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Michael Meinert: Frohe Botschaft und gute Unterhaltung


Michael Meinert
Beruflich schreibt Michael Meinert als Presse- und
Öffentlichkeitsarbeiter der Deutschen Bundesbank Presse- und Redetexte. Privat schreibt der 39-jährige Neu-Mülheimer, der seit 2017 in Heißen wohnt historische Romane.

„Schon als Kind fand ich Geschichte spannend“, erzählt Meinert, der bereits als Jugendlicher mit dem Schreiben begann. „Lange habe ich nur für die Schublade geschrieben, ehe ich 2009 einen Verlag gefunden habe, der meine Bücher gut fand und veröffentlicht hat“, berichtet Meinert.

Warum schreibt er? „Als Leser und Autor kann man seiner Fantasie folgen und in eine andere Zeit reisen. Das fasziniert mich ebenso, wie die Möglichkeit in meinen Geschichten etwas von der Frohen Botschaft Jesu zu vermitteln“, unterstreicht der christlich inspirierte Autor, der seinen Glauben nicht als dogmatisches Moralgerüst, sondern als praktische Lebenshilfe versteht, mit der er seine Talente entfalten und Gott und seinen Mitmenschen etwas für das Geschenk seines Lebens zurückgeben kann.

Und so geht es in seinen bisher fünf veröffentlichten Romanen, in denen er mit der „Hochwald-Saga“ die Geschichte einer schlesischen Familie in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches (1871-1918) erzählt, auch um Lebensthemen, wie Schuld, Vergebung, Selbsterkenntnis, Irrtum, Liebe, Hoffnung, Glauben und Zweifel.

„Die Menschen haben zu allen Zeiten im Grund mit den gleichen Problemen und Herausforderungen zu kämpfen“, bringt Meinert die wichtigste Erkenntnis seines Recherchierens und Schreibens auf den Punkt.

Es waren alte Postkarten aus dem bis 1945 deutschen Schlesien, die Meinert zu seinem Familienroman inspiriert haben, an dessen sechsten und letzten Band er derzeit arbeitet. Nach umfangreicher historischer Lektüre in Biografien, Briefen und Tagebüchern reiste er auch zusammen mit seiner Frau an den Ort seiner Romanhandlung. „Schlesien eine sehr schöne und spannende Region, in der sich die heute polnischen Einwohner wieder verstärkt mit der deutschen Geschichte ihrer Heimat auseinandersetzen“, sagt Meinert.

Dass seine Romane, die inzwischen eine kleine vierstellige Auflage erreicht haben, keine Bestseller sind, stört Meinert nicht, der am liebsten handschriftlich und während seiner Mittagspausen im Freien schreibt. „Wichtig ist mir, dass meine Botschaft ankommt und meine Leser die Qualität meiner Arbeit zu schätzen wissen und sich dabei gut unterhalten. Seichte Unterhaltungsromane sind nicht meine Sache“, sagt der Mülheimer Autor, der schon einen neuen Romanstoff mit sich herumträgt. Nach der Lektüre von Briefen der preußischen Königin Luise (1776-1810) möchte er demnächst einen Roman beginnen, der in ihrer Lebenszeit spielt. Würden ihn auch zeitgenössische Romane reizen? „Nein. Denn in der Gegenwart lebe ich selbst. Die ist mir zu nahe. Ich will als Autor eine Zeitreise erleben“, sagt Michael Meinert.

Mehr zum Mülheimer Autor und zu seinen Büchern findet man im Internet unter: www.michael.meinert.autor.eu und unter: www.boas-verlag.de

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