Dienstag, 6. Juni 2017

Liebe auf den ersten Blick: Warum sich Gerlinde Buchholz für das Queitscheentenrenn auf der Ruhr begeistert

Gerlinde Buchholz mit ihrer Rennente ais dem vergangenen Jahr
Gerlinde Buchholz hat sich schon eingedeckt. Für drei Freundinnen und sich selbst hat sie beim Jugendamt eine Quietscheente erworben. „Bei einem gemeinsamen Wochenende in Wetzlar werden wir das Enten-Quartett künstlerisch noch etwas aufpeppen. Ich denke da an Flower-Power-Motive“, erzählt die 50-jährige Wahl-Mülheimerin.
Obwohl sie schon 2008, der Liebe wegen, von Moers nach Mülheim zog, entdeckte sie erst im vergangenen Juni das Jugendfestival Voll die Ruhr und das Quietscheentenrennen für sich. Weil die gelernte Bürokauffrau auch gerne literarisch schreibt, hat sie dem Quietscheentenrennen jetzt sogar eine Kurzgeschichte gewidmet und das Spaß-Ereignis mit sozialem Hintergrund aus der Sicht ihrer Rennente beschrieben.
„Ich habe mir ein kindliches Gemüt bewahrt und ich mag Tiere“, beschreibt sich die Hobbyautorin. Deshalb haben es ihr die 1000 Quietscheenten, die beim diesjährigen Jugendfestival Voll die Ruhr am 10. Juni von der Flora-Brücke aus an den Start gehen auch so angetan. Dass es sich in diesem Fall um Plastikenten handelt, stört Buchholz nicht. „Ich finde es toll, dass man hier einen großen Spaß mit einer guten Sache verbindet“, sagt sie.
Denn die 1000 mal fünf Euro, die das Jugendamt der Stadt an die Frau und den Mann bringt, kommen zu 100 Prozent einem guten Zweck zugute. Das Forum macht es als Enten-Sponsor möglich, dass sich der Kinderschutzbund und die im Frauenhaus lebenden Kinder über einen Geldsegen von jeweils 2500 Euro freuen können.
„Da muss man einfach mitmachen“, findet Gerlinde Buchholz. Was ihr beim Quietscheentenrennen und dem Jungendfestival mit Spiel, Spaß, Musik und Leckereien besonders gut gefällt, „ist die entspannte, fröhliche und familiäre Atmosphäre, die man an diesem Tag an der Ruhr spürt.“ Auch diesmal wird sie sich auf der Terrasse des Teehauses an der Dohne, diesmal zusammen mit ihren Freundinnen, einen Kaffee gönnen und den Start des Queitscheentenrennens beobachten.
Die Ruhr und das grüne Ruhrtal haben es ihr angetan und dafür gesorgt, dass die Niederrheinerin weiterhin gerne in Mülheim an der Ruhr lebt, obwohl die Liebe, die sie in die Stadt am Fluss brachte, inzwischen schon wieder Vergangenheit ist.
Geblieben ist ihr nicht nur die Liebe zu den landschaftlichen Reizen der Ruhrstadt, sondern auch ihre Liebe zu den Tieren und zu der Natur. Mit ihrem Kater Murphy lebt die Katzenmutter in ihrer kleinen Wohnung in Dümpten und wenn die zurzeit arbeitssuchende Bürokauffrau im grünen Mülheim spazieren geht, dann tut sie das zuweilen auch als ehrenamtliche Gassi-Geherin für das städtische Tierheim an der Horbeckstraße. „Obwohl ich eigentlich eine Katzenmutter bin, habe ich mich jetzt auch in einige der Hunde aus dem Tierheim verliebt. Aber da ich im Moment mit jedem Euro rechnen muss, ist die Fahrkarte zum Tierheim für mich ein Luxus, den ich mir nur selten leisten kann“, erzählt Buchholz.
Kein Geld kosten dagegen die literarischen Phantasiereisen, auf die sie sich begibt, wenn sie sich mit ihrem Notebook auf ihre Couch setzt, um dort abwechselnd auf den Bildschirm ihres Laptops und ins Grüne vor ihrem Balkon zu schauen.
Weil die Hobbyautorin, die ihre eigenen Erlebnisse beschreibt und literarisch aufhübscht, bisher noch keine ihrer Geschichten veröffentlicht oder öffentlich vorgetragen hat, eine Tierfreundin ist, treffen sich auf ihrem kleinen Balkon regelmäßig ein Eichhörnchen und ein Meisen-Pärchen, um sich dort über das von der Katzenmutter in einem Vogelhäuschen und auf dem Balkonboden drapierte Futter herzumachen. Und von ihrer Fensterbank aus schaut dann ihre Quietscheente aus dem Rennjahr 2016 zu.

Weitere Informationen rund um das Jugendfestival Voll die Ruhr und das Quietscheentenrennen bekommt man im Internet unter: www.muelheim-ruhr.de sowie bei Carsten Scharwei vom Jugendamt unter der Rufnummer: 455-4533 oder per E-Mail an: carsten.scharwei@muelheim-ruhr.de

Dieser Beitrag erschien im Juni-Heft des Magazins Location

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