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Vom Jobs zum Laternenanzünder und von Edeka zum Mülheimer Wohnungsbau: Ein Zeitsprung in der Stadtmitte

Ein Blick auf den heutigen Bereich zwischen Friedrich-Ebert-Straße,
Friedrichstraße und Bachstraße
Erst vor wenigen Tagen hat NRZ-Leser Gerd Wilhelm Scholl via Internet die hier zu sehende Ansichtskarte aus dem Jahr 1963 erstanden.

„Damals war ich 19 und die Friedrichstraße mit Rücksicht auf den Autoverkehr begradigt worden. Die Wohngebäude in der Bildmitte waren noch neu und die Ladenlokale in ihrem Erdgeschoss noch nicht besetzt“, erinnert sich Scholl.

Dort, wo wir heute auf einem kleinen gepflasterten Platz den 2006 von der Mülheimer Energiedienstleistungsgesellschaft aufgestellten Laternenanzünder sehen, stand 1963 noch die Jobs-Statue, die erst 2005 auf ihren alten Platz auf einem neuen Brunnen an der Petrikirche zurückkehren sollte. Dem inzwischen nicht mehr existierenden Verein der Altstadtfreunde um Horst van Emmerich sei Dank. „Wo heute die Firmenzentrale der Mülheimer Wohnungsbaugenossenschaft MWB steht, konnte man damals bei Edeka Hardenberg Lebensmittel einkaufen. Gleich daneben befand sich Fahrrad Zenz. Und in dem Haus, in dem heute die Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt sitzt, praktizierten damals Ärzte und ein Rechtsanwalt. Die Bier-Kneipe Törchen und ein Sanitätshaus waren nicht weit“, erzählt Scholl.

Heute findet man im Übergang zwischen Friedrich- und Friedrich-Ebert-Straße unter anderem das Ladenlokal der Flüchtlingsinitiative Willkommen in Mülheim. Geht man wieder etwas weiter in Richtung Bach- und Friedrichstraße, stößt man unter anderem auf ein Elektrofachgeschäft, auf Bausparkassen, auf eine Spiel- und ein Trinkhalle sowie auf ein Spracheninstitut und einen Bestatter. 

Dieser Text erschien am 13. Februar 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

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