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Eine vergleichsweise sichere Stadt: DREI FRAGEN AN: Stadtdirektor Frank Steinfort

Der Jurist und Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort
ist als Dezernent im Verwaltungsvorstand
für die Bereiche Recht, Sicherheit und Ordnung
zuständig.
Nach den Kölner Silvesterereignissen stellt sich die Frage nach der inneren und der persönlichen Sicherheit für viele Bürger ganz neu. Wie sehen Sie als der für Ordnung und Sicherheit zuständige Dezernent die Entwicklung?

Entscheidend ist für mich, dass das staatliche Gewaltmonopol erhalten und auch konsequent ausgeübt wird. Es fängt damit an, dass Gesetze eingehalten und ihre Einhaltung auch durchgesetzt wird. Und das fängt wiederum schon damit an, dass wir auf keiner Straße das Parken in der zweiten Reihe tolerieren.

Wie sicher ist unsere Stadt?

Im Landesvergleich gehört Mülheim zu den sichersten Städten in NRW. Allerdings haben wir auch in unserer Stadt einen Anstieg der Wohnungseinbrüche zu verzeichnen. Und ich kann jungen Leuten nicht dazu raten, zwischen 2 und 4 Uhr nachts alleine durch die Stadt zu gehen. Dann kann es zu ungeplanten und manchmal auch gefährlichen Begegnungen kommen. Es gibt in unserer Stadt aber keine Bereiche, in denen man sich grundsätzlich unsicher fühlen und sie deshalb meiden müsste. Leider scheint es aber sinnvoll zu sein, dass sich vor allem junge Frauen mit Pfefferspray ausstatten, um im Ernstfall Männer auf Distanz zu halten, die ihre Privat- und Intimsphäre nicht achten. Von Elektroschockern würde ich aber abraten.

Ist die Polizeipräsenz in Mülheim ausreichend?

Ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln. Denn bisher hat die Polizei noch in keinem Fall ihre Hilfe mit dem Hinweis auf zu wenig Personal ablehnen müssen. Als Beigeordneter der Stadt habe ich natürlich keinen Einfluss auf den Personaleinsatz der Polizei. Grundsätzlich arbeiten Stadt und Polizei aber gut und vertrauensvoll zusammen. Wir sind in einem regelmäßigen Gespräch, auch über die Frage, was wir hier in Mülheim aus den Kölner Ereignissen lernen können, um ähnliche Vorkommnisse in unserer Stadt zu verhindern.

Dieser Text erschien am 16. Januar 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

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