Mittwoch, 1. Februar 2017

Karnevalsfest im Fliednerdorf begeistert: Auch nach 25 Jahren ist der Spaß noch so groß wie beim ersten Mal: Mehrere Gesellschaften mit von der närrischen Partie

Mit dem Umzug durchs Dorf begann die große Party.
Im Fliedner-Rathaus wimmelte es nur so von Cowboys, Star-Wars-Kriegern und Clowns. „Ihr seid wirklich ein tolles Publikum“, schwärmt Stadtprinzessin Kerstin Schattke, nachdem sie mit ihren Tollitäten-Kollegen eine Tanzshow aufs Bühnenparkett gelegt hat.

Nicht nur die kleinen und großen Tollitäten begeistern die wunderschön kostümierten Bewohner des Fliednerdorfes. Auch die Musiker der Mölmschen Houltköpp und die Tanzgardistinnen der Röhrengarde bekommen für ihren närrischen Einsatz auf, vor und hinter der Bühne im karnevalistisch geschmückten Rathaussaal den Holz-Orden des Fliednerdorfes. „Die Bewohner haben die Holzorden in Form einer silber-blauen Krake innerhalb des letzten Monats hergestellt“, berichtet der Wohnbereichsleiter des Fliednerdorfes, Friedhelm Thissen. Mit seinen Kollegen Angela Eichmüller und Andreas Hesse schiebt er an diesem „Karnevalssonntag“ im Thekendienst und schenkt kräftig alkoholfreie Erfrischungsgetränke aus. Derweil tänzeln Betreuerinnen des Fliednerdorfes mit prall gefüllten Berliner-Ballen-Tabletts durch die wogende Menge. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, schmettert der singende Ex-Prinz Thomas Straßmann.

Eine bereits 25 Jahre anhaltende Liebe, nämlich die zwischen den Bewohnern des Fliednerdorfes und den Karnevalisten der Röhrengarde Silber-Blau, macht den stimmungsgeladenen Dorf-Karneval möglich, bei dem alle aus sich heraus gehen und schlicht das Leben feiern.

Dass auch befreundete Gesellschaften, wie die Houltköpp, die KG Düse oder Blau Weiß regelmäßig mit von der närrischen Partie sind, zeigt die Strahlkraft dieser besonderen Karnevalsveranstaltung. „Die Karnevalisten der Röhrengarde laden unsere Bewohner jedes Jahr zu ihrem Volkstümlichen Karnevalsfest in der Realschule Stadtmitte ein und sind auch außerhalb der Fünften Jahreszeit immer wieder für uns da“, freut sich Friedhelm Thissen.


Dieser Text erschien am 30. Januar 2016 in NRZ & WAZ

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