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So gesehen: O Tannenbaum, o Tannenbaum

O Tannenbau, o Tannenbaum. Dein Kleid will mich was lehren.“ An diese weihnachtlichen Liedzeilen musste ich denken, als ich gestern über die Schloßstraße ging und plötzlich einen 13 Meter hohen Weihnachtsbaum mit Lichtern, Kugeln und kleinen Paketen vor mir sah.


Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen: Der Weihnachtsmarkt auf der Schloßstraße steht vor der Tür und mit ihm der Advent. Dabei ist sicher nicht nur mir noch gar nicht weihnachtlich zu Mute, vor allem, wenn ich in unserer Zeitung dauernd über steigende Gebühren, Preise und Steuern lesen muss.

Wenn alles steigt, nur nicht so schnell wie das Einkommen, dann möchte man nicht nur zur Weihnachtszeit am liebsten auf die Palme gehen. Doch die sind ja hier eher selten. Doch wer weiß, wofür es gut ist: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt und Apotheker. Mensch, ärgere dich nicht. Da beruhigt der besinnliche Ausblick auf den schön geschmückten und allen düsteren Finanzprognosen zum Trotz sogar wieder festlich beleuchteten Weihnachtsbaum auf der Schloßstraße. Der sorgt zumindest für einen Lichtblick in der Innenstadt. Doch was zeigen die Geschenkpakete an seinen Ästen? Etwa: Geben ist seliger als nehmen - auch als Gebühren- und Steuerzahler?  

Dieser Text erschien am 17. November in der NRZ 

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