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So nicht, meine Herrn!

Eine unangenehme Überraschung erlebte ich jetzt, als ich mit einem Ruhrbahn-Bus zu einem meiner Termine fuhr. Ich wurde von einem freundlichen Mitarbeiter der Ruhrbahn nach meiner Fahrkarte gefragt und zeigte ihm mein Monatsticket. Doch damit wollte er sich nicht zufriedengeben. „Haben Sie ihren Personalausweis dabei?“, fragte er mich. . Ich hatte ihn nicht dabei, weil ich es eilig gehabt hatte und vor meinen Sprint zur Haltestelle nur meine Monatsfahrkarte eingesteckt hatte. „Dann müssen sie innerhalb der nächsten 14 Tage mit ihrem Personalausweis und mit ihrer Monatsticket ins Kundencenter gehen, um sich als Inhaber des Monatstickets auszuweisen.“ Damit war ich einverstanden, nicht aber mit der Bearbeitungsgebühr von 7 Euro, die mir der Ruhrbahn-Mitarbeiter für das Anschauen meines Monatstickets und meines Personalausweises durch seine Kollegin im Kundencenter in Aussicht stellte. Dagegen sind ja selbst die oft als unverhältnismäßig hoch kritisierten Kontoführungsgebühren der Banken bescheiden.
Man muss den Großverdienern an der Spitze der hochdefizitären Ruhrbahn zugutehalten, dass sie sich in ihrer Gehaltsklasse nicht vorstellen können, dass es bei ihren Fahrgästen, die nicht mit dem Dienstwagen durchs Leben fahren können und wollen, auf jeden Euro ankommt. Das ist nicht nur schade, sondern auch unklug, weil man mit solchen Geschäftspraktiken auch die treuesten Kunden vertreibt und in meinem Fall dazu führen wird, dass ich mein Monatsticket kündige und künftig nur noch mit Vierer-Fahrkarten Bus und Bahn fahre oder zu Fuß gehe. So spare ich mir jedenfalls die unverschämten sieben Euro für das nachträgliche Vorzeigen meines Monatstickets und meines Personalausweises im Kundencenter der Ruhrbahn. 

Dieser Text erschien am 2. Juli 2019 in der Neuen Ruhrzeitung

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