Samstag, 21. Januar 2017

Margret Zerres geht in den Unruhestand

Margret Zerres (Foto Matthias Zerres)
Es war ihr Engagement in der katholischen Jugendarbeit, dass ihr klar machte: „Ich interessiere mich für Menschen!“ Das brachte die Bergmannstochter Margret Zerres dazu, nach ihrem Abitur Sozialarbeit zu studieren und bei der Caritas anzuheuern. Ihre erste Station war Gladbeck, bevor sie 1990 nach Mülheim wechselte.

Dort absolvierte die Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Söhnen eine Studium in Sozialmangement und übernahm als Vorstandsmitglied und stellvertrende Geschäftsführung Verantwortung für jeweils rund 230 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter.

Den katholischen Sozialverband, der 1920 vom legendären Ruhrpastor Konrad Jakobs ins Leben gerufen worden war, in der Stadtgesellschaft gut vernetzt- und die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiter gestärkt zu haben, sieht die 58-Jährige als einen Aktivposten, mit dem ihre Kolleginnen und Kollegen weiterarbeiten können, wenn sie sich Ende des Jahres in den „Unruhestand verabschiedet, um zusammen mit meinem Mann Burkhard Dinge zu tun, für die in den letzten Jahren zu wenig Zeit geblieben ist.“ Zerres denkt an gemeinsame Reisen, gemeinsame Gartenarbeit und gemeinsame Fahrradtouren, aber auch an das gemeinsame soziale Engagement für einen Kindergarten in Ruanda.

Familien- und Flüchtlingshilfe. Erziehungs- und Schwangerenberatung, Jugendhilfe und Arbeit mit und für psychisch- und suchtkranke Menschen. Als Mitglied der Geschäftsführung und und des Vorstands war und ist Zerres eine rührige und immer zukunftsorientierte Querschnittsarbeiterin und Botschafterin der katholischen Sozialarbeit. „Wir müssen die Familien stärken und die Eltern wieder mehr dazu bringen, ihrer eigenen Erziehungskompetenz zu vertrauen“, beschreibt Zerres eine zentrale Zukunftsaufgabe und wünscht sich: „für jede Familie einen Mittags- oder Abendbrottisch, um den sie sich versammeln und miteinander sprechen kann.“ Wenn Zerres nun geht, bleibt zumindest ihr Sohn Matthias. Denn er betreut die Internetseite der Mülheimer Caritas www.caritas-muelheim.de

Dieser Text erschien am 14. Januar 2017 im Neuen Ruhrwort

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