Direkt zum Hauptbereich

Lions helfen Mitbürgern in Not

Solchen Besuch bekommen Andrea Krause und Hartwig Kistner vom Diakonischen Werk und Superintendent Gerald Hillebrand gerne. Dr. Christian Endreß und Andreas Schmidt vom Lions-Club Mülheim-Ruhr überbrachten ihnen jetzt einen Scheck in Höhe von 6000 Euro. Das Geld kommt aus dem Verkaufserlös der Adventskalender, die der 40 Mitglieder starke Lions-Club zusammen mit seinen Kollegen aus dem Lions-Club Mülheim-Leinpfad für einen guten Zweck unter die Leute bringt.
Dieser gute Zweck ist im Falle des Lions-Clubs Mülheim-Ruhr die ambulante Gefährdetenhilfe der Diakonie, die Menschen hilft, die obdachlos sind oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. "Ohne die Hilfe, die ich hier erhalten habe, hätte ich mein Leben nicht mehr in den Griff bekommen. Das wäre dann sicher ganz schlimm geworden", sagt ein 61-jähriger Mann, der nach zweijähriger Obdachlosigkeit jetzt ein Apartment im Diakoniehaus an der Kaiser-Wilhelm-Straße bewohnt und inzwischen wieder einer geregelten Arbeit nachgeht.

Das Haus und seine Bewohner werden von zwei Sozialarbeitern betreut, Auch an der Auerstraße und an der Kanalstraße betreibt die Diakonie ähnliche Einrichtungen, die Menschen beisteht, die zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Sucht oder Trennung aus ihrer Lebensbahn geworfen worden sind. "Mir liegt die Arbeit, die hier für Menschen in Not geleistet wird und die ich auch durch ehrenamtliche Mitarbeit kennengelernt habe sehr am Herzen", sagt der Präsident des Lions-Clubs Mülheim-Ruhr, deren Mitglieder sich auch in anderen sozialen Bereichen, wie etwas der Hausaufgabenhilfe und Sprachförderung für Kinder und Jugendliche ehrenamtlich engagieren.

"Die 6000 Euro können wir für unsere Arbeit in der ambulanten Gefährdetenhilfe gut gebrauchen, etwa für die Anschaffung von neuen Möbeln oder die Finanzierung von Ausflügen und Festen. Genauso wichtig, wie das Geld ist uns aber auch die mit dieser Spende verbundene Anerkennung und Aufmerksamkeit für unsere immer wichtiger werdende soziale Arbeit", sagt die zuständige Abteilungsleiterin der Diakonie Andrea Krause. Und der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Hartwig Kistner betont: "Alle Spenden, die wir erhalten, fließen zu 100 Prozent in die soziale Arbeit. Unsere Verwaltungsarbeit finanzieren wir nur mit unseren eigenen Mitteln." Mehr zum Thema unter: www.diakonie-muelheim.de 

Dieser Text erschien am 5. Februar 2018 in der Mülheimer Woche

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Am liebsten hört sie Radio: Margarete Sonnenschein feierte jetzt ihren 100. Geburtstag

"Wie alt bin ich jetzt? 100?!“ fragt Margarete Sonnenschein, während sie mit ihren Mitbewohnerinnen in der Villa Nestor bei Kaffee und Kuchen ihren dreistelligen Geburtstag feiert. 

Seit zehn Jahren lebt sie  in einer Wohngemeinschaft, die von den Pflegepartnern betreut wird. Weil sie aufgrund einer Makuladegeneration nicht mehr sehen kann, hört sie am liebsten Radio. Besonders bedauert sie es, dass ihr Lieblingsmoderator Jürgen Domian nicht mehr auf Sendung ist. Seine seelsorgerischen Gespräche mit Menschen in unterschiedlichsten und schwierigsten Lebenslagen hat die ehemalige Bibliothekarin und Buchhändlern immer besonders gerne gehört. Deshalb freut sich Sonnenschein darüber, dass ihr Pflegedienstleiterin Karin Eberlein und ihre Mitbewohnerinnen eine CD-Sammlung mit Domians besten Gesprächen geschenkt haben.

Schwere Zeiten kennt die Dame, die zweimal verheiratet war und vor 35 Jahren ihren einzigen Sohn begraben musste, nur zu gut.

Noch im Ersten Weltkrieg geboren, musste sie die…

Suchtfaktor Karneval

Sie ist die jüngste der 13 Mülheimer Karnevalsgesellschaften, die KG Aunes Ees. Zwölf Karnevalsfreunde aus der damals aufgelösten KG Düse formierten sich im Juli 2017 zur neuen KG Aunes Ees. „Aunes Ees ist mölmsch Platt und bedeutet anders als, weil wir anders sind als viele andere Karnevalsgesellschaften“, erklärt der Vorsitzende der neuen Gesellschaft Jörg Schwebig die Namenswahl.
Anders als die anderen mölmschen Gesellschaften, gibt es bei Aunes Ees neben einer Aktivengarde auch eine integrative Garde, in der Menschen mit und ohne Handicap ihren Spaß am Tanz gemeinsam auf die Bühne bringen. Dass es dazu kam, hat mit Schwebigs Bruder Frank und seiner Schwägerin Vivian zu tun, Sie sind Eltern einer behinderten Tochter, die in einer integrativen Tanzgarde einer Duisburger Gesellschaft aktiv war. Doch das Mädchen und seine Gardekolleginnen fühlten sich ihrer bisherigen Gesellschaft nicht mehr gut aufgehoben und wechselten deshalb 2017 geschlossen in die neue Mülheimer Karnevalsgesellsch…

Vor 40 Jahre wurde Heinz Hager zum Oberbürgermeister gewählt: Generationswechsel und Aufbruch in die Moderne

Von so einem Ergebnis kann ein Oberbürgermeister nur träumen. Erst bekommt seine Partei bei den Kommunalwahlen 54 Prozent und dann wird er im Rat der Stadt mit 50 von 51 Stimmen ins Amt gewählt. Genau dieses Erfolgserlebnis wird Heinz Hager am 20. November 1969 zuteil.Es sind schöne Zeiten für Sozialdemokraten, wie Hager, vor 40 Jahren. In Mülheim ist die Mehrheit seiner Partei unangefochten. Und im Bund ist mit Willy Brandt erstmals ein Sozialdemokrat zum Kanzler gewählt worden. Sein Motto: Wir wollen mehr Demokratie wagen. und: Wir schaffen das moderne Deutschland.

Hager selbst wird erst als Oberbürgermeister und später (ab 1974) als Oberstadtdirektor zur Personifizierung des modernen Mülheim. Bis 1992 wird er die Geschicke der Stadt maßgeblich lenken und beeinflussen. Viel von dem, was in seiner Ära auf den Weg gebracht wird, prägt das Bild Mülheims bis heute. Der Stadtbahnbau, die Errichtung des Rhein-Ruhr-Zentrums, die Fußgängerzone auf der Schloßstraße, der Hans-Böckler-Platz mit…