Sonntag, 14. Februar 2016

"Liebe ist nicht nur ein Wort": Gedanken zum Valentinstag

Pfarrer Michael Manz
Am 14. Februar ist Valentinstag, der Tag der Liebenden. Der römische Priester Valentin wurde im 3. Jahrhundert zum Märtyrer, weil er Paare nach christlichem Ritus traute. Pfarrer Michael Manz widmet(e) der Liebe deshalb einen ganzen Gottesdienst, der in der Styrumer Immanuelkirche an der Kaiser-Wilhelm-Straße von Steffi Klapper und Volker Hoffmann mit Liebesliedern bereichert wurde. Was fällt dem ev. Theologen und wiederverheirateten Familienvater zum Thema Liebe ein?

Frage: Viele Menschen träumen von der Liebe fürs Leben, aber immer mehr Ehen scheitern. Warum ist das so?

Antwort: Dass Ehen scheitern hat viele Gründe: Es können die immer stressiger werdenden Zeiten sein, die einem das Gefühl der Liebe erschweren. Menschen entwickeln sich weiter, manchmal eben anders, als man sie kennen gelernt hat.

Frage: Was kann, muss, sollte man tun, um eine Liebe lebendig zu erhalten oder vielleicht auch wiederzubeleben?

Antwort: Liebe will erhalten bleiben, will gepflegt werden. Man darf sich nicht gehen lassen.

Frage: Kann man Liebe und das Leben von Familie und Partnerschaft lernen oder ist das Gelingen einer Liebe fürs Leben am Ende reine Glückssache?

Antwort: Um Kinder zu erziehen, gibt es keine Schule, für die Liebe auch nicht. Daher ist „Liebe” ein ewiges, dauerhaftes Lernen gemeinsam mit dem geliebten Menschen. Und da Liebe nie nur von einem Menschen abhängt, sondern es auch auf den Anderen ankommt, gehört vielleicht auch eine Portion „Glück”, aber ganz bestimmt auch Gottvertrauen dazu.

Dieser Text erschien am 13. Februar in der NRZ und in der WAZ

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen