Dienstag, 29. März 2016

Welttag der Menschen mit Trisomie 21: Drei Fragen an die Vorsitzende der Mülheimer Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung

Ulrike Stadelhoff
Alle reden von Inklusion und Integration. Doch wie steht es darum in der Lebenswirklichkeit von Menschen mit einer geistigen Behinderung. Darüber sprach ich aus gegebenem Anlass mit Ulrike Stadelhoff. Die Mutter eines geistig behinderten Sohnes ist ehrenamtliche Vorsitzende der 1963 von Pastor Ewald Luhr gegründeten Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung.

Wie gleichberechtigt sind Menschen mit geistiger Behinderung in unserer Leistungsgesellschaft?

‎Die  politische Entwicklung in den letzten Jahren hat die Menschen mit Behinderung deutlich mehr in den Focus des öffentlichen Interesses gerückt. Sie werden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen ernster genommen als jemals zuvor. Bis zur wirklichen Gleichberechtigung ist natürlich noch einiges zu tun, allerdings gilt das nicht nur für die Gruppe der Menschen mit geistiger Behinderung. 

Wie sehen Sie die Tatsache, dass immer mehr Menschen mit Down Syndrom aufgrund der vorgeburtlichen Diagnostik erst gar nicht mehr zur Welt kommen und damit die Zahl der Menschen mit geistiger Behinderung tendenziell immer weiter sinkt?

Ich kann nicht beurteilen, ob die Zahl der Menschen mit geistiger Behinderung tatsächlich sinkt oder ob sich nur die Formen der Behinderungen verändern. 

Ist das Leben mit einem geistig behinderten Kind/Menschen nur eine Last oder auch eine Bereicherung?


Es gibt gute und schlechte Zeiten, wie auch mit nicht behinderten Kindern. Sicher ist es nicht immer einfach, es eröffnen sich aber auch Perspektiven, die man durchaus als Bereicherung bezeichnen könnte. 

Dieser Text erschien am 21. März 2016 in der NRZ und in der WAZ

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