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Es werden Posts vom Juni, 2011 angezeigt.

Seit 65 Jahren in der politischen Diaspora aktiv: Die CDU im Mülheimer Norden will nicht zur Ruhe kommen

Mit 65 Jahren geht man normalerweise in den Ruhestand. So alt ist jetzt auch der CDU-Ortsverband Nord. „Doch wir werden mit 65 nicht zur Ruhe kommen. Denn wir haben zwar viel unternommen, aber längst noch nicht alles erreicht. Und wir haben noch viel Energie“, sagte die Ortsverbandsvorsitzende und Ratsfrau Ursula Schröder am Freitag beim Geburtstagsfest im Gemeindehaus am Steigerweg. Künftig möchte sie den Ortsverband noch stärker als bisher für an einer Mitarbeit interessierte Bürger öffnen.



Schröder, die den Ortsverband Nord seit 2002 führt, macht sich keine Illusionen darüber, dass die Stadtteile Winkhausen, Eppinghofen, Papenbusch und Mellinghofen für die CDU eine politische Diaspora darstellen, die aus ihrer Perspektive "dunkelrot" ist. Dabei war der Norden in der Gründungsphase der CDU mit 91 "Aufnahmen" der mitgliederstärkste Ortsverband, der in der Spitze bis zu 140 Mitglieder zählte. "Wenn wir hier bei einer Wahl zwei oder drei Prozent dazu gewinnen, i…

In Dümpten will man sich nicht damit abfinden, dass die Grundschule an der Gathestraße geschlossen wird

Seit 140 Jahren lernen Kinder in der Schule an der Gathestraße. Eines von ihnen war die heutige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Doch wenn es nach den Vorschlägen der Schulverwaltung geht, sollen die Schuljahre an der Gathestraße gezählt sein. Die Dümptener Grundschule steht im Rahmen der kommunalen Bildungsentwicklungsplanung zur Disposition. Das letzte Wort hat der Rat. Nach der Sommerpause soll entschieden werden.Am Samstag meldeten sich Eltern der Gathestraße zu Wort.





Beim Sommerfest der Werbegemeinschaft WIK und des Dümptener Bürgervereins, das in diesem Jahr auf dem Schulhof an der Gathestraße stattfand, sammelten sie Unterschriften für den Erhalt der Schule. Innerhalb einer Stunde kamen 300 davon zusammen."Es wäre sehr schade, wenn diese Schule geschlossen würde. Dann könnten die Kinder nicht mehr gemeinsam zur Schule gehen, sondern müssten morgens zu einer anderen Schule gefahren und nachmittags wieder abgeholt werden. Damit würde ihnen eine wichtige Erfahrung für…

Rückblick: Als die Zillertalbahn vor 40 Jahren an die Ruhr kam, waren nicht nur die Mülheimer begeistert

Wie bekommt man Leute in die Stadt und macht Mülheim über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Das ist eine gute Frage, mit der sich heute nicht nur die Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft MST beschäftigt. Eine Antwort lautet: „Man muss Anziehungspunkte schaffen, die Menschen begeistern.“ Genau das tat man vor 40 Jahren, als der Mülheimer Verkehrsverein im Mai 1971 die Zillertalbahn für zwei Wochen ins Ruhrtal holte. Oberbürgermeister Heinz Hager, Oberstadtdirektor Heinz Heiderhoff, Hauptamtsleiter Kurt Wickrath und Presseamtsleiter Günter Ader stießen mit ihrer Idee nicht nur auf Zustimmung. Kritiker befürchten ein Zuschussgeschäft.

Doch die Eisenbahnfans im Rathaus setzten sich durch und stießen beim Freundeskreis der Zillertalbahn und dem Fremdenverkehrsverband des Zillertales mit ihrer Idee auf Gegenliebe.Die Ruhrstädter hofften auf eisenbahnbegeisterte Touristen aus ganz Nordrhein-Westfalen und die Zillertaler auf Touristen aus dem Ruhrgebiet. Beide Seiten werden nicht enttäusch…

Mit einem Kirchendialog suchen auch Mülheims Katholiken einen Ausweg aus der Krise ihrer Kirche

Nicht zuletzt nach den Missbrauchsfällen in ihren Reihen steckt die katholische Kirche in einer Krise. Viele Menschen verlassen die Kirche, auch deshalb, weil sie sich in ihr nicht mehr verstanden und aufgehoben fühlen. Im Dialog mit den katholischen Laien und allen interessierten Menschen wollen die Bischöfe mit einem Kirchendialog Wege aus der Krise suchen. Auch in Mülheim, wo in diesem Jahr über 230 Katholiken und Protestanten ihrer Kirche den Rücken gekehrt haben, wird dieser Dialog stattfinden, bei dem kein Thema ausgespart werden soll. Dazu laden der Mülheimer Katholikenrat und der Diözesanrat des Bistums Essen am 28. Juni um 19 Uhr in die Dümptener Barbarakirche (Foto) am Schildberg 84 ein. Die Veranstaltung wird von dem aus Mülheim stammenden Vorsitzenden des Diözesanrates, Luidger Wolterhoff, moderiert.





Ihre Ergebnisse werden dokumentiert und fließen in einen Dialog mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und seinen Kollegen der Deutschen Bischofskonferenz ein. Deren Vorsitzender…

30 Jahre im Priesteramt: Der Pastor von St. Engelbert, Michael Clemens, zieht eine kritische Zwischenbilanz

Es waren die prägenden und positiven Erfahrungen in der katholischen Jugendarbeit, die ihn seinerzeit zu seiner geistlichen Berufswahl inspirierten. “Ich wollte etwas zurückgeben“, sagt Clemens. Obwohl er zwischenzeitlich der Theologie ade gesagt und Erziehungswissenschaften studiert hatte, kehrte er zur Theologie und zum Priesteramt zurück, weil er sich als jemanden sieht, „der gut mit Menschen umgehen kann und gerne Verantwortung übernimmt.“ Das Priesteramt sieht er als einen Beruf, “den man nur mit Haut und Haaren machen kann.“ Genau das fasziniert ihn.Seit 18 Jahren leitet er jetzt die Gemeinde in einem zunehmend multikulturellen Stadtteil.





„Das multikulturelle Zusammenleben ist eine Herausforderung“, gibt Clemens zu. Doch auch wenn er seine Kirche kritisch sieht und sich manchmal fragt, „wie tief das Christentum bei uns verankert ist“, sieht er keinen Grund für Lethargie und Untergangsstimmung.Zurzeit fühlt er sich durch einen jungen und aktiven Gemeinderat und von steigenden Besu…

Wie ein großes Familientreffen: Ein Besuch beim Musik- und Sommerfest am Krug zur Heimaterde

Manchmal hat man das Gefühl, dass die Welt doch noch in Ordnung ist, zum Beispiel beim Musik- und Sommerfest am Krug zur Heimaterde- Am Sonntagnachmittag lacht dort nicht nur die Sonne. Unter schattigen Bäumen wird fröhlich geplaudert, gegessen und getrunken. Die Musik kommt nicht vom Band, sondern wird live und zünftig von 14 Fanfarenzügen aus der Region gespielt. Mal hört man Schlager. Mal hört man Swing. Für jeden Geschmack ist was dabei. Die Atmosphäre erinnert an ein großes Familientreffen.





Am Tombolastand, wo ein prall gefüllter Frühstückskorb als Hauptgewinn winkt, kauft Wilhelm Wirtz fleißig Lose. Sie helfen das Fest zu finanzieren. „Das ist ein Fest, das von vielen getragen wird und allen zugute kommt. Warum sollte man sich da nicht auch mit einem Loskauf beteiligen?“, fragt Wilhelm Wirtz, der seit 54 Jahren in der Heimaterde lebt. Die Antwort gibt er sich selbst: „Das ist ein Fest, bei dem man jeden Zweiten kennt und darüber hinaus alte Bekanntschaften auffrischt. Man merkt h…

Eine Wechselausstellung im Haus der Wirtschaft zeigt, wo und wie man früher in Eppinghofen einkaufte

Wie und wo wurde früher in Eppinghofen eingekauft? Davon kann man sich noch bis in den Oktober im Gründer- und Unternehmermuseum an der Wiesenstraße ein Bild machen.Historische Fotografien und Texte aus einer von der in Eppinghofen aufgewachsenen Inge Merz geschriebenen Artikel-Serie lassen die alte Geschäftswelt des heute multikulturell geprägten Eppinghofens lebendig werden. Die Wechselausstellung auf der obersten Etage im Haus der Wirtschaft führt den Besucher in eine Zeit zurück, als das Straßenbild des Stadtteils noch ausschließlich von deutschen Geschäftsleuten und ihren kleinen Läden bestimmt wurde und von Supermärkten oder Discountern noch keine Rede war.





„Es waren diese Bürger, die angetrieben von ihrer Vision, hier Arbeit und ein Zuhause fanden, die das Gesicht des Stadtteils geprägt haben“, unterstrich Bezirksbürgermeister Arnold Fessen.„Es ist nicht mehr das selbe, wie vorher. Aber das Zusammenleben klappt eigentlich ganz gut. Die türkischen Geschäftsleute sind alle fleißig…

Auch die schönste Schulzeit geht einmal zu Ende: Die stellvertretende Otto-Pankok-Schulleiterin Ursula Welker zieht Bilanz

Die meisten Menschen sind froh, wenn sie ihre 12 oder 13 Schuljahre hinter sich haben. Ursula Welker ist froh, das sie über 50 Jahre zur Schule gehen durfte, zunächst als Schülerin und ab 1970 als Lehrerin. Doch auch die schönste Schulzeit hat einmal ein Ende. Am 22. Juli hat die stellvertretende Leiterin des Otto-Pankok-Gymnasiums ihren letzten Schultag. Bereits am 20. Juli wird sie offiziell verabschiedet.

„Unser Schulleiter hat mir eine schöne Feier versprochen“, sagt Welker.Was wird sie vermissen? „Die Lebendigkeit der Schüler und ihre vielen Ideen, die jeden Tag auf mich zukommen“, glaubt die Pädagogin. Und was lässt sie gerne hinter sich? „Die vielen Korrekturen“, sagt die Lehrerin, die neben ihrer Leitungsfunktion Deutsch und Erdkunde unterrichtet. Einer der letzten Stapel Hefte liegt neben ihr. „In meinen besten Zeiten hatte ich sieben Klassen mit jeweils über 30 Schülern“, erinnert sie sich. Als stellvertretende Schulleiterin betreut sie derzeit noch drei Klassen und Kurse.

War…

Der Theologe Eugen Drewermann sprach in der Heißener Friedenskirche darüber, was wir heute aus dem Lukas-Evangelium lernen können

30. Mai 2011. Montagabend in der Friedenskirche am Humboldthain. Es ist keine Gottesdienstzeit. Trotzdem ist das evangelische Gotteshaus gut besucht, weil der Ex-Priester und Ex-Katholik Eugen Drewermann über das Lukas-Evangelium spricht.Seine Zuhörer kommen aus allen Konfessionen. Vielleicht sind auch einige Konfessionslose unter ihnen. Was sie eint, ist die Suche nach Orientierung und einem geistlichen Impuls, der sie fürs Leben stärkt. Der Titel, den Drewermann für seinen Vortrag gewählt hat, klingt verheißungsvoll: „Einmal richtig leben.“ Und die Antwort darauf soll im Lukas-Evangelium stehen? Drewermann zeigt es seinen Zuhörern mit einer Mischung aus Theologie, Psychologie und Politik.









Er spricht frei, leise und eindringlich, um zum guten Schluss einige Fragen und Stellungnahmen aus dem Publikum zu beantworten. Zwei Stunden vergehen wie im Flug.Befreiender GlaubeDer 70-Jährige beeindruckt immer wieder und immer noch, weil er mühelos den Bogen zwischen Alltag, Weltpolitik und Bibel…

50 Jahre Unternehmen Fünf: Wie ein kleiner Verein in Afrika und Latreinamerika große Hilfe leistet

Wer Nachrichten liest, sieht und hört, könnte angesichts des weltweiten Elends manchmal verzweifeln. Was kann man dagegen tun? Für die NRZ sprach darüber mit dem 69-jährigen Ingenieur Manfred Oelsner, der vor 50 Jahren mit Schulfreunden den Verein Unternehmen Fünf (U5) ins Leben rief, der heute Entwicklungshilfe in Afrika und Lateinamerika leistet.





Wie entstand Ihr Verein und wie kam er zu seinem Namen?


Der Verein wurde am 10. Juni 1961 von vier Schülern gegründet, die damals ihren Schulabschluss feierten. Neben Günther Gellrich, Günter Fuß und Lothar Baron gehörte auch ich zu diesem Kreis. Wir waren sehr idealistisch eingestellt und wollten an der Lösung der Weltprobleme mitwirken. Unser Verein brauchte einen Namen und Geld. Da wir als angehende Lehrlinge und Studenten wenig verdienten, haben wir damit angefangen, monatlich fünf Mark in einen gemeinsamen Projekttopf einzuzahlen. Deshalb nannten wir unseren Verein Unternehmen Fünf (U5).





Wie kamen Sie zu Ihren ersten Hilfsprojekten?


Eines …

Global denken, lokal handeln: Dieses Agenda-Motto ist für die Speldorfer Kirchengemeinde St. Michael schon seit langem gelebte Praxis

Eines kann man der Speldorfer Kirchengemeinde St. Michael bestimmt nicht vorwerfen: Dass sie nur um ihren eigenen Kirchturm an der Schumannstraße kreisen würde.Seit Jahren unterstützen zum Beispiel die zur Gemeinde gehörenden Eheleute Sigrid und Rudolf Wiebringhaus zusammen mit einem privaten Helferkreis eine katholische Internatsschule für Aids-Waisen in Tansania. Doch wenn die Speldorfer Gemeinde über ihre Kirchturmspitze schaut, guckt sie nicht nur nach Afrika, sondern auch in die osteuropäische Ukraine.





Eine von den Eheleuten Christa und Gerhard Fölting initiierte Gruppe, deren harter Kern aus 15 bis 20 Gemeindemitgliedern besteht, pflegt eine Partnerschaft mit der Mariengemeinde in der westukrainischen Bukowina. Die Freundschaft zwischen St. Michael in Speldorf und St. Marien in Stara Krasnoshora wurde durch den katholischen Weltjugendtag 2005 in Köln begründet, als Familien aus St. Michael Gäste aus der Ukraine aufnahmen.Mit dem Weltjugendtag 2005 fing alles an. Seit dem besuchen…