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So gesehen: Was uns der Monat November fürs Leben lehrt

Am 1. November war Allerheiligen, ein Tag, an dem viele Menschen ihrer Verstorbenen gedenken. Am 11.11. erwacht mit dem Hoppeditz die Narretei des Karnevals, der uns in einem Schlager verspricht: „Wir kommen alle in den Himmel, weil wir so brav sind.“

Und ausgerechnet am Feiertag des Frohsinns werden 18 engagierte Christen aus verschiedenen Mülheimer Gemeinden um 16 Uhr in der Saarner Christuskirche mit einer szenischen Lesung an den Schriftsteller Jochen Klepper erinnern, den die Nazis vor 70 Jahren mit seiner jüdischen Frau und seiner Tochter in den Tod getrieben haben und damit zeigten, was Menschen Menschen antun können. Wie unmenschlich Menschen sein können, mahnt auch der Volkstrauertag, der ebenso wie der Totensonntag im November auf uns wartet. Totengedenken, Trauer und Frohsinn, ganz nah beieinander.

Der heute beginnende November hat es in sich und ist so gegensätzlich wie unser Leben, das im Rückblick verstanden, aber im Hier und Jetzt gelebt werden will, mal ernst, mal heiter.

Dieser Text erschien am 1. November 2012 in der NRZ

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