Mülheim, die Stadt der Mühlen. So ist sie seit 1093 urkundlich nachweisbar. Allein im Rumbachtal standen einst sieben Mühlen. Bis heute steht dort die Walkmühle aus dem 14. Jahrhundert, die seit dem 19. Jahrhundert als Gasthaus betrieben wird. Vor dem Zweiten Weltkrieg konnten dessen Gäste auf dem ehemaligen Mühlenteich Bootspartien unternehmen. Auch Straßennamen, wie Mühlenstraße, Walkmühlenstraße und Wetzmühlenstraße erinnern uns an die Zeit, in der Mülheim noch mahlte.
Auch auf dem 1875 angelegten Kaiserplatz stand einst eine Mühle. Die vielleicht berühmteste Mühle der Stadt stand zwischen der Mitte des 17. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts am Broicher Ruhrufer, wo seit 1928 die 1912 gegründete Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) mit ihrer von dem Architekten Hans Grossmann geplanten Hauptverwaltung ansässig ist.
Die Familie Vorster, die mit Hermann Vorster 1808 Mülheims ersten Bürgermeister stellte, produzierte hochwertiges Kanzleipapier, das in ganz Europa gefragt war. Und mit Wilhelm Rettinghaus nahm einer ihrer Gesellen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sein Fachwissen und sein Handwerk mit in die Neue Welt, um in Germantown, heute ein Stadtteil von Philadelphia, als William Riddenhouse die erste Papiermühle Nordamerikas zu gründen. Auf deren Papier wurde im frühen 18. Jahrhundert auch die erste Zeitung Nordamerikas, die American Weekly gedruckt wurde.
Mehr über die Mülheimer Geschichte erfährt man auf den Internetseiten des Mülheimer Geschichtsvereins
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