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Innere Uhr contra Zeitumstellung: Mediziner des St. Marien Hospitals raten ihren Mitbürgern zu einem regelmäßigen Schlafrhythmus, um die verlorene Stunde wieder einzuholen

Professor Dr. Heinrich Wieneke
Samstagnacht ist es wieder so weit. Dann werden die Uhren um 2 Uhr eine Stunde vorgestellt.

Der Chef-Kardiologe des St. Marien Hospitals, Heinrich Wieneke und seine in der Psychiatrie tätige Facharzt-Kollegin Ina Hofstadt raten mit Blick auf die aus ihrer Sicht entbehrliche Zeitumstellung dazu, die innere Uhr durch einen regelmäßigen Schlafrhythmus mit der neuen Sommerzeit zu synchronisieren.

„Man sollte grundsätzlich auch am Wochenende immer zur selben Zeit schlafen gehen und am anderen Morgen zur gleichen Zeit wieder aufstehen“, sagt Wieneke. Und Hofstadt ergänzt: „Das bedeutet, auch wenn einem am Sonntagmorgen umstellungsbedingt eine Stunde fehlt, sollte man zur gleichen Uhrzeit aufstehen und anschließend einen kurzen Spaziergang machen, um frischer in den Tag zu kommen. Die verlorene Stunde holt man dann wieder ein, wenn man am Sonntagabend zur selben Uhrzeit, wie sonst und damit defacto eine Stunde früher zu Bett geht.“

Der Kardiologe des St. Marien-Hospitals weiß aus der medizinischen Forschung, dass die Zeitumstellung den Stresspegel und damit auch die Zahl der Herzinfarkte und der Verkehrsunfälle, zumindest im Promillebereich ansteigen lässt.

Dennoch will der Mediziner nicht so weit gehen, die Abschaffung der Ende der 1970er Jahre eingeführten mitteleuropäischen Sommer- und Winterzeit zu fordern. „Denn dann müsste man auch die Fußball-Weltmeisterschaften abschaffen, bei denen man ähnliche Effekte wie bei der Sommer- und Winterzeit-Umstellung feststellen kann.“

Unabhängig  von der Zeitumstellung rät die Psychiaterin und Psychotherapeutin Ina Hofstadt dazu, sich möglichst sieben bis acht Stunden Schlaf, nicht weniger, aber auch nicht mehr zu gönnen. Außerdem warnt sie davor, sofort nach dem Fernsehen oder der Arbeit am Computer- oder am Smartphonebildschirm ins Bett zu gehen. Denn das Blaulicht der Bildschirme und Displays kann zu einem unruhigen Schlaf führen. Perfekt ist es aus ihrer Sicht, kurz vor dem Schlafen zu lesen, sich zu unterhalten oder einen kurzen Spaziergang zu unternehmen, weil die Zwirbeldrüse so zur Produktion des Schlafhormons Melatonin angeregt werde. 

Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, empfiehlt die Psychiaterin und Psychotherapeutin Ina Hofstadt die Lektüre der Internetseite: www.schlafgestoert.de Ausdrücklich warnt sie vor einer längeren Einnahme von Schlafmitteln, da diese Medikamente mit einem hohen Abhängikeitsrisiko verbunden seien.

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