Donnerstag, 23. März 2017

Ein gastliches Haus an der Kämpchenstraße im Wandel der Zeit

Ein Blickfang an der Ecke Kämpchenstraße/Paul-Essers-Straße
Heute springen wir zurück ins Jahr 1910 und landen vor dem Haus an der Kämpchenstraße 59. Ein Foto aus dem Privatarchiv des Mülheimers Burkhard Richter, das auch in dem von ihm herausgegebenen und im örtlichen Buchhandel erhältlichen Kalender „Mülheim in alten Ansichten“ zu finden ist, macht es möglich. 

Als die historische Aufnahme entstand, war das 1906 errichtete Gebäude ein Hotel und Restaurant mit dem schönen Namen Cecilienhof, benannt nach der damaligen Kronprinzessin des deutschen Kaiserreiches Cecilie Auguste Marie Herzogin zu Mecklenburg (1886-1954).

Dem Cecilienhof, folgte der Lippische Hof, in dem bis 1981 gegessen, getrunken, gefeiert und Billard gespielt wurde. Seit 1981 bewirtet in diesem schönen und alten Haus, Evangelos Papoutsoglou, die Gäste seines  Restaurant Amfipolis, werktags von 17 Uhr bis 22.30 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 12- bis 15 Uhr und von 17 Uhr bis 22.30 Uhr  mit den Köstichkeiten aus der traditionellen griechischen Küche. Wunderschöne Wandbilder zeigen Restaurantbesuchern die klassischen Seiten Griechenlands.  Im Sinne des barrierefreien Zugangs wurde das alte Gast-Haus inzwischen mit einem Seiteneingang und einer Auffahrrampe für Kinderwagen, Rollstuhl- und Rollatornutzer ausgestattet. Ihren Namen trägt die Kämpchenstraße seit dem Jahr 1900. Er erinnert nicht, wie man denken könnte, an den namensgleichen Bergmann und Dichter Heinrich Kämpchen (1847-1912), sondern leitet sich von dem Begriff Kamp ab, der seit dem Mittelalter neugewonnene Acker- und Weidenflächen bezeichnete.

Dieser Text erschien am 20. März in der Neuen Ruhr Zeitung

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