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Nachlese zum Muttertag

Mutter, Vater und zwei kleine Jungs machen einen Sonntagsspaziergang durch die Innenstadt. Schon haben die Knirpse einen der Spielbrunnen auf der Schloßstraße entdeckt und gleich geentert.
Herrlich, wie sich da von einem Bein aufs andere springen lässt. Nur als die beiden Abenteurer sich auf die Brunnenplattform knien, um die ersten Wasserproben  zu nehmen, wird es der Frau Mama zu abenteuerlich. Sie   legt einen Spurt ein und springt selbst auf die Brunnenplattform, um ihre schon halb im Wasser hängenden Jugend-forscht-Anwärter aus dem sprudelnden Nass zu ziehen und ihnen anschließend eine klare Ansage über den Fortgang des Spaziergangs zu machen.
Während dessen hält sich der Herr Papa am Regenschirm fest und schaut unbeteiligt in eine andere Richtung, als habe er mit den Vorgängen am Brunnen auf der Schloßstraße nichts zu tun.
Manche Dinge ändern sich eben nie, auch nicht am Muttertag. Die Brunnen-Szene auf der Schloßstraße erinnert mich an eine Vatertagsszene an der Ruhr, als er zu ihm, halb im Spaß, halb im Ernst sagt: „Weißt du. Solange wir gesund sind und unsere Frauen Arbeit haben, geht es uns gut.“

Dieser Text erschien am 14. Mai 2018 in der Neuen Ruhr Zeitung

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