Im Wort Zeitung steckt nicht von ungefähr das Wort Zeit. Denn während wir Zeitungsleute über die Zeitläufe berichten, läuft uns zuweilen zwischen den Terminen auch schon mal die Zeit davon.
Wehe dem, der wie ich, in solch einer Situation vom gewohnten Pfad abkommt, weil er glaubt, eine Abkürzung entdeckt zu haben, die ihm am Ende so viel Zeit kostet, das aus dem „zu spät“ ein „viel zu spät“ wird.
Hätte ich doch die Weisheit meines alten Volontärsvaters beherzigt: „Hast du es eilig? Dann nimm dir Zeit!“ Denn auch diesmal bewahrheitete sich: „Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.“ Gott sei Dank war mein Gesprächspartner ein Gemütsmensch, der viel Zeit hatte, um die Zeitung zu lesen. Außerdem hat er schon so viel(e) Zeit(en) miterlebt, dass es ihm auf eine Viertelstunde auch nicht mehr ankommt. Dem Glücklichen schlägt eben keine Stunde.
Dieser Text erschien am 17. Februar 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Schwarzes Gold
Noch bis zum 1. Dezember kann man im Haus der Stadtgeschichte an der Von-Graefe-Straße in die Geschichte des Mülheimer Bergbaus eintauchen...
-
Ein Zeitsprung in die 1950er Jahre Ruhrblick am Leinpfad in den frühen 1950er Jahren. Ein Foto des Mülheimers John Dieter Roehse mach...
-
Sie sind nicht von ungefähr die in allen Berufsimage-Umfragen hoch gepriesenen Helden des Alltags. Feuerwehrleute bringen sich in Gefahr, ...
-
Dr. Peter Ramme 6.45 Uhr. Der Arbeitstag von Dr. Peter Ramme beginnt nicht in seiner Praxis, sondern im Haus Kuhlendahl, wo der Hausa...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen