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Der Dümptener Hof im Wandel der Zeit: Ein Zeitsprung an der Mellinghofer Straße

Das Gasthaus Wilhelm Kneisel um 1900
Archivfoto Sammlung Udo Richter
Mit einem Foto aus dem historischen Mülheim-Kalender von Udo Richter springen wir  heute zurück ins Jahr 1901. Wir landen an der Ecke Mellinghofer Straße/Grüner Weg und stehen vor der Gaststätte und dem Hotel des Viehhändlers und Gastwirts Heinrich Kneisel. Später wird dieses gastliche Haus auch unter dem Namen Zur guten Quelle firmieren.

Heute speisen und logieren Gäste hier, an der Mellinghofer Straße 319, im Dümptener Hof. Das Hotel und Gasthaus wurde zwischen 1934 und 2016 von der Familie Bleckmann geführt. Sie ersetzte den Altbau Mitte der 70er Jahre durch den heutigen Neubau. 
Seit dem vergangenen Jahr ist Nader Movasaghi Inhaber des traditionsreichen Hauses. Sein Hotel bietet unter anderem 18 Gästezimmer.

Als die historische Aufnahme aus der Sammlung Udo Richters entstand, bestimmten noch Landwirtschaft und Bergbau das Bild im damals eher ländlich geprägten Dümpten.

Dass die Dümptener ihren Stadtteil bis heute als Königreich bezeichnen, hat mit den Jahren 1904 bis 1910 zu tun, als Dümpten eine von Paul Beuther geführte eigenständige Bürgermeisterei war.  Das Alte Bürgermeisteramt an der Mellinghofer Straße 275 und das ehemalige Kaiserliche Postamt an der Mellinghofer Straße 261 sind Zeitzeugen dieser Epoche.

Heute sind es ein knapp 400 Mitglieder zählender Bürgerverein, der 1960 gegründet wurde und Bürgerverein und die über 100 Mitglieder zählende, 1996 gegründete, Werbegemeinschaft Wir im Königreich, die das Wir-Gefühl im Stadtteil pflegen.


Dieser Text erschien am 19. Juni 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

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