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Es werden Posts vom Mai, 2013 angezeigt.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat auch Folgen für unsere Stadt

Weitere 5000 Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien sollen in Deutschland aufgenommen werden. Das kündigte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich am 22. Mai 2013 in Berlin an. Am selben Tag traf bereits ein Bürgerkriegsflüchtling aus dem arabischen Land in Mülheim ein. „Wir konnten ihn im Rahmen einer Familienzusammenführung bei seiner Familie unterbringen, die hier bereits lebt“, erklärt der stellvertretende Leiter des Sozialamtes, Thomas Konietzka. Nach seinen Erkenntnissen leben in Mülheim derzeit knapp 30 Flüchtlinge aus Syrien.


Eine größere Flüchtlingsgruppe aus dem Bürgerkriegsland ist der Stadt, laut Konietzka, derzeit noch nicht in Aussicht gestellt worden. „Wenn, dann erfahren wir das von der dafür zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg mit einem Vorlauf von etwa 14 Tagen“, erläutert er das Verfahren. Alle Flüchtlinge, die nach Nordrhein-Westfalen kommen, werden zunächst in einem Auffanglager in Dortmund versorgt und dann, je nach Fläche und Einwohnerzahl auf die Städte an Rh…

In Memoriam: Karl Wilhelm Tempelhoff: Eine Erinnerung an den langjährigen Pressesprecher der Stadt Mülheim an der Ruhr

„Ich bin sehr traurig. Denn vieles von dem, was ich mir an Handwerkszeug und Anerkennung erarbeitet habe, habe ich bei ihm gelernt und ihm zu verdanken“, kommentiert Stadtsprecher Volker Wiebels die Nachricht vom Tode seines Vorgängers Karl Wilhelm Tempelhoff. Der langjährige Pressesprecher der Stadt Mülheim starb am 21. Mai nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren.


Wiebels erinnert sich an seinen Kollegen und Mentor, mit dem er 25 Jahre zusammengearbeitet hat, als „einen Menschen, der immer fröhlich und positiv gestimmt war“ und gleichzeitig in seinem beruflichen Verantwortungsbereich „die Kunst der Diplomatie und der Sachlichkeit“ beherrscht habe.

Anfang der 60er Jahre begann Tempelhoff seine Verwaltungslaufbahn bei der Stadt und arbeitete in den Büros der Oberstadtdirektoren und Oberbürgermeister Heinz Heiderhoff und Heinz Hager in verschiedenen Querschnittsaufgaben der Stadt- und Verwaltungsspitze zu.

Anfang der 70er Jahre wurde er zum ersten hauptamtlichen Presse…

Nicht alles, was anzieht, ist auch anziehend: Ein etwas anderer Stadtbummel durch die manchmal schrecklich schöne neue Einkaufswelt

Gilt auch beim Modeeinkauf: Ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen? Bunt und billig. So sieht es auch bei Textildiscountern in Mülheim aus. Doch den wahren Preis, den billige und ausgebeutete Arbeitskräfte in anderen Erdteilen für den Stoff bezahlen müssen, aus dem unsere modischen Träume sind, verdrängen die meisten Kunden beim Textileinkauf. In den meisten Fällen entscheidet am Ende der Preis und das Gefallen. Nur wenige interessieren sich für die Herkunft ihrer Kleidung oder für die Rahmenbedingungen, unter denen sie hergestellt worden ist.


Das zeigten Gespräche, die ich für die NRZ am 3. Mai 2013  mit Kunden vor den Textildiscountern KIK an der Schloßstraße, Zeemann an der Leineweberstraße und auf der Einkaufsmall des Forums zwischen C&A, Tk Maxx und H&M geführt hat.

„Das ist wirklich traurig und dramatisch.“ „Da müsste der Staat mal was dran ändern“ „Darüber müsste man vielleicht mal nachdenken.“ „Darüber habe ich bisher noch gar nicht nachgedacht.“ Solche und äh…

Global denken und lokal handeln: Ein Kameruner aus Mülheim will Behinderten in seinem Heimatland helfen

Weltkirche kann man auch vor der Haustür erleben, zum Beispiel in der Styrumer Kirche St. Mariae Rosenkranz. Hier feiert sonntags um 14 Uhr die kamerunische Gemeinde ihre Gottesdienste in deutscher und englischer Sprache. Es waren immerhin deutsche Pallotinerpatres, die den Katholizismus im späten 19. Jahrhundert im Kamerun verbreiteten.

Heute sind etwa ein Drittel der 19,7 Millionen Kameruner katholisch, Einer von ihnen ist der 38-jährige IT-Berater Mathias Tambe, der seit 1999 in Deutschland lebt und in Mülheim den kamerunischen Kultur- und Sozialverein Eyum Anneh und Co, was soviel bdeutet, wie „Stimme des Volkes“ leitet.

Der deutlichste Unterschied, der Tambe immer wieder auffällt, wenn er Deutschland mit seinem Herkunftsland vergleicht, ist die Tatsache, „dass die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung hier 1000 mal besser ist als in Kamerun.“

Von beruflicher Eingliederungshilfe oder speziellen Werkstätten und Beratungsangeboten, wie hierzulande, könnten Behinderte in sei…

Juliane Rytz und ihr aus Bangladesch stammender Ehemann Hasan Heera berichteten bei den Grünen über die Hintergründeder Fabrikkatastrophe in Bangladesch, bei der über 1000 Arbeiterinnen ums Leben kamen

Die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen in Bangladesch Textilien produziert werden, sind auch nach der Fabrik-Katastrophe in Dhaka, die inzwischen über 1000 Todesopfer gefordert hat, bei den meisten Kunden weit weg, wenn sie hier schöne und billige Mode einkaufen, wie die NRZ auch kürzlich berichtete.


Dass Nichtwissen oder Ignoranz in einer global vernetzten Welt keine Lösung sind, machten am Freitag, Juliane Rytz und ihr aus Bangladesch stammender Ehemann Hasan Heera bei einer Informationsveranstaltung deutlich, zu der die Grünen in ihre Geschäftsstelle an der Bahnstraße eingeladen hatten.

Beide haben bis zum April 2012 in Dhaka gelebt und gearbeitet, sie als Dozentin am Goethe-Institut und er als IT-Fachmann. Heute sind sie in Broich zu Hause. Nach der Fabrik-Katastrophe stehen sie aber in enger Verbindung zu einem Netzwerk um den an der Universität von Dhaka leerenden Physik-Professor, Zahid Hasan Mahmood, das den verunglückten Textilarbeiterinnen und ihren meist aus ländli…

So gesehen: Die Mülheimer SPD hat bis zu ihrem 150. Geburtstag eigentlich noch ein Jahr Zeit

Wenn man 150 Jahre alt wird, ist das ein Grund zum Feierm. Denn so alt wird kein Mensch. Es sei denn, es handelt sich um ganz viele Menschen, die sich zusammenschließen und ihre gemeinsamen Ideen zeitgemäß von einer Generation zur nächsten tragen. Und deshalb feiert die SPD, die ja auch schon mal als „alte Tante“ bezeichnet wird, heute ihren 150. Geburtag.


Dabei stimmt das mit dem 150. Geburtstag heute noch nicht ganz, wenn man Alt-Bürgermeister Günter Weber, der 57 von 150 SPD-Jahren als Sozialdemokrat miterlebt und mitgestaltet hat, nach den Anfängen der Mülheimer SPD fragt und mit ihm in einer alten Parteichronik schmökert.

Und da zeigt sich, dass auch im Leben einer Partei aller Anfang schwer ist. Der Anfang dürfte eine erste Verasammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins am 12. Juni 1864 gewesen sein, der im August 1864 gerade mal 39 Mitglieder zählte und mit dem Gerbergesellen Wilhelm Hasenclever ab 1869 erstmals einen Abgeordneten im damals Nordeutschen Bundestag stellt…

Die Styrumer Kirchengemeinde St. Mariae Rosenkranz verliert ihren Pastor Norbert Dudek

Es gibt Nachrichten, die machen traurig. Eine solche Nachricht erreicht uns in diesen Tagen aus der Styrumer Gemeinde St. Mariae Rosenkranz. Sie verliert ihren Pastor Norbert Dudek. Der 45-jährige Theologe hatte die Gemeinde hatte seit 2004 als Seelsorger betreut. Im Januar kommenden Jahres soll er jetzt die Leitung der 18.000 Seelen zählenden Pfarrei St. Marien in Schwelcm übernehmen. Hier war er bereits in den 90er Jahren als Diakon tätig, ehe er als Kaplan in die Mülheimer Stadtgemeinde St. Mariae Geburt kam.

Sein Weggang wiegt besonders schwer, weil Dudek, neben seinem Pastorenamt auch die Aufgaben des Stadtjugendseelsorgers und des Beauftragten der katholischen Stadtkirche für den interreligiösen Dialog wahrgenommen hat. Dass die Gemeinde im multikulturellen Styrum ihren profilierten und engagierten Seelsorger verliert, ist kein gutes Zeichen. Zwar soll Dudek durch den aus Kamerun stammenden Pastor Constant Leke ersetzt werden, der sich gleichzeitig um die kamerunische Gemeinde i…

Tue Gutes und sprich darüber: Wie der Jugendstadtrat zu neuem Leben erweckt werden könnte

Warum haben sich für die 18 Sitze im Jugendstadtrat bisher nur neun Kandidaten gefunden? Wissen die Wahlberechtigten zu wenig über das Jugendparlament? Oder wollen sie am Ende vom Jugendstadtrat gar nichts wissen, weil ihnen unklar ist, welche Kompetenzen der Jugendstadtrat hat? Wer mit Schulleitern und SV-Lehrern an weiterführenden Schulen darüber spricht, muss feststellen, dass noch besser und regelmäßiger über den Jugendstadtrates informiert werden müsste.

Anfang Mai hatte das Gymnasium Broich zu einer Info-Veranstaltung mit dem für das Gremium zuständigen Jugendamtsmitarbeiter Ingolf Ferner eingeladen. „Das ist bei den Schülern zwar ganz gut angekommen. Noch besser wäre es aber gewesen, wenn bei dieser Gelegenheit auch ein Jugendstadtrat über seine Arbeit berichtet hätte“, sagt Schulleiter Ralf Metzing. Auch die SV-Lehrerin des Gymnasiums Heißen, Johanna Domin, glaubt: „Wenn Schüler einen Jugendlichen erleben, der dort mitarbeitet, sie ihn womöglich nett finden, dann könnte das Ba…

So gesehen: Was macht Onkel Sam auf der Internetseite der Stadt oder: Ist Wissen wirklich immer Macht?

Was macht Onkel Sam auf der Stadtseite www.muelheim-ruhr.de? Bisher sah man ihn nur auf Plakaten in USA, wenn die amerikanischen Streitkräfte Freiwillige suchten.


Die Lage muss ernst sein, wenn Onkel Sam ein I-love-MH-T-Shirt übergestreift bekommt, um jungen Mülheimern mitzuteilen: „I want you for Jugendstadtrat.“

Ein Schelm, der Böses dabei denkt und meinen könnte, die Symbolfigur aus Amerika sei als Werbeträger für eine Jugendstadtratswahl in Mülheim zu weit hergeholt, zumal ob ihrer militärischen Vergangenheit.

Andererseits waren es US-Soldaten, die 1945 mit ihrem Sieg über Hitler die Demokratie auch nach Mülheim brachten und die Menschen zu Demokraten machen wollten. Doch heute wollen viele junge Mülheimer vom Jugendstadtrat, als einer Schule lokaler Demokratie, nichts wissen, weil sie zu wenig darüber wissen, was dieser Jugendstadtrat macht und ob das Wissen darüber auch wirklich Macht sein könnte.

Dieser Text erschien am 11. Mai 2013 in der Neuen Ruhr Zeitung

Warum sich 65.000 Kirchentagsbesuicher vom Mülheimer Ben Klempel bewegen ließen: Eine Sonntagsgeschichte

„Das ist, als ob Sie einen Film sehen und sich fragen: Was hat das jetzt mit dir zu tun?“ So beschreibt der 36-jährige Mülheimer Ben Klempel das überwältigende und fast unwirkliche Gefühl, als 65.000 Besucher des Evangelischen Kirchentages am Freitagabend im Hamburger Stadtpark auf seine Popmusik tanzten.


Das knapp dreiminütige Tanzhappening war als musikalisches und gruppendynamisches Zwischenspiel einer Veranstaltung gedacht, mit der die Kindernothilfe ihre internationale Hilfskampagne „Bildung ändert alles“ vorstellte.

Auf Empfehlung eines Musikers und im Auftrag der Kindernothilfe hatte der Musikproduzent, der sich jetzt als Marketingberater selbstständig gemacht hat, mit Synthesizer, Sampler, Sitar, Percussions, Computer und Schlagzeug in seinem heimischen Tonstudio einen „Dancesong“ komponiert, der Rhythmen aus Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika miteinander verband.

Dafür investierte er 14 Arbeitstage und fand in seinen beiden Kindern Gunnar (eineinhalb Jahre) und Marlene (…

Er war ein Fernsehstar mit menschlicher Bodenhaftung ohne Staralüren Am 9. Mai wäre der in Speldorf geborene Wim Thoelke 86 Jahre alt geworden

Es wäre eine Preisfrage für den Großen Preis gewesen: Welcher Show- und Quizmaster wurde in Mülheim geboren? Antwort: Wim Thoelke. Tatsächlich moderierte der am 9. Mai 1927 in Speldorf geborene Thoelke mit dem Großen Preis eine der erfolgreichsten Unterhaltungssendungen des Zweiten Deutschen Fernsehens, das in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert . Sie erreichte zwischen 1974 und 1992 nicht nur ein Millionen-Publikum, sondern spielte auch Millionen für die Behindertenhilfe Aktion Mensch ein, die damals noch Aktion Sorgenkind hieß.


Der Mann aus Mülheim gehörte zur Gründergeneration des Mainzer Fernsehsenders. 1963 war er einer der Nachrichtensprecher der Heute-Sendung, ehe er als Moderator zum Aktuellen Sportstudio wechselte und ab 1970 mit der Musikshow Dreimal Neun ins Unterhaltungsprogramm einstieg.

„Wim war ein echter Kumpeltyp, ein netter Kerl, mit dem man sich eigentlich gar nicht streiten konnte“, erinnert sich sein Jugendfreund Theo Münten an die Zeit, als Big Wim in den 30…

Mülheimer Stiftungen vorgestellt: zum Beispiel die Schauenburg-Stiftung

Wenn heute davon die Rede ist, dass ein Unternehmer stiften geht, denkt man an Steuerflucht oder an die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer. Doch es gibt auch heute Unternehmer die stiften gehen, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Ein solcher Unternehmer ist Hans-Georg Schauenburg, der 1986 die Schauenburg-Stiftung ins Leben rief, um damit Projekte aus den Bereichen Bildung und Wissenschaft sowie Initiativen für soziale und kulturelle Bildung zu fördern.


„Wir lassen unsere Stiftung vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwalten, weil das Profis sind, die darin Erfahrung haben und uns auch auf förderungswürdige Projekte aus der Wissenschaft hinweisen können“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter der Schauenburg-Gruppe, Florian Schauenburg, der die von seinem Vater gegründete Stiftung heute zusammen mit seinem Bruder Marc Georg führt.

Warum leistet sich eine Unternehmerfamilie eine Stiftung, die weltweit 1800 Mitarbeiter bes…

Mülheimer Stiftungen vorgestellt: Zum Beispiel die Stiftung Lutherkirche

Eine kleine Renovierung hier, eine große Reparatur dort. Ein altes Haus braucht Geld. Ein großes Gotteshaus, wie die 1883 an der Duisburger Straße gebaute Lutherkirche braucht viel Geld. Weil das nicht mehr wie selbstverständlich aus Steuermitteln kommt, hat das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Speldorf 2008 die Stiftung Denkmal Lutherkirche errichtet.


Mit Spenden brachten Gemeindemitglieder das Stiftungskapital von 15?000 Euro zusammen. „Inzwischen ist unser Stammkapital durch Zustiftungen auf rund 80?000 Euro angewachsen“, berichtet Pfarrerin Katrin Schirmer. Sie sitzt auch dem vom Presbyterium gewählten Kuratorium vor. Dem gehören neben ihr Kirchbaumeister und Ingenieur Werner Kamann sowie die beiden Juristen Hans Reinhard Henke und Wolfgang Klein an.

„80.000 Euro ist keine Zahl, die einen direkt umhaut“, räumt Schirmer ein. Aber sie sieht die Stiftung nicht als kurzfristiges Geldbeschaffungsinstrument, sondern als ein Langzeitprojekt, „dass auf nachfolgende Generationen abz…

Kriminelles Lokalkolorit aus dem Mülheim der Nachkriegsjahre sorgte für den Auftakt des Saarner Bücherfrühlings

Der Saarner Bücherfrühling startete am Donnerstagabend mit kriminellen Lokalkolorit. 50 Zuhörer tauchten in der Buchhandlung Hilberath & Lange mit dem Autoren-Duo Monika Detering und Hans Dieter Radke in das Mülheim der beginnenden 50er Jahre ein, in dem die Zeit der Schieber zu Ende ging und die Schaufenster wieder voller wurden.

„Wir wollten mit Blütenreine Weste einen Roman über die Zeit und die Region schreiben, in der wir aufgewachsen sind“, erzählten die beiden Autoren, die im Ruhrgebiet aufgewachsen und sich in den 90er Jahren auf der Autorenplattform www.42erautoren.de getroffen haben.

Spannend, einfühlsam und mit anheimelndem Ruhrgebietsslang vorgetragen versetzen sie ihr Publikum in eine Zeit, „in der die staubige Ruhrpottsonne den Ruinen ihre Geheimnisse ließ“ und die Menschen noch unter dem Eindruck des Krieges lebten, weil der nicht nur dem in einem Mordfall ermittelnden Kommissar Alfred Poggel „die Zeit gestohlen und seine Lebenspläne zerstört hatte.“

Das Autorenduo…

Was dem Geschäftsführer des Paritätischen Initiative für Arbeit (PIA), Frank Schellberg, zum Tag der Arbeit einfällt

Was können wir am 1. Mai feiern, wenn wir den Tag der Arbeit feiern und wohin geht die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Fachkräftemangel, prekären Arbeitsverhältnissen und demografischem Wandel? Darüber sprach ich für die NRZ mit dem Geschäftsführer der Paritätischen Initiative für Arbeit, Frank Schellberg , dessen Arbeit darin besteht, Menschen durch gezielte Förderung wieder in Arbeit zu bringen.

Frage: Warum haben wir Grund, unsere Arbeit zu feiern?

Antwort: Arbeit strukturiert das Leben und ist das wichtigste Moment unserer persönlichen Teilhabe an der Gesellschaft. Menschen haben deshalb ein Recht auf Arbeit, aber auch eine Pflicht zur Arbeit, um sich mit ihren persönlichen Fähigkeiten an den gesellschaftlichen Aufgaben zu beteiligen. Meine Erfahrung ist, dass fast alle Menschen das auch selbst wollen und daraus einen wichtigen Teil ihres Selbstbewusstseins ziehen.

Frage: Viele Arbeitssuchende oder prekär Beschäftigte haben das Gefühl, dass ihre Ar…

Kolpinggeschwister wollten wissen, was uns Bürger nach der Bundestagswahl erwartet

Was haben die Bürger nach der Bundestagswahl zu erwarten? Das wollten 250 Kolpinggeschwister und ihre Gäste in der Sparkasse am Berliner Platz erfahren. Der Generalsekretär der Landes-SPD, Andre Stinka, der Chef der CDU-Landtagsfraktion, Karl Josef Laumann, sein FDP-Amtskollege Ralf Witzel und der Landeschef der Grünen Sven Lehmann bemühten sich zwei Stunden lang um Antworten und blieben aber dort, wo es um konkrete finanzpolitische Details ging, oft doch im ungefähren.

Beim Parforceritt durch die Familien,- Sozial- und Finanzpolitik wurde deutlich: Die Zeiten werden nicht besser. Die öffentlichen Hände leben über ihre Verhältnisse und müssen den Spagat zwischen notwendigen Einsparungen und Zukunftsinvestitionen schaffen.

WAZ-Redaktionsleiter Andreas Heinrich, der die Diskussion moderierte wies darauf hin, dass jeder der zurzeit 168.000 Mülheimer eine Schuldenlast von 5000 Euro trage.

„Wir müssen damit aufhören mehr auszugeben, als einzunehmen, um die Schuldenspirale zu durchbrechen“…