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"Schmidt-Mülheim" verlässt die politische Arena

Andreas Schmidt

1956 in Mülheim geboren, begann Andreas Schmidt als Vorsitzender der Schüler-Union sein politisches Engagement in der CDU. Das war im WM-Jahr 1974. Als Jurastudent und Assistent des CDU-Europaabgeordneten Otmar Franz lernte Schmidt in den 80er Jahren den Parlamentarismus von innen kennen.

Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Politiklehrer Thomas Schröer (SPD) kandidierte der damals 29-jährige Schmidt 1987 erstmals für den Bundestag und verlor. 1990 zog er dann über die Landesliste ins Bundesparlament ein. Neben seinem Mandat hielt er als Rechtsanwalt immer auch seine Mandanten im Auge, um beruflich und politisch unabhängig zu bleiben.

In seinen 19 Bundestagsjahren war Schmidt kein Hinterbänkler, sondern stand als Justiziar und Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, als CDU-Obmann im Parteispenden-Untersuchungsausschuss oder als Vorsitzende des Rechtsausschusses immer in der ersten oder zweiten Reihe.

Anderas Schmidt arbeitet seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag (2009) wieder als Rechtsanwalt. Seine Nachfolgerin im Deutschen Bundestag und an der Mülheimer CDU-Spitze, Astrid Timmermann-Fechter, sieht er vor allem vor der Herausforderung, neue Mitglieder für die Partei zu gewinnen. Als den größten Erfolg den die Union in seiner Amtszeit erringen konnte sieht er den Machtwechsel des Jahres 1994, als CDU und Grüne, die seit 1948 im Rathaus regierende SPD ablösen konnten und in ihrer Regierungszeit 1998 die Gründung der aus der Fusion von Rhenag und Mülheimer Fernwärmegesellschaft (MFG) hervorgegangene Mülheimer Energiedienstleistungsgesellschaft (Medl) realisieren konnten.


Dieser Text erschien am 20. Oktober 2015 in der Neuen Ruhr Zeitung

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