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Dunkle Wolken über der Einkaufslandschaft in der Stadtmitte: Ein Zeitsprung

Ein Blick auf das Schlosscenter und seine Ausläufer
an der Schloßstraße/Ecke Eppinghofer Straße
Wo heute ein Augenoptiker seine Dienstleistung anbietet, gingen die Mülheimer bis zum September 2007 einkaufen. „Mein Foto aus dem Januar 1996 zeigt den Schätzlein-Markt an seinem letzten Verkaufstag, ehe aus Schätzlein Extra wurde“, berichtet der 1936 geborene Mülheimer Walter Neuhoff. Der Extra-Markt bot auf einer Verkaufsfläche von rund 850 Quadratmetern Lebensmittel an und beschäftigte zuletzt 15 Mitarbeiter. Nur der damalige Filialleiter und sein Stellvertreter blieben nach der Schließung des Marktes an der Schnittstelle zwischen Schloß- und Eppinghofer Straße in den Diensten der Supermarkt-Kette. Ihre Kollegen bekamen zwar eine Abfindung, wurden aber im Oktober 2007 arbeitslos. Schon damals wurde in der Lokalpresse der zunehmende Mangel an Supermärkten in der Innenstadt beklagt. Denn kurz vor dem Extra-Markt waren auch die Plus-Filialen an der Leineweberstraße und am Löhberg geschlossen worden. Fünf Jahre später, im Sommer 2012 sollte auch der Tengelmann-Markt an der Leineweberstraße für immer seine Türen schließen. 2012, wie 2007 wurde die Schließung mit der zu geringen Verkaufsfläche begründet. Seitdem halten nur noch Aldi und Edeka mit ihren Märkten im Forum die Stellung. Extra und Schätzlein waren mit einem Teil der Verkaufsfläche Mieter im 1969 errichteten Schloss-Centers, in dem Geschäfte, Lokale, Arztpraxen Quartier nahmen. Nach der Schließung des Extra-Marktes wurden seine zusammengesetzten Verkaufsflächen wieder getrennt. Die ehemalige Extra-Fläche nutzt heute der Textil-Anbieter KIK.

Dieser Text erschien am 23. Januar 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

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