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Ein närrischer Hans Dampf in allen Gassen: Maik Frehmann

Maik Frehmann von der KG Düse
Als Junge war Maik Frehmann ein erfolgreicher Schwimmer. Doch dann machte ihn die Fanfare eines Nachbarsjungen neugierig. Von ihm ließ er sich zur Probe des Musikzuges der Roten Funken mitnehmen.

Das musikalische und menschliche Gemeinschafterlebnis, das er dort mitnahm, machte ihn zum Karnevalisten. „Ich bin kein Einzelkämpfer, sondern ein Gemeinschaftsmensch. Und deshalb bin ich im Karneval genau richtig“, sagt der heute 41-Jährige.

Nach 16 aktiven Jahren als Musiker, Geschäftsführer und Vizepräsident der Roten Funken gründete der gelernte Dachdecker 2001 mit einigen Karnevalsfreunden die Karnevalsgesellschaft Düse.

„Wir wollten einen modernen Karneval für jedermann feiern und weniger Rücksicht auf althergebrachtes Zeremoniell nehmen müssen“, erinnert sich der Vater eine vierjährigen Tochter an den Gründungsimpuls. Dass aus den 35 Gründungsmitgliedern inzwischen 120 Mitglieder geworden sind, zeigt, dass Frehmann und seine Vorstandskollegen nicht alles falsch gemacht haben können.

Besonders freut sich Frehmann darüber, „dass wir viele junge Mitglieder haben, von denen wir einige auch schon in die Vorstandsarbeit einbezogen haben“. Junge und jüngere Mitglieder sind für ihn ein Zeichen dafür, „dass wir uns als Gesellschaft weiterentwickeln und immer für neue Ideen offen sind“.

Wenn die KG Düse am kommenden Donnerstag um 19 Uhr zur Weiberfastnacht und am Karnevalssamstag um 20 Uhr zur Prunksitzung in die Styrumer Union an der Neustadtstraße einlädt, wird man auch rockig-poppige Musikklänge und Comedy jenseits von Marschmusik und Büttenrede zu hören bekommen. Als Präsident und Vorsitzender, als Corpsführer des Musikzuges und als Mittänzer im Männerballett, ist Frehmann ein karnevalistischer Hans Dampf in allen Gassen. „Ich bin kein Präsident, der sich zurücklehnt und die Arbeit delegiert und dirigiert. Ich packe immer selbst mit an, wo ich gebraucht werde“, betont Frehmann. Und so macht er sich gleich nach dem Gespräch mit der Presse auf den Weg, um Dekorationen für die Karnevalsveranstaltungen im Unionssaal zu besorgen.

Auch wenn die Wagenbauer mal Hilfe brauchen, reicht ein Anruf. „Wenn man als Präsident mit anpackt, hebt das die Stimmung“, weiß Frehmann. Er schätzt, dass er 70 Prozent seiner Freizeit dem Karneval und dem Vereinsleben der KG Düse widmet. Aktuell plant der Ex-Prinz der Session 2004/2005 schon das Sommerfest der Düse.

Ganz nebenbei baut er nach einem Arbeitsunfall als Umschüler derzeit sein Examen als Bautechniker. „Durch den Karneval habe ich gelernt, dass man den Kopf nicht in den Sand stecken darf und das es im Leben immer weitergeht“, sagt der närrische Hans Dampf.

Dieser Text erschien am 2. Februar 2016 in der NRZ und in der WAZ

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