Direkt zum Hauptbereich

MüKaGe feierte mit 150 Jecken im Altenhof: Als Hoppeditz arbeitete sich Pfarrer Michael Manz an den Baustellen der Stadt ab. Neuer Showtanz begeisterte

Die Tanzgarde der Mükage nach ihrer neuen Burlesque-Show
Mit einer neuen Tanzshow (Burlesque) ihrer Aktivengarde und mit einem  neuen Hoppeditz (Pfarrer Michael Manz aus Styrum) startete die MüKaGe am Samstagabend mit 150 Jecken im Altenhof in ihre 80. Session.

Als Hoppeditz arbeitete sich Michael Manz an den Baustellen der Stadt ab und machte deutlich, dass er sich auf der Kanzel genauso wohl fühlt, wie in der Bütt.

O-Ton Hoppeditz: „Im Yachthafen  habe ich bis auf die Tretboote noch nicht viele Schicki-Micki-Yachten gesehen. Aber was sollen die da auch anlegen? Gehste von Bord und zack! – stehst Du in einer Baustelle! Mit dem Thema „Baustelle“ kann ich mir Zeit lassen, denn Baustellen nehmen uns Mölmschen ja auch Zeit ohne Ende.“ Auch die Stadtverwaltung bekam vom geistlichen Hoppeditz ihren Segen von Kloster Kamp: „Seien wir mal ehrlich. In unserer schönen Stadt wird viel Müll produziert. Nicht nur der Müll, den die MEG abholt. So mancher Müll ist auch in den Büros von Verwaltungen zu finden.“ Der ebenfalls unter die Narren gegangene Oberbürgermeister Ulrich Scholten konterte die Spitzen mit Humor: „Wenn ich gewusst hätte, was hier auf mich zukommt, hätte ich vorher einen Beruhigungstee getrunken. Für mich steht jetzt fest: In meinem nächsten Leben werde ich Hoppeditz.“ Doch nicht nur der Verwaltungschef, sondern auch der nicht anwesende Baudezernent Peter Vermeulen, wurde, ob seiner Hochhaus-Pläne an der Ruhr, vom Hoppeditz als „unser Pitter“ verspottet, „dessen Mülheim-Babylon-Projekt ja jetzt Gott sei Dank vertagt worden ist.“

Manz, der in einem zweiten Bühnenauftritt als Pfarrer vom Tod besucht wurde, während er an einer Beerdigungspredigt arbeitete und den Sensemann tot quatschte, damit dieser ihn noch einmal verschone, wurde an diesem Abend, ebenso, wie sein katholischer Kollege Pastor Michael Clemens (aus Eppinghofen) zum Ehrensenator der MüKaGe ernannt, Am 15. Januar lädt Clemens um 11 Uhr zur Karnevalsfestmesse in St. Engelbert ein.

Dieser Text erschien am 20. November 2017 in der NRZ und in der WAZ

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Am liebsten hört sie Radio: Margarete Sonnenschein feierte jetzt ihren 100. Geburtstag

"Wie alt bin ich jetzt? 100?!“ fragt Margarete Sonnenschein, während sie mit ihren Mitbewohnerinnen in der Villa Nestor bei Kaffee und Kuchen ihren dreistelligen Geburtstag feiert. 

Seit zehn Jahren lebt sie  in einer Wohngemeinschaft, die von den Pflegepartnern betreut wird. Weil sie aufgrund einer Makuladegeneration nicht mehr sehen kann, hört sie am liebsten Radio. Besonders bedauert sie es, dass ihr Lieblingsmoderator Jürgen Domian nicht mehr auf Sendung ist. Seine seelsorgerischen Gespräche mit Menschen in unterschiedlichsten und schwierigsten Lebenslagen hat die ehemalige Bibliothekarin und Buchhändlern immer besonders gerne gehört. Deshalb freut sich Sonnenschein darüber, dass ihr Pflegedienstleiterin Karin Eberlein und ihre Mitbewohnerinnen eine CD-Sammlung mit Domians besten Gesprächen geschenkt haben.

Schwere Zeiten kennt die Dame, die zweimal verheiratet war und vor 35 Jahren ihren einzigen Sohn begraben musste, nur zu gut.

Noch im Ersten Weltkrieg geboren, musste sie die…

Welche Chancen haben Förderschüler auf dem Arbeitsmarkt? Die gute Nachricht lautet: Zeugnisse und Noten sind eben nicht alles, wenn es um den Einstieg in den Beruf geht

„Alles wird gut.“ So steht es auf einer Holzskulptur, die der Geschäftsführer der Berufsbildungswerkstatt (BBWe), Thomas Aring, von Lehrgangsteilnehmern aus dem Berufsfeld Farbe und Raumgestaltung zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Gilt das auch für Förderschüler, wenn sie ihren geschützten Lernraum verlassen und auf dem Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz suchen? Aring schätzt, dass aktuell rund 20 Prozent seiner insgesamt 500 Lehrgangsteilnehmer von der Förderschule kommen. Sie alle konnten nach der Schule keinen Ausbildungsplatz bekommen und trainieren jetzt im Rahmen eines Berufsvorbereitsungsjahres oder eines Werkstattjahres für den ersten Ausbildungsmarkt.


„Viele, die zu uns kommen, erleben im ersten halben Jahr einen richtigen Entwicklungsschub und sind dann auch besonders motiviert“, berichtet Aring. Wie es im optimalen Fall laufen kann, zeigen die 17-jährige Katharina Schaefer und der 19-jährige Patrick Hoppe. Beide haben eine Mülheimer Förderschule für Lernbehinderte bes…

Vom Untergang einer kleinen Geschäftswelt: Vor 30 Jahren wurden die Bahnbögen an der Bahnstraße geöffnet

Der 30. und 31. Januar ist in meinem Kalender rot angestrichen", erzählt Familienforscherin Bärbel Essers. Dass das so ist, hat mit der Geschichte ihrer Familie zu tun. Denn am 30. und 31. Januar 1981 wurde das Geschäft ihrer Eltern am Bahnbogen 19 abgerissen. Mit diesem Abriss ging vor 30 Jahren eine lange Geschäftstradition unter den Bahnbögen an der Bahnstraße zu Ende. Denn als Gerhard Essers 1955 dort sein Geschäft für Angler- und Campingbedarf eröffnete, war er nicht der einzige Geschäftsmann, der unter den 1865 errichteten und 1866 als Eisenbahntrasse in Betrieb genommenen Bahnbögen sein Quartier aufgeschlagen hatte.
Seine 1961 geborene Tochter erinnert sich nicht nur an eine legendäre Pommesbude, eine Eisdiele und den Löschbogen, der damals noch wirklich unter dem Bahnbogen Bier und mehr ausschenkte und die traditionelle Stammkneipe der Marktleute war.

Als Essers noch ein Kind war, handelten ihre Nachbarn unter den Bahnbögen zum Beispiel mit Lederwaren, Obst und Gemüse, Kart…