Samstag, 3. Oktober 2009

Ritterschlag für närrischen Wagenbauer


Der Geschäftsführer des Hauptausschusses, Hans Klingels, nennt ihn einen "Altmeister des Wagenbaus." Und das ist der 71-jährige Karosseriebaumeister Teobert Kuhs wohl auch. Seit 20 Jahren sorgt er mit etwa 24 Kollegen in der Wagenbauhalle dafür, dass der Rosenmontagszug ins Rollen kommt.

"Wir sind eine kleine, aber eingeschworene Gemeinschaft. Und das muss auch so sein", sagt er über die Zunft der jecken Wagenbauer, die jetzt mit neuer Planungssicherheit in einer vom Hauptausschuss auf 20 Jahre angemieteten Halle an der Ruhrorter Straße an den Motiv- und Gesellschaftswagen werkeln können. "Das Spannendste ist immer wieder zu sehen, wie die Leute auf das reagieren, was man in die Welt gesetzt hat", beschreibt Kuhs seine Vorfreunde auf den Rosenmontag.

Am 25. November wird der Wagenbauer von der Gesellschaft Mölm Boowenaan für seine Verdienste um den mölmschen Karneval in der Stadthalle zum Ritter des Schiefen Turms geschlagen und damit in den närrischen Adelstand erhoben. Kuhs wird der 25. Ritter des Schiefen Turms sein. Die höchste Auszeichnung für langjährig aktive mölmsche Karnevalisten wurde bereits 1974 von Kuhs' Heimatgesellschaft Mölm boowenaan und dem Mülheimer Karnevalsverein ins Leben gerufen. Der Name der aktuell 13 amtierenden Ritter des Schiefen Turms leitet sich übrigens vom einst windschiefen Turm der Petrikirche ab.

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