Montag, 8. Januar 2018

Ein Zeitsprung an der Hingbergstraße zwischen Stadtmitte und Heißen

Der Hingberg und die im Krieg zerstörte Zionskirche
Archivfoto: Wilhelm Neumann
Das historische Foto aus dem Jahr 1946 wurde von Walter Neuhoffs Vater Wilhelm aufgenommen und zeigt die um 1900 errichtete und 1943 vom Krieg zerstörte Zionskirche an der Hingbergstraße 6. 

Den Straßenzug, wie wir ihn auf dem Nachkriegsfoto sehen, ist heute nicht mehr existent. Stattdessen schauen wir aus Richtung der 1983 am Hauptbahnhof errichteten Post auf einen Gebäudekomplex des 1994 eröffneten Forums und auf die Ausläufer des in den frühen 1970er Jahren angelegten Hans-Böckler-Platzes. Dort wurde, als Vorläufer des heutigen Forums, 1977 das City Center eröffnet.

Bis 1963 musste die im Jahr 1875 gegründete methodistische Zionskirchengemeinde ihre Gottesdienste in Notkirchen in Speldorf und Heißen feiern. Erst dann konnte die freikirchliche Gemeinde mit Hilfe der Sparkasse auf einem ehemaligen Lagerplatz an der Ecke Klöttschen/Heißener Straße Grundstück für den Neubau eines Gemeindezentrums, das den Bedürfnissen der damals 500 Gemeindemitglieder entsprach. Beim Bau halfen auch Jugendliche mit.

Zum 1963 eröffneten Gemeindehaus gehörte nicht nur ein Kirchenraum mit 750 Sitzplätzen, sondern auch ein Jugendzentrum und Wohnungen für den Pastor und die Gemeindeschwester.
Als die 1875 vom Prediger Johannes Berger gegründete Gemeinde 1984 das 200-jährige Bestehen der in England gegründeten Glaubensgemeinschaft der Methodisten feierte, bescheinigte der damalige Bürgermeister Günter Weber der Mülheimer Zions-Kirchengemeinde „ein ausgeprägtes soziales und ökumenisches Engagement und einen herzlichen Kontakt zur Stadtgemeinde.“

Dieser Text erschien am 8. Januar 2018 in der Neuen Ruhr Zeitung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen