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Vom Garnisonslazarett zur Seniorenresidenz: Ein Zeitsprung an der Dimbeck

Einige Gebäude der Seniorenresidenz an der Dimbeck
stammen noch aus Kaisers Zeiten, als hier ein
Garnisonslazarett stand.
Wo heute über 100 Senioren im Wohnpark Dimbeck leben, befand sich während des Ersten Weltkrieges ein Garnisonslazarett. Die historische Aufnahme aus dem Stadtarchiv entstand im September 1915 und zeigt die Einweihung einer Kaiser-Büste. Damals wurde Deutschland noch von Wilhelm II. regiert und in den Abgrund gerissen.

Nach dem Ersten Weltkrieg, der 3500 Mülheimer Soldaten das Leben kostete, zog auf dem Grundstück an der Dimbeck 2 bis 6 der 1920 vom Ruhrpastor und Stadtdechanten Konrad Jakobs gegründete Caritas-Verband ein. Aus dem ehemaligen Lazarett wurde das Josefshaus, in dem uneheliche Mütter und ihre Kinder Zuflucht fanden.

1983 wurde das Josefshaus in ein Wohnheim für psychisch kranke Menschen umgewandelt. Außerdem wurden dort eine Tagesstätte  sowie eine Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Erkrankte eingerichtet.

Nachdem die Caritas das Grundstück und die Gebäude ihres Zentrums im Zuge der katholischen Gemeindeumstrukturierung 2006 verkauft hatte und in das ehemalige Gemeindezentrum St. Raphael an der Hingbergstraße ungezogen war, investierte die neue Eigentümerin, die Engelbertus gGmbH, im Jahr 2007 rund 25 Millionen Euro in den Aufbau eines modernen Altenheim-Komplexes mit Pflegeplätzen und betreuten Altenwohnungen. 2012 von der Anderson Holding AG übernommen, gehört der Wohnpark Dimbeck mit seinen 95 Heimplätzen und 51 Alten-Apartments seit 2014 zur Alloheim-Gruppe.

Dieser Text erschien am 21. August 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

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