Närrische Regenten legten los: 400 Jecken ließen die Tollitäten bei der Prinzenproklamation im Festsaal der Stadthalle hochleben: Buntes Showprogramm sorgte für Stimmung

Die neuen Tollitäten bei der Prinzenproklamation in der Stadthalle:
v.l. Karina Pütz, Janine Müller, Jürgen Wisniewski, Jennifer Kolkmann und
Ulrich Pütz.
400 Jecken feierten am Samstagabend im Festsaal der Stadthalle die Proklamation des neuen Stadtprinzenpaares. Jürgen II. (Wisniewski) und Janine I. (Müller) starteten mit dem ökumenischen Segen des Stadtdechanten Michael Janßen und des Styrumer Pfarrers Michael Manz in die Fünfte Jahreszeit, die mit dem Rosenmontag am 12. Februar 2018 ihren Höhepunkt erreichen wird. „So viel Lachen zu hast, so viel Glauben hast du“, gab Ehrensenator Manz den Jecken und Tollitäten mit auf den Weg.

Um 21 Uhr war es so weit: Flankiert von ihren Paginnen Jennifer Kolkmann und Karina Pütz und ihrem Hofmarschall Ulrich Pütz verkündeten Prinz und Prinzessin ihr närrisches Regierungsprogramm, ehe sie ihre Tanzshow präsentierten. 
Närrisches Regierungsprogramm

Geht es nach ihren Willen, leisten alle Mülheimer bis zum Aschermittwoch dem Sessionsmotto Folge: „Rund um die (R)uhr regiert die mölmsche Freude nur.“

Wer die ihm verliehenen Prinzenorden bei Karnevalsveranstaltungen nicht trägt, muss 11.11 Euro in die Kasse des Kinderprinzenpaares spenden. Jeder Mülheimer muss während der Session mindestens einmal die Hofburg des Prinzenpaares, die Prinzeß-Luise-Stuben besucht haben.
Alle Jecken werden dazu verpflichtet, dort, wo Karnevalsmusik gespielt wird, mitzusingen, zu klatschen und zu schunkeln. Der Oberbürgermister und Vertreter der Stadtverwaltung müssen einen Mariechentanz einüben, der nach der Schlüsselübergabe beim Rathaussturm am Weiberfastnachtsdonnerstag, 8. Februar 2018, vorzuführen ist. Alle Karnevalsmuffel und Miesepeter werden dazu verpflichtet, den Jecken den Spaß an der Freude nicht zu verderben. Deshalb bekommen sie für alle Karnevalsveranstaltungen Hausverbot.

Das Prinzenmobil darf während der Session überall in der Stadt frei parken. Knöllchen werden vom Oberbürgermeister zu Konfetti für den Rosenmontagszug verarbeitet.

Darüber hinaus muss der OB bei den Seniorensitzung des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval am  29. Januar 2018 als Sänger für Stimmung im Theatersaal der Stadthalle sorgen. Alle närrischen Bürger sind dazu aufgerufen beim Rosenmontagszug am 12. Februar mit wenig Alkohol und viel guter Laune an der Zugstrecke zu feiern und die Tollitäten hochleben zu lassen. Wenn das Lied „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ bis zum 13. Februar 2018 auch nur gesummt, gesungen oder gespielt wird, wird der Aschermittwoch und damit das Ende der Fünften Jahreszeit auf unbestimmte Zeit verschoben. Und schließlich dürfen Jecken während der Karnevalsveranstaltungen kein Handy benutzen, um ihre ganze Konzentration auf die Bühnenshow und die Tollitäten richten zu können.

Dieser Text erschien am 13. November 2017 in NRZ und WAZ

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