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Von der Hermann-Göring- zur Mendener Brücke: Ein Zeitsprung

Die Mendener Brücke anno 1960 und 2017

Heute betrachten wir die Mendener Brücke und springen zurück in die frühen 60er Jahre. Ein Foto aus dem Privatarchiv des 1934 geborenen Saarners Alfons Oberdiek macht es möglich. Oberdiek  war bis zu seiner Pensionierung Mitarbeiter des städtischen Vermessungsamtes.

Auf dem historischen Foto sehen wir das Gebäude dr damaligen Stadtgärtnerei, eine Straßenabsperrung und einen Menschenauflauf an der Mendener Brücke.  „Das Foto wurde am 16. August 1960 aufgenommen“, erkennt der 1938 geborene Mülheimer Walter Neuhoff.

Damals übergaben Oberbürgermeister Heinrich Thöne und Oberstadtdirektor Bernhard Witthaus die (ab Februar 1960) für 2,6 Millionen D-Mark neu ausgebaute Brücke ihrer Bestimmung. Das Projekt, das dem zunehmenden Autoverkehr zwischen Düsseldorf, Mülheim und Essen geschuldet war, war umstritten.
Denn der Brücken-  und Fahrbahnerweiterung, mussten private Grundstücke und Wohnhäuser geopfert werden. Familien mussten umgesiedelt und Entschädigungen von insgesamt 700 000 Mark gezahlt werden.

Als der Ausbau der neuen Mendener Brücke, die 1938 noch als Hermann-Göring-Brücke eröffnet worden war, in letzter Minute am Widerstand von Anliegern zu scheitern drohte, weil ihnen die angebotene Grundstückentschädigung von 2000 Mark nicht ausreichte, machte der Industrielle Hugo Stinnes junior den Weg für den neuen Brückenschlag zwischen Saarn und Holthausen frei, in dem er 5000 Mark aus seiner eigenen Schatulle als zusätzliche Entschädigung zahlte.

Dieser Text erschien am 20. Februar 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

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