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Donnerstag, 6. Oktober 2016

In der Altenpflege wird man früh erwachsen: Wer die Pflegedienstleiterin Miriam Manns durch ihren Arbeitstag im Speldorfer Seniorenheim Carpe Diem begleitet, begreift auf Schritt und Tritt, was es bedeutet, den Tag zu nutzen

Miriam Manns
Die Oma sollte Recht behalten. „Du wirst bestimmt Altenpflegerin“, hat sie der kleinen Miriam gesagt, als die sich immer wieder liebevoll um ihren altersschwachen Opa kümmerte, ihm die Nase schnäuzte, ihm in den Mantel half oder mit ihm an die frische Luft ging. Ihr Schülerpraktikum machte die heute 43-jährige Miriam Manns im Altenheim, verdiente sich als Oberstufenschülerin ihr Taschengeld als Helferin in der Altenpflege und machte nach dem Fachabitur eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. Nach der Ausbildung arbeitete die Mutter eines heute 18-jährigen Sohnes in der aktiven Altenpflege, aber auch als Qualitätsmanagerin. Heute trägt Manns als Pflegedienstleiterin im Speldorfer Seniorenheim Carpe Diem Verantwortung für 80 Bewohner und 40 Mitarbeiter. „Wenn man immer an die Verantwortung denken würde, die in letzter Konsequenz auf den eigenen Schultern lastet, würde man morgens vielleicht gleich im Bett liegen bleiben. Aber ich denke immer an meine netten Kollegen und an unsere dankbaren Bewohner, die mir so oft ein Lächeln oder auch ein herzliches Lachen schenken. Das baut mich auf und gibt mir Kraft,“ sagt Manns.

Ihr Arbeitstag im Altenheim Carpe Diem, einer ehemaligen Lederfabrik, beginnt um 8 Uhr mit dem Studium der aktuellen Pflegedokumentation und einer Tasse Kaffee, deren Dekors ihre Vorliebe für den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund erkennen lässt. Regelmäßig geht sie ins Stadion, besucht Rockkonzerte oder liest bevorzugt skandinavische Krimis. Das ist ihr Ausgleich für einen oft harten Arbeitsalltag. „In der Altenpflege wird man schnell erwachsen“, sagt Manns und berichtet von einer Bewohnerin, die am frühen Morgen verstorben ist. Für deren Tochter wurde eine Matratze ins Zimmer gelegt, damit sie bei ihrer sterbenden Mutter übernachten konnte. „Wir sind hier eben nicht in der Jugendherberge“, sagt die Pflegedienstleiterin nachdenklich. Jetzt muss der Arzt benachrichtigt werden, der den Totenschein ausstellt. Mit einigen ihrer Kolleginnen wird sie später in der Wohnküche des betroffenen Wohnbereichs die Senioren über den Tod ihrer Mitbewohnerin informieren. Es fließen Tränen, auch bei einigen Mitarbeiterinnen. Das Lieblingsgedicht der Verstorbenen und ein Bibel-Psalm sollen Trost spenden. Bei einer Morgenrunde mit Abteilungs- und Wohngruppenleitern des Hauses kommen noch andere Themen zur Sprache. Eine Bewohnerin musste mit Luftnot ins Krankenhaus gebracht werden. Eine andere Bewohnerin ist bei einem Einkauf im nahen Supermarkt gestürzt und muss jetzt ebenfalls im Krankenhaus untersucht und behandelt werden.

Außerdem sind ein Angehörigen-Abend und ein Oktoberfest zu organisieren. Zwischenzeitlich bekommt Manns einen Anruf, der dazu führt, dass sie ihren Dienstplan schnell umdisponieren muss. Ein Altenpfleger kann nicht zur Arbeit kommen, weil sein Kind krank ist. Gott sei Dank hat die Pflegedienstleiterin schnell eine Kollegin zur Hand, die einspringen kann. Auch sie selbst springt, zum Beispiel am Wochenende, ein, wenn es mal eng wird. „Das tut mir gut. Denn so bleibe ich dran am Arbeitstag der Kollegen und am Alltag der Bewohner.“ Dass Manns trotz ihrer nicht unerheblichen Büro- und Organisationsarbeit, nah dran ist an der Lebenswirklichkeit ihrer Kollegen und Anvertrauten, zeigt sich beim Rundgang über die Wohngruppen. Man kennt sich beim Namen. Geduldig hört sich Manns jede Kranken,- Familien- oder Lebensgeschichte an.

Da wo Trost gebraucht wird, ist  Manns um kein aufmunterndes Wort verlegen oder nimmt hier und da eine Bewohnerin auch schon mal in den Arm. Und im Vorbeigehen ist sie dann gleich als Altenpflegerin gefordert. Eine dementiell veränderte Bewohnerin sitzt im Nachthemd auf dem Boden ihres Zimmers und gibt Laute von sich, von denen man nicht genau weiß, ob es sich um Schreie oder um ein lautes Gelächter handelt. Manns lächelt die alte Dame an, spricht beruhigend auf sie ein. Und dann richten sie und eine Kollegin die verwirrte Frau mit einem geübten Griff auf, um sie zurück ins Zimmer zu führen und für das Frühstück fertig zu machen. Ein altes Foto am Eingang des Zimmers zeigt die Dame als junge Frau, die als strahlende Gewinnerin eines Tennisturniers gerade einen Pokal entgegen nimmt. Carpe Diem. Nutze den Tag. Das erfährt und erlebt man im gleichnamigen Altenheim auf Schritt und Tritt. Miriam Manns nutzt diesen Tag auch noch, um Inkontinenzmaterial auszugeben, neu zu bestellen und Pflegehelferinnen in Sachen Pflegedokumentation zu schulen.

Dieser Text erschien am 1. Oktober 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

Freitag, 10. Juni 2016

Ein Lebens-Künstler Wer mit dem Altenpfleger Kofi Akoto im Haus Ruhrgarten unterwegs ist, lernt etwas darüber, was im Leben wichtig ist und was Menschen glücklich macht. Zeit und Zuwendung sind seine wichtigsten Dienste.

Kofi Akoto bei seiner Arbeit
im Haus Ruhrgarten
Kofi Akoto ist ein erstaunlicher Mann. Er ist immer gut gelaunt und hat für jeden ein freundliches Wort, der ihm begegnet.

Dabei hat der Mann aus Ghana, der der Liebe wegen 2001 nach Deutschland kam und heute Vater von zwei kleinen Töchtern ist, einen schweren Beruf. Er ist Altenpfleger. 
Zurzeit wechselt der 36-Jährige vom Früh- in den Nachtdienst, der Kinder wegen und weil seine Frau wieder berufstätig ist, als Sicherheitsassistentin am Düsseldorfer Flughafen. Doch an diesem Tag kommt er noch einmal zum Frühdienst ins Haus Ruhrgarten. Mit seinen Kollegen auf der Wohngruppe 2 bespricht er um 6.40 Uhr den mentalen und körperlichen Zustand der 24 hochbetagten Männer und Frauen, um die sich Akoto und seine beiden Kollegen kümmern.

Er selbst ist für acht Bewohner zuständig. Er stellt ihre Medikamente für den Tag zusammen und schaut in die Akte einer alten Dame, über deren Gesundheitszustand er später noch mit der Hausärztin sprechen wird.
„Man ist hier Mediziner, Pfleger, Betreuer, aber vor allem Mensch. Hier muss man mit Kopf und Herz arbeiten“, sagt Akoto.

Wir gehen von Zimmer zu Zimmer. Hier wird ein alter Herr gewaschen und angezogen, dort eine alte Dame. Den Herrn schiebt Akoto später im Rollstuhl zum Frühstück. Die Frau ist auf einen Rollator angewiesen. „Wie haben Sie geschlafen. Was machen Ihre Beine. Sollen wir  heute wieder zusammen Karten spielen.“ Eine andere Dame: „Raus aus den Federn. Schauen Sie mal, wie schöne die Sonne heute scheint“ setzt er erst mal behutsam auf den Toilettenstuhl und kämt sanft ihr weißes Haar, nachdem er ihr ihre Lieblingshose und ihre Lieblingsbluse angezogen hat.

Auch in sensiblen Situationen, wie bei der Körperpflege, versteht es Akoto so freundlich und locker mit den Bewohnern umzugehen und sie mit seiner Zuwendung aufzumuntern. Man spürt die Vertrautheit zwischen ihm und den Menschen, die er als „Bezugspfleger“ betreut. „Ich kenne von jedem dieser Menschen die Biografie. Das ist wichtig für meine Arbeit“, sagt Akoto.
„Sind Sie nicht früher auf einem Bauernhof aufgewachsen. Da gab es doch sicher auch Hühner, die Eier legten“, fragt Akoto die alte Dame, der er heute beim Essen ihres Frühstückseis helfen muss. Die alte Frau nickt beiläufig und lächelt.

„Wenn ich den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, geht mir das Herz auf“, sagt der studierte Marketingfachmann, der heute alte und hilfsbedürftige Menschen durch ihren Alltag im Haus Ruhrgarten begleitet. Er macht dabei einen erstaunlich glücklichen und ausgeglichenen Eindruck, obwohl er eigentlich mal in seiner Heimat Wirtschaftswissenschaften studiert hatte und als Marketingfachmann arbeiten wollte, ehe ihm die Liebe dazwischen kam.

„Zu meinem heutigen Beruf kam ich durch einen Zufall. Ich singe im Gospelchor der Lighthouse-Gemeinde und lernte das Haus Ruhrgarten 2009 durch ein Adventskonzert kennen, das wir hier gaben. Die Art und Weise, wie hier mit Menschen umgegangen wird, hat mich auf Anhieb beeindruckt und so habe ich mich danach erkundigt, was man machen und können muss, um hier als Altenpfleger arbeiten zu können“ erzählt Akoto.

Heute fühlt sich der gläubige Christ, der aus seinem Glauben viel Kraft schöpft, in seinem zweiten Berufsleben angekommen. „Hier kann ich sein, was ich eigentlich immer schon gerne war, ein Mensch, der für andere Menschen da ist, weil ihm Helfen Freude macht.“

Ein Stück dieser Freude spürt man später, als er einer blinden Frau, die am liebsten in ihrem Zimmer bleibt, die Hand hält und ihr  ihr Lieblingslied  vorsingt: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt“. Und da ist es wieder. das Lächeln, das Akto Menschen ins Gesicht zaubern kann. Die alte Dame blickt plötzlich in die unbestimmte Ferne, als gehe sie auf eine fantastische Reise.
Auch der ehemalige Studienrat, den Akoto beim Bewegungstraining fragt, ob seine Schüler ihm auch schon mal einen Streich gespielt haben, muss spontan lachen und sich an die Lausbuben aus  der Untertertia erinnern, die ihm einst einen nassen Schwamm unter sein Stuhlkissen gelegt hatten. Der hochbetagte Herr fühlt sich beim Erzählen der kleinen Anekdote gleich um Jahrzehnte jünger. Nach dem Mittagessen wird es auf Akotos Wohngruppe  ruhiger. Viele Bewohner ziehen sich zu einer kleinen Mittagsruhe in ihr Zimmer zurück oder machen es sich im Tageslichtraum gemütlich, dessen Fensterkanzel einen wundervollen Blick auf die Ruhr frei gibt.

Statt auf die Ruhr zu blicken, muss Akoto in die Akten seiner Schützlinge schauen und jeden Pflegeschritt, den er an diesem Morgen und Vormittag  mit ihnen zusammen gegangen ist, dokumentieren. Sankt Bürokratius hilf!
Auch nach seinem Feierabend wird sich Akoto mit einigen Kollegen um Menschen kümmern, die seine Hilfe brauchen. Mit dem Verein „Ein Lächeln für Ghana“ unterstützt Akoto bedürftige Schüler und ihre alleinerziehenden Mütter in seinem ghanaischen Heimatort Kumasi. Gerade erst hat er Hilfsgüter dort hingebracht und dabei wieder kleinen und großen Menschen  ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Dieser Text erschien am 28. Mai 3016 in der Neuen Ruhr Zweitung i

Mittwoch, 30. März 2016

Zusammenlegung der Pflegeausbildungen bleibt umstritten: Dialogoffensive Pflege legte die Schwachstellen der von der Bundesregierung geplanten Ausbildungsreform offen

NRW-Gesundheitsministerin
Barbara Steffens
„Wie kann man nur auf die Idee kommen, die Kinder,- Kranken und Altenpflege in einen Ausbildungsgang zu pressen, obwohl man ein Kind doch ganz anders betreuen und abholen muss, als einen alten und vielleicht auch demenziell veränderten Menschen, mit dem ich in seine Biografie zurückreisen muss“, kommentiert Altenpflegeschüler Sascha Kirberg die Pläne der Bundesregierung, eine einheitliche Pflegeausbildung zu schaffen.
Franz Müntefering ist heute
ehrenamtlicher Vorsitzender
der Bundesatbeitsgemeinschaft
der Seniorenorganisationen.

Rund 300 Pflegepraktiker und Betroffene, die sich auf Einladung der Dialogoffensive Pflege im Altenhof versammelt haben, applaudieren. „Wenn drei Ausbildungsberufe in eine Ausbildung gepresst werden, wird das zu mehr Oberflächligkeit und zu weniger Tiefenwissen führen, das junge Menschen brauchen, um in der Altenpflege bestehen zu können“, befürchtet die Leiterin des Altenpflegeseminars der Arbeiterwohlfahrt, Gabriele Tenbrink. Nicht nur Margarete Illigens von der Alzheimer Selbsthilfegruppe bestätigt ihre Prognose: „Viele unserer Mitglieder befürchten, dass sie künftig nicht mehr die qualifizierten Altenpfleger haben werden, die sie brauchen, wenn diese Ausbildungsreform Wirklichkeit würde.“

Unterstützt werden die Leute aus der Praxis auch von einer ganz großen Koalition aus dem ehemaligen SPD-Chef Franz Müntefering, der heute ehrenamtlich an der Spitze der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen steht, der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens von den Grünen und vom langjährigen CDU-Sozialpolitiker Paul Heidrich. Sie plädieren für ein Moratorium des Gesetzgebungsprozesses, um die Risiken einer kompakten Einheitspflegeausbildung abklären zu können.

Ihre Befürchtung: Die geplante Ausbildungsreform könnte in der Praxis dazu führen, dass nicht mehr, sondern weniger Menschen in den Pflegeberuf ihrer ersten Wahl gehen und dass die Ausbildung durch eine nötige Nachqualifizierung unverhältnismäßig verlängert werden könnte. „Hier wird ohne Not gehandelt“, sagt Gesundheitsministerin Steffens. Sie kann darauf hinweisen, dass NRW mit der Einführung einer Altenpflege-Ausbildungsumlage die stationären und ambulanten Pflegedienstleister finanziell entlastet und die Zahl der Altenpflegeschüler in den letzten fünf Jahren von 9200 auf 17?5000 gesteigert hat. Sollten die Reformpläne der Bundesregierung Gesetz werden, würden nur noch 77 Prozent der Ausbildungskosten per Umlage finanziert, Dann, so glaubt Steffens, würden sich viele der ambulanten Pflegedienste wieder aus der Ausbildung zurückziehen.

„Und wir brauchen künftig noch mehr qualifizierte Altenpfleger. Denn die Zahl der Über-80-Jährigen wird bis 2040 deutschlandweit von 4,2 auf 11 Millionen ansteigen,“ unterstreicht Müntefering. Er vergleicht die Reformpläne für eine kompakte Einheits-Pflegeausbildung mit „einem Motorwechsel in voller Fahrt.“

Obwohl die Reformpläne derzeit im Bundestag und im Bundesrat eine breite Mehrheit haben, sieht er im Gegensatz zu Steffens dennoch eine Chance, durch Überzeugungsarbeit ein Umdenken der angesichts noch ungeklärter Detailfragen oft selbst noch zweifelnden Befürworter zu erreichen.

Angesichts bisher nicht vorhandener Ausführungsbestimmungen nannte der Leiter der Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe, Bodo Keißner-Hesse die Berliner Reformpläne „eine Blackbox, mit der ohne Not bewährte Ausbildungsstrukturen zerschlagen und später nicht wieder aufgebaut werden“ könnten.


Dieser Text erschien am 18. Februar 2016 in der NRZ und in der WAZ

Mittwoch, 23. April 2014

Respekt für eine Arbeit, die viele andere selbst nicht machen wollen: Die Altenpflege aus der Sicht einer Auszubildenden

Die 18-jährige Rosamunde Kamagate ist als angehende Altenpflegerin in die beruflichen Fußstapfen ihrer Mutter getreten. „Ich habe als Schülerin meine Mutter oft an ihrem Arbeitsplatz im Haus Auf dem Bruch besucht und später ein Schülerpraktikum im Haus Gloria gemacht, weil ich mir ein eigenes Bild von der Altenpflege machen wollte, die oft schlecht geredet wird“, erzählt Kamagate.


Inzwischen arbeitet sie im zweiten Ausbildungsjahr im städtischen Altenheim Haus Gracht. „Ich komme gut mit alten Menschen klar und genieße die Wertschätzung, die man von ihnen bekommt. Besonders toll finde ich es, dass man ihnen oft schon mit einer Kleinigkeit Freude machen kann“, beschreibt Kamagate die Sonnenseite ihres Arbeitsalltages. Aber auch sie spürt den Zeitdruck, der mit dem Personalmangel verbunden ist und die körperliche Belastung, die zum Beispiel das Heben oder Wenden von pflegebedürftigen Bewohnern mit sich bringt. Als Ausgleich macht sie in ihrer Freizeit unter anderem Yoga. Wenn sie mit ihren Freunden über ihren Beruf spricht, spürt sie „Respekt für das, was ich in der Altenpflege leiste, weil viele diese Arbeit selbst nicht machen wollen.“ Sie selbst arbeitet „mit Freude in der Pflege“, kann sich aber auch nicht vorstellen bis zur Rente als Altenpflegerin zu arbeiten, sondern möchte sich langfristig weiter qualifizieren, um später vielleicht als Wohnbereichs- oder Pflegedienstleiterin arbeiten zu können.

 Dieser Text erschien am 11. April 2914 in der Neuen Ruhr Zeitung

Leder, made in Mülheim

  Ende Juli wurde an der Lahnstraße Mülheims letzter Lederindustriebetrieb geschlossen. Damit ging eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte zu...