Heute kommt er um 14 Uhr, der Rosenmontagszug, der seit 60 Jahren vom Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval und seinen Gesellschaften auf die Straßen der Innenstadt gebracht wird. Die Karnevalsmuffel lachen, wenn sich kostümierte Mitmenschen in der Innenstadt tummeln und sie zu einem Art Disneyland machen.
Die Karnevalsfans lachen auch und rufen „Uss Mölm Helau“ und fordern Kamelle. Und das Tollste ist: Sie bekommen, wonach sie verlangen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Es ist mehr als reine Narretei, dass 1500 aktive Karnevalisten durch ihre Mitarbeit und ihre Spenden einen bunten Zug durch die Straßen der oft gescholtenen und an vielen Stellen notleidenden Innenstadt schicken und dabei Kamelle und gute Laune unter die 10 000de von Jecken bringen, die hier vor Ort buchstäblich die Wirtschaft ankurbeln.
Das ist mehr, als manche hauptamtliche Strategen bewerkstelligen, die uns blühende Landschaften versprechen, aber Leerstände und Schlaglöcher bescheren. Immerhin macht ein Rosenmontagszug die Stadtmitte für einige Stunden bunter und lebendiger. Damit muss es nach Aschermittwoch nicht vorbei sein. Froher Sinn und Tatkraft schaden nie.
Dieser Text erschien am 12. Februar 2018 in der Neuen Ruhr Zeitung
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Schwarzes Gold
Noch bis zum 1. Dezember kann man im Haus der Stadtgeschichte an der Von-Graefe-Straße in die Geschichte des Mülheimer Bergbaus eintauchen...
-
Ein Zeitsprung in die 1950er Jahre Ruhrblick am Leinpfad in den frühen 1950er Jahren. Ein Foto des Mülheimers John Dieter Roehse mach...
-
Sie sind nicht von ungefähr die in allen Berufsimage-Umfragen hoch gepriesenen Helden des Alltags. Feuerwehrleute bringen sich in Gefahr, ...
-
Dr. Peter Ramme 6.45 Uhr. Der Arbeitstag von Dr. Peter Ramme beginnt nicht in seiner Praxis, sondern im Haus Kuhlendahl, wo der Hausa...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen