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Respekt für eine Arbeit, die viele andere selbst nicht machen wollen: Die Altenpflege aus der Sicht einer Auszubildenden

Die 18-jährige Rosamunde Kamagate ist als angehende Altenpflegerin in die beruflichen Fußstapfen ihrer Mutter getreten. „Ich habe als Schülerin meine Mutter oft an ihrem Arbeitsplatz im Haus Auf dem Bruch besucht und später ein Schülerpraktikum im Haus Gloria gemacht, weil ich mir ein eigenes Bild von der Altenpflege machen wollte, die oft schlecht geredet wird“, erzählt Kamagate.


Inzwischen arbeitet sie im zweiten Ausbildungsjahr im städtischen Altenheim Haus Gracht. „Ich komme gut mit alten Menschen klar und genieße die Wertschätzung, die man von ihnen bekommt. Besonders toll finde ich es, dass man ihnen oft schon mit einer Kleinigkeit Freude machen kann“, beschreibt Kamagate die Sonnenseite ihres Arbeitsalltages. Aber auch sie spürt den Zeitdruck, der mit dem Personalmangel verbunden ist und die körperliche Belastung, die zum Beispiel das Heben oder Wenden von pflegebedürftigen Bewohnern mit sich bringt. Als Ausgleich macht sie in ihrer Freizeit unter anderem Yoga. Wenn sie mit ihren Freunden über ihren Beruf spricht, spürt sie „Respekt für das, was ich in der Altenpflege leiste, weil viele diese Arbeit selbst nicht machen wollen.“ Sie selbst arbeitet „mit Freude in der Pflege“, kann sich aber auch nicht vorstellen bis zur Rente als Altenpflegerin zu arbeiten, sondern möchte sich langfristig weiter qualifizieren, um später vielleicht als Wohnbereichs- oder Pflegedienstleiterin arbeiten zu können.

 Dieser Text erschien am 11. April 2914 in der Neuen Ruhr Zeitung

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