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Als der Piepenfritz noch am Staader Loch einschenkte: Ein Zeitsprung an der Mintarder Straße

Heute ist im ehemaligen Ausflugslokal am Staader Loch ein
griechisches Restaurant ansässig
Heute führen uns Wim und Horst Steins mit einer Ansichtskarte aus dem Kriegsjahr 1942 zum Staader Loch an der Mintarder Straße 250. Die entsprechende Postkarte schrieb ihr Vater Julius als Soldat der deutschen Wehrmacht aus dem  von Nazi-Deutschland besetzten  Frankreich in die 

Mülheimer Heimat, die er erst 1945 wiedersehen sollte.
Das Staader Loch, das bis zum Ende der 50er Jahre von einem Pfeife rauchenden und Hausschlachtungen durchführenden Wirt geführt wurde, den alle nur als Piepen-Fritz kannten, war damals ein kleines Ausflugslokal hinter dem Mintarder Ruhrdeich, Hier konnten sich Wanderer, Radfahrer und Nachbarn, wie Julius Steins,  mit Kaffee, Kuchen, Schnittchen, Bier und der in Mülheim gebrauten Flöckchen-Limonade stärken.

„Hier nahm unser Vater sonntags gerne seinen Frühschoppen ein. Auch als Familie kehrten wir dort immer wieder gerne ein“, erinnern sich die Brüder Steins.

Heute gehört das Gasthaus, in dem jetzt ein griechisches Restaurant seine Köstlichkeiten anbietet, der Familie Bösebeck.

Es war August Bösebeck, der das Ausflugslokal 1960 vom Piepenfritz und dessen Schwester Sybilla Westermann übernahm. Bösebeck betrieb auch, wie sich die Gebrüder Steins erinnern einen Feinkostladen an der Friedrichstraße, in dem man auch Butter, Eier und Käse bekommen konnte.

Bis heute trifft sich die Familie Steins im Gasthaus an der Mintarder Straße 250, um dem 1981 verstorbenen Julius Steins und seinen Ehefrauen Anna (+ 1941) und Katharina (+2005) zu gedenken.

Eine Postkartenansicht aus dem Kriegsjahr 1942
(Foto aus dem privaten Archiv der Familien Steins)


Dieser Text erschien am 10. Oktober 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

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