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So gesehen: Warum unser Kämmerer Lose kaufen sollte

"Kinder, morgen wird’s was geben“ oder: „O, du fröhliche“ singen wir in diesen Tagen und freuen uns schon auf die Bescherung. „Da haben wir die Bescherung“, werden sich dagegen wohl unsere Stadtverordneten sagen und dabei an den Karnevalsschlager: „Wer soll das bezahlen?“ denken, wenn sie sich heute und morgen im Rat zu ihren letzten Ratssitzungen des Jahres treffen.


Denn der Blick auf die Haushaltszahlen und Steuerprognosen dürfte die Damen und Herrn Kommunalpolitiker eher betroffen als besinnlich machen. Denn auch sie wissen ja nicht nur zur Weihnachtszeit, das Geben seliger als Nehmen ist und darüber hinaus auch viel populärer. Denn die nächste Wahl nach Weihnachten kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Und da ist es nur zu verständlich, dass unsere Volksvertreter nicht wie Weihnachtsmänner dastehen wollen, die nichts im Stadtsäckel haben als eine finanzielle Rute, die als Rotstift daher kommt und uns Steuer- und Gebührenzahler geißelt und dem Wort Bescherung einen ganz und gar nicht frohen und festlichen Klang verleiht.

Im Dickicht der so gar nicht fröhlich und besinnlich stimmenden Zahlen mag mancher Gewählte und Gequälte in dieser Weihnachtszeit ja auf ein Wunder Marke Sterntaler hoffen. Wenn Ihnen das spanisch vorkommt, sind Sie genau auf der richtigen Spur. Denn bei der spanischen Weihnachtslotterie kann man 2,5 Milliarden Euro gewinnen. Also, Herr Bonan, kaufen Sie Lose!  

Dieser Text erschien am 18. Dezember 2012 in der NEUEN RUHR ZEITUNG

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