht nur im Karneval von Frauen lernen?

Antwort: Rückwärts einzuparken, auf plumpe Anmache zu verzichten und etwas diplomatischer und feinfühliger mit ihren Mitmenschen umzugehen.

Frage:  Worüber können Sie lachen und worüber nicht?

Antwort: Lachen kann ich über die Tollpatschigkeiten des Alltags. Nicht lachen kann ich über die auch auf Facebook verbreiteten Gehässigkeiten und Witze auf Kosten anderer Menschen.

Dieser Text erschien am 23. Februar 2017 in der NRZ und in der WAZ

Kinderprinzen geben närrischen Einstand auf der Bühne: Bei ihrer Proklamation legen die kleinen Tollitäten eine tolle Tanzshow aufs Parkett: Rund 250 Jecken feiern mit

„Wir haben ein Jahr lang trainiert. Das war ganz schön anstrengend, vor allem für mich, als dem einzigen Mann unter fünf Frauen“, sagt Kinderprinz Jannis. Damit hat der Zwölfjährige die Lacher und den Applaus der rund 250 Jecken im Dümptener Autohaus Extra am Sonntagnachmittag auf seiner Seite.

Dass sich das Training mit den Damen gelohnt hat, zeigen Jannis und seine Powerfrauen, allen voran Kinderprinzessin Selina (11). Zusammen mit seinen beiden Paginnen Jonelle (9) und Paulina (12) lässt das Kinderprinzenpaar mit seiner tollen und choreographisch anspruchsvollen Tanzshow alle Narrenherzen höher schlagen. Nicht nur ihre blau-weiße Fankurve ist begeistert.

„Gemeinsam werden wir die Säle rocken und den Leuten zeigen, was der Mülheimer Karneval ist und kann“, gratuliert Stadtprinz Klaus seinen jungen Regentschaftskollegen zur gelungenen Premiere.

Doch die Kindertollitäten aus der Jubiläumsgesellschaft Blau Weiß, die 2017 ihr 70-jähriges Bestehen feiert, sind nicht nur gekommen…

Von der Hermann-Göring- zur Mendener Brücke: Ein Zeitsprung

Heute betrachten wir die Mendener Brücke und springen zurück in die frühen 60er Jahre. Ein Foto aus dem Privatarchiv des 1934 geborenen Saarners Alfons Oberdiek macht es möglich. Oberdiek  war bis zu seiner Pensionierung Mitarbeiter des städtischen Vermessungsamtes.

Auf dem historischen Foto sehen wir das Gebäude dr damaligen Stadtgärtnerei, eine Straßenabsperrung und einen Menschenauflauf an der Mendener Brücke.  „Das Foto wurde am 16. August 1960 aufgenommen“, erkennt der 1938 geborene Mülheimer Walter Neuhoff.

Damals übergaben Oberbürgermeister Heinrich Thöne und Oberstadtdirektor Bernhard Witthaus die (ab Februar 1960) für 2,6 Millionen D-Mark neu ausgebaute Brücke ihrer Bestimmung. Das Projekt, das dem zunehmenden Autoverkehr zwischen Düsseldorf, Mülheim und Essen geschuldet war, war umstritten.
Denn der Brücken-  und Fahrbahnerweiterung, mussten private Grundstücke und Wohnhäuser geopfert werden. Familien mussten umgesiedelt und Entschädigungen von insgesamt 700 000 Mark gezahlt we…

Prinzenproklamation macht Stadthalle zur Narrenhochburg 350 Jecken lassen sich von der Tanzshow und dem närrischen Regierungsprogramm der Tollitäten begeistern

Stadtprinz Klaus I. (Groth) startete am Freitagabend mit Prinzessin Kerstin I. (Schatke), Hofmarschall Norbert Hütte und seinen beiden Paginnen Melissa Müller und Joyce Meißner lehrbuchreif die Sessionsreise ins Land der Narretei.

„Nach diesem tollen Auftakt können wir uns wohl auf eine ausgelassene und fröhliche Fünfte Jahreszeit freuen“, sagte Bürgermeisterin Margarete Wietelmann mit Blick auf die 200 Karnevalsauftritte der Tollitäten. Nicht nur die Bürgermeisterin konnte schon mal mitschreiben, als Prinz Klaus und Prinzessin Kerstin mit ihren elf Proklamations-Paragrafen deutlich machten, wohin die Reise bis Aschermittwoch gehen wird.

Oberbürgermeister Ulrich Scholten soll die Rathaus-Mitarbeiter schriftlich auffordern, an Weiberfastnacht kostümiert zum Rathaussturm zu erscheinen und unter der Führung der Tollitäten die längste Polonaise der Stadtgeschichte zu starten.

Alle Karnevalisten werden verpflichtet, bei der Proklamation der Kindertollitäten dem Kinderprinzenpaar …

Die „Lachenden Herzen“ waren auch bei ihrer 47. Neuauflage ein Publikumsmagnet

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Das beherzigten auch die mehr als 1000 reifen Jecken, die gestern Nachmittag den Weg zur Seniorensitzung im Theatersaal der Stadthalle gefunden hatten. Die Rentner Willi und Ernst hatten ebenso die Lacher auf ihrer Seite wie der „Komische Heilige“ aus Köln, als sie die Zipperlein des Alters auf die Schippe nahmen:

„Ich habe meinen Hausarzt gefragt, warum ich nach dem Sex immer ein Pfeifen im Ohr höre. Darauf meinte mein Arzt: Erwarten Sie etwa Beifall!“ Oder: „Schau mal Willi, die Dame in der ersten Reihe lächelt mich so interessiert an. Vielleicht betreibt die Dame einen Pflegedienst und will dich als Kunden gewinnen.“

Auch Prinz Klaus und Prinzessin Kerstin konnten herzlich über sich selbst lachen, als sie Sitzungspräsident Heino Passmann durch den Kakao zog: „Eigentlich wollten die Beiden bei ihrer Tanzshow auch noch eine Hebefigur präsentieren. Aber die Kerstin hat den Klaus nicht hoch bekommen.“ Dabei sorgten die kleinen wie die große…

Prinzenpaar besucht Flüchtlingskinder: Tollitäten lesen an der Holzstraße vor und laden ihre kleinen Zuhörer zum Rosenmontagszug ein

Wisst Ihr, wer ich bin?“ fragt Prinz Klaus I., als er mit seiner Prinzessin Kerstin I., seiner Pagin Joyce und seinem Hofmarschall Norbert Hütte den Gemeinschaftscontainer der von den Johannitern betriebenen Flüchtlingsunterkunft an der Holzstraße betritt. 20 Flüchtlingskinder haben es sich auf Turnmatten gemütlich gemacht und schauen gespannt, auf die Tollitäten, die ihnen an diesem Nachmittag aus dem Bilderbuch über den „Maulwurf, dem ein Haufen auf den Kopf gemacht wurde“ vorlesen.

„Du bist der Karnevalsprinz“, weiß ein Junge, der offensichtlich von Kristina Dos Santos Strauß gut vorbereitet worden ist. „Wir hatten hier schon die ehemalige Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld für eine Vorlesestunde zu Gast. Warum sollen nicht auch mal Prinz und Prinzessin vorbeikommen“, sagt die Erzieherin und aktive Karnevalistin, die sich mit ihren Kollegen im Dienste der Johanniter Unfallhilfe hauptberuflich um die 67 Flüchtlingskinder kümmert, die an der Holzstraße mit ihren Eltern …

Traditionsgesellschaft mit Zukunft: Die familiäre Mükage wurde vor 80 Jahren aus der Taufe gehoben.Die Mülheimer Karnevalsgesellschaft hat für jede Generation etwas zu bieten

Die Mükage, die im Unionssaal an der Neustadtstraße ihren Kinderkarneval und ihren Närrischen Hausfrauennachmittag feiert, wurde im Februar 1937 von Willi Enaux und jecken Mitstreitern in der Saarner Gaststätte Rosendahl aus der Taufe gehoben. Damit ist sie die älteste existierende Karnevalsgesellschaft der Stadt.

Romina Weisbender (24) und Sabrina Uding (34), beide in der 30-köpfigen Tanzgarde aktiv, gehören zu den jungen Gesichtern der aktuell 120 Mitglieder zählenden Gesellschaft.

„Wir sind eine sehr familiäre Gesellschaft, die sich im Um- und Aufbruch befindet“, sagen die beiden Frauen der Ersten Großen Mülheimer Karnevalsgesellschaft.

Die Tanzgarden und die Müttergarde gehören zu den Aktivposten der Gesellschaft. „Menschen, die gerne tanzen, auf der Bühne stehen oder einfach nur gesellig mit anderen zusammen feiern und aktiv sein wollen, sind bei uns willkommen“, sagt Sabrina Uding, die zusammen mit Jennifer Begall und Nadine Ossmann den Trainerinnenstab der Gesellschaf…

Der Vermittler und Türöffner: Rüdiger Simon bringt als Betriebsakquisiteur der Sozialagentur Arbeitgeber und Menschen zusammen, die nach langer Job-Pause wieder arbeiten wollen: Für beide Seiten ist das eine große Chance

Heute ist ein besonders guter Tag für Rüdiger Simon. Denn er fährt er zu einem Arbeitgeber, der eine seiner Klientinnen einstellen wird. Ihr erster Arbeitstag steht unmittelbar bevor. Der Betriebsakquisiteur der Sozialagentur vermittelt Langzeitarbeitslose ohne abgeschlossene Berufsausbildung auf den ersten Arbeitsmarkt. Eine herausfordernde Arbeit. „Ein toller Job, weil ich 100-prozentig von meiner Aufgabe überzeugt bin“, sagt der studierte Sozialwissenschaftler. Was ihn an seiner Arbeit sehr zufriedenstellt, ist die Tatsache, „dass ich die Menschen dort abholen kann, wo sie stehen. Ich brauche ihnen keine Stelle aufs Auge zu drücken, die gerade frei ist. Ich spreche stattdessen mit ihnen über ihre persönlichen Stärken, darüber, was sie gerne machen und was sie gerne machen würden, was sie sich zutrauen.“ Mit diesen Gesprächsinformationen ausgestattet, machen sich Rüdiger Simon und sein Kollege Sandrino Sabiu auf den Weg. Sie suchen Betriebe und Berufe, die zu ihren Bewe…

So gesehen: Gefühlte Jahreszeiten

Gestern Mittag hatte ich ein Gefühl, wie Weihnachten. Und das aus gutem Grund. Denn nach dem Mittagessen tischte mir Mutter einen Christstollen auf. „Haben wir denn nicht schon bald Ostern?“ fragte ich verwirrt. „Deshalb, ja. Der Stollen kommt aus dem Frosterfach und muss jetzt mal weg“, klärte mich Mutter auf. Sie kommt aus der Kriegsgeneration, die aus guten Gründen keine Lebensmittel wegwerfen kann, die noch genießbar sind. Also Augen zu und rein. Und siehe da, der Christstollen aus der Kühlung hatte sich gut gehalten und vermittelte ein Geschmackserlebnis zwischen Stuten und Rosinenbrot. Viel besser kann es bei einem Osterfrühstück auch nicht schmecken. Und bei genauerem Hinschauen, könnte man im Christstollen auch ein Osterlamm erkennen. Im Leben ist eben alles eine Frage der eigenen Interpretation und Perspektive. Das musste ich auch erkennen, als ich nach dem Mittagessen, winterlich gekleidet, zu einem Stadtrundgang aufbrach und dabei einen jungen Mann sah, der in J…

So gesehen: Entspannt durchs närrische Leben

Meine Damen. Aus gegebenem Anlass komme ich heute auf meine Glosse von gestern zurück. Denn heute (siehe Stadtteil) lädt die MüKaGe in Styrum zu ihrem Närrischen Hausfrauennachmittag ein. Sie können, müssen sich aber nicht als Hausfrauen begreifen, um im Alltag manchmal närrisch zu werden, wenn Mann und Kinder selbiges bereits zu sein scheinen.

Spätestens dann empfiehlt sich eine närrische Auszeit, in der man das, was einem im Alltag den letzten Nerv raubt, mal so richtig auslachen kann. Ohne dem Programm der MüKaGe-Müttergarde vorweggreifen zu wollen, darf sich Frau darauf freuen, dass sie, wie im richtigen Leben, der einen oder anderen Witzfigur begegnen wird, die dafür sorgt, dass vor allem die männlichen Nervensägen ihr verdientes Fett wegbekommen.

Denn medizinische Studien zeigen: Lachen ist gesund, weil es Stress abbaut, das Immunsystem stärkt, den Blutdruck senkt, die Durchblutung fördert, die Muskulatur trainiert und, aufgepasst, attraktiver macht. Denn wer entspann…

Vom Jobs zum Laternenanzünder und von Edeka zum Mülheimer Wohnungsbau: Ein Zeitsprung in der Stadtmitte

Erst vor wenigen Tagen hat NRZ-Leser Gerd Wilhelm Scholl via Internet die hier zu sehende Ansichtskarte aus dem Jahr 1963 erstanden.

„Damals war ich 19 und die Friedrichstraße mit Rücksicht auf den Autoverkehr begradigt worden. Die Wohngebäude in der Bildmitte waren noch neu und die Ladenlokale in ihrem Erdgeschoss noch nicht besetzt“, erinnert sich Scholl.

Dort, wo wir heute auf einem kleinen gepflasterten Platz den 2006 von der Mülheimer Energiedienstleistungsgesellschaft aufgestellten Laternenanzünder sehen, stand 1963 noch die Jobs-Statue, die erst 2005 auf ihren alten Platz auf einem neuen Brunnen an der Petrikirche zurückkehren sollte. Dem inzwischen nicht mehr existierenden Verein der Altstadtfreunde um Horst van Emmerich sei Dank. „Wo heute die Firmenzentrale der Mülheimer Wohnungsbaugenossenschaft MWB steht, konnte man damals bei Edeka Hardenberg Lebensmittel einkaufen. Gleich daneben befand sich Fahrrad Zenz. Und in dem Haus, in dem heute die Schuldnerberatung der Arbeiterwohl…

So gesehen; Heiliger Valentin, hilf!

Heute gibt es ja für alles einen Tag. Warum also nicht auch für die Liebe. Am heutigen Valentinstag wird des heiligen römischen Priesters Valentin gedacht, der im dritten Jahrhundert seinen Kopf verlor, weil er sich über das Verbot des römischen Kaisers hinwegsetzte und Liebespaare nach christlichem Ritus vermählte.

Das passt, zugegeben nur im übertragenen Sinn, zu der Erfahrung vieler Verliebter, die in ihrem emotionalen Ausnahmezustand den Kopf verlieren.

Manche genießen diesen Zustand als ihr persönliches Happy End. Doch so manche enttäuschte Liebe führt im Laufe der Zeit zu der bitteren Erkenntnis: „Verliebt, verlobt, verraten und verkauft.“
Schon Kurt Tucholsky spottete: „Drum wird beim Happy End meist abgeblend’!“ Und manche Ehefrau, die ihre Gatten anfangs euphorisch präsentiert: „Darf ich Ihnen meinen Mann vorstellen!“, wird in späteren Ehejahren vielleicht zu der Gesprächseröffnung neigen: „Stellen Sie sich mal vor. Das ist mein Mann!“ Doch ohne Mann und Frau als zwei Seiten der…

So gesehen: Wenn Er und Sie einkaufen

Wer einkaufen geht, weiß, dass Männer und Frau unterschiedlich einkaufen. Bei ihm dürfen Bockwurst und Bierchen auf keinen Fall fehlen. Sie sorgt dafür, dass Obst und Gemüse in den Einkaufswagen kommen.

Konsensfähig und geschlechtsneutral sind Schokolade und Knabberzeug aller Art. Bei Zeiten etwas zu vernaschen, macht Männern und Frauen also gleichermaßen Freude. Das lässt hoffen, nicht nur auf einen friedlichen und stressfreien Einkauf. „Ein paar Vitamine müssen sein, mein Schatz!“, sagte die Dame vor mir, ehe sie diverses Grünzeug auf das Kassenband warf und ihrem skeptisch dreinschauenden Mann, der seine Wurstpakete schon abgeworfen hatte, einen Kuss gab.

Frauen können ja so überzeugend sein. Küssen ist bekanntlich gesundheitsfördernd und der beste Vitaminstoß für die Seele. Allerdings wissen wir Männer schon seit Adam und Eva: So manches Früchtchen schmeckt süß, hat aber einen bitteren Nachgeschmack. Und deshalb decken wir uns vorsorglich immer wieder mit deftigen und he…

So gesehen: Ein Apfel kommt selten allein

Ich bin kein Kostverächter. Man sieht es mir an. Doch an manchen Tagen frage ich mich, was ich denn heute für mein leibliches Wohl tun soll. Soll ich meiner Fleischeslust nachgeben oder mit Obst und Gemüse mein Ernährungsgewissen beruhigen?

Kein Heißhunger, der mich treibt oder ein kulinarischer Geistesblitz, der meinen Appetit anregen könnte. Da hilft nur der Küchenmeister Zufall.

Wie schön, dass ein Kollege Geburtstag hat und zur Feier des Tages selbstgebackenen Apfelkuchen mitgebracht hat. Eine Tasse Kaffee spuckt die Kaffeemaschine der Redaktion auch noch aus. Herrlich. Doch jetzt fehlt noch etwas Herzhaftes.

Doch meine Mutter überrascht mich daheim mit Apfelpfannkuchen und einer Tasse Kaffee dazu. Na, ja. Doppelt gemoppelt hält besser. Und am späten Nachmittag steht überraschend der Vater vor der Tür. „Ich wollte mal auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen. Den Apfelkuchen habe ich gleich mitgebracht“, flötet er und ist maßlos enttäuscht, dass bei mir keine rechte Euphorie …

So gesehen: Nächste Haltestelle Menschlichkeit

Auch in modernen Niederflurbahnen, die eigentlich sehr geräumig sind, kann es manchmal eng werden, wenn, wie gestern eine Frau mit Fahrrad, eine mit einem kleinen Einkaufswagen, eine mit Kinderwagen und eine mit Rollator zur gleichen Zeit durch die gleiche Schiebetür in die gleiche Straßenbahn einsteigen wollen.

Die Interessenkollision der gleichberechtigten Fahrgäste war unausweichlich. Doch nach einem ersten Anflug der Verwirrung und des Unwillens, sahen die Damen ein, dass sie so nicht weiterkamen.

Die Dame mit dem Einkaufswagen, half der Dame mit dem Rollator beim Einstieg. Währenddessen zog sich die Radfahrerin in den Mittelgang zurück. Und die Mutter mit dem Kinderwagen spurtete zur nächsten Schiebetür, die von einem mitdenkenden Herrn blockiert wurde, damit auch der Nachwuchs noch mitkam.

Wie schön, wenn man sieht, dass man gemeinsam ans Ziel kommt und der Generationenvertrag noch nicht aufgekündigt worden ist, allen Unkenrufen zum Trotz.

Dieser Text erschien am 1. Debr…

So gesehen: Das weibliche Einkaufs-Gen

Es ist unser Schicksal, dass wir als Männer immer den Frauen hinterher laufen müssen. Das wurde mir jetzt wieder vor Augen geführt, als ich über die Schloßstraße meiner Wege ging. Da sah ich vor mir einen großen Mann, der einer kleinen Frau hinterher lief, sie aber kaum einholen konnte.

Die kleine Frau, es war offensichtlich seine Tochter, die ihn mit ihrer Flucht nach vorne, Sie ahnen es schon, meine Herren, in das nächstbeste Geschäft hineinlockte, in dem es vor lauter schönen und supergünstigen Dingen, die man einkaufen kann, aber nicht unbedingt einkaufen muss, nur so wimmelt.

Ich bin mir aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrung 100-prozentig sicher, dass dieser strapazierte Vater, „bleib stehen Leonie“, eine vergleichbare Erfahrung auch schon als Ehemann gemacht hat, als er sich darauf einließ, mit seiner Ehefrau einkaufen zu gehen.

Sicher wollte Sie für ihn nur mal ein neues Jackett und für sich selbst ein neues Paar Schuhe kaufen. Und dann, Stunden später, EC-Karten sin…

Als in Mülheim der erste Bus abfuhr: Ein Zeitsprung an der Schloßstraße

Mit einem Foto aus dem Stadtarchiv schauen wir auf die Schloßstraße und den Viktoriaplatz im Jahr 1946. Heute blicken wir dort auf den Synagogenplatz und den Wochenmarkt. Links sehen wir das Medienhaus und ein Geschäftshaus, das früher ein Modehaus und heute einen Optiker beherbergt. Rechts sehen wir die Ausläufer des Schloss-Centers und eines Drogeriemarktes. 1946 waren auch der damalige Viktoriaplatz und die Schloßstraße von den Zerstörungen des  2. Weltkrieges gezeichnet. Wo sich heute das Medienhaus befindet, wurde damals die im Februar 1945 durch eine Luftmine stark beschädigte Stadtsparkasse wieder instand gesetzt. Die Mitarbeiter der Stadtsparkasse hatten damals im Rathaus und in der Deutschen Bank an der Wallstraße ein Arbeitsasyl gefunden. Im November 1947 konnten sie wieder in die 1909 am Viktoriaplatz eröffnete Sparkasse zurückkehren. An der linken Ecke Schloßstraße/Viktoriaplatz hatte die Stadtbildstelle ihren Sitz.

Die Schloßstraße war eine Hauptverkehrsstraße, auf der ab …

Frohsinn trifft Frohe Botschaft: Eindrücke von der Karnevalsmesse in St. Engelbert und vom Geburtstagsfest der KG Blau Weiß im Gemeindehaus von Herz Jesu

Dass Frohsinn und Frohe Botschaft zwei Seiten der gleichen Medaille sind, zeigte sich am 22. Januar, als die Karnevalisten in St. Engelbert ihre närrische Festmesse feierten. Anschließend lud die aus der Kolpingfamilie Broich-Speldorf hervorgegangene  Karnevalsgesellschaft Blau Weiß im Gemeindesaal von Herz Jesu an der Ulmenallee zu ihrem Jubiläumsempfang. „1947 hatten die Menschen nicht viel zu lachen angesichts der Not und der harten Wiederaufbauarbeit, die geleistet werden musste. Dennoch nahmen sich die Kolpingbrüder damals ein Herz und gründeten eine Karnevalsabteilung, damit die Menschen wenigstens für einige Stunden im Karneval die Sorgen des Alltags vergessen konnten“, blickte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf das Gründungsjahr der zweitältesten und derzeit 250 Mitglieder zählenden Gesellschaft Mülheims. Kraft selbst, ist, ebenso wie der Bezirksbürgermeister Hans-Josef Hüßelbeck, Mitglied und Ehrensenator der Blau Weissen. „Haben wir auch in Zukunft d…

Der Steuermann des Hafens: Dieter Schulten (54) sorgt als Leiter des städtischen Hafenbetriebes dafür, dass dort auf der Straße, auf der Schiene und auf dem Wasser alles glatt geht

Dieter Schulten wollte als kleiner Junge kein Lokomotivführer werden. Aber das Organisieren und die Technik haben ihn immer schon interessiert. Deshalb ist der heute 54-jährige Vater von zwei erwachsenen Töchtern als Hafenleiter und Leiter des dortigen Eisenbahnbetriebs genau am richtigen Platz. 

Über seine Arbeit, die er um 6.45 Uhr beginnt und irgendwann am frühen Abend beendet, sagt Schulten: „Ich sitze hier nicht nur an meinem Schreibtisch, um mit Kunden zu telefonieren, Materialbestellungen zu organisieren, unsere Dienstpläne zu stricken oder Abrechnungen zu erledigen, sondern ich bin auch regelmäßig auf dem 220 Hektar großen Hafengelände unterwegs. Meistens mit dem Auto, aber auch zu Fuß, und wenn ich Glück habe und eine unserer zwei Lokomotiven vorbeikommt, werde ich ein Stück des Weges auf der Schiene mit genommen.“

Er selbst hat keinen Lokführerschein, kennt sich aber mit Lok- und Gleistechnik aus, und ist sich als gelernter Betriebsschlosser im Schadensfall auch ni…

Der Karneval bleibt auf Kurs: In der Mitte seiner letzten präsidialen Session zieht Chefkarnevalist Heiner Jansen Bilanz und äußert sich auch über das Profil seines Nachfolgers

"Es wird nicht leichter. Aber wenn der Mülheimer Karneval die Qualität halten kann, die er jetzt erreicht hat, bin ich zufrieden“, sagt Heiner Jansen in seiner 17. Session als Präsident des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval. Ein Gespräch.

Frage: Ist der Karneval in Mülheim gut verankert?

Antwort: 1700 aktive Karnevalisten und 80 Ehrensenatoren aus allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen sprechen dafür. Im Vergleich mit den anderen Städten des Ruhrgebietes liegt der Mülheimer Karneval bei der Zahl seiner Ehrensenatoren an der Spitze. Das ist wichtig, damit Geld in die Kasse kommt, Türen geöffnet und neue Ideen entwickelt werden.

Antwort: Die ehemalige Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hat nicht umsonst gesagt, dass niemand in unserer Stadt so gut vernetzt ist, wie der Mülheimer Karneval. Auch die erfreuliche Existenz einer jetzt ökumenischen närrischen Festmesse und die Tatsache. dass Stadtdechant Michael Janßen und Pfarrer Michael Manz auf dem Ros…

Der ewige Kampf um Gerechtigkeit: Dr. Axel Smend erzählt, wie es war, als Sohn eines Widerstandskämpfers aufzuwachsen, und ermutigt Gymnasiasten, Verantwortung zu übernehmen

Die Fakten um den 1944 von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfer Günther Smend, der 1932 sein Abitur an der heutigen Otto-Pankok-Schule gemacht hat, sind bekannt seit ein Stolperstein vor seinem letzten Mülheimer Wohnsitz im Luisental 11 an ihn erinnert und der Arbeitskreis Stolpersteine seine Biografie erforscht hat.

Und doch hat es eine ganz neue, weil persönliche Dimension für die 250 Schüler, Lehrer und Eltern des Otto-Pankok-Gymnasiums, wenn Günther Smends Sohn Axel ihnen am 84. Jahrestag der Machtübernahme Hitlers vom Schicksal seines Vaters und seiner Familie berichtet. Dr. Axel Smend hielt einen bewegenden Vortrag.

Die 17- und 18-jährigen Zuhörer sind ihrem ehemaligen Mitschüler ganz nahe, wenn der 72-jährige Smend aus der Abiturrede zitiert, die sein Vater am 27. Februar 1932 gehalten hat: „Ich schließe nicht mit einem Hoch. Denn mit Pathos ist niemandem geholfen. Wir können uns nur durch die Tat dankbar erweisen. Doch wir können keine Tat versprechen, aber wir kö…

Als Dümpten noch eine eigenständige Landbürgermeisterei war: Ein Zeitsprung an der Mellinghofer Straße

Da, wo der Knüfen auf die Mellinghofer Straße stößt und heute eine Gaststätte und ein Wohnhaus stehen, stand Anfang des 20. Jahrhunderts das Rathaus, in dem Paul Beuther die von 1904 bis 1910 eigenständige Landbürgermeisterei Dümpten regierte.

Das Rathaus, das wir hier auf einer historischen Fotografie aus dem Stadtarchiv sehen, ist nicht zu verwechseln mit dem 1908 fertig gestellten Bürgermeisteramt, das  gegenüber an der Mellinghofer Straße/Ecke Paul-Beuther-Straße steht. Dort sind heute Außenstellen des Jugendamtes, der Polizei, der städtischen Seniorenberatung und  des Kommunalen Sozialen Dienstes untergebracht.

Zwischen 1998 und Ende 2015  beherbergte das alte Bürgermeisteramt auch eine ehrenamtlich betreute Bürgerbegegnungsstätte, die mangels Nachwuchs leider geschlossen werden musste. Erst kürzlich hat der Vorsitzende des aufgelösten Trägervereins, Horst Schiffmann, wie berichtet, das Rest des Vereinsvermögens (3700 Euro) satzungsgemäß an die Stadt und den Seniorenclub Dümpten üb…

Karnevalsfest im Fliednerdorf begeistert: Auch nach 25 Jahren ist der Spaß noch so groß wie beim ersten Mal: Mehrere Gesellschaften mit von der närrischen Partie

Im Fliedner-Rathaus wimmelte es nur so von Cowboys, Star-Wars-Kriegern und Clowns. „Ihr seid wirklich ein tolles Publikum“, schwärmt Stadtprinzessin Kerstin Schattke, nachdem sie mit ihren Tollitäten-Kollegen eine Tanzshow aufs Bühnenparkett gelegt hat.

Nicht nur die kleinen und großen Tollitäten begeistern die wunderschön kostümierten Bewohner des Fliednerdorfes. Auch die Musiker der Mölmschen Houltköpp und die Tanzgardistinnen der Röhrengarde bekommen für ihren närrischen Einsatz auf, vor und hinter der Bühne im karnevalistisch geschmückten Rathaussaal den Holz-Orden des Fliednerdorfes. „Die Bewohner haben die Holzorden in Form einer silber-blauen Krake innerhalb des letzten Monats hergestellt“, berichtet der Wohnbereichsleiter des Fliednerdorfes, Friedhelm Thissen. Mit seinen Kollegen Angela Eichmüller und Andreas Hesse schiebt er an diesem „Karnevalssonntag“ im Thekendienst und schenkt kräftig alkoholfreie Erfrischungsgetränke aus. Derweil tänzeln Betreuerinnen des Fli…